Horologium musicum et poeticum. Aliquando Dominus parietes temporum in aeternum verrerit .
Freitag, 21. Januar 2022
Vier Reiche, zehn Hörner, sieben Köpfe und ein Achter, und zwei Städte
Mittwoch, 8. Dezember 2021
Die apokalyptische Evolution als gegenläufiger Prozess
Homo erectus – homo sapiens – homo iniquitatis versus homo resurrectus – homo cognoscens – homo amans
Die apokalyptische Evolution als gegenläufiger Prozess
Vor wenigen Jahrhunderten wähnten sich noch alle Menschen als Geschöpfe der Götter oder Gottes. Kaum einer wäre auf die Idee gekommen, er hätte sich aus einem Einzeller entwickelt, und dies alles zufällig, nicht intentional, beliebig. Ich weiß, dass man die Schöpfungsmythen der einzelnen Völker nicht immer vergleichen kann, aber es sind immer Schöpfungsmythen: Einer oder mehrere haben willentlich und gezielt geschaffen, was ist, nichts ist Zufall, alles ist aufgehoben in einem echten Sinn, der aus einem Geist kommt, der den Entschluss zur Schöpfung gefasst hat und die Fantasie und Kraft hat, zu schaffen. Jedenfalls ist mir nichts anderes bekannt aus den alten Kulturen.
Ich will hier nicht Sinn und Unsinn der Evolutionstheorie debattieren. Darüber gibt es bereits viel Literatur, und das meiste ist verfangen im Technokratischen, Materiellen und Baumeister-Denken, auch wenn es kreationistisch daherkommt. Kreationismus hat mit den alten mythischen Vorstellungen der Weltschöpfung gar nichts zu tun, es ist ein Gegenbild zum evolutionären Denken, das aber in denselben Grundauffassungen verankert ist, dass nämlich Gott im Mathematikermodus, als Statiker und Architekt gewirkt hat, eigentlich wie ein Mensch etwas erbaut. Die anthropomorphe Beschreibung des Schöpfers in der Genesis wird allzu wörtlich genommen und rechnet nicht damit, dass man in Gottes Schaffen niemals mit menschlichen Begriffen objektivierend hineinsehen kann und die literarische Form des Mythos daher angemessen war und ist und nicht mit einem Bauplan oder Bausatz oder Laborbericht verwechselt werden sollte. Es tut auch der Irrtumsfreiheit der Schrift keinen Abbruch, wenn man sagt, die Schöpfungserzählungen seien auch in ihr der Form und Gestalt nach mythisch. Sie werden dadurch nicht unwahr oder wertlos. Nur ein materialistisches Denken kann den Mythos verachten.
Die Annahme, der Mensch habe sich aus tierischen Wesen entwickelt und allmählich davon abgehoben, konterkariert allerdings die Abstammung des Menschen von Gott total. Darüber sollte sich jeder klar sein: Wer sagt, er stamme aus einer Primatenlinie ab und sei daher Enkel bestimmter Affenvorläuferarten, muss auch sagen, dass er nicht direkt und in von Anfang an herausgehobener Weise von Gott abstammt und nicht in dessen innerer und äußerer Gestalt geschaffen wurde und auch nicht beseelt ist durch Gottes Odem. Alle anderen Geschöpfe auf Erden wurden im Auftrag Gottes von der Erde und dem Meer hervorgebracht. Nur der Mensch wurde direkt von Gott gebildet, der Erde wurde diese Kompetenz nicht erteilt, auch wenn ihr Stoff verwendet wurde. Lebendig wurde der Mensch durch den Odem Gottes, nicht durch die Lebendigkeit der Erde. Ich bestehe darauf, dass jeder, der der Evolutionslehre mit ihrer Vorstellung von der Entwicklung der Arten anhängt, auch anerkennt, dass er sich selbst ausschließt aus der Gottesebenbildlichkeit, wie sie Gen 1,2 und 5 beschreiben. Denn das, was dort beschrieben wird, lässt sich literarisch unmöglich zusammenbringen mit dem, was die Evolutionslehre meint.
Die Evolutionslehre ist dennoch nicht unrealistisch. Sie erzählt uns mit harter Stirn das Drama des Menschen:
Homo erectus – die Auflehnung des Menschen gegen den nicht käuflichen Glanz des Menschseins
Er fühlte sich wie ein Wurm, vielleicht sogar wie ein Lindwurm, ein Drache, deutete sein Leben als Kampf ums Dasein, obwohl niemand ihn angegriffen hatte, er ernährt und beschenkt war und tun und lassen konnte, was er wollte in seiner wunderbaren Welt. Irgendwann kam die Einflüsterung aus der geistigen Welt, das alles genüge nicht, sei nicht alles, der Mensch sei belogen worden, obwohl nirgends ein Hinweis auf eine Lüge erkennbar war. Der Feuerqualm des Drachens erhitzte den geschenkten Odem Gottes im Menschen und brachte die Seele zum Fiebern, zur Unruhe, zur Krise, aber der Mensch wollte das Fieber nicht aushalten und genesen, sondern gewaltsam beenden mit urzeitlichem Aspirin, das seinen Namen ganz zurecht hat: ein Verschnitt des Hauches Gottes, ein Trugmittel (ich weiß, dass der Name ein Kunstname für Chemikalien ist!).
Es muss noch mehr geben, etwas, was man nicht weiß, was einem verborgen bleibt, und ja: Das wird es wohl geben, denn Gott ist dem Menschen niemals ein aufgeschlagenes Buch gewesen, das man lesen kann. Und der andere Mensch blieb ebenfalls in seinem Innersten verborgen.
Das Geheimnis, der Glanz der Dinge sank im Bewusstsein der Menschen herab zum bloßen Rätsel, das man nicht knacken konnte. Was ist es, das die Welt im Innersten zusammenhält? Der Mensch wurde faustisch, plünderte den Glanz bzw wollte ihn plündern und fand sich doch nur nackt und nun glanzlos vor. Nun war ihm nicht nur das Geheimnis und der Glanz entglitten, sondern auch noch das Rätsel. Er war bloß, der Odem war abgekühlt und schwächer geworden, der Weg ins Sterben begann. Aber noch war der Mensch groß, lebte viele Hunderte von Jahren, schuf bewundernswerte Dinge. Wir haben Zeugnisse aus der Vorzeit, die auf alles andere als einen sabbernden Primaten auf Bäumen hinweisen. Aber er hatte sich erhoben, entmenscht, mit Engeln vermischt und seinen Absturz als Aufstieg umgedeutet: der homo erectus. Eine Flutakatstrophe, ein Kataklysmus, den uns fast alle Mythen der Völker berichten, raffte sie dahin. Nur wenige überlebten.
Homo sapiens – Der Turm von Babel als Versuch, dem Himmel seine Geheimnisse zu stehlen
Gott erbarmte sich, wollte der Menschheit noch einmal einen Neustart geben, aber es misslang von Anfang an. Gott sagte daher zur Schöpfung, er werde sie nun bis zum Ende nicht mehr durch eine Flut vernichten. Der Regenbogen war sein Zeichen für dieses Versprechen. Der homo erectus tat das, was ihm entsprach: Er baute einen Turm bis zum Himmel, glaubte durch Konzentration und Zentralismus das Geheimnis der Himmel doch entzaubern zu können. Das alte Begehren, klug zu werden, mit dem die Schlange Eva einst scharf gemacht hatte, klug, um das mental bereits entzauberte und herabgewürdigte Geheimnis zum Rätselspielchen zu degradieren, brach aus wie eine alte Krankheit. Der erste Weltherrscher Nimrod trat nicht nur als erectus, sondern auch als sapiens, als Wissender oder sagen wir Wissenwollender gegen den Himmel an. Auch das ist uns mythisch überliefert. Gott zerbrach den Turm und zerstreute die Menschen durch Sprachverwirrung und Teilung der Landmassen.
Später wandte sich Gott direkt bestimmten Menschen zu. Als Juden oder Christen sehen wir, dass Abraham und einige weitere Menschen in besonderer Weise von Gott zum Auszug aus dem bisherigen Leben aufgerufen wurden. Paradoxerweise wurde der Mensch, der sich aufgeschwungen hatte und gescheitert war als sapiens, sich noch einmal aufgeplustert hatte zu einem sapiens sapiens, einem nun wirklich zunehmend Unterrichteten. Gott offenbarte sich an diesem angeblichen Wissen, der tautologisch vermessenen Weisheit des sapiens sapiens, vorbei und durch es hindurch auserwählten Menschen. Mit dieser Offenbarung an Abraham war die Apokalypse eröffnet, die Entschleierung sowohl Gottes als auch des gefallenen Menschen und seiner Einflüsterer, des Menschen, der sich fortan an dem messen musste, was er von Gott ertasten und schließlich mit Jesus Christus erkennen konnte.
Der sapiens sapiens, der lächerliche, tautologische Weise dieser Welt, wurde als Tor entlarvt, der, der die Weltweisheit aufgab, wurde umgewandelt in den homo cognoscens, den erkennenden Menschen, der nichts weiß, aber immer mehr erkennt. Dieser apokalyptische Prozess ist eine Evolution, aber nicht in dem Sinne, dass sich etwas immer höher entwickelte, sondern dass Dinge offenbarer werden und die Menschheit damit umgehen lernen muss, sowohl in der Bosheit als auch der Gutheit. Ich weiß – mancher wird sagen, böse und gut seien nur Konstrukte. Ich halte dagegen: Bosheit ist definiert als das Festhalten am Wissenwollen, Bestimmenwollen, am Behaupten und Bekämpfen aller, die zweifeln, fragen und andere Wege geführt werden als die Mächtigen und ihre Herde. Gutheit ist definiert als die Bereitschaft, für die Erkenntnis der Wahrheit, die alles Wissen als falsifizierbar und vorläufig erkennt und doch geborgen ist in der Weisheit Gottes, die man nicht aufschreiben oder kodifizieren kann, alles andere aufzugeben. Der homo cognoscens ist das, was mit einem wahren Christusgläubigen, einem echten Sohn Israels gemeint ist, der homo sapiens sapiens das, was mit dem Antichristen und einem wirklichen Edomiter gemeint ist. Der cognoscens weiß und bekennt, dass er den alten verlorenen Glanz nicht einverleiben kann (wie die Frucht vom Baum der Erkenntnis nicht zur Erkenntnis führen konnte …), sondern immer nur empfangen und geschenkt bekommen kann. Er wird zum homo amans, zum liebenden Menschen.
