Donnerstag, 19. August 2021

Urwirbel

Urwirbel

 

Martin Buber übersetzte das hebräische Wort „tehom“ (sprich: „t‘hom“), das gleich im zweiten Vers der Genesis zum ersten Mal auftaucht (Gen 1,2), mit dem deutschen Begriff „Urwirbel“, an anderer Stelle, auf die ich später kommen werde, mit „großer Wirbel“. 

„Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal.
Finsternis über Urwirbels Anlitz.
Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser.“ 

Dieser Satz, der hier den Anfang der Welt setzt, die wir kennen („Bereschit“, „Im Anfang“) und als die „unsere“ ansehen, stellt uns drei vorweltliche Dinge (außer Gott selbst) vor: 

1. eine unbewohnbare Erde („haaretz hajtah tohu wavohu“). Es war eine „Erde“ (hebr. „eretz“) bereits da, aber offenbar vollkommen verwüstet und lebensfeindlich, verbacken mit dem Urwasser. In der Verbindung „tohuwavohu“ ist nur der Begriff „tohu“ ein echtes Wort und meint „Ödland“, „Wüste“, „Verworrenes“, auch das „Ungeformte“. „Vohu“ wird lautmalend dazugesetzt, um ein poetisch verstärkendes Hendiadyoin zu schaffen. Das „tohuwavohu“ ist sprichwörtlich in der deutschen Sprache als „Tohuwabohu“ bekannt. 

2. eine Lichtlosigkeit oder Finsternis („choschekh“)  

3. ein als „Abgrund“, „Tiefe“ oder „Ur-“ oder „Chaoswasser“ vorgestelltes „tehom“ 

Das Wort „tehom“ kann man ableiten von dem Verb „hamah“, das „rauschen“, „brummen“, „knurren“, „lärmen“, „toben“ oder „aufregen“ bedeutet. Ein „hamon“ ist ein „Lärm“, eine „Aufregung“, ein „Getümmel“ oder auch eine „(Volks-)Menge“. Eine „hemjah“ ist ein „Rauschen“, eine „Aufregung“. Eine „hamullah“ ist „Lärm“ oder ein „Geräusch“. „Himum“ ist das „Entsetzen“. Es gibt noch viel mehr Begriffe, die man hier anführen könnte. Alles sind Derivate von „h-m“. Daneben gibt es einen Anklang zwischen „tehom“ und „tohu“. Im Deutschen ist uns das lautmalende „H-m“ eines feindseligen, abwehrenden oder bedrohlichen Knurrens oder Grollens, aber auch eines Summens, Vibrierens oder Brummens ebenfalls als onomatopoetisches Stammwort solcher Derivate bekannt, aber auch in einem weiteren Sinn einer stockenden oder sogar abrupten Sprachlosigkeit. Das Grimmsche Wörterbuch gibt die Interjektion „hm“ alternativ mit „hem“ wieder, das auch als Adjektiv bezeugt ist, etwa bei Behaim: „… wann es was ain minister (geistlicher), dem warn diese Wiener gram und hem ...“. Die Verbbildung dazu war „hemsen“ (hm sagen im Sinne eines missbilligenden Grummelns). Es klingt genauso an in dem lautmalerischen „Hamham“ für „essen“ oder „verschlingen“. Das Hebräische kennt im Piel, das stets eine Intensivierung des Stammverbs im Qal formt, „himhem“ als Begriff für „hm sagen“. Es findet sich so tatsächlich im Langenscheidt-Achiasaf. Das „hm sagen“ ist verbunden mit Stutzen, einem Nicht-Weiter-Wissen, einem gedanklichen Aus-der-Bahn-Geworfensein. Es besteht hier ohne jeden Zweifel eine Verbindung zwischen dem Hebräischen und dem Deutschen, so, als habe sich im Deutschen die Präzision des hebräischen Wortes für das numinos-sprachlose oder übersprachliche Nichtpräzise ironisch niedergeschlagen. Die Anklänge im letzten Buch des Neuen Testamentes an diese Urerfahrung des Ungeordneten, die schillernd zugleich eine „Über“-Ordnung assoziiert, müssen wohl in Beziehung zum ersten Buch der Torah gesetzt werden, verweisen auf ein Paradox: 

„Und ich hörte ⟨etwas⟩ wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten.“ (Apk 19,6) 

Daniel sieht in einer Vision einen Mann in strahlendes Leinen gekleidet, der zu ihm spricht „kekol hamon“, wie „die Stimme eines Brausens/einer Volksmenge“ (Dan 10,6). 

Auch Ezechiel hat eine solche visionär-auditive Schauung: „Und ich sah: Und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und ein Feuer, das hin- und herzuckte, und Glanz war rings um sie her. Und aus seiner Mitte, aus der Mitte des Feuers, ⟨strahlte es⟩ wie das Funkeln von glänzendem Metall. Und aus seiner Mitte hervor ⟨erschien⟩ die Gestalt von vier lebenden Wesen (…) Und über den Häuptern des lebenden Wesens war etwas wie ein festes Gewölbe [hebr. „rakia“ - „Himmelsgewölbe“], wie das Funkeln eines Furcht einflößenden Kristalls, ausgebreitet oben über ihren Häuptern. Und unter dem festen Gewölbe waren ihre Flügel gerade ⟨ausgebreitet⟩, einer gegen den anderen; und jedes hatte zwei ⟨Flügel⟩, die ihnen ihre Leiber bedeckten. Und wenn sie gingen, hörte ich das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen großer Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, das Rauschen einer Volksmenge, wie das Rauschen eines Heerlagers. Wenn sie stillstanden, ließen sie ihre Flügel sinken. Und es kam eine Stimme von ⟨dem Raum⟩ oberhalb des festen Gewölbes, das über ihren Häuptern war.“ (Ez 1,4+5; 22-25) 

Bei Ezechiel ist der Vergleich der Stimmen mit dem „Rauschen großer Wasser“ durch das „kekol majim rabbim“ ausgedrückt und die „Stimme des Lärmes“ mit „kol hamullah“

Wie immer wir die vorweltliche Situation beurteilen wollen, die in Gen 1,2 geschildert wird: Sie wird als wüst und finster beschrieben, aber nicht als still oder schweigend oder stumm. Die Idee, dass Gott aus dem „Nichts“ schaffe, scheint ausdrücklich verwehrt in diesen knappen Sätzen. Es heißt dementsprechend auch im Buch Job nicht, dass er aus dem Nichts geschaffen habe, sondern aus dem „Bli ma“, dem „Ohne etwas“, dem Ungeformten (Job 26,7). Die Nuance darf nicht verschliffen werden. Der „adon olam“, der „Herr der Weltzeit“, wie eine alte jüdische Hymne es singt, ist „bli reschit“ und „bli tachlit“, „ohne Anfang und ohne Ende“, im Grunde durchaus nahe am „Bli ma“, dem „Ohne etwas“. Formlosigkeit und Ordnung liegen sich hier paradoxerweise nah. Gott hängt daher nicht eine Weltkugel ins „Nichts“ eines angeblichen Vakuums (Alls), sondern Gott schafft die Erde voraussetzungslos aus Ungeformtem. Das ist etwas erheblich anderes. 

Freilich stellt sich die Frage, ob uns die Schrift nahelegt, dass es ungeformtes Etwas als eigene und ständige Qualität geben könne. Ich neige dazu, dieses Ungeformte als einen Aspekt des Geformten anzusehen. Beides ist nicht denkbar ohne das andere. Wenn ich Dinge als Ordnung wahrnehme, muss ich zwingend und logisch auch deren Deformation mitdenken. Dass Gott aus dem „Bli ma“ schafft meint nach meinem Verständnis, dass er alleine es ist, der Urstoff und Form gibt. 

Die Vorwelt ist zwar lebensfeindlich, aber sie ist aufgeregt, lärmend, rauschend, noch nicht (wieder) gebändigt. Immer wieder wurde darüber spekuliert, ob es eine vorherige, aus den Fugen geratene Schöpfung gegeben haben könnte, eine erste Erde, die dann „tohuwavohu“ wurde. Der Text gibt in keinem Fall dazu eine berechtigte Gedankenentwicklung her, aber er deutet in der Tat etwas an, ein Vorher-Sein, aber es bleibt unpräzise, was es damit auf sich hat. Die Vorwelt ist numinos und irgendwie formlos, chaotisch, laut. Ihre Lichtlosigkeit, obwohl die „ruach elohim“ sie überschwingt, ist rätselhaft, ob sie überhaupt raumzeitlich gemeint ist, bleibt offen. Man könnte denken: Solange die „ruach“ über ihr brütet, ist noch Finsternis. Sobald sie sie durchdringt, wird Licht sein. Aber sicher bin ich mir nicht über diesen Gedanken. Immerhin belässt der Schöpfer in der Schöpfung „choschekh“, Finsternis, und nennt sie „laila“ (Nacht) (Gen 1,5). Die „laila“ aber ist nie ganz dunkel, weil Gott sie durch den Mond und die Sterne erleuchten lässt. Die Komplementarität von lichtlosem „tehom“ und schöpferischer Form wird so, im Tag-Nachtwechsel, in die an sich gänzlich durchgeformte Schöpfung implementiert, von der Gott andererseits mehrfach sagt, sie sei „tov“, „gut“. Das Verwirbeln von Form-Nichtform als Ausdruck der aktualen Energie, die aus der Potenz Gottes quillt, tritt uns als ewiges und belebendes Geheimnis vor Augen, das wir auch in der Natur sehen. Alles „strömt und ruht“, wie C.F.Meyer es dichtet (s.u.), oder Rilke im XXII. „Sonett an Orpheus“ (Teil I) ausspricht: „Alles ist ausgeruht:/ Dunkel und Helligkeit,/ Blume und Buch.“ Die dunkle Beschreibung mag der Versuch sein, einen Vorgang der logos-Tätigkeit zu beschreiben, bevor sie manifest wird, einen Zustand, den es eigentlich nicht geben kann für den menschlichen Erkenntnishorizont. Für uns ist alles Sein ein „Da-Sein“ oder „So-Sein“. Die enorme „dynamis“ oder „potentia“, die jeder „energeia“ oder jedem „actus“ vorausgeht, können wir zwar logisch denken, aber nicht phänomenal vorstellen. In Lk 1,35 sagt der Erzengel Gabriel Maria an, die „dynamis“ des Allerhöchsten werde sie überkommen und das „pneuma hagion“ sie überschatten. Hier tritt eine Parallelisierung dieser Urpotenz Gottes mit dem Begriff des „Heiligen Geistes“ auf, literarisch als Hendiadyoin gestaltet und damit gleichgesetzt. Der Zustand der Lichtlosigkeit (Um-/Überschatten), des „choschekh“ aus den drei vorweltlichen Zuständen wird dem beigeordnet. Man kann daher auch annehmen, dass die urwirbelnde „dynamis“ Maria förmlich verschattet, während das ordnende, schöpferische „pneuma hagion“ sie überkommt und befähigt, den Christus in dieser „dynamis“ hervorzubringen – ohne Mann. Der vorweltliche Zustand kann daher nicht als eine Art satanische Gegenwelt gedacht werden, sondern ein potenzieller göttlicher Zustand, der dem hellen und klaren Akt logisch, aber nicht zeitlich vorausgeht. Wir können es nicht weiter entschlüsseln. Die Scholastik ging davon aus, dass bei Gott Potenz und Akt in eins fallen. 

Eines aber ist klar vorgegeben: Dieser Gott ist kein „unbewegter Beweger“, wie Aristoteles es meinte, er („elohim“) oder sie („ruach elohim“) braust, schwingt, vibiriert und spricht. Die Vorwelt mag eine Konzeption der Urkräfte sein, die sich aus Gott in seine Schöpfung in einer Art Geburtsprozess („Akt“) entladen und tatsächlich abnabeln oder sogar selbstorganisieren, aber doch ohne die Herkunft aus seiner Potenz, aus ihm, ohne die Durchflutung seines Lichtes, seiner Liebe, seines „So-Seins“ und seines „logos“ niemals lebensfähig oder -freundlich sein können. Die Verneinung der Herkunft, des Herstammens aus seinem Schoß bedeutet Sterbenmüssen, ein Absterben, ein undenkbarer Gedanke, aber für uns doch Wirklichkeit, die uns zutiefst bestürzt und Fragen über Fragen offen lässt. Blankes Sein als reine, ungerichtete, formlose Potenz, als vor ihrer energetischen Geordnetheit gedacht, ist dennoch – und vielleicht will uns der Vers einfach nur das sagen – ganz und gar von Gott gehalten und umfasst, er selbst aber tritt immer als So-Seiender in unser Leben, als „ehieh“, als „Ich werde (so/da)sein“ (Ex 3,14). 

„Wer hat das Meer mit Türen verschlossen, als es hervorbrach, dem Mutterschoß entquoll, als ich Gewölk zu seinem Gewand machte und Wolkendunkel zu seinen Windeln und ich ihm meine Grenze zog und Riegel und Türen einsetzte und sprach: Bis hierher kommst du und nicht weiter, und hier soll aufhören der Stolz deiner Wellen?“ (Job 38,8-11) 

Wir entnehmen auch diesen Worten des Herrn aus dem Sturm an Job, dass das „tehom“ einem „Mutterschoß“ entquoll, der ohne jeden Zweifel nur der Gottes sein kann bzw seiner „ruach elohim“. Der Schoß, hier der „rechem“, von dem auch Gottes „Erbarmen“ abgeleitet wird, gewissermaßen seine „Mutterschöße“, die „rachamim“, manchmal auch als „ruchamah“ bezeichnet, ist einer der alttestamentlichen Schlüsselbegriffe für Gott selbst. Über dieser Vorwelt also schwingt, brütet, vibriert die „ruach elohim“, der Geist Gottes, ebendiese Potenz, die „dynamis“, bildhaft gezeichnet wie eine Art Vogelmutter, die über all dem ist, schwebt, fliegt, mit stiller Leichtigkeit, und Irrsal, Finsternis und Urwirbel förmlich bebrütet. Die „ruach elohim“ schwebt, vibriert, „merachefet“ über den Wassern. Eine Selbstreferenzialität Gottes wird angedeutet, keine Bini- oder Trinität, wie oft behauptet wird, aber eine Selbstschauung, der eben ganz und gar nichts Narzisstisches anhaftet ... „Rachaf“ bedeutet „brüten“ oder „schweben“ und wird hier im Partizip feminin Piel, also der verstärkenden Form angewandt, das Schweben erscheint vibrierend, energetisch, flirrend, summend, in einer geheimnisvollen Korrespondenz zum Lärmen des Urwirbels und des „tohuwavohu“. Das Flirren und Summen ist geordnetes Geräusch, Stimme, nicht mehr lärmend, aber doch durchdringend, am Ende stärker als das stärkste Tosen, wie ein großer Magnet, der fast lautlos alle Dinge ausrichtet und stabilisiert. Die alte Vorstellung, in der Mitte der Erde sei ein Magnetberg, an dem alles ausgerichtet sei, was ist, kommt dieser Vorstellung sehr nah. Es ist denkbar, dass die Dinge dabei weiterhin toben und lärmen, aber dennoch lassen sie sich energetisch einfassen von der mütterlichen „ruach elohim“ und in Ordnungen bringen sobald „elohim“ beginnt zu sprechen. Auch das Verb „amar“ (sprechen) klingt noch an das „h-m“ oder „(a)m“ an. Mit ihm wird der dritte Vers der Genesis eingeleitet: „Wajomer elohim ...“ … „und Gott sprach“. 

Die „Stimme des Allmächtigen“, der „kol schaddaj“ bei Ezechiel, erscheint so kaum unterscheidbar vom „tehom“ oder merkwürdig in dessen phänomenaler Nähe. Das Lob der Engelwesen um den Gewaltigen erinnert an das Tosen des „tehom“. Es ist enorme Bewegung da, wo Gott ist, ein gewaltiges Rauschen, zugleich ein feines Summen und Schweben, das aber energetisch so stark ist, dass es das Grollen des „tehom“ mit Leichtigkeit bändigen kann. Die Vorstellung, dass Gott die Welt aus Klang, Vibration, einer energetisch gebärenden Potenz heraus erschaffen hat, liegt im biblischen Kontext sehr nahe. Der spätere Johannes-Prolog deutet die „Bereschit“-Erzählung als ein „en arche en ho logos“, „im Anfang war das Wort“. Der geheimisvolle und unübersetzbare „logos“ bedeutet in jedem Fall etwas, das Konzeption, Wollen, Formen und Sprechen konzentriert. Im Sanskrit ist uns der Urklang, aus dem alles geschaffen wurde, als die Silbe „Om“ bekannt. In ihr klingt ebenfalls das „h-m“ an, von dem oben die Rede war. „Hm“ oder „Om“ bringt die Dinge zum Schwingen, zum Vibrieren. Wer längere Zeit „Hm“ singt wird spüren, wie seine Lippen und allmählich der ganze Leib zum Schwingen kommen, so sehr, dass es unangenehm und „kribbelnd“ werden kann. 

 „Der Klang des Om von 136,10 Hz in der Tonlage CIS steht für den transzendenten Urklang, aus dessen Vibrationen nach hinduistischem Glauben das gesamte Universum und auch unsere Welt entstand. Das erhabene Symbol und sein Klang begleiten uns von Zuständen tiefster, innerer Ruhe über Traumzustände bis hin zum vollkommen bewussten Wachzustand. Es vereint alles was war, alles was ist und alles was sein wird in seinem schwingenden Klang. In der traditionellen Tempelmusik wird diese Tonlage ebenfalls verwendet. Außerdem klingen viele Glocken in genau diesem Klang.“

Eine Ähnlichkeit finden wir im biblischen Wort „Amen“. Es leitet sich vom Verb „amen“ her und bedeutet „(gewiss) so sein“. Interessanterweise bedeutet hebräisch „em“ „Mutter“, die Konjunktion „im“ meint das „wenn“ oder „sofern (etw so ist)“, in älterem Deutsch durchaus mit „so“ übertragbar („so es so ist ...“). Eine Anhängung eines „nun“ (Buchstabe n im hebr. Alphabet) an einen hebräischen Wortstamm, in diesem Fall also an das „(a)m“, ist eine Form der Substantivierung von Verbstämmen bzw der Ableitung weiterer Nomen von einem Stammwort. Das „(a)m“ als ein „so“ wird zu einer „So-heit“. Traditionell fassen alle Christen deshalb die Formel „Amen“ am Ende von Gebeten als ein „So sei es!“ auf. Das „Amen“ ist ebenfalls wie im Sanskrit das „Om“ ein heiliges Wort und taucht an allen alttestamentlichen Belegstellen ausschließlich in theologischen Zusammenhängen auf.ii 

Bei Jesaja ist der „elohei amen“ der „Gott des Amen“, also der Gott der „So-heit“, der Treue, Zusage und Gewissheit (Jes 65,16). Aber es geht eben der „So-heit“ dieser „Urwirbel“ voraus, diese unvorstellbare Potenz Gottes, die sich energetisch manifestiert. Und an dieser Stelle müssen wir dieses In-Gang-Setzen annehmen, das von Gott ausgeht, das er ist, und vor jeder Raumzeitlichkeit liegt, den „Urwirbel“, der niemals aufhört zu wirbeln und in ein „So“ gebracht zu werden. Er ist die Grundform alles Lebens in der Schöpfung. 