Homo iniquitatis – der Mensch, der sich über alles erhebt, was göttlich oder verehrungswürdig ist
Der sapiens sapiens erkannte doch immer noch vieles an, was er in der Welt vorfand und nicht übersteigen konnte. Doch er arbeitete verbissen daran, sich von seiner natürlichen Abhängigkeit als Geschöpf in der Natur vollkommen zu befreien. Dieser Prozess begann massiv im 16. Jh. Seither fällt eine Bastion des Verehrungswürdigen nach der anderen. Man verbrannte Bücher und Menschen, in großem Stil, heute löscht man sie virtuell einfach aus, betroffen war in besonderer Weise die Frau als Frau, die heute ein Zerrbild und Zombie ihrer selbst geworden ist, ein Grab ihrer eigenen Kinder auf Geheiß des machtgeilen Mannes, der bestimmen will, wie die Welt zu sein hat. Frauen, die gebären, darf es nicht mehr so einfach geben: Er bestimmt, wann wer zur Welt kommt, und er verändert das Geschöpf durch Gentechnik und pharmazeutische Zauberei. Er missachtet alles, was Gott geschaffen hat und will es umbauen zu seinem New Normal. Scheinheilig setzt er seine zugerichteten Mägde in hohe Stellungen und lässt sie seine schmutzige Arbeit verrichten. Alle Ordnungen der Natur tritt er mit Füßen und ersetzt sie durch seine Wahnordnungen, den New World Order. Er hasst die Freiheit Gottes in der Natur und vor allem im Menschen. Er tut alles dafür, dass der Mensch vergisst, dass er einmalig und frei ist, unantastbar und ursprünglich göttlicher Herkunft. Er will den Menschen genmodifizieren, um aus ihm etwas zu machen, was der Schöpfer so nicht wollte. Und genau das ist es, was wir aktuell erleben:
Ob die Menschen es begreifen oder nicht, ob die Gentherapie erfolgreich ist oder nicht: Das bloße Ansinnen und die verbrecherische Tat in Gestalt der Spritzerei ist massiv vorhanden und muss ernst genommen werden. Man muss ernst nehmen, dass diese Spritzen, wenn auch unter Druck und Nötigung erzwungen, bislang doch immer noch mit Zustimmung derer gegeben werden, die sie erhalten. Und auf diese Zustimmung kommt es an, auch wenn kein informed consent vorliegt, denn jeder hat inzwischen gehört, dass dieses Verfahren gentechnisch ist und bisher niemals am Menschen angewandt wurde. Dieselben Leute, die darauf achten, dass ihre Sojaprodukte ohne Gentechnik erzeugt wurden, lassen sich hemmungslos und ohne dringende Notwendigkeit der Sache nach, einen gefährlichen, unberechenbaren, gentherapeutischen Cocktail spritzen und von Lügnern und Betrügern darüber beruhigen, die wider alle Evidenz und Tatsache behaupten, das sei ganz harmlos: Ihr werdet mit Sicherheit nicht sterben, sondern leben. Es ist die alte satanische Lüge, die leicht durchschaut werden könnte.
Der Mensch, der das anderen oder sich selbst antut, ist der homo iniquitatis geworden, von dem Paulus im 2. Thessalonicherbrief im 2. Kapitel spricht, denn er hat sich zum Menschen der Unordnung und Gesetzlosigkeit missbrauchen lassen oder selbst bewusst und dreist dazu aufgeschwungen. Auch das Missbrauchtwerden zeugt vielfach von einer sagenhaften Anmaßung. Wie viele alte Herrschaften haben mir bisher schon gesagt, es sei egal, wenn die Spritzen sie töten oder schädigen, sterben müssten sie sowieso. Was für eine blasphemische Einstellung, denn warum kann man dann nicht mit denselben Argumenten eventuell an Corona sterben, das nachweislich eine sehr niedrige Fallsterblichkeitsrate hat, wohingegen die Spritzen aufgrund fehlender Studien sowieso riskant, mit zunehmender Offenbarung der gewaltigen Schäden aber wesentlich gefährlicher sind und jeder, der das mitmacht, den Mitmenschen in den Rücken fällt, die das eigentlich nicht wollen und sie mit unter Druck setzen hilft? Die alten Damen und Herren und mit ihnen jüngere Draufgänger und Hysteriker gleichermaßen sagen es offen: Es geht wie bei Esau um Linsengerichte, um den Bauch, um wenigstens noch einmal ins Konzert gehen oder verreisen zu können, aber um nichts Lebenswichtiges. Kaum einer glaubt im Ernst, er sei massiv durch das Virus gefährdet. Dafür lässt man sich genetisch manipulieren und das wissentlich. Ich weiß, dass das immer wieder abgestritten wird. Aber es hilft nichts: Der Versuch, ein fremdes Protein in unsere Zellen einzuschleusen, um es dort reproduzieren zu lassen, um eine Immunantwort, also eine integrative Körperreaktion zu provozieren, ist ohne jeden Zweifel ein gentherapeutisches Experiment und der Absicht nach eine gentechnische Veränderung unseres Organismus. Niemand kann uns sagen, wie lange unser Organismus diese fremden Gene produziert. Selbst wenn das sowieso nicht gelingt, weil die Virentheorie ein gigantischer Wissenschaftsirrtum ist, ist doch die bloße Intention entscheidend: Der Mensch gibt das Vertrauen in die Gesunderhaltung durch seinen Schöpfer und seine eigenen, naturachtenden Bemühungen um Gesunderhaltung auf und will aus sich etwas machen, was er nicht ist. Und das ohne Rücksicht auf Verluste. Er weiß mindestens, dass die Injektionsmittel nicht geprüft, nur bedingt und unter Lug und Trug zugelassen und alleine schon darum gemeingefährlich sind. Es ist der homo iniquitatis, der Mensch der Sünde und Unordnung, der Mensch, der all die Ordnungen mit Füßen tritt, die der Schöpfer uns gibt, in denen wir selig schwingen könnten, wenn wir es nur wollten, aber nein: Es ist der filius perditionis, der Sohn des Verderbens, der hier seinen schaurigen Entwicklungshöchststand erreicht. Er spielt in seiner Verwahrlosung wie der Esel, dem es zu wohl wurde, bevor er aufs Eis ging, Pandemie und ruft damit die Katastrophe erst hervor, vor der er Panik inszenierte oder denen auf den Leim ging, die es taten. Und daran wird er natürlich furchtbar scheitern, denn er vergeht sich an Gott. Und nicht nur das – er experimentiert parallel dazu mit Elektromagnetismus und angeblicher Gravitation, provoziert Naturkatastrophen, will den Himmel mit seinen Satelliten manipulieren und bringt wirklich die Säulen des Himmels ins Wanken, spielt sich als Herrscher des Alls auf und als Tyrann seiner Menschenbrüder, jeder gegen jeden. Ein abgrundtief boshafter Mensch baut sich wie ein überdimensionales Standbild vor uns auf, das man holografisch in jedes Kinderzimmer projizieren könnte.
Und wir wundern uns täglich immer mehr, wer alles ein homo iniquitatis ist und wer seltsamerweise gar nicht, obwohl wir das vielleicht früher oft andersherum erwartet hätten.
Homo dormitans und homo vigilans – die zwei Trabanten
Dem homo iniquitatis ist eine tragische Gestalt assoziiert, der homo dormitans, der eingeschläferte oder schlafende Mensch, der, der es vermied, wachsam zu sein. Es mag sein, dass der Schläfrige derzeit aufwacht und dämmernd erkennt, was geschieht, aber hat nicht vorgesorgt, eine geistige Positionierung und Priorisierung immer in den Wind geschlagen oder aufgeschoben. Nun ist es zu spät. Zu den Schlafenden scheint ein großer Teil derer zu gehören, die sich für fromm hielten. Sie bemerken nichts, verstehen nichts, laufen förmlich ins offene Messer ohne jeden inneren Kompass. Wie kann das sein?
Dem homo cognoscens ist auch ein Trabant zugeordnet, der homo vigilans, der wachsame Mensch. Wir wundern uns, wie gesagt, wer da alles auf der Seite derer steht, die Nein sagen zu all dem Unrecht und es nicht mitmachen wollen.
Es sind nicht immer (dem bisherigen Anschein nach) gläubige Menschen, und doch überragen sie an Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit den größten Teil derer, die sich Christen oder Juden nennen (für andere Religionen kann ich wegen zu geringer Kenntnis nicht sprechen). Das ist eigenartig. Aber es sollte uns auch nicht überraschen, wenn wir die Schrift ernstnehmen. Ein ums andere Mal treten dort Menschen auf, die offenbar ein Herz haben, das Gott ehrt und das Verehrungswürdige achtet, auch wenn sie keine Israeliten waren oder Kirchenmitglieder. Auch das scheint in einem Geheimnis zu liegen. Geradezu spielend wissen sie, was Wahrheit und was Lüge ist und lassen sich darin auch nicht beirren. Man kann sie als homo vigilans bezeichnen, zusammen mit den anderen, bisher im Glauben erkennenden Menschen und hoffen, dass sie mit jenen zur Herrlichkeit der Freiheit der Kinder Gottes kommen werden.
Es ist bezeichnend, dass Wolfgang Wodarg sein Buch Falsche Pandemien mit einem Zitat des Liedermachers Svatopluk Karásek überschrieb:
Say no to the devil, say no!
Haben wir das nicht bei der Erstkommunion gemeinsam gerufen: Nein das will ich nicht! Wenn uns das Böse versucht? Und haben wir bei der Firmung nicht versprochen, dass wir dem Satan widersagen wollen?
Waren das Lippenbekenntnisse? War uns der Ernst nicht bewusst, dass es den Tag geben könnte, an dem das von uns gefordert wird?
Welcher Linie folgen wir?
Der evolutionär-darwinistischen, die vom homo erectus über den sapiens trotzig zum sapiens sapiens, der ein dormitans und Narr wurde, und schließlich zum transhumanen homo iniquitatis abwärts taumelte und sich einbildete, das sei eine Höherentwicklung?