Auffallend ist, dass das deutsche „wirbeln“ hebräisch „lehitarbel“ heißt, ein reflexives Verb in der Intentivform ist iS von „sich vermischen“. „Irbul“ ist dementsprechen das geordnete „Mischen“ (v.a. von Materialien etwa in einem Betonmischer). Die Stammähnlichkeit ist dabei zu beachten, das „(w)-rb-l“ und lässt einmal mehr ahnen, dass es zwischen dem Hebräischen und Deutschen tiefe Beziehungen geben muss. Mir erscheint ein inneres Bild davon, dass der aus Gott geborene Urwirbel zunächst tatsächlich in eine Art „Selbststand“ versetzt ist, in dem er zwar „wirbelt“, aber ungeordnet, er mischt die Dinge durcheinander ohne Ziel und Maß. Ihm fehlt der Herzschlag, ein pulsierendes Verwirbeln, die „chokhmah“, die Weisheit. Er ist so etwas wie eine losgelassene, ungeordnete Göttlichkeit. Durch das „amar“ Gottes, das Sprechen des Schöpfers, ordnen sich die chaotischen Bewegungen des „tehom“ zu freien und geordneten, zusammenklingenden Wirbeln. Wirbel meinen Drehbewegungen um gedanklich hinzugefügte Zentren, wir kennen das aus Wasserbewegungen, Windbewegungen, vom Feuer, wir erleben es tagtäglich, ohne dass wir darüber nachdenken. Luftwirbel erleben wir, wenn wir Trillerpfeifen blasen, wenn wir Drachen steigen, Fahnen wehen lassen. Wasserwirbel, wenn wir Steine in einen See werfen, wenn wir dem Wasser in einem schnellen Bach zusehen, wie es verwirbelnd seinen Weg im Bachbett geht. Genauso kann der Blutkreislauf eines Lebenwesens als Wirbelströmung angesehen werden, ein zweiseitiges, mäanderndes Zusammenspiel in niemals geraden Grenzen. Unsere Kinder schrauben sich förmlich durch unseren Geburtskanal, vieles erscheint spiralig angelegt. Wassertropfen, die an einer Scheibe herabfließen, tun das niemals gerade, sondern in Mäandern. Zwischen den Längswirbelströmungen der unbegradigten Flüsse bilden sich Querwirbel, es gibt explosive und implosive Wirbel mit jeweiligen energetischen Effekten. Viktor Schauberger (1885-1958), ein von schulphysikalischen Eiferern hart bekämpfter und lächerlich gemachter Naturforscher, erkannte in jedem Fall die durchgehende Wirbelstruktur in der gesamten Natur. Seine Erkenntnisse werden inzwischen auch von Behörden angewendet. Der Dokumentarfilm „Die Natur kapieren und kopieren“ von 2008 von dem freien, lange für das ZDF arbeitenden Filmemacher Franz Fitzke, gibt einen sachlichen und seriösen Einblick. Der Wikipedia-Artikel samt der Diskussionseite dagegen weist heute, am 17.8.2021, die bekannten, unsachlich-hämischen Hetzstrukturen auf, die seit Jahren von interessierter Seite unerwünschten Denkern und Forschern nach „Faktenchecker-Manier“ angetan werden. Der Hass schien so weit gegangen zu sein, dass man versucht hat, einen Wiki-Eintrag über den Forscher gänzlich zu unterdrücken.iii 

Erinnert sei an Conrad Ferdinand Meyers sieben Gedichtfassungen vom „Römischen Brunnen“, in denen er – als ergäbe sich dies aus dem Thema – nach einer immer dichteren und knapperen Sprache suchte, die den Wirbelstrom prägnant „sichtbar“ und „hörbar“ macht, bis er die Endfassung 1882 fand: 

"Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht."

In der Erzählung der Sintflut wird bei genauer Betrachtung nichts anderes erzählt, als der Entzug des ordnenden Sprechens Gottes. Dem „tehom“ wird der „logos“ weggenommen, und es kann seinen „Stolz“ (s. Job) austoben, begrenzt auf 40 Tage (Gen 7,11f): 

„An diesem Tag aufbrachen
alle Quellen des großen Wirbels.
Und die Luken des Himmels öffneten sich.
Der Schwall geschah vierzig Tage, vierzig Nächte auf die Erde.“ 

Nicht nur unsere Tage bewegen sich zwischen den Polen der Ruhe und der Bewegung, alles ist schwingend in geordnetem Wirbel. Eine Kosmologie, die diesen Gedanken nicht berücksichtigt, kann nur falsch sein. In die Bereiche jenseits des Urwirbels und jenseits der „Über“-Ordnung Gottes kann kein Mensch hindenken. Eines aber müssen wir schließen aus all dem: Es gibt ein Jenseits zur raumzeitlichen Erfahrung, aber dafür sind wir nicht disponiert oder die Disposition dazu ist deaktiviert. Das So-Sein Gottes ist eine Überfülle, eine unendliche Energie aus einer unendlichen Potenz, „bli reschit bli tachlit“, ohne irgendeine Begrenzung. Es muss Übergänge geben zwischen seiner Unbegrenztheit und der Begrenztheit, von der er zu Job sprach, der wir unterliegen in diesem Leben. Jede Kosmologie muss das mit bedenken. Eine Verlängerung unserer Begrenztheit in ein angeblich unendliches „All“ der Begrenztheiten, das trotz sagenhaft vieler "Galaxien" und Sonnen einfach nur Finsternis bleibt (Olberssches Pradoxon!), ist Selbstbetrug und ein Selbstausschluss aus dem ewigen Leben oder der wirklichen „Basileia tou Theou“, dem Königreich Gottes, dem Reich des Unbegrenzten, in dem „die Finsternis finstert dir nicht, / Nacht leuchtet gleichwie der Tag, / gleich ist Verfinsterung, gleich Erleuchtung“ (Ps 139,12). Nur dort kann es licht sein, wo die Begrentzeit geborgen ist im "bli reschit bli tachlit", das Gott zukommt, ihm und nur ihm.

Je nachdem, wie wir die von uns erlebten physikalischen Kräfte beschreiben, gelangen wir in den Widerspruch, die Selbstaufhebung derselben und das Eingeständnis, dass selbst die physikalische Welt sich in einer Dimension verlängern könnte, an die wir weder hindenken noch hin-vorstellen können, und dies obwohl wir mitten darin leben.

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i https://karmandala.de/blog/om-die-heilige-silbe/

ii https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/amen-at/ch/41d4fdc2f7354104b43bffa3a112a610/

iii „Die Löschung der Seite „Viktor Schauberger“ wurde ab dem 28. Februar 2007 diskutiert. In der Folge wurde der Löschantrag entfernt. Bitte gemäß den Löschregeln vor einem erneuten Löschantrag die damalige Diskussion beachten.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Viktor_Schauberger#Seri%C3%B6se_Quellen?

 

Montag, 28. Juni 2021

Der logos und die Schöpfung

 Der logos und die Schöpfung

 


Die faustische Frage, wie man den ersten Satz des Johannes-Prologs wohl am besten übersetzt, dieses „en arche en ho logos“, zu Deutsch meist mit „Im Anfang war das Wort“ wiedergegeben, führt zur Frage, was zuerst ist: Der Gedanke oder die Tat. Das mag banal klingen, ist es aber nicht. Faust versucht sich, umschlichen vom Teufel in Gestalt eines schwarzen Pudels, an einer Übertragung:

Geschrieben steht: »Im Anfang war das Wort!«
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!

(Faust I, Szene „Studierzimmer“)


Der griechische Begriff des logos ist nicht einfach im Deutschen wiederzugeben. Aber „Tat“ heißt er sicher zunächst nicht. Goethe beschreibt, dass das komplexe Bedeutungsfeld von „Idee“, über „Wort“ zu „Konzeption“ oder „Kraft“ nach der Realisation verlangt, einen „logos“ ohne Manifestation kann es wohl kaum geben, er drängt hinaus ins Da-Seiende, mag er auch als das „Seiende“ vorausgehen. Das Wort und sein Sinn haben eine Kraft in sich, die unmittelbar zur schöpferischen Tat wird. Fausts Anliegen ist die Erkenntnis darüber „was die Welt im Innersten zusammenhält“.

Ich glaube als christlicher Freidenker, dass alles aus dem logos entstanden ist, die ganze Schöpfung. Um die Entstehung von Taten zu begreifen, muss angenommen werden, dass auch der Mensch einen Anteil an diesem logos hat, denn andernfalls lässt sich kaum verstehen, warum er in einer ähnlichen Abfolge der geistigen Prozesse handeln kann. Aber wir empfinden, dass wir meilenweit entfernt von diesem logos sind, dass uns die Worte ja förmlich fehlen und unser Handeln mit enormer Mühe entwickelt werden muss.

Was hat es mit dieser Diskrepanz, die wir empfinden, auf sich?

Muss man vielleicht in Erwägung ziehen, dass „Wort“ und „Sprache“ des Menschen heute nicht mehr das ist, was es einmal war, und der Mensch einmal über ganz andere „logische“ Kompetenzen verfügte? Woher kommt der tiefe Wunsch aller Völker nach Dichtung, nach Poesie und Gesang? Völker ohne Dichtung und Lieder gibt es nicht. Warum genügt uns das alltägliche Sprechen nicht? Warum sind es der Glaube und die Liebe, die uns zu anderer Sprache emporwachsen lassen oder das Sehnen nach einem anderen Sprechen entzünden?

Der Mensch konnte, wie ich vermute, einstmals wesentlich anders sprechen als er es jetzt tut. Man sieht ja an den sprachwissenschaftlichen Forschungen, dass alle großen Kultursprachen veröden und verarmen (heute v.a. Englisch und Chinesisch, aber es geschah so auch beim Lateinischen, ebenso kann man den Prozess sogar beim Hebräischen nachvollziehen, seitdem es "Alltagssprache" wurde). Englisch war vor 500 Jahren noch eine komplexe Sprache, heute schafft sie durch einen aufgeblasenen und immer aufgeblaseneren Wortschatz Kompensation für den Verlust an effizienter und formenreicher Nuanciertheit und Feinheit. Es hat eine Schönheit, dass es "heilige Sprachen" bis heute gibt, die nur im Rahmen von Liturgien angewandt werden. Auch sind die komplexesten und damit auch erhabensten Sprachen nicht die der großen Zampano-Völker, sondern die Sprachen abgelegener Indianernationen und kleiner Stämme ... Man versucht seit Jahrzehnten, das Deutsche im selben Sinn zu verhunzen und in eine "einfache Sprache" zu transformieren. Dem sollte jeder, der seine Heimat und Sprache liebt, entgegenwirken. Alleine schon aus Selbstachtung. Es hat daher auch einen großen Vorteil, dass das Deutsche etwas in den Hintergrund gerückt ist - so konnte es leichter immer noch bei sich selbst bleiben ...

Der Mensch, nach Gen 1 "in der äußeren und inneren Gestalt Gottes", ist Gott in der Sprache, im Wort ähnlich. Nur der Mensch hat Sprache in diesem göttlichen Sinn. Aber etwas ist geschehen, und er hat das verloren, und es verblasst je gottabgewandter oder gottvergessener er ist. Gottzu- oder -abgewandtheit kann aber nicht so leicht konstatiert werden, nur Gott selbst sieht die Herzen an.

Paulus hat eine Vision und wird entrückt bis in den dritten Himmel. Er hört dort, wie er es im 2Kor 12,4 beschreibt, arreta rhemata“, "unaussprechliche Worte", die auszusprechen ein Mensch nicht befugt sei. Man übersetzte im alten Neuhochdeutsch, dieses „ein Mensch ist nicht befugt“ („ouk exon anthropon“) mit „es ziemt dem Menschen nicht“. Wir würden heute eher sagen, „es steht ihm nicht an“, oder „er ist nicht in dem notwendigen Stand“, solche Worte auszusprechen. Paulus fragt sich wohl deshalb, ob er das überhaupt in diesem Leib hören konnte, der ein solches Sprechen nicht möglich machen könnte. Aber als Geistwesen konnte er diese unaussprechliche Sprache hören und verstehen.

Ich vermute, dass das ebenfalls im 1Kor 12,10 beschriebene "Zungenreden" eine Geistbefähigung zum ursprünglichen Sprechen sein könnte. Paulus schreibt, dass er es selbst auch konnte. Das, was Pfingstgemeinden und Charismatiker heute daraus machen, ist eine blasphemische Verzerrung dessen, was damit vermutlich gemeint war. Eine Gratwanderung ist diese glossa“, diese „Zunge“ in jedem Fall, weil sie auch von Schwarzmagiern nachgeahmt und verzerrt bzw pervertiert eingesetzt wird. Offenbar haben die Korinther daraus eine veräußerlichte Sensation und "Trophäe" besonderer Geistbegabung gemacht - also genau das, was die Sprache dann in sich wieder aufhebt und zur schwarzflachen Magie verkommen lässt. Paulus sagt daher, dass es für das gemeinschaftliche Leben nicht (noch nicht) verfügbar ist, dieses Sprechen, vermutlich erst noch den verwandelten Leib braucht, und vorerst eher eine persönliche Frömmigkeitspraxis zu Gott hin oder sogar in Gott sein kann. Auch passt dazu sein Satz in Röm 8,26, der Heilige Geist vertrete uns mit unaussprechlichen Seufzern in allem, was wir nicht sagen können zu Gott hin. Auch hier geht es um fehlendes Sprechenkönnen, um verschüttetes Sagenkönnen.

Nach meinem Glauben denke ich, dass wir nach diesem Leben, wenn wir auferweckt und verwandelt werden, wie Jesus Christus es schon erfahren hat, diese Ursprache wieder sprechen werden können – wir Menschen miteinander und mit Gott.

Alle Dichtung, alle Musik ist die Sehnsucht nach dieser Sprache.

Für mich ist es der logos im weitesten Sinn die Inspiration und Konzeption. Gott schafft in der Genesis ja nicht durch autoritäres Verfügen, sondern ganz unterschiedlich. Es gibt das reine Sagen: "Es werde ...". Es gibt das "X bringe hervor ...". So werden sowohl die Erde als auch das Meer beauftragt, Wesen hervorzubringen (Gen 1). Christen sollten das nicht außer acht lassen, dass Gott tatsächlich die Erde zu einer Mutter macht, allerdings - und das ist eine Pointe - nicht für den Menschen.

Den Menschen formt er selbst aus Erde. Er selbst bringt ihn hervor. Mittelbar stammt er also auch von der Erde, aber nicht die Erde bringt ihn hervor.

Die Lebendigkeit des Menschen stammt ebenfalls nicht aus der Erde, sondern aus seinem Geist, durch seinen Odem wird aus dem Adam ein lebendiges Wesen.

Die Erde hat die göttliche Beauftragung, alle Pflanzen und Tiere auf dem Land un din der Luft hervorzubringen bzw das Meer die Pflanzen und Fische des Meeres.

Der Mensch hat nur den Auftrag, Menschen hervorzubringen ("Wachset und mehret euch").

Die Benennung der Tiere erfolgt in Gen 2 durch den Adam, d.h. er gibt dem, was von der Erde hervorgebracht wurde, ein sprachlich-geistiges Echo.

Wenn man genau hinsieht, ist das alles sehr differenziert geschildert.

Der Auftrag an den Menschen, die Schöpfung zu bebauen und zu erhalten, weist bei kontemplativer Lesart in eine enorme Tiefe. Am ehesten sehe ich das der Spur nach bei den Leuten erfüllt, die derzeit nach einer "Perma-Kultur" suchen, dieses tiefe Einfühlen in das, was diese Natur braucht, um sich entfalten zu können, die geistige Formung des Wortes, das nötig ist, damit alle Pflanzen und Tiere immer wieder neu hervorgebracht werden können, der dazu notwendige Respekt vor der "Mutter" Erde. In dieser Auffassung ist die Erde die Mutter der Tiere und Pflanzen, aber nicht des Menschen. Das ist wichtig, zu bedenken. Dem Menschen kommt da tatsächlich eine väterliche Rolle zu, die er achtsam einnehmen sollte, weil er sie „in der inneren und äußeren Gestalt Gottes“ erhalten hat.

Mit ein paar Rotzsätzen, wie wir das gewöhnt sind, auch von Christen, entweder iS einer autoritären Vereinnahmung der Worte oder umgekehrt der Lächerlichmachung der entsprechenden Verse, kann es nicht mehr weitergehen.

Permakultur trotzt dem Land nichts mehr ab. Ich spüre und erfahre es, da ich im Wald lebe. Zuchtpflanzen passen da irgendwie nicht rein, sind wie eine Art "Abgott", aus der Natur „gezogen“ gegen die eigentliche Natur.

Meine heurige Entdeckung, dass die Erde plötzlich Erdbeeren hervorbringt hier, was sie zuvor nie getan hat ... ich fasse es so auf, dass Gott ihr gesagt hat, sie soll das nun tun, und sie tut es, solange ich sie nicht hindere und meine, ich müsste da, wo ihr Platz ist, Blumenkohl züchten. Plötzlich tauchen die wundersamsten Dinge auf.

Und so entspringen plötzlich auch Quellen an unerwarteten Orten, wenn man ihnen den Raum lässt, hier zu entspringen.

Der Fluch um Adams willen aus Gen 3, dass die Erde ihm Dornen und Disteln entgegenstreckt, eben weil er nicht mehr versteht, was sie braucht und sie sich wehrt gegen den Menschen - ich glaube, dass "Erlösung" im christlichen Sinne auch bedeutet, dass man versucht, diese unselige Kettenreaktion wieder zu heilen. Immerhin heilte Jesus so vieles andere und trieb böse Geister aus, warum nicht auch an dieser Stelle?

Interessant in dem Zusammenhang, dass er Fischfänge zur "Unzeit" befahl, und die Jünger wollten nicht glauben, dass es andersherum jetzt, jetzt und hier – nicht immer und statisch gesehen – viel besser geht.