Oder der Heilsentwicklung, einer Entwicklung zur Heilung, die vom homo erectus und sapiens umkehrte zum homo, dem einfachen homo oder filius hominis, dem Menschensohn, den Gott gesalbt, designiert hatte, dem Christus, dem patiens, dem Leidenden und von Gott selbst erhobenen, als dem homo resurrectus, dem Auferstandenen bzw Auferweckten, der zum liebenden homo cognoscens werden darf und zu einem vigilans, der andere vigilantes mit sich ziehen kann?
Ich empfinde es so, dass keine lange Frist mehr zur Entscheidung gegeben sein dürfte.
Donnerstag, 19. August 2021
Urwirbel
Urwirbel
Martin Buber übersetzte das hebräische Wort „tehom“ (sprich: „t‘hom“), das gleich im zweiten Vers der Genesis zum ersten Mal auftaucht (Gen 1,2), mit dem deutschen Begriff „Urwirbel“, an anderer Stelle, auf die ich später kommen werde, mit „großer Wirbel“.
„Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal.
Finsternis über Urwirbels Anlitz.
Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser.“
Dieser Satz, der hier den Anfang der Welt setzt, die wir kennen („Bereschit“, „Im Anfang“) und als die „unsere“ ansehen, stellt uns drei vorweltliche Dinge (außer Gott selbst) vor:
1. eine unbewohnbare Erde („haaretz hajtah tohu wavohu“). Es war eine „Erde“ (hebr. „eretz“) bereits da, aber offenbar vollkommen verwüstet und lebensfeindlich, verbacken mit dem Urwasser. In der Verbindung „tohuwavohu“ ist nur der Begriff „tohu“ ein echtes Wort und meint „Ödland“, „Wüste“, „Verworrenes“, auch das „Ungeformte“. „Vohu“ wird lautmalend dazugesetzt, um ein poetisch verstärkendes Hendiadyoin zu schaffen. Das „tohuwavohu“ ist sprichwörtlich in der deutschen Sprache als „Tohuwabohu“ bekannt.
2. eine Lichtlosigkeit oder Finsternis („choschekh“)
3. ein als „Abgrund“, „Tiefe“ oder „Ur-“ oder „Chaoswasser“ vorgestelltes „tehom“
Das Wort „tehom“ kann man ableiten von dem Verb „hamah“, das „rauschen“, „brummen“, „knurren“, „lärmen“, „toben“ oder „aufregen“ bedeutet. Ein „hamon“ ist ein „Lärm“, eine „Aufregung“, ein „Getümmel“ oder auch eine „(Volks-)Menge“. Eine „hemjah“ ist ein „Rauschen“, eine „Aufregung“. Eine „hamullah“ ist „Lärm“ oder ein „Geräusch“. „Himum“ ist das „Entsetzen“. Es gibt noch viel mehr Begriffe, die man hier anführen könnte. Alles sind Derivate von „h-m“. Daneben gibt es einen Anklang zwischen „tehom“ und „tohu“. Im Deutschen ist uns das lautmalende „H-m“ eines feindseligen, abwehrenden oder bedrohlichen Knurrens oder Grollens, aber auch eines Summens, Vibrierens oder Brummens ebenfalls als onomatopoetisches Stammwort solcher Derivate bekannt, aber auch in einem weiteren Sinn einer stockenden oder sogar abrupten Sprachlosigkeit. Das Grimmsche Wörterbuch gibt die Interjektion „hm“ alternativ mit „hem“ wieder, das auch als Adjektiv bezeugt ist, etwa bei Behaim: „… wann es was ain minister (geistlicher), dem warn diese Wiener gram und hem ...“. Die Verbbildung dazu war „hemsen“ (hm sagen im Sinne eines missbilligenden Grummelns). Es klingt genauso an in dem lautmalerischen „Hamham“ für „essen“ oder „verschlingen“. Das Hebräische kennt im Piel, das stets eine Intensivierung des Stammverbs im Qal formt, „himhem“ als Begriff für „hm sagen“. Es findet sich so tatsächlich im Langenscheidt-Achiasaf. Das „hm sagen“ ist verbunden mit Stutzen, einem Nicht-Weiter-Wissen, einem gedanklichen Aus-der-Bahn-Geworfensein. Es besteht hier ohne jeden Zweifel eine Verbindung zwischen dem Hebräischen und dem Deutschen, so, als habe sich im Deutschen die Präzision des hebräischen Wortes für das numinos-sprachlose oder übersprachliche Nichtpräzise ironisch niedergeschlagen. Die Anklänge im letzten Buch des Neuen Testamentes an diese Urerfahrung des Ungeordneten, die schillernd zugleich eine „Über“-Ordnung assoziiert, müssen wohl in Beziehung zum ersten Buch der Torah gesetzt werden, verweisen auf ein Paradox:
„Und ich hörte ⟨etwas⟩ wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten.“ (Apk 19,6)
Daniel sieht in einer Vision einen Mann in strahlendes Leinen gekleidet, der zu ihm spricht „kekol hamon“, wie „die Stimme eines Brausens/einer Volksmenge“ (Dan 10,6).
Auch Ezechiel hat eine solche visionär-auditive Schauung: „Und ich sah: Und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und ein Feuer, das hin- und herzuckte, und Glanz war rings um sie her. Und aus seiner Mitte, aus der Mitte des Feuers, ⟨strahlte es⟩ wie das Funkeln von glänzendem Metall. Und aus seiner Mitte hervor ⟨erschien⟩ die Gestalt von vier lebenden Wesen (…) Und über den Häuptern des lebenden Wesens war etwas wie ein festes Gewölbe [hebr. „rakia“ - „Himmelsgewölbe“], wie das Funkeln eines Furcht einflößenden Kristalls, ausgebreitet oben über ihren Häuptern. Und unter dem festen Gewölbe waren ihre Flügel gerade ⟨ausgebreitet⟩, einer gegen den anderen; und jedes hatte zwei ⟨Flügel⟩, die ihnen ihre Leiber bedeckten. Und wenn sie gingen, hörte ich das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen großer Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, das Rauschen einer Volksmenge, wie das Rauschen eines Heerlagers. Wenn sie stillstanden, ließen sie ihre Flügel sinken. Und es kam eine Stimme von ⟨dem Raum⟩ oberhalb des festen Gewölbes, das über ihren Häuptern war.“ (Ez 1,4+5; 22-25)
Bei Ezechiel ist der Vergleich der Stimmen mit dem „Rauschen großer Wasser“ durch das „kekol majim rabbim“ ausgedrückt und die „Stimme des Lärmes“ mit „kol hamullah“.
Wie immer wir die vorweltliche Situation beurteilen wollen, die in Gen 1,2 geschildert wird: Sie wird als wüst und finster beschrieben, aber nicht als still oder schweigend oder stumm. Die Idee, dass Gott aus dem „Nichts“ schaffe, scheint ausdrücklich verwehrt in diesen knappen Sätzen. Es heißt dementsprechend auch im Buch Job nicht, dass er aus dem Nichts geschaffen habe, sondern aus dem „Bli ma“, dem „Ohne etwas“, dem Ungeformten (Job 26,7). Die Nuance darf nicht verschliffen werden. Der „adon olam“, der „Herr der Weltzeit“, wie eine alte jüdische Hymne es singt, ist „bli reschit“ und „bli tachlit“, „ohne Anfang und ohne Ende“, im Grunde durchaus nahe am „Bli ma“, dem „Ohne etwas“. Formlosigkeit und Ordnung liegen sich hier paradoxerweise nah. Gott hängt daher nicht eine Weltkugel ins „Nichts“ eines angeblichen Vakuums (Alls), sondern Gott schafft die Erde voraussetzungslos aus Ungeformtem. Das ist etwas erheblich anderes.
Freilich stellt sich die Frage, ob uns die Schrift nahelegt, dass es ungeformtes Etwas als eigene und ständige Qualität geben könne. Ich neige dazu, dieses Ungeformte als einen Aspekt des Geformten anzusehen. Beides ist nicht denkbar ohne das andere. Wenn ich Dinge als Ordnung wahrnehme, muss ich zwingend und logisch auch deren Deformation mitdenken. Dass Gott aus dem „Bli ma“ schafft meint nach meinem Verständnis, dass er alleine es ist, der Urstoff und Form gibt.
Die Vorwelt ist zwar lebensfeindlich, aber sie ist aufgeregt, lärmend, rauschend, noch nicht (wieder) gebändigt. Immer wieder wurde darüber spekuliert, ob es eine vorherige, aus den Fugen geratene Schöpfung gegeben haben könnte, eine erste Erde, die dann „tohuwavohu“ wurde. Der Text gibt in keinem Fall dazu eine berechtigte Gedankenentwicklung her, aber er deutet in der Tat etwas an, ein Vorher-Sein, aber es bleibt unpräzise, was es damit auf sich hat. Die Vorwelt ist numinos und irgendwie formlos, chaotisch, laut. Ihre Lichtlosigkeit, obwohl die „ruach elohim“ sie überschwingt, ist rätselhaft, ob sie überhaupt raumzeitlich gemeint ist, bleibt offen. Man könnte denken: Solange die „ruach“ über ihr brütet, ist noch Finsternis. Sobald sie sie durchdringt, wird Licht sein. Aber sicher bin ich mir nicht über diesen Gedanken. Immerhin belässt der Schöpfer in der Schöpfung „choschekh“, Finsternis, und nennt sie „laila“ (Nacht) (Gen 1,5). Die „laila“ aber ist nie ganz dunkel, weil Gott sie durch den Mond und die Sterne erleuchten lässt. Die Komplementarität von lichtlosem „tehom“ und schöpferischer Form wird so, im Tag-Nachtwechsel, in die an sich gänzlich durchgeformte Schöpfung implementiert, von der Gott andererseits mehrfach sagt, sie sei „tov“, „gut“. Das Verwirbeln von Form-Nichtform als Ausdruck der aktualen Energie, die aus der Potenz Gottes quillt, tritt uns als ewiges und belebendes Geheimnis vor Augen, das wir auch in der Natur sehen. Alles „strömt und ruht“, wie C.F.Meyer es dichtet (s.u.), oder Rilke im XXII. „Sonett an Orpheus“ (Teil I) ausspricht: „Alles ist ausgeruht:/ Dunkel und Helligkeit,/ Blume und Buch.“ Die dunkle Beschreibung mag der Versuch sein, einen Vorgang der logos-Tätigkeit zu beschreiben, bevor sie manifest wird, einen Zustand, den es eigentlich nicht geben kann für den menschlichen Erkenntnishorizont. Für uns ist alles Sein ein „Da-Sein“ oder „So-Sein“. Die enorme „dynamis“ oder „potentia“, die jeder „energeia“ oder jedem „actus“ vorausgeht, können wir zwar logisch denken, aber nicht phänomenal vorstellen. In Lk 1,35 sagt der Erzengel Gabriel Maria an, die „dynamis“ des Allerhöchsten werde sie überkommen und das „pneuma hagion“ sie überschatten. Hier tritt eine Parallelisierung dieser Urpotenz Gottes mit dem Begriff des „Heiligen Geistes“ auf, literarisch als Hendiadyoin gestaltet und damit gleichgesetzt. Der Zustand der Lichtlosigkeit (Um-/Überschatten), des „choschekh“ aus den drei vorweltlichen Zuständen wird dem beigeordnet. Man kann daher auch annehmen, dass die urwirbelnde „dynamis“ Maria förmlich verschattet, während das ordnende, schöpferische „pneuma hagion“ sie überkommt und befähigt, den Christus in dieser „dynamis“ hervorzubringen – ohne Mann. Der vorweltliche Zustand kann daher nicht als eine Art satanische Gegenwelt gedacht werden, sondern ein potenzieller göttlicher Zustand, der dem hellen und klaren Akt logisch, aber nicht zeitlich vorausgeht. Wir können es nicht weiter entschlüsseln. Die Scholastik ging davon aus, dass bei Gott Potenz und Akt in eins fallen.
Eines aber ist klar vorgegeben: Dieser Gott ist kein „unbewegter Beweger“, wie Aristoteles es meinte, er („elohim“) oder sie („ruach elohim“) braust, schwingt, vibiriert und spricht. Die Vorwelt mag eine Konzeption der Urkräfte sein, die sich aus Gott in seine Schöpfung in einer Art Geburtsprozess („Akt“) entladen und tatsächlich abnabeln oder sogar selbstorganisieren, aber doch ohne die Herkunft aus seiner Potenz, aus ihm, ohne die Durchflutung seines Lichtes, seiner Liebe, seines „So-Seins“ und seines „logos“ niemals lebensfähig oder -freundlich sein können. Die Verneinung der Herkunft, des Herstammens aus seinem Schoß bedeutet Sterbenmüssen, ein Absterben, ein undenkbarer Gedanke, aber für uns doch Wirklichkeit, die uns zutiefst bestürzt und Fragen über Fragen offen lässt. Blankes Sein als reine, ungerichtete, formlose Potenz, als vor ihrer energetischen Geordnetheit gedacht, ist dennoch – und vielleicht will uns der Vers einfach nur das sagen – ganz und gar von Gott gehalten und umfasst, er selbst aber tritt immer als So-Seiender in unser Leben, als „ehieh“, als „Ich werde (so/da)sein“ (Ex 3,14).
„Wer hat das Meer mit Türen verschlossen, als es hervorbrach, dem Mutterschoß entquoll, als ich Gewölk zu seinem Gewand machte und Wolkendunkel zu seinen Windeln und ich ihm meine Grenze zog und Riegel und Türen einsetzte und sprach: Bis hierher kommst du und nicht weiter, und hier soll aufhören der Stolz deiner Wellen?“ (Job 38,8-11)
Wir entnehmen auch diesen Worten des Herrn aus dem Sturm an Job, dass das „tehom“ einem „Mutterschoß“ entquoll, der ohne jeden Zweifel nur der Gottes sein kann bzw seiner „ruach elohim“. Der Schoß, hier der „rechem“, von dem auch Gottes „Erbarmen“ abgeleitet wird, gewissermaßen seine „Mutterschöße“, die „rachamim“, manchmal auch als „ruchamah“ bezeichnet, ist einer der alttestamentlichen Schlüsselbegriffe für Gott selbst. Über dieser Vorwelt also schwingt, brütet, vibriert die „ruach elohim“, der Geist Gottes, ebendiese Potenz, die „dynamis“, bildhaft gezeichnet wie eine Art Vogelmutter, die über all dem ist, schwebt, fliegt, mit stiller Leichtigkeit, und Irrsal, Finsternis und Urwirbel förmlich bebrütet. Die „ruach elohim“ schwebt, vibriert, „merachefet“ über den Wassern. Eine Selbstreferenzialität Gottes wird angedeutet, keine Bini- oder Trinität, wie oft behauptet wird, aber eine Selbstschauung, der eben ganz und gar nichts Narzisstisches anhaftet ... „Rachaf“ bedeutet „brüten“ oder „schweben“ und wird hier im Partizip feminin Piel, also der verstärkenden Form angewandt, das Schweben erscheint vibrierend, energetisch, flirrend, summend, in einer geheimnisvollen Korrespondenz zum Lärmen des Urwirbels und des „tohuwavohu“. Das Flirren und Summen ist geordnetes Geräusch, Stimme, nicht mehr lärmend, aber doch durchdringend, am Ende stärker als das stärkste Tosen, wie ein großer Magnet, der fast lautlos alle Dinge ausrichtet und stabilisiert. Die alte Vorstellung, in der Mitte der Erde sei ein Magnetberg, an dem alles ausgerichtet sei, was ist, kommt dieser Vorstellung sehr nah. Es ist denkbar, dass die Dinge dabei weiterhin toben und lärmen, aber dennoch lassen sie sich energetisch einfassen von der mütterlichen „ruach elohim“ und in Ordnungen bringen sobald „elohim“ beginnt zu sprechen. Auch das Verb „amar“ (sprechen) klingt noch an das „h-m“ oder „(a)m“ an. Mit ihm wird der dritte Vers der Genesis eingeleitet: „Wajomer elohim ...“ … „und Gott sprach“.
Die „Stimme des Allmächtigen“, der „kol schaddaj“ bei Ezechiel, erscheint so kaum unterscheidbar vom „tehom“ oder merkwürdig in dessen phänomenaler Nähe. Das Lob der Engelwesen um den Gewaltigen erinnert an das Tosen des „tehom“. Es ist enorme Bewegung da, wo Gott ist, ein gewaltiges Rauschen, zugleich ein feines Summen und Schweben, das aber energetisch so stark ist, dass es das Grollen des „tehom“ mit Leichtigkeit bändigen kann. Die Vorstellung, dass Gott die Welt aus Klang, Vibration, einer energetisch gebärenden Potenz heraus erschaffen hat, liegt im biblischen Kontext sehr nahe. Der spätere Johannes-Prolog deutet die „Bereschit“-Erzählung als ein „en arche en ho logos“, „im Anfang war das Wort“. Der geheimisvolle und unübersetzbare „logos“ bedeutet in jedem Fall etwas, das Konzeption, Wollen, Formen und Sprechen konzentriert. Im Sanskrit ist uns der Urklang, aus dem alles geschaffen wurde, als die Silbe „Om“ bekannt. In ihr klingt ebenfalls das „h-m“ an, von dem oben die Rede war. „Hm“ oder „Om“ bringt die Dinge zum Schwingen, zum Vibrieren. Wer längere Zeit „Hm“ singt wird spüren, wie seine Lippen und allmählich der ganze Leib zum Schwingen kommen, so sehr, dass es unangenehm und „kribbelnd“ werden kann.
„Der Klang des Om von 136,10 Hz in der Tonlage CIS steht für den transzendenten Urklang, aus dessen Vibrationen nach hinduistischem Glauben das gesamte Universum und auch unsere Welt entstand. Das erhabene Symbol und sein Klang begleiten uns von Zuständen tiefster, innerer Ruhe über Traumzustände bis hin zum vollkommen bewussten Wachzustand. Es vereint alles was war, alles was ist und alles was sein wird in seinem schwingenden Klang. In der traditionellen Tempelmusik wird diese Tonlage ebenfalls verwendet. Außerdem klingen viele Glocken in genau diesem Klang.“i
Eine Ähnlichkeit finden wir im biblischen Wort „Amen“. Es leitet sich vom Verb „amen“ her und bedeutet „(gewiss) so sein“. Interessanterweise bedeutet hebräisch „em“ „Mutter“, die Konjunktion „im“ meint das „wenn“ oder „sofern (etw so ist)“, in älterem Deutsch durchaus mit „so“ übertragbar („so es so ist ...“). Eine Anhängung eines „nun“ (Buchstabe n im hebr. Alphabet) an einen hebräischen Wortstamm, in diesem Fall also an das „(a)m“, ist eine Form der Substantivierung von Verbstämmen bzw der Ableitung weiterer Nomen von einem Stammwort. Das „(a)m“ als ein „so“ wird zu einer „So-heit“. Traditionell fassen alle Christen deshalb die Formel „Amen“ am Ende von Gebeten als ein „So sei es!“ auf. Das „Amen“ ist ebenfalls wie im Sanskrit das „Om“ ein heiliges Wort und taucht an allen alttestamentlichen Belegstellen ausschließlich in theologischen Zusammenhängen auf.ii
Bei Jesaja ist der „elohei amen“ der „Gott des Amen“, also der Gott der „So-heit“, der Treue, Zusage und Gewissheit (Jes 65,16). Aber es geht eben der „So-heit“ dieser „Urwirbel“ voraus, diese unvorstellbare Potenz Gottes, die sich energetisch manifestiert. Und an dieser Stelle müssen wir dieses In-Gang-Setzen annehmen, das von Gott ausgeht, das er ist, und vor jeder Raumzeitlichkeit liegt, den „Urwirbel“, der niemals aufhört zu wirbeln und in ein „So“ gebracht zu werden. Er ist die Grundform alles Lebens in der Schöpfung.