Petrus sagt dann, als es sich als richtig erwies, was Jesus dazu gesagt hatte: "Geh von mir hinaus! Denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr." (Lk 5,8)

Er erkannte in dem Moment, dass der Umgang mit Erde und Wasser sündhaft ist. Der reine Mensch Jesus hatte ihm gesagt, wie es sein soll, und er hatte das zunächst verworfen als Ausdruck dieser Verkehrtheit. Gemeinhin interpretieren Christen das ungefähr so: Petrus hat Jesus, der doch Gott ist und allwissend, nicht geglaubt, er hätte schließlich einfach gehorchen sollen … Eine solche Interpretation ergibt keinen Sinn, denn erstens gehorcht er ja, und zweitens hat er doch das Recht, seine Zweifel zu äußern. Ich denke, es ist etwas Tieferes, was hier geschah, nämlich die Erkenntnis, dass er, Simon, von der Natur überhaupt nichts verstand, sie nicht so auffasste, wie sie aufgefasst werden wollte. Dazu gehört auch, dass die Natur uns gerne mehr geben will, als wir fassen können, wenn wir sie lassen, so wie in dem Märchen vom Aschenputtel, das aus Versehen eine Spule in den Brunnen hatte fallenlassen und von der bösen Stiefmutter geheißen wurde, sie wieder herauszuholen:

Da ging das Mädchen zu dem Brunnen zurück und wußte nicht, was es anfangen sollte; und in seiner Herzensangst sprang es in den Brunnen hinein, um die Spule zu holen. Es verlor die Besinnung, und als es erwachte und wieder zu sich selber kam, war es auf einer schönen Wiese, wo die Sonne schien und vieltausend Blumen standen. Auf dieser Wiese ging es fort und kam zu einem Backofen, der war voller Brot; das Brot aber rief: "Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich: ich bin schon längst ausgebacken." Da trat es herzu und holte mit dem Brotschieber alles nacheinander heraus. Danach ging es weiter und kam zu einem Baum, der hing voll Äpfel, und rief ihm zu: "Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif." Da schüttelte es den Baum, daß die Äpfel fielen, als regneten sie, und schüttelte, bis keiner mehr oben war; und als es alle in einen Haufen zusammengelegt hatte, ging es wieder weiter.“ (Gebrüder Grimm, Frau Holle)

Uns wird hier eine Gegenwelt zu der grauen realen Welt der Ausbeutung gezeigt – das Aschenputtel wird von der Stiefmutter so ausgebeutet, wie wir alles ausbeuten in dieser Schöpfung – dieses versunkene Paradies im Brunnen, ein Traumreich, ein Schlaraffenland, in dem die Dinge der Natur voller Freude ihre Aufgaben erfüllen, uns zu nähren und uns sogar zum Essen rufen. In dieser Welt muss man dem Boden nichts abtrotzen … Aber man muss die Stimmen der Geschöpfe hören können. Sie stellen sich uns tatsächlich zur Verfügung.

Und jeder kennt von ferne dieses Erlebnis, mitten durch ein recht ungezwungenes Land zu laufen, in dem ihm die Dinge ins Auge springen, Sauerklee unter Nadelbäumen, wir sehen es den Brennnesseln an, wann sie am besten genießbar sind und die Vögel zeigen uns, wo es feine Beeren gibt …

All das kommt immer noch und weiterhin aus dem logos Gottes, der es wert ist, unbedingt geachtet und geliebt zu werden. Ich freue mich auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, in der sich das verwirklichen wird. Möge dieses Elend hier, das wir erleben, bald dem Besseren weichen.

Sonntag, 23. Mai 2021

Zum Pfingsttag 2021 - Ein Gedanke zu Rudolf Steiner und seiner Klage, die Kirche habe den Geist abgeschafft

 

Zum Pfingsttag 2021 - Ein Gedanke zu Rudolf Steiner und seiner Klage, die Kirche habe den Geist abgeschafft

 


Ich hatte mich derzeit mit Rudolf Steiner befasst. Er hatte mehrfach geäußert, man habe auf dem 4. Konzil von Konstantinopel 869/70 den Geist "abgeschafft".

In der Tat hat das Konzil eine sogenannte "Zwei-Seelen-Lehre" verworfen, die der damalige Patriarch von Konstantinopel vertreten haben soll.

Das Konzil formulierte eine dogmatische Entscheidung, die bis heute durchgehalten wurde und nach Steiners Sicht, selbst von weltlichen und atheistischen und agnostischen Wissenschaftlern furchtsam eingehalten werde: Der Mensch bestehe aus Leib und Seele, habe aber keinen Geist.

Steiner führt weiter aus, dass man bald auch daran gehen werde, dem Menschen eine Beseelung zuzugestehen und jeden für einen "Kranken" abstempeln werde, der dies glaubt und daran festhält.

Die Abschaffung der Seele solle einleiten, dass man den Menschen mit der Maschine verschmelzen kann.

Um die Seele zu vernichten, werde man Medikamente und schließlich eine Universalimpfung verabreichen.

Ich hatte darüber im letzten Sommer ein Video gemacht. Das Video wurde inzwischen über 36 000x angeklickt. https://www.youtube.com/watch?v=tg528VABNoM

Leider bin ich auf Youtube immer noch gesperrt und kann dort nichts posten.

Gebt bitte allen Interessierten die Nachricht weiter, dass ich nur noch auf Telegram und auf Odysee oder meinem alten Blog zu finden bin.


https://t.me/zeitschnuroffizell

https://zeitschnur.blogspot.com/

https://odysee.com/@zeitschnur:8/pfingsten2021:c

Auf mein Video hin haben einige Leser kommentiert, Steiner habe das nur bildhaft gemeint. Er habe nicht gemeint, dass ein echtes Medikament oder eine buchstäbliche Impfung gegen die Seele eingesetzt werden würde.

Ich habe mir daraufhin die entsprechende Rede noch einmal genau angesehen und muss sagen, dass ich das sehr wohl im wörtlichen Sinne auffasse. Es gibt keinen Hinweis für mich, dass das nur metaphorisch gemeint sei.

Zudem ist es altbekannt, dass man mit gewissen Substanzen das seelische Erleben verändern und unterdrücken kann.

Aber diese Kritiker haben natürlich schon in einer andern Hinsicht recht, denn um die Menschen dazu zu bringen, sich medikamentös so verkrüppeln zu lassen, muss zuvor das stattfinden, was wir "Gehirnwäsche" nennen. Wir erleben, dass sie vorwiegend über die Angst gesteuert wird und über einen primitiven Schwanzwedel-Impuls: Man will endlich mal was richtig Tolles für die Gemeinschaft tun und so richtig cool solidarisch sein. All die Angstgetriebenen schützen daher weder mit Masken, noch Distancing noch der Impfung sich selbst, wie das eigentlich bis dato aufgefasst wurde, sondern sie werden damit in die Verantwortung gegenüber dem andern gezogen. Ein wahrhaft Orwellsches Spindoctoring!


Und an diesem Punkt beginne ich zu fragen: Warum kann man angeblich hochgebildete, verständige Leute mit einem solchen Unfug einfangen?

Die Kirche, die behauptet hatte, die Seele sei der Sitz der Vernunft und Erkenntnis, hat hier womöglich wirklich einen fundamentalen Irrtum zum Dogma gemacht. Denn offensichtlich nützt dieser Seelengeist den meisten gar nichts - sie stürzen ab ins Triebhafte ohne Rettung, ohne Halt, ohne vernünftigen Einwand. Wir stoßen auf Mauern total verdrehten Denkens, das unfähig ist, noch irgendwie auf sich selbst zu reflektieren. Jeder Einwand wird als Gefahr erlebt und panisch oder aggressiv abgewehrt.


Ich frage von der andern Seite der kirchlichen Tradition: Was bitte ist aber dann an Pfingsten passiert?!

Haben die Gläubigen da nur noch ein bisschen mehr Seele verpasst bekommen?

Es ist doch neutestamentlicher Textbefund, dass der Mensch den Heiligen Geist bekommt und offensichtlich dann auch dafür disponiert sein muss, Geist zu haben.

Ob man die verketzterte Trichotomie Leib-Seele-Geist unweigerlich mechanistisch auffassen müsste, wie die Kirche stets behauptete, geht daraus natürlich nicht hervor. Sie behauptet doch selbst eine Dreifaltigkeit Gottes, die im Rahmen einer Einigkeit stattfinde, wieso wehrt sie dann einen ebensolchen Gedanken für den Menschen ab, als sei er undenkbar?


Fragen über Fragen!

Ich stellte fest, dass das alles extrem interessant und komplex ist.

Die Kirche hat all jene, die auch nur entfernt danach fragten, was es denn mit dem Menschen und seinem Geist auf sich habe, brutal und blutig verfolgt und vernichtet.

Warum?

Ist das nicht Wahnsinn, Menschen zu verfolgen und auszulöschen, weil sie sich selbst als geistbegabt sehen?

Und überhaupt nochmal: Was feiern wir an Pfingsten eigentlich?

Es sei das "Fest der Kirche" lehrt man uns Katholiken.

Ich sage heute: Nein!

Es ist das Fest der persönlichen Geistbefähigung! Und das natürlich auch in Gemeinschaft ...


Aber darüber muss ich noch viel mehr nachdenken.


Wer Interesse hat, wird sehr viel tiefere Einblicke in die Problematik durch folgenden Aufsatz von bekommen:


Markus Osterrieder: Verschweigen des Geistes

Einige Anmerkungen zur geistesgeschichtlichen Bedeutung des

Konzils von 869/70


http://www.celtoslavica.de/bibliothek/pdf/Osterrieder_2005_Verschweigen%20des%20Geistes.pdf

Sonntag, 25. April 2021

#mitjedemreden

#mitjedemreden

Weil die zarte Hand
nicht tödlich zuschlagen kann
lässt man sich
eine Eisenfaust
einpfropfen ...
_____

 

Übrigens rede ich mit jedem und stimme jedem dann zu, wenn ich meine, dass er gerade mit einer sehr guten Begründung und ausgezeichneten, redlichen Argumenten etwas ausspricht, das ich für wahr halte.

Und noch was: Nein, ich bin nicht rechts, war nicht rechts und werde es nie sein.
Warum nicht?
Weil ich grundsätzlich staatskritisch bin. Ich zähle mich zu den eher libertären Anarchisten (wenn das überhaupt meine Haltung genau trifft, aber wohl am ehesten). Trotzdem, nein: gerade weil ich absolut freiheitlich orientiert bin, rede ich mit jedem und erkenne auch alles Wahre, das gesagt wird, als solches an. Es kann nicht sein, dass ernsthafte Menschen nur noch nach "Ansehen der Person" gehen.
Ich mach auch das nicht mit. Gunnar Kaisers Aktion #ichmachdanichtmit - mein Beitrag dazu
Ich denke ja nicht dran.