Auffallend ist, dass das deutsche „wirbeln“ hebräisch „lehitarbel“ heißt, ein reflexives Verb in der Intentivform ist iS von „sich vermischen“. „Irbul“ ist dementsprechen das geordnete „Mischen“ (v.a. von Materialien etwa in einem Betonmischer). Die Stammähnlichkeit ist dabei zu beachten, das „(w)-rb-l“ und lässt einmal mehr ahnen, dass es zwischen dem Hebräischen und Deutschen tiefe Beziehungen geben muss. Mir erscheint ein inneres Bild davon, dass der aus Gott geborene Urwirbel zunächst tatsächlich in eine Art „Selbststand“ versetzt ist, in dem er zwar „wirbelt“, aber ungeordnet, er mischt die Dinge durcheinander ohne Ziel und Maß. Ihm fehlt der Herzschlag, ein pulsierendes Verwirbeln, die „chokhmah“, die Weisheit. Er ist so etwas wie eine losgelassene, ungeordnete Göttlichkeit. Durch das „amar“ Gottes, das Sprechen des Schöpfers, ordnen sich die chaotischen Bewegungen des „tehom“ zu freien und geordneten, zusammenklingenden Wirbeln. Wirbel meinen Drehbewegungen um gedanklich hinzugefügte Zentren, wir kennen das aus Wasserbewegungen, Windbewegungen, vom Feuer, wir erleben es tagtäglich, ohne dass wir darüber nachdenken. Luftwirbel erleben wir, wenn wir Trillerpfeifen blasen, wenn wir Drachen steigen, Fahnen wehen lassen. Wasserwirbel, wenn wir Steine in einen See werfen, wenn wir dem Wasser in einem schnellen Bach zusehen, wie es verwirbelnd seinen Weg im Bachbett geht. Genauso kann der Blutkreislauf eines Lebenwesens als Wirbelströmung angesehen werden, ein zweiseitiges, mäanderndes Zusammenspiel in niemals geraden Grenzen. Unsere Kinder schrauben sich förmlich durch unseren Geburtskanal, vieles erscheint spiralig angelegt. Wassertropfen, die an einer Scheibe herabfließen, tun das niemals gerade, sondern in Mäandern. Zwischen den Längswirbelströmungen der unbegradigten Flüsse bilden sich Querwirbel, es gibt explosive und implosive Wirbel mit jeweiligen energetischen Effekten. Viktor Schauberger (1885-1958), ein von schulphysikalischen Eiferern hart bekämpfter und lächerlich gemachter Naturforscher, erkannte in jedem Fall die durchgehende Wirbelstruktur in der gesamten Natur. Seine Erkenntnisse werden inzwischen auch von Behörden angewendet. Der Dokumentarfilm „Die Natur kapieren und kopieren“ von 2008 von dem freien, lange für das ZDF arbeitenden Filmemacher Franz Fitzke, gibt einen sachlichen und seriösen Einblick. Der Wikipedia-Artikel samt der Diskussionseite dagegen weist heute, am 17.8.2021, die bekannten, unsachlich-hämischen Hetzstrukturen auf, die seit Jahren von interessierter Seite unerwünschten Denkern und Forschern nach „Faktenchecker-Manier“ angetan werden. Der Hass schien so weit gegangen zu sein, dass man versucht hat, einen Wiki-Eintrag über den Forscher gänzlich zu unterdrücken.iii
Erinnert sei an Conrad Ferdinand Meyers sieben Gedichtfassungen vom „Römischen Brunnen“, in denen er – als ergäbe sich dies aus dem Thema – nach einer immer dichteren und knapperen Sprache suchte, die den Wirbelstrom prägnant „sichtbar“ und „hörbar“ macht, bis er die Endfassung 1882 fand:
"Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht."
In der Erzählung der Sintflut wird bei genauer Betrachtung nichts anderes erzählt, als der Entzug des ordnenden Sprechens Gottes. Dem „tehom“ wird der „logos“ weggenommen, und es kann seinen „Stolz“ (s. Job) austoben, begrenzt auf 40 Tage (Gen 7,11f):
„An diesem Tag
aufbrachen
alle Quellen des großen Wirbels.
Und die Luken des Himmels öffneten sich.
Der Schwall geschah vierzig Tage, vierzig Nächte auf die Erde.“
Nicht nur unsere Tage bewegen sich zwischen den Polen der Ruhe und der Bewegung, alles ist schwingend in geordnetem Wirbel.
Eine Kosmologie, die diesen Gedanken nicht berücksichtigt, kann nur falsch sein. In die Bereiche jenseits des Urwirbels und jenseits der „Über“-Ordnung Gottes kann kein Mensch hindenken. Eines aber müssen wir schließen aus all dem: Es gibt ein Jenseits zur raumzeitlichen Erfahrung, aber dafür sind wir nicht disponiert oder die Disposition dazu ist deaktiviert. Das So-Sein Gottes ist eine Überfülle, eine unendliche Energie aus einer unendlichen Potenz, „bli reschit bli tachlit“, ohne irgendeine Begrenzung. Es muss Übergänge geben zwischen seiner Unbegrenztheit und der Begrenztheit, von der er zu Job sprach, der wir unterliegen in diesem Leben. Jede Kosmologie muss das mit bedenken. Eine Verlängerung unserer Begrenztheit in ein angeblich unendliches „All“ der Begrenztheiten, das trotz sagenhaft vieler "Galaxien" und Sonnen einfach nur Finsternis bleibt (Olberssches Pradoxon!), ist Selbstbetrug und ein Selbstausschluss aus dem ewigen Leben oder der wirklichen „Basileia tou Theou“, dem Königreich Gottes, dem Reich des Unbegrenzten, in dem „die Finsternis finstert dir nicht, / Nacht leuchtet gleichwie der Tag, / gleich ist Verfinsterung, gleich Erleuchtung“ (Ps 139,12). Nur dort kann es licht sein, wo die Begrentzeit geborgen ist im "bli reschit bli tachlit", das Gott zukommt, ihm und nur ihm.
Je nachdem, wie wir die von uns erlebten physikalischen Kräfte beschreiben, gelangen wir in den Widerspruch, die Selbstaufhebung derselben und das Eingeständnis, dass selbst die physikalische Welt sich in einer Dimension verlängern könnte, an die wir weder hindenken noch hin-vorstellen können, und dies obwohl wir mitten darin leben.
___________________________________
i https://karmandala.de/blog/om-die-heilige-silbe/
ii https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/amen-at/ch/41d4fdc2f7354104b43bffa3a112a610/
iii „Die Löschung der Seite „Viktor Schauberger“ wurde ab dem 28. Februar 2007 diskutiert. In der Folge wurde der Löschantrag entfernt. Bitte gemäß den Löschregeln vor einem erneuten Löschantrag die damalige Diskussion beachten.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Viktor_Schauberger#Seri%C3%B6se_Quellen?
Montag, 28. Juni 2021
Der logos und die Schöpfung
Der logos und die Schöpfung
Die faustische Frage, wie man den ersten Satz des Johannes-Prologs wohl am besten übersetzt, dieses „en arche en ho logos“, zu Deutsch meist mit „Im Anfang war das Wort“ wiedergegeben, führt zur Frage, was zuerst ist: Der Gedanke oder die Tat. Das mag banal klingen, ist es aber nicht. Faust versucht sich, umschlichen vom Teufel in Gestalt eines schwarzen Pudels, an einer Übertragung:
Geschrieben
steht: »Im Anfang war das Wort!«
Hier stock ich schon! Wer
hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich
schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom
Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war
der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Daß deine
Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles
wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die
Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon
warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der
Geist! Auf einmal seh ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang
war die Tat!
(Faust I, Szene „Studierzimmer“)
Der griechische Begriff des logos ist nicht einfach im Deutschen wiederzugeben. Aber „Tat“ heißt er sicher zunächst nicht. Goethe beschreibt, dass das komplexe Bedeutungsfeld von „Idee“, über „Wort“ zu „Konzeption“ oder „Kraft“ nach der Realisation verlangt, einen „logos“ ohne Manifestation kann es wohl kaum geben, er drängt hinaus ins Da-Seiende, mag er auch als das „Seiende“ vorausgehen. Das Wort und sein Sinn haben eine Kraft in sich, die unmittelbar zur schöpferischen Tat wird. Fausts Anliegen ist die Erkenntnis darüber „was die Welt im Innersten zusammenhält“.
Ich glaube als christlicher Freidenker, dass alles aus dem logos entstanden ist, die ganze Schöpfung. Um die Entstehung von Taten zu begreifen, muss angenommen werden, dass auch der Mensch einen Anteil an diesem logos hat, denn andernfalls lässt sich kaum verstehen, warum er in einer ähnlichen Abfolge der geistigen Prozesse handeln kann. Aber wir empfinden, dass wir meilenweit entfernt von diesem logos sind, dass uns die Worte ja förmlich fehlen und unser Handeln mit enormer Mühe entwickelt werden muss.
Was hat es mit dieser Diskrepanz, die wir empfinden, auf sich?
Muss man vielleicht in Erwägung ziehen, dass „Wort“ und „Sprache“ des Menschen heute nicht mehr das ist, was es einmal war, und der Mensch einmal über ganz andere „logische“ Kompetenzen verfügte? Woher kommt der tiefe Wunsch aller Völker nach Dichtung, nach Poesie und Gesang? Völker ohne Dichtung und Lieder gibt es nicht. Warum genügt uns das alltägliche Sprechen nicht? Warum sind es der Glaube und die Liebe, die uns zu anderer Sprache emporwachsen lassen oder das Sehnen nach einem anderen Sprechen entzünden?
Der Mensch konnte, wie ich vermute, einstmals wesentlich anders sprechen als er es jetzt tut. Man sieht ja an den sprachwissenschaftlichen Forschungen, dass alle großen Kultursprachen veröden und verarmen (heute v.a. Englisch und Chinesisch, aber es geschah so auch beim Lateinischen, ebenso kann man den Prozess sogar beim Hebräischen nachvollziehen, seitdem es "Alltagssprache" wurde). Englisch war vor 500 Jahren noch eine komplexe Sprache, heute schafft sie durch einen aufgeblasenen und immer aufgeblaseneren Wortschatz Kompensation für den Verlust an effizienter und formenreicher Nuanciertheit und Feinheit. Es hat eine Schönheit, dass es "heilige Sprachen" bis heute gibt, die nur im Rahmen von Liturgien angewandt werden. Auch sind die komplexesten und damit auch erhabensten Sprachen nicht die der großen Zampano-Völker, sondern die Sprachen abgelegener Indianernationen und kleiner Stämme ... Man versucht seit Jahrzehnten, das Deutsche im selben Sinn zu verhunzen und in eine "einfache Sprache" zu transformieren. Dem sollte jeder, der seine Heimat und Sprache liebt, entgegenwirken. Alleine schon aus Selbstachtung. Es hat daher auch einen großen Vorteil, dass das Deutsche etwas in den Hintergrund gerückt ist - so konnte es leichter immer noch bei sich selbst bleiben ...