Diskurse müssen undogmatisch und redlich sein, sonst sind sie keine. Kommunikation, die ohne gute Argumente auskommt und sich hinter "meine Meinung, deine Meinung" und dem allgegenwärtigen pathetischen Moralin verschanzt, rhetorisch nur auf Überwältigung, Diskreditierung und Vernichtung des Gegeners abzielt, verdient den Namen nicht. Nicht jede Meinung verdient es, als solche bezeichnet zu werden. Auf die Fähigkeit, einem Diskurs auf Augenhöhe standzuhalten, kommt es an. Erst hier offenbart sich die Qualität einer Behauptung öffentlich und jenseits der Rhetorik und Propaganda. Oder noch anders: Bloße Propaganda, die den Diskurs verweigert, ist keine Meinung. Und erst recht keine "wissenschaftliche" Erkenntnis. #mitjedemreden heißt: Noch nicht völlig fertig sein, dies aber unter Aufrechterhaltung der Denkgesetze und Logik, offen bleiben, ohne sich jederzeit aufzugeben, biegsam sein, an die eigenen Potentiale zu glaube und die der anderen. Eingepfropfte Betonzweige sind aber keine Potentiale, sondern tödlich, hässlich, mörderisch. Weil die zarte Hand nicht tödlich zuschlagen kann, lässt man sich eine Eisenfaust implantieren ...

Anschweigen, Ignorieren, Verhetzen und Verzerren von ernsthaften Meinungsbeiträgen, die einer herrschen Kaste nicht passen, ist zur Normalität geworden.

In einem derart unzivilisierten Umfeld fühle ich mich nicht wohl. Es hat sektenhafte Züge. Und es reduziert alles auf eine graue, triste Welt. Wenn ich an den Stalinismus, den Maoismus, den Nationalsozialismus denke, schalten alle Farben in meinem Kopf auf Graustufen um. Dasselbe Gefühl habe ich derzeit. Der Hass der Eliten und ihrer Untertanen zum Beton. Je suis béton, das Motto einer untergehenden, erstarrten Welt.

Plapperer, Narzisten und Sprachübergreifer haben Hochkonjunktur, geschmierte Mäuler, die die Langsameren einfach überfahren, ihre Schwäche ausbeuten und sie verunsichern und ängstigen. Das alles hat mit "Miteinander reden" nichts zu tun. Gaslighting, universale Denunziation aller durch alle: Wo sind wir gelandet? Weil wir leben und atmen, sind wir uns gefährlich, also am besten auch nicht auf Augenhöhe reden.

Verlassen wir die Arena, in der es so zugeht.

Deutschland, ein Höllenmärchen.

Dienstag, 13. April 2021

Finstere Stunde für Deutschland: Appell an die Bundestags-Abgeordneten des Wahlkreises Karlsruhe vom 13.4.2021

 


Karlsruhe, den 13.4. 2021



Appell an die Bundestags-Abgeordneten des Wahlkreises Karlsruhe

Das sind Herr Ingo Wellenreuther (CDU), Herr Mark Bernhard (AfD), Herr Michel Brandt (Linke), Frau Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), Herr Michael Theurer (FDP)


- Offener Brief -


Die Bundeskanzlerin plant in einem erneuten Hauruck-Coup, Recht und Verfassung zu schleifen, die Bürger zu Unmündigen zu erniedrigen und weiterhin mit für eine Krankheitsdämmung ungeeigneten „Maßnahmen“ zu tyrannisieren, insbesondere die Jugendlichen und die Alten, indem sie dem Infektionsschutzgesetz etwas hinzusetzen will (§ 28b), das faktisch eine Alleinermächtigungsgrundlage für sie selbst und den dauerhaften Verlust unserer Grund- und Freiheitsrechte, die Vernichtung unserer Kultur und letztendlich faktisch vor allem eines: den Staatsbankrott! bedeutet.


Dieser Zusatz sieht voraus, ohne vernünftige Diagnostik alleine aufgrund höchst fehleranfälliger Tests und undurchsichtiger Auswertungsverfahren bei einer undifferenziert erhobenen „Inzidenz“ von 100 „Fällen“ auf 100 000 Einwohner von Berlin aus gewalttätige Lockdownmaßnahmen ohne irgendeine weitere Kontrolle durchsetzen zu können. Damit wird nicht nur das Föderalismusprinzip unseres schönen Landes angegriffen (v.a. in GG Art. 28 formuliert).


Inzwischen wurde weltweit von Gerichten aufgrund von Sachverständigengutachten höchsten Ranges festgestellt, dass PCR-Tests nicht geeignet sind, Viruserkrankungsdiagnosen zu stellen, vor allem nicht an völlig symptomfreien Menschen. Solche Tests können nur an Patienten mit Erkrankungssymptomen angewandt werden und ersetzen weder eine klinische Diagnostik noch können sie sie dominieren. Wir sind jedoch in einem Stadium der Absurdität angekommen, dass wir 83 Mio Menschen unter Generalverdacht stellen, davon 99,99% kerngesund was Atemwegsinfekte betrifft.

Aber auch ohne die teilweise höchstrichterlichen Urteile sagt einem der gesunde Menschenverstand, dass es einfach nur noch surreal ist, verfassungswidrige invasive, nichtssagende Massentests an Gesunden durchzuführen, die natürlich immer zu einer „Inzidenz“ von 100 führen, wenn die Frau Bundeskanzlerin das nur will. Ja, das Zustandekommen der „Zahlen“ ist überhaupt derart undurchsichtig, dass sie sie auch jeden Morgen erfinden oder mithilfe einer Glaskugel herbeizaubern kann – wer will das alles noch nachprüfen nach einem Jahr der Lügen, Verzerrungen, Entrechtungen, Demütigungen, der sadistischen Kinder- und Seniorenquälerei und vulgärer „Könnte-Hätte-Fahradkette“-Propaganda und Missachtung fundierter Wissenschaftlichkeit, die nach dem IfSchG gefordert ist und ohne die sowieso alles andere hinfällig ist.

In absoluten Zahlen geführte „Inzidenzen“ sind nach allem, was ich einmal im Rahmen meines Studiums gelernt habe, himmelschreiender Wissenschaftspfusch. Es ist wirklich unfassbar! Sie alle wurden darauf seit Monaten durch verschiedene Universitätsprofessoren aufmerksam gemacht und haben keine Ausrede, wenn das alles später einmal vor Gerichten verhandelt werden wird.


Wir selbstdenkenden, prüfenden und nicht angsthypnotisierten Bürger sehen nirgends eine „Pandemie“. Sie findet in gleichgeschalteten Massenmedien und schizophren wirkenden Zahlentricksereien statt, nicht in der handfesten Realität, die man sehen und fühlen kann.

Man hört von „Positiven“, die entweder ganz gesund oder mit banalem Schnupfen tage- und wochenlang eingesperrt werden, ihr Umfeld wird sehr oft trotz negativer Tests gleich mit eingesperrt. Das alles ist kriminell. Und Sie wissen das auch. Ich kenne persönlich immer noch keinen einzigen echten Coronatoten, sondern nur die unsäglichen „An-und-mits“, Krebskranke, denen man noch einen Test aus den Rippen leiert, bevor sie sterben, Schädelbrüche, Motoradverunfallte, Schwerstbehinderte, Multimorbide und Ungetestete, die man pi mal Daumen mal eben kurz in die Covidstatistik rechnet – ein heilloses Pfusch-Durcheinander. Die Bundes- und Landesregierungen hatten nun ein Jahr Zeit, ordentliche Forschung zu betreiben: es ist nichts geschehen. Gibt Ihnen das nicht zu denken?!

Dafür kenne ich aber handfest eine Impftote, einen Schwerstgeschädigten nach der Impfung (Herzgefäßethrombus), einen Maskentoten (Hyperkapnie) und einen maßnahmenbedingten Suizid, dazu massenhaft verzweifelte Mitbürger und aufgrund meines Berufes auch durch die Maßnahmen inzwischen schwerst traumatisierte Kinder, die ihr Leben lang, sofern man es ihnen noch lässt, damit zu tun haben werden, wieder zu einem Vertrauen ins Leben zu kommen. Im Jahr 2020 wurden zahlreiche Krankenhäuser geschlossen, und wer sich täglich das Intensivbettenregister (DIVI) ansieht, stellt seit 12 Monaten fest, dass hier weder irgendwo eine Überlastung droht noch je eine gedroht hat noch überhaupt selbst angesichts der Testorgien besonders viele angebliche „Covidpatienten“ vorhanden sind. Sagen wir präziser: Patienten mit einem positiven Test, was immer sie wirklich haben, machen durchweg zwischen 5 und 15 % der belegten Intensivbetten aus. Man hat zahlreiche finanzielle Anreize geschaffen, um Bürger und Mitarbeiter dazu zu bringen, den verlogenen Pandemiezirkus mitzuspielen.

Unter einem gesundheitlichen nationalen Notstand verstehe ich etwas anderes. Es ist allerdings ein moralischer Notstand und eine Krise der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes. Die Besten unseres Landes machen das alles schon lange nicht mehr mit!


Der Bundestag hat nun ein Jahr lang total versagt, ebenso wie das Bundesverfassungsgericht. Wir Bürger haben den Eindruck, dass die Gewaltenteilung nicht mehr funktioniert und Sie alle zusammen uns entweder verraten und verkauft haben an eine globale Konzern-Mafia, die große Teile der staatlichen Institutionen und der politischen Kontrollorgane unterwandert, geschmiert oder gelähmt hat oder aufgrund von Ignoranz am falschen Platz sind.


Bedenken Sie, dass das schwerste Unrecht, das uns angetan wird, nicht zu vergessen mithilfe einer täglich mahlenden medialen Propagandamaschinerie, die seit 12 Monaten eine unsägliche Angstmacherei veranstaltet, auf die viele arglose und unbedarfte Bürger hereinfallen, Sie am Ende genauso vernichten wird wie uns andere auch. Und Sie werden zur Rechenschaft gezogen werden.

Die massiven Kollateralschäden, die eine Frau Merkel in eisiger Kälte überhaupt nicht zu interessieren scheinen, werden auch auf Ihrem Konto sichtbar werden, wenn der Staatsstreich, der sich hier in Wahrheit vollzieht, weitergetrieben wird. Sie werden mit uns untergehen, und einen Dank von Merkel und ihren Konzernfreunden werden Sie mit Sicherheit nicht erhalten fürs Steigbügelhalten.


Stimmen Sie diesem verheerenden Gesetzesentwurf nicht zu, stoppen Sie Merkel und ihre Mittäter, solange es noch möglich ist! Besinnen Sie sich drauf, dass Sie das Volk und nicht die Interessen von globalen Konzernen, Militärs und korrupten Regierungen vertreten!


Zuletzt mache ich Sie darauf aufmerksam, dass wir Bürger ein Widerstandsrecht haben aufgrund GG Art 20,4. Der Tatbestand, der dort beschrieben wird, ist längst erfüllt. Ich weiß, dass nach 12 Monaten wissenschaftlichen Irrsinnes, Unrechtsregimes und Staatsterrors immer mehr Bürger sich nicht mehr gebunden fühlen an diese Regierung und entschlossen sind, Widerstand zu leisten und den Art 146 für sich in Anspruch nehmen. Wenn Sie uns wache und denkende Bürger vertreten wollen, dann ermannen Sie sich bitte, aktivieren Sie endlich Ihr Gewissen und verhindern Sie, dass unser Land zu einer Wüste oder einer technokratischen Gesundheitsdiktatur mit einer alleinermächtigten Führerin wird. Wir hatten das alles schon einmal, und der damalige Führer lag genauso mit globalen Oligarchen im Bett wie das heute der Fall ist. Bitte machen Sie sich nicht schuldig! Wenn Sie dem Entwurf zustimmen, kann ich Sie aus Gewissensgründen angesichts des Unrechts, dem Sie uns ausliefern oder das Sie zulassen, aufgrund meiner Verpflichtung zum Grundgesetz nicht mehr als legitimen Volksvertreter anerkennen.


Hanna Jüngling

 

Montag, 29. März 2021

Meditationen über das Grundgesetz: Firnis der Zivilisation

Meditationen über das Grundgesetz: Firnis der Zivilisation



"Die Zivilisation ist eine ganz dünne Kruste über einem Vulkan." (Ernst Cassirer)

 

Audio "Firnis der Zivilisation"

Video "Der Firnis der Zivilisation blättert ab"

Es mehren sich die verstörten Stimmen im Land, die es nicht fassen können, wie innerhalb von einem Jahr ohne Wirksamkeit der verfassungsmäßigen Schutzmechanismen die Grund- und Freiheitsrechte in Deutschland nach dem Fiasko von 1933 erneut derart brutal beschädigt und verraten werden konnten und können. Nicht nur in der „alternativen Szene“, sondern auch vereinzelt im sogenannten „Mainstream“. So sagte der FDP-Abgeordnete Wolfgang Kubicki kürzlich in einem Interview:


Ich finde es wirklich verblüffend, wie groß in Teilen der deutschen Bevölkerung die Sehnsucht nach Bevormundung ist. Jeder der darauf hinweist, unsere verfassungsmäßig verbürgten Freiheitsrechte so schnell wie möglich wiederherzustellen, wird dafür zum Teil auch noch beschimpft. Außerdem wird der Pandemiekrise von manchen mit der Behauptung begegnet, Recht und Gesetz seien völlig egal, wir müssten alles dem Gesundheitsschutz unterordnen. Was natürlich Unsinn ist.“1


Der fast totale Zusammenbruch der demokratischen, den Menschen- und Grundrechten verpflichteten Zivilisation erscheint manchen abrupt, manchen lange vorbereitet.

Ich würde sagen, dass beides zutrifft.


Der Untergang zivilisierten und respektvollen Umgangs miteinander ist aus meiner Sicht und Erfahrung eine notorisch lauernde Gefahr. Ich habe zeit meines Lebens mit nicht wenigen Menschen zu tun gehabt, die eine freiheitliche Gesellschaft zutiefst hassen. In aller Regel führen sie bestimmte Missstände und Misserfolge im Rahmen der Freiheit nicht auf das Verfehlen der Freiheit, ein Scheitern des einzelnen an sich selbst oder gar auf unfreie Systembildungen innerhalb der eigentlich freiheitlich konzipierten Gesellschaft zurück, sondern auf die Freiheit an sich.

Sie assoziieren mit Freiheit Zügellosigkeit und Willkür, Umständlichkeit, weil man über alles diskutieren müsse, und Unsicherheit. Sie glauben, das Richtige könne nur unter Zwang und Kontrolle gewahrt werden. Sie trauen dem anderen Menschen vor allem anderen das Schlechte zu und fühlen sich von ihm gefährdet. Sich selbst sehen sie als potenzielle Opfer der anderen an. Ihr Gesellschaftsbild ist notorisch gespalten in Gute und Böse. Dem Nebenmenschen wird nicht unter allen Umständen, auch bei unterschiedlicher Meinung, zunächst Wohlwollen entgegengebracht. Dafür hat man Schutzinstinkte gegenüber Schreihälsen und Gewalttätern aller Art, die man mit dem Label „Schwache“ versieht, deren man sich verteidigend erbarmen kann gegen die „Starken“, die man abwehren muss, gegen die man neidgetrieben agiert, obwohl sie in aller Regel liberal und freigebig, konstruktiv und rechtstreu sind. Diese unguten Instinkte habe ich überproportional häufig bei Christen erlebt. Daneben den Typus des Konservativen, der in seinen Nächsten stets nur gefährliche Sünder sieht, die in Schach gehalten werden müssen. Der „Schwache“ muss kontrolliert und domestiziert werden, den starken und unabhängigen Geist hasst man ebenso, weil er sich jeder inneren Kontrolle entzieht. Beide Typen treten natürlich auch bei den Juden oder säkular auf. Im Islam treffen wir v.a. letzteren Typus an. Natürlich gibt es in allen Religionsgruppen auch aufrechte, redliche und freiheitliche Menschen. Ich würde aber vermuten, dass sie jeweils in der Minderheit sind.

In gewissem Sinn bleiben die Freiheitshasser lebenslang kindisch und suchen nach einem Beschützer und Bestrafer, leben eine traumatische sado-masochistische Struktur aus, die sie nicht reflektieren können. Der damit verbundene Leidensdruck wird in immer neuen Projektionen auf je neu entdecktes „Bewährtes“, „Tradiertes“ oder wahlweise „Neues“, „Innovatives“, das wie alle neuen Besen bald enttäuscht wird und in der Verdächtigung der anderen als persönlichen oder generalisiert allgemeinen „Gefährdern“ entladen. Die massenhafte Anwesenheit solcher Menschen mitten unter uns ist den meisten, die seelisch gesünder und gereifter sind, aufgrund ihrer freieren inneren Haltung nicht wirklich bewusst oder sie unterschätzen die massive Anfälligkeit dieser Menschen für jede Art von totalitärer Instrumentalisierung und werden davon nun jäh überrascht.


Woran liegt diese in Deutschland weit verbreitete infantile und retardierte seelisch-geistige Verfassung?


Man war als Deutscher von den Obrigkeiten nach 1945 permanent daran gewöhnt worden, die Bedürfnisse irgendwelcher Minderheiten zu „schützen“. Ob die Anfälligkeit der Deutschen fürs Funktionärstum wirklich erst nach dem 2. Weltkrieg forciert wurde, wage ich zu bezweifeln.

Schon Hölderlin beschreibt das Volk als unmenschlich. Er lässt seinen Hyperion sagen: „Ich kann kein Volk mir denken, das zerrissner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, aber keine Menschen (…) ist das nicht, wie ein Schlachtfeld (…)“2

Es ist, wie er selbst schreibt, ein „hartes Wort“, aber dennoch sagt ers. Dieses „Funktionieren“ im System, diese Vorlagerung der Systemkonformität vor den Menschen und seine Faktizität, dieses „Hinterherdenken“ hinter den Machthabern und Anführern, das wie eine sichere Bank wirkt, den nötigen Windschatten für eine Selbstermächtigung zum Großtun bedeutet und die bekannte Obrigkeitshörigkeit erzeugt, klingt hindurch. Eine ungute deutsche Hinterseite, die sich verschanzt in Pflicht und Gehorsam und jeden hasst, der sein Menschsein frei lebt. Wobei Menschsein immer eine selbstdisziplinierte ethische Gestalt hervorbringt und keinen gesetzlosen Barbaren, wie nun sofort der Funktionärsgeist einwenden würde. Die Gesetzlosigkeit und Barbarei findet sich vielmehr aufseiten der Funktionäre, weil sie nicht nach dem Vorrang des Gesetzes des Menschlichen fragen.