Der Mensch, nach Gen 1 "in der äußeren und inneren Gestalt Gottes", ist Gott in der Sprache, im Wort ähnlich. Nur der Mensch hat Sprache in diesem göttlichen Sinn. Aber etwas ist geschehen, und er hat das verloren, und es verblasst je gottabgewandter oder gottvergessener er ist. Gottzu- oder -abgewandtheit kann aber nicht so leicht konstatiert werden, nur Gott selbst sieht die Herzen an.
Paulus hat eine Vision und wird entrückt bis in den dritten Himmel. Er hört dort, wie er es im 2Kor 12,4 beschreibt, „arreta rhemata“, "unaussprechliche Worte", die auszusprechen ein Mensch nicht befugt sei. Man übersetzte im alten Neuhochdeutsch, dieses „ein Mensch ist nicht befugt“ („ouk exon anthropon“) mit „es ziemt dem Menschen nicht“. Wir würden heute eher sagen, „es steht ihm nicht an“, oder „er ist nicht in dem notwendigen Stand“, solche Worte auszusprechen. Paulus fragt sich wohl deshalb, ob er das überhaupt in diesem Leib hören konnte, der ein solches Sprechen nicht möglich machen könnte. Aber als Geistwesen konnte er diese unaussprechliche Sprache hören und verstehen.
Ich vermute, dass das ebenfalls im 1Kor 12,10 beschriebene "Zungenreden" eine Geistbefähigung zum ursprünglichen Sprechen sein könnte. Paulus schreibt, dass er es selbst auch konnte. Das, was Pfingstgemeinden und Charismatiker heute daraus machen, ist eine blasphemische Verzerrung dessen, was damit vermutlich gemeint war. Eine Gratwanderung ist diese „glossa“, diese „Zunge“ in jedem Fall, weil sie auch von Schwarzmagiern nachgeahmt und verzerrt bzw pervertiert eingesetzt wird. Offenbar haben die Korinther daraus eine veräußerlichte Sensation und "Trophäe" besonderer Geistbegabung gemacht - also genau das, was die Sprache dann in sich wieder aufhebt und zur schwarzflachen Magie verkommen lässt. Paulus sagt daher, dass es für das gemeinschaftliche Leben nicht (noch nicht) verfügbar ist, dieses Sprechen, vermutlich erst noch den verwandelten Leib braucht, und vorerst eher eine persönliche Frömmigkeitspraxis zu Gott hin oder sogar in Gott sein kann. Auch passt dazu sein Satz in Röm 8,26, der Heilige Geist vertrete uns mit unaussprechlichen Seufzern in allem, was wir nicht sagen können zu Gott hin. Auch hier geht es um fehlendes Sprechenkönnen, um verschüttetes Sagenkönnen.
Nach meinem Glauben denke ich, dass wir nach diesem Leben, wenn wir auferweckt und verwandelt werden, wie Jesus Christus es schon erfahren hat, diese Ursprache wieder sprechen werden können – wir Menschen miteinander und mit Gott.
Alle Dichtung, alle Musik ist die Sehnsucht nach dieser Sprache.
Für mich ist es der logos im weitesten Sinn die Inspiration und Konzeption. Gott schafft in der Genesis ja nicht durch autoritäres Verfügen, sondern ganz unterschiedlich. Es gibt das reine Sagen: "Es werde ...". Es gibt das "X bringe hervor ...". So werden sowohl die Erde als auch das Meer beauftragt, Wesen hervorzubringen (Gen 1). Christen sollten das nicht außer acht lassen, dass Gott tatsächlich die Erde zu einer Mutter macht, allerdings - und das ist eine Pointe - nicht für den Menschen.
Den Menschen formt er selbst aus Erde. Er selbst bringt ihn hervor. Mittelbar stammt er also auch von der Erde, aber nicht die Erde bringt ihn hervor.
Die Lebendigkeit des Menschen stammt ebenfalls nicht aus der Erde, sondern aus seinem Geist, durch seinen Odem wird aus dem Adam ein lebendiges Wesen.
Die Erde hat die göttliche Beauftragung, alle Pflanzen und Tiere auf dem Land un din der Luft hervorzubringen bzw das Meer die Pflanzen und Fische des Meeres.
Der Mensch hat nur den Auftrag, Menschen hervorzubringen ("Wachset und mehret euch").
Die Benennung der Tiere erfolgt in Gen 2 durch den Adam, d.h. er gibt dem, was von der Erde hervorgebracht wurde, ein sprachlich-geistiges Echo.
Wenn man genau hinsieht, ist das alles sehr differenziert geschildert.
Der Auftrag an den Menschen, die Schöpfung zu bebauen und zu erhalten, weist bei kontemplativer Lesart in eine enorme Tiefe. Am ehesten sehe ich das der Spur nach bei den Leuten erfüllt, die derzeit nach einer "Perma-Kultur" suchen, dieses tiefe Einfühlen in das, was diese Natur braucht, um sich entfalten zu können, die geistige Formung des Wortes, das nötig ist, damit alle Pflanzen und Tiere immer wieder neu hervorgebracht werden können, der dazu notwendige Respekt vor der "Mutter" Erde. In dieser Auffassung ist die Erde die Mutter der Tiere und Pflanzen, aber nicht des Menschen. Das ist wichtig, zu bedenken. Dem Menschen kommt da tatsächlich eine väterliche Rolle zu, die er achtsam einnehmen sollte, weil er sie „in der inneren und äußeren Gestalt Gottes“ erhalten hat.
Mit ein paar Rotzsätzen, wie wir das gewöhnt sind, auch von Christen, entweder iS einer autoritären Vereinnahmung der Worte oder umgekehrt der Lächerlichmachung der entsprechenden Verse, kann es nicht mehr weitergehen.
Permakultur trotzt dem Land nichts mehr ab. Ich spüre und erfahre es, da ich im Wald lebe. Zuchtpflanzen passen da irgendwie nicht rein, sind wie eine Art "Abgott", aus der Natur „gezogen“ gegen die eigentliche Natur.
Meine heurige Entdeckung, dass die Erde plötzlich Erdbeeren hervorbringt hier, was sie zuvor nie getan hat ... ich fasse es so auf, dass Gott ihr gesagt hat, sie soll das nun tun, und sie tut es, solange ich sie nicht hindere und meine, ich müsste da, wo ihr Platz ist, Blumenkohl züchten. Plötzlich tauchen die wundersamsten Dinge auf.
Und so entspringen plötzlich auch Quellen an unerwarteten Orten, wenn man ihnen den Raum lässt, hier zu entspringen.
Der Fluch um Adams willen aus Gen 3, dass die Erde ihm Dornen und Disteln entgegenstreckt, eben weil er nicht mehr versteht, was sie braucht und sie sich wehrt gegen den Menschen - ich glaube, dass "Erlösung" im christlichen Sinne auch bedeutet, dass man versucht, diese unselige Kettenreaktion wieder zu heilen. Immerhin heilte Jesus so vieles andere und trieb böse Geister aus, warum nicht auch an dieser Stelle?
Interessant in dem Zusammenhang, dass er Fischfänge zur "Unzeit" befahl, und die Jünger wollten nicht glauben, dass es andersherum jetzt, jetzt und hier – nicht immer und statisch gesehen – viel besser geht.
Petrus sagt dann, als es sich als richtig erwies, was Jesus dazu gesagt hatte: "Geh von mir hinaus! Denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr." (Lk 5,8)
Er erkannte in dem Moment, dass der Umgang mit Erde und Wasser sündhaft ist. Der reine Mensch Jesus hatte ihm gesagt, wie es sein soll, und er hatte das zunächst verworfen als Ausdruck dieser Verkehrtheit. Gemeinhin interpretieren Christen das ungefähr so: Petrus hat Jesus, der doch Gott ist und allwissend, nicht geglaubt, er hätte schließlich einfach gehorchen sollen … Eine solche Interpretation ergibt keinen Sinn, denn erstens gehorcht er ja, und zweitens hat er doch das Recht, seine Zweifel zu äußern. Ich denke, es ist etwas Tieferes, was hier geschah, nämlich die Erkenntnis, dass er, Simon, von der Natur überhaupt nichts verstand, sie nicht so auffasste, wie sie aufgefasst werden wollte. Dazu gehört auch, dass die Natur uns gerne mehr geben will, als wir fassen können, wenn wir sie lassen, so wie in dem Märchen vom Aschenputtel, das aus Versehen eine Spule in den Brunnen hatte fallenlassen und von der bösen Stiefmutter geheißen wurde, sie wieder herauszuholen:
„Da ging das Mädchen zu dem Brunnen zurück und wußte nicht, was es anfangen sollte; und in seiner Herzensangst sprang es in den Brunnen hinein, um die Spule zu holen. Es verlor die Besinnung, und als es erwachte und wieder zu sich selber kam, war es auf einer schönen Wiese, wo die Sonne schien und vieltausend Blumen standen. Auf dieser Wiese ging es fort und kam zu einem Backofen, der war voller Brot; das Brot aber rief: "Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich: ich bin schon längst ausgebacken." Da trat es herzu und holte mit dem Brotschieber alles nacheinander heraus. Danach ging es weiter und kam zu einem Baum, der hing voll Äpfel, und rief ihm zu: "Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif." Da schüttelte es den Baum, daß die Äpfel fielen, als regneten sie, und schüttelte, bis keiner mehr oben war; und als es alle in einen Haufen zusammengelegt hatte, ging es wieder weiter.“ (Gebrüder Grimm, Frau Holle)
Uns wird hier eine Gegenwelt zu der grauen realen Welt der Ausbeutung gezeigt – das Aschenputtel wird von der Stiefmutter so ausgebeutet, wie wir alles ausbeuten in dieser Schöpfung – dieses versunkene Paradies im Brunnen, ein Traumreich, ein Schlaraffenland, in dem die Dinge der Natur voller Freude ihre Aufgaben erfüllen, uns zu nähren und uns sogar zum Essen rufen. In dieser Welt muss man dem Boden nichts abtrotzen … Aber man muss die Stimmen der Geschöpfe hören können. Sie stellen sich uns tatsächlich zur Verfügung.
Und jeder kennt von ferne dieses Erlebnis, mitten durch ein recht ungezwungenes Land zu laufen, in dem ihm die Dinge ins Auge springen, Sauerklee unter Nadelbäumen, wir sehen es den Brennnesseln an, wann sie am besten genießbar sind und die Vögel zeigen uns, wo es feine Beeren gibt …
All das kommt immer noch und weiterhin aus dem logos Gottes, der es wert ist, unbedingt geachtet und geliebt zu werden. Ich freue mich auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, in der sich das verwirklichen wird. Möge dieses Elend hier, das wir erleben, bald dem Besseren weichen.
Sonntag, 23. Mai 2021
Zum Pfingsttag 2021 - Ein Gedanke zu Rudolf Steiner und seiner Klage, die Kirche habe den Geist abgeschafft
Zum Pfingsttag 2021 - Ein Gedanke zu Rudolf Steiner und seiner Klage, die Kirche habe den Geist abgeschafft
Ich hatte mich derzeit mit Rudolf Steiner befasst. Er hatte mehrfach geäußert, man habe auf dem 4. Konzil von Konstantinopel 869/70 den Geist "abgeschafft".
In der Tat hat das Konzil eine sogenannte "Zwei-Seelen-Lehre" verworfen, die der damalige Patriarch von Konstantinopel vertreten haben soll.
Das Konzil formulierte eine dogmatische Entscheidung, die bis heute durchgehalten wurde und nach Steiners Sicht, selbst von weltlichen und atheistischen und agnostischen Wissenschaftlern furchtsam eingehalten werde: Der Mensch bestehe aus Leib und Seele, habe aber keinen Geist.
Steiner führt weiter aus, dass man bald auch daran gehen werde, dem Menschen eine Beseelung zuzugestehen und jeden für einen "Kranken" abstempeln werde, der dies glaubt und daran festhält.
Die Abschaffung der Seele solle einleiten, dass man den Menschen mit der Maschine verschmelzen kann.
Um die Seele zu vernichten, werde man Medikamente und schließlich eine Universalimpfung verabreichen.
Ich hatte darüber im letzten Sommer ein Video gemacht. Das Video wurde inzwischen über 36 000x angeklickt. https://www.youtube.com/watch?v=tg528VABNoM
Leider bin ich auf Youtube immer noch gesperrt und kann dort nichts posten.
Gebt bitte allen Interessierten die Nachricht weiter, dass ich nur noch auf Telegram und auf Odysee oder meinem alten Blog zu finden bin.
https://t.me/zeitschnuroffizell
https://zeitschnur.blogspot.com/
https://odysee.com/@zeitschnur:8/pfingsten2021:c
Auf mein Video hin haben einige Leser kommentiert, Steiner habe das nur bildhaft gemeint. Er habe nicht gemeint, dass ein echtes Medikament oder eine buchstäbliche Impfung gegen die Seele eingesetzt werden würde.
Ich habe mir daraufhin die entsprechende Rede noch einmal genau angesehen und muss sagen, dass ich das sehr wohl im wörtlichen Sinne auffasse. Es gibt keinen Hinweis für mich, dass das nur metaphorisch gemeint sei.
Zudem ist es altbekannt, dass man mit gewissen Substanzen das seelische Erleben verändern und unterdrücken kann.
Aber diese Kritiker haben natürlich schon in einer andern Hinsicht recht, denn um die Menschen dazu zu bringen, sich medikamentös so verkrüppeln zu lassen, muss zuvor das stattfinden, was wir "Gehirnwäsche" nennen. Wir erleben, dass sie vorwiegend über die Angst gesteuert wird und über einen primitiven Schwanzwedel-Impuls: Man will endlich mal was richtig Tolles für die Gemeinschaft tun und so richtig cool solidarisch sein. All die Angstgetriebenen schützen daher weder mit Masken, noch Distancing noch der Impfung sich selbst, wie das eigentlich bis dato aufgefasst wurde, sondern sie werden damit in die Verantwortung gegenüber dem andern gezogen. Ein wahrhaft Orwellsches Spindoctoring!
Und an diesem Punkt beginne ich zu fragen: Warum kann man angeblich hochgebildete, verständige Leute mit einem solchen Unfug einfangen?
Die Kirche, die behauptet hatte, die Seele sei der Sitz der Vernunft und Erkenntnis, hat hier womöglich wirklich einen fundamentalen Irrtum zum Dogma gemacht. Denn offensichtlich nützt dieser Seelengeist den meisten gar nichts - sie stürzen ab ins Triebhafte ohne Rettung, ohne Halt, ohne vernünftigen Einwand. Wir stoßen auf Mauern total verdrehten Denkens, das unfähig ist, noch irgendwie auf sich selbst zu reflektieren. Jeder Einwand wird als Gefahr erlebt und panisch oder aggressiv abgewehrt.
Ich frage von der andern Seite der kirchlichen Tradition: Was bitte ist aber dann an Pfingsten passiert?!
Haben die Gläubigen da nur noch ein bisschen mehr Seele verpasst bekommen?
Es ist doch neutestamentlicher Textbefund, dass der Mensch den Heiligen Geist bekommt und offensichtlich dann auch dafür disponiert sein muss, Geist zu haben.
Ob man die verketzterte Trichotomie Leib-Seele-Geist unweigerlich mechanistisch auffassen müsste, wie die Kirche stets behauptete, geht daraus natürlich nicht hervor. Sie behauptet doch selbst eine Dreifaltigkeit Gottes, die im Rahmen einer Einigkeit stattfinde, wieso wehrt sie dann einen ebensolchen Gedanken für den Menschen ab, als sei er undenkbar?
Fragen über Fragen!
Ich stellte fest, dass das alles extrem interessant und komplex ist.
Die Kirche hat all jene, die auch nur entfernt danach fragten, was es denn mit dem Menschen und seinem Geist auf sich habe, brutal und blutig verfolgt und vernichtet.
Warum?
Ist das nicht Wahnsinn, Menschen zu verfolgen und auszulöschen, weil sie sich selbst als geistbegabt sehen?
Und überhaupt nochmal: Was feiern wir an Pfingsten eigentlich?
Es sei das "Fest der Kirche" lehrt man uns Katholiken.
Ich sage heute: Nein!
Es ist das Fest der persönlichen Geistbefähigung! Und das natürlich auch in Gemeinschaft ...
Aber darüber muss ich noch viel mehr nachdenken.
Wer Interesse hat, wird sehr viel tiefere Einblicke in die Problematik durch folgenden Aufsatz von bekommen:
Markus Osterrieder: Verschweigen des Geistes
Einige Anmerkungen zur geistesgeschichtlichen Bedeutung des
Konzils von 869/70
http://www.celtoslavica.de/bibliothek/pdf/Osterrieder_2005_Verschweigen%20des%20Geistes.pdf
Sonntag, 25. April 2021
#mitjedemreden
#mitjedemreden
Weil die zarte Hand
nicht tödlich zuschlagen kann
lässt man sich
eine Eisenfaust
einpfropfen ...
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Übrigens rede ich mit jedem und stimme jedem dann zu, wenn ich meine, dass er gerade mit einer sehr guten Begründung und ausgezeichneten, redlichen Argumenten etwas ausspricht, das ich für wahr halte.
Und noch was: Nein, ich bin nicht rechts, war nicht rechts und werde es nie sein.
Warum nicht?
Weil ich grundsätzlich staatskritisch bin. Ich zähle mich zu den eher libertären Anarchisten (wenn das überhaupt meine Haltung genau trifft, aber wohl am ehesten). Trotzdem, nein: gerade weil ich absolut freiheitlich orientiert bin, rede ich mit jedem und erkenne auch alles Wahre, das gesagt wird, als solches an. Es kann nicht sein, dass ernsthafte Menschen nur noch nach "Ansehen der Person" gehen.
Ich mach auch das nicht mit. Gunnar Kaisers Aktion #ichmachdanichtmit - mein Beitrag dazu
Ich denke ja nicht dran.
Diskurse müssen undogmatisch und redlich sein, sonst sind sie keine. Kommunikation, die ohne gute Argumente auskommt und sich hinter "meine Meinung, deine Meinung" und dem allgegenwärtigen pathetischen Moralin verschanzt, rhetorisch nur auf Überwältigung, Diskreditierung und Vernichtung des Gegeners abzielt, verdient den Namen nicht. Nicht jede Meinung verdient es, als solche bezeichnet zu werden. Auf die Fähigkeit, einem Diskurs auf Augenhöhe standzuhalten, kommt es an. Erst hier offenbart sich die Qualität einer Behauptung öffentlich und jenseits der Rhetorik und Propaganda. Oder noch anders: Bloße Propaganda, die den Diskurs verweigert, ist keine Meinung. Und erst recht keine "wissenschaftliche" Erkenntnis. #mitjedemreden heißt: Noch nicht völlig fertig sein, dies aber unter Aufrechterhaltung der Denkgesetze und Logik, offen bleiben, ohne sich jederzeit aufzugeben, biegsam sein, an die eigenen Potentiale zu glaube und die der anderen. Eingepfropfte Betonzweige sind aber keine Potentiale, sondern tödlich, hässlich, mörderisch. Weil die zarte Hand nicht tödlich zuschlagen kann, lässt man sich eine Eisenfaust implantieren ...
Anschweigen, Ignorieren, Verhetzen und Verzerren von ernsthaften Meinungsbeiträgen, die einer herrschen Kaste nicht passen, ist zur Normalität geworden.
In einem derart unzivilisierten Umfeld fühle ich mich nicht wohl. Es hat sektenhafte Züge. Und es reduziert alles auf eine graue, triste Welt. Wenn ich an den Stalinismus, den Maoismus, den Nationalsozialismus denke, schalten alle Farben in meinem Kopf auf Graustufen um. Dasselbe Gefühl habe ich derzeit. Der Hass der Eliten und ihrer Untertanen zum Beton. Je suis béton, das Motto einer untergehenden, erstarrten Welt.
Plapperer, Narzisten und Sprachübergreifer haben Hochkonjunktur, geschmierte Mäuler, die die Langsameren einfach überfahren, ihre Schwäche ausbeuten und sie verunsichern und ängstigen. Das alles hat mit "Miteinander reden" nichts zu tun. Gaslighting, universale Denunziation aller durch alle: Wo sind wir gelandet? Weil wir leben und atmen, sind wir uns gefährlich, also am besten auch nicht auf Augenhöhe reden.
Verlassen wir die Arena, in der es so zugeht.
Deutschland, ein Höllenmärchen.
Dienstag, 13. April 2021
Finstere Stunde für Deutschland: Appell an die Bundestags-Abgeordneten des Wahlkreises Karlsruhe vom 13.4.2021
Karlsruhe, den 13.4. 2021
Appell an die Bundestags-Abgeordneten des Wahlkreises Karlsruhe
Das sind Herr Ingo Wellenreuther (CDU), Herr Mark Bernhard (AfD), Herr Michel Brandt (Linke), Frau Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), Herr Michael Theurer (FDP)
- Offener Brief -
Die Bundeskanzlerin plant in einem erneuten Hauruck-Coup, Recht und Verfassung zu schleifen, die Bürger zu Unmündigen zu erniedrigen und weiterhin mit für eine Krankheitsdämmung ungeeigneten „Maßnahmen“ zu tyrannisieren, insbesondere die Jugendlichen und die Alten, indem sie dem Infektionsschutzgesetz etwas hinzusetzen will (§ 28b), das faktisch eine Alleinermächtigungsgrundlage für sie selbst und den dauerhaften Verlust unserer Grund- und Freiheitsrechte, die Vernichtung unserer Kultur und letztendlich faktisch vor allem eines: den Staatsbankrott! bedeutet.
Dieser Zusatz sieht voraus, ohne vernünftige Diagnostik alleine aufgrund höchst fehleranfälliger Tests und undurchsichtiger Auswertungsverfahren bei einer undifferenziert erhobenen „Inzidenz“ von 100 „Fällen“ auf 100 000 Einwohner von Berlin aus gewalttätige Lockdownmaßnahmen ohne irgendeine weitere Kontrolle durchsetzen zu können. Damit wird nicht nur das Föderalismusprinzip unseres schönen Landes angegriffen (v.a. in GG Art. 28 formuliert).
Inzwischen wurde weltweit von Gerichten aufgrund von Sachverständigengutachten höchsten Ranges festgestellt, dass PCR-Tests nicht geeignet sind, Viruserkrankungsdiagnosen zu stellen, vor allem nicht an völlig symptomfreien Menschen. Solche Tests können nur an Patienten mit Erkrankungssymptomen angewandt werden und ersetzen weder eine klinische Diagnostik noch können sie sie dominieren. Wir sind jedoch in einem Stadium der Absurdität angekommen, dass wir 83 Mio Menschen unter Generalverdacht stellen, davon 99,99% kerngesund was Atemwegsinfekte betrifft.
Aber auch ohne die teilweise höchstrichterlichen Urteile sagt einem der gesunde Menschenverstand, dass es einfach nur noch surreal ist, verfassungswidrige invasive, nichtssagende Massentests an Gesunden durchzuführen, die natürlich immer zu einer „Inzidenz“ von 100 führen, wenn die Frau Bundeskanzlerin das nur will. Ja, das Zustandekommen der „Zahlen“ ist überhaupt derart undurchsichtig, dass sie sie auch jeden Morgen erfinden oder mithilfe einer Glaskugel herbeizaubern kann – wer will das alles noch nachprüfen nach einem Jahr der Lügen, Verzerrungen, Entrechtungen, Demütigungen, der sadistischen Kinder- und Seniorenquälerei und vulgärer „Könnte-Hätte-Fahradkette“-Propaganda und Missachtung fundierter Wissenschaftlichkeit, die nach dem IfSchG gefordert ist und ohne die sowieso alles andere hinfällig ist.
In absoluten Zahlen geführte „Inzidenzen“ sind nach allem, was ich einmal im Rahmen meines Studiums gelernt habe, himmelschreiender Wissenschaftspfusch. Es ist wirklich unfassbar! Sie alle wurden darauf seit Monaten durch verschiedene Universitätsprofessoren aufmerksam gemacht und haben keine Ausrede, wenn das alles später einmal vor Gerichten verhandelt werden wird.
Wir selbstdenkenden, prüfenden und nicht angsthypnotisierten Bürger sehen nirgends eine „Pandemie“. Sie findet in gleichgeschalteten Massenmedien und schizophren wirkenden Zahlentricksereien statt, nicht in der handfesten Realität, die man sehen und fühlen kann.
Man hört von „Positiven“, die entweder ganz gesund oder mit banalem Schnupfen tage- und wochenlang eingesperrt werden, ihr Umfeld wird sehr oft trotz negativer Tests gleich mit eingesperrt. Das alles ist kriminell. Und Sie wissen das auch. Ich kenne persönlich immer noch keinen einzigen echten Coronatoten, sondern nur die unsäglichen „An-und-mits“, Krebskranke, denen man noch einen Test aus den Rippen leiert, bevor sie sterben, Schädelbrüche, Motoradverunfallte, Schwerstbehinderte, Multimorbide und Ungetestete, die man pi mal Daumen mal eben kurz in die Covidstatistik rechnet – ein heilloses Pfusch-Durcheinander. Die Bundes- und Landesregierungen hatten nun ein Jahr Zeit, ordentliche Forschung zu betreiben: es ist nichts geschehen. Gibt Ihnen das nicht zu denken?!
Dafür kenne ich aber handfest eine Impftote, einen Schwerstgeschädigten nach der Impfung (Herzgefäßethrombus), einen Maskentoten (Hyperkapnie) und einen maßnahmenbedingten Suizid, dazu massenhaft verzweifelte Mitbürger und aufgrund meines Berufes auch durch die Maßnahmen inzwischen schwerst traumatisierte Kinder, die ihr Leben lang, sofern man es ihnen noch lässt, damit zu tun haben werden, wieder zu einem Vertrauen ins Leben zu kommen. Im Jahr 2020 wurden zahlreiche Krankenhäuser geschlossen, und wer sich täglich das Intensivbettenregister (DIVI) ansieht, stellt seit 12 Monaten fest, dass hier weder irgendwo eine Überlastung droht noch je eine gedroht hat noch überhaupt selbst angesichts der Testorgien besonders viele angebliche „Covidpatienten“ vorhanden sind. Sagen wir präziser: Patienten mit einem positiven Test, was immer sie wirklich haben, machen durchweg zwischen 5 und 15 % der belegten Intensivbetten aus. Man hat zahlreiche finanzielle Anreize geschaffen, um Bürger und Mitarbeiter dazu zu bringen, den verlogenen Pandemiezirkus mitzuspielen.
Unter einem gesundheitlichen nationalen Notstand verstehe ich etwas anderes. Es ist allerdings ein moralischer Notstand und eine Krise der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes. Die Besten unseres Landes machen das alles schon lange nicht mehr mit!
Der Bundestag hat nun ein Jahr lang total versagt, ebenso wie das Bundesverfassungsgericht. Wir Bürger haben den Eindruck, dass die Gewaltenteilung nicht mehr funktioniert und Sie alle zusammen uns entweder verraten und verkauft haben an eine globale Konzern-Mafia, die große Teile der staatlichen Institutionen und der politischen Kontrollorgane unterwandert, geschmiert oder gelähmt hat oder aufgrund von Ignoranz am falschen Platz sind.
Bedenken Sie, dass das schwerste Unrecht, das uns angetan wird, nicht zu vergessen mithilfe einer täglich mahlenden medialen Propagandamaschinerie, die seit 12 Monaten eine unsägliche Angstmacherei veranstaltet, auf die viele arglose und unbedarfte Bürger hereinfallen, Sie am Ende genauso vernichten wird wie uns andere auch. Und Sie werden zur Rechenschaft gezogen werden.
Die massiven Kollateralschäden, die eine Frau Merkel in eisiger Kälte überhaupt nicht zu interessieren scheinen, werden auch auf Ihrem Konto sichtbar werden, wenn der Staatsstreich, der sich hier in Wahrheit vollzieht, weitergetrieben wird. Sie werden mit uns untergehen, und einen Dank von Merkel und ihren Konzernfreunden werden Sie mit Sicherheit nicht erhalten fürs Steigbügelhalten.
Stimmen Sie diesem verheerenden Gesetzesentwurf nicht zu, stoppen Sie Merkel und ihre Mittäter, solange es noch möglich ist! Besinnen Sie sich drauf, dass Sie das Volk und nicht die Interessen von globalen Konzernen, Militärs und korrupten Regierungen vertreten!
Zuletzt mache ich Sie darauf aufmerksam, dass wir Bürger ein Widerstandsrecht haben aufgrund GG Art 20,4. Der Tatbestand, der dort beschrieben wird, ist längst erfüllt. Ich weiß, dass nach 12 Monaten wissenschaftlichen Irrsinnes, Unrechtsregimes und Staatsterrors immer mehr Bürger sich nicht mehr gebunden fühlen an diese Regierung und entschlossen sind, Widerstand zu leisten und den Art 146 für sich in Anspruch nehmen. Wenn Sie uns wache und denkende Bürger vertreten wollen, dann ermannen Sie sich bitte, aktivieren Sie endlich Ihr Gewissen und verhindern Sie, dass unser Land zu einer Wüste oder einer technokratischen Gesundheitsdiktatur mit einer alleinermächtigten Führerin wird. Wir hatten das alles schon einmal, und der damalige Führer lag genauso mit globalen Oligarchen im Bett wie das heute der Fall ist. Bitte machen Sie sich nicht schuldig! Wenn Sie dem Entwurf zustimmen, kann ich Sie aus Gewissensgründen angesichts des Unrechts, dem Sie uns ausliefern oder das Sie zulassen, aufgrund meiner Verpflichtung zum Grundgesetz nicht mehr als legitimen Volksvertreter anerkennen.
Hanna Jüngling