Johann Georg August Wirth (1798 - 1848), ein Freiheitskämpfer des Vormärz, wurde nach den Zeugnissen seines Sohnes Max oft von genau diesem deutschen Funktionärstyps in Gestalt etwa eines Bierbrauers bedroht mit den Worten: „Sind Sie der Wirth, welcher es wagt, unserer gnädigen Obrigkeit den Gehorsam aufzukündigen?“ Und Wirth kontert mit einem Satz, der auch heute wieder unter Bedrohung gesagt werden muss: „Ich bin es, der die verfassungsmäßigen Rechte der Bürger gegen willkürliche Verletzung verteidigt.“ Ich sehe förmlich Anselm Lenz vor mir auftauchen, der genau diesen Kampf seit einem Jahr unerschrocken und heldenhaft in Berlin führt. Man hat das Gefühl, das alles spreche von den heutigen Auftritten brutaler Polizisten in Berlin und den vielen Blockwarten, die sich zum Vollstrecker der Willkür machen wie dieser Bierbrauer, denn er sagt, parasitär von der Arroganz der Obrigkeit zehrend, deren Autorität er sich hier anmaßt: „Sie werden das künftig bleiben lassen!“ Natürlich endete das Wortgefecht zur Schande des Brauers und zur Ehre Wirths.3

Auch Heinrich Heine lässt in seinem langen Gedicht „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von 1844 einen deutschen Mitreisenden ganz im Sinne dieser menschlichen Dumpfheit sagen:


Der Zollverein“ - bemerkte er -

Wird unser Volkstum begründen,

Er wird das zersplitterte Vaterland

Zu einem Ganzen verbinden.


Er gibt die äußere Einheit uns,

Die sogenannt materielle;

Die geistige Einheit gibt uns die Zensur,
Die wahrhaft ideelle -


Sie gibt die innere Einheit uns,

Die Einheit im Denken und Sinnen;

Ein einiges Deutschland tut uns not,

Einig nach Außen und Innen.“4


Die ersehnte Einheit, verstanden als ein „Lockstep“ der vielen in einem politischen Konstrukt, und eben nicht als eine echte liberale Verfassung, deren Gemeinsinn die Eigentümlichkeit des Individuums als den Samen des gemeinsamen Erfolges ansieht, scheint durch Kampf für das Unum, nicht etwa für die Freiheit oder das Recht, erreicht werden zu sollen, wie wir gleich auch vor allem bei den Führern der Grünen heute sehen werden.


J. G. A. Wirth formulierte damals, dass die Zensur, die angeblich einheitsstiftende, das Symbol für Gesprächsverweigerung, Arroganz und Unterdrückung der Vielfalt, der „Fluch Deutschlands“ sei. Wir sind wieder soweit wie damals. Wahrlich die Zensur ist der Fluch Deutschlands: denn sie dient nur dazu, alles Große, Schöne und Edle zu stören; sie ist das Mittel, im feigen Hinterhalte die Kämpfer für Recht und Wahrheit niederzuwerfen und einer finsteren Gewalt, die vor dem öffentlichen Urteile zittert, noch ein kurzes Dasein zu fristen.“5


Was hier auf die im 19. Jh zunächst erst noch zu findende nationale Einheit projiziert wird, wird heute globalistisch in ein Welt-Unum verlängert und spiegelverkehrt wahrgenommen. So schrieb der grüne Spitzenpolitiker Robert Habeck 2016 in seinem Blog folgende Sätze, die heute geradezu lächerlich verdreht wirken, weil die Ängste, die er vor den angeblichen „Rechtspopulisten“ schürt, nun, nach fünf Jahren von seinesgleichen inzwischen mehr als erfüllt werden:


Die Erfolge der Rechtspopulisten sind auch eine Reaktion auf die liberale, offene – grüne – Gesellschaft. Um diese Gesellschaft zu bewahren, um sie wieder stärker werden zu lassen, müssen wir mehrheitsfähig werden.  Das werden wir nicht durchs Rechthaben, sondern indem wir  uns in Haltung und Argumentation als Fürsprecher der Gesellschaft verstehen. Wenn wir das nicht hinbekommen, geht es uns wie den Demokraten in den USA. Der amerikanische Traum von Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung ist auf die Formel gebracht „e pluribus unum“ – Aus vielen Eins. Er heißt aber auch umgekehrt, die Vielfalt in einem zu bewahren. Für die progressiven Kräfte lautet der Befund, dass sie ihre Mehrheitsfähigkeit zu verlieren drohen. Die Niederlage der Ostküsten- und Westküstenliberalen in den USA, der global ausgerichteten, gebildeten Eliten hat auch eine Botschaft für die Grünen, für uns. Wenn wir uns nur auf uns selbst konzentrieren, schießen wir uns ins Abseits. Wenn wir nicht mehrheitsfähig werden, dann verlieren wir am Ende alles. Wenn wir uns nur an unser Milieu richten, haben wir keine Chance. Wir müssen um „Unum“ kämpfen.“6


Inzwischen kämpfen große Teile der AfD, die Liberalen der FDP und wenige Linke um den Erhalt der Freiheit des Individuums, während die Grünen ganz maßgeblich von wenigen abgesehen, die CDU (die „Werteunion“ ausgenommen), die SPD und das Gros der Linken genau das „Unum“ erzwingen wollen, von dem auch Heines deutscher Spießer spricht, und dies mithilfe von „Zensur“ und Gleichschaltung alias „Einheit nach Innen und Außen“, diesmal nicht mehr nur national, bei Heine eine frühe Benennung künftiger Totalitarismen. Genau solche Zensur erleben wir derzeit wieder breit, auf dass alle für den heldenhaften Weltkrieg gegen eine Pandemie eingeschworen werden, die durchaus den Tod auf dem Feld vorhersieht. Nur an Corona selbst, „an oder mit“, darf nicht einfach mal so frei gestorben werden, es sei denn man hat die Krankheit durch die Impfung7 und exzessiven, erzwungenen Maskenmissbrauch erworben8 – dann ist es ebenfalls ein Heldentod.

Heine beschreibt eine unheimliche Begebenheit, die man als eine Vision auf den künftigen Faschismus – einen globalen Faschismus deuten kann. Zunächst erwähnt er, dass Napoleon einen Dämon gesehen habe vor jedem wichtigen Schritt, einen „roten Mann“. Heine erzählt, auch er habe oft, wenn er schrieb, einen „vermummten Gast/ unheimlich hinter (sich) stehen“ sehen. Dieser dunkle Mann habe in seinem Umhang ein Richtbeil getragen. Jahrelang hatte er ihn nicht mehr gesehen, solange er außerhalb Deutschlands war. Doch nun, zurück im Rheinland zu Köln, stand der Maskierte wieder da und verfolgte ihn ruhig und schattenhaft auf einem Spaziergang. Der Dichter dreht sich irgendwann abrupt um und fordert den Verfolger auf, zu erklären, was er wolle. Er reflektiert die eigene deutsche Rolle satirisch und dialektisch:


Ich treffe dich immer in der Stund,

Wo Weltgefühle sprießen

In meiner Brust und durch das Hirn

Die Geistesblitze schießen ...“


Der dunkle Geselle bleibt gelassen und erklärt, er sei „kein Gespenst der Vergangenheit“, sondern der praktische Vollstrecker der Gedanken des Dichters. Über Jahre verwandle er dessen Gedanken in Wirklichkeit.


Du bist der Richter, der Büttel bin ich ...“


Und nun folgt der Schatten auf den nationalen und globalen Faschismus, der damals noch nicht im Gespräch, aber als destruktives und tückisches Schreckgespenst im Dichter gespiegelt wird:


Dem Konsul trug man ein Beil voran,

Zu Rom, in alten Tagen.

Auch du hast deinen Liktor, doch wird

Das Beil dir nachgetragen.


Ich bin dein Liktor, und ich geh

Beständig mit dem blanken

Richtbeile hinter dir – ich bin

Die Tat von deinem Gedanken.“9


Der Liktor im alten Rom, der den Amtsträger als Diener begleitete, ihm dabei vorausging, und als Ausweis seiner Befugnisse und seines Status, ein Rutenbündel, die „fasces“ über seiner linken Schulter trug, aus dem ein Beil hervorschaut, wurde das Bild künftiger Faschismen und der Bündelung korporativer Gewalt gegen das Volk, dem man vorgaukelt, es sei Bestandteil der Herrschaftsbündelung. Das Zusammenbinden, die Vereinheitlichung des Bündels, symbolisiert das politische „Unum“, die „Einheit“ und ihre physische Richtergewalt, ein schauerliches „ius vitae necisque“. Die merkwürdige Wendung in Heines Bild, bei der dieser Liktor ihm nicht voraus, sondern hinterhergeht, lässt eine verschleierte Machtdemonstration, etwas Geheimbündisches assoziieren, macht den Liktor zu einem Getriebenen seiner eigenen Widersprüche. Er stellt hier die dunkelste Seite des Deutschen dar.

Nach einem ironischen Exkurs über weiche, deutsche „Federbetten“ und das „Luftreich des Traumes“, in dem die Deutschen die „Hegemonie“ haben, versinkt der Dichter in tiefen Schlaf. Hier begegnet ihm wieder sein schwarzer Verfolger, mit dem er eine gespenstische Wanderung durch Köln bis in den Dom macht, wo er die Gerippe der heiligen drei Könige besucht und verflucht. Mit blutendem Herzen sieht er, wie das Beil des schwarzen Liktoren die Gerippe zerschlägt: „Blutströme schossen aus meiner Brust,/ Und ich erwachte plötzlich“. Zuvor hatte der träumende Heine mit dem bereits austretenden Herzblut Haustürpfosten markiert wie einst die Israeliten ihre Türpfosten mit dem Blut eines geschlachteten Lammes markiert hatten, damit der Würgeengel in Ägypten an ihrem Haus vorbeigehe. Sobald Heine ein Haus markiert hatte, ertönte von fernher ein Sterbeglöckchen. In der surrealen Szene wird die Problematik spürbar, dass Altes und Neues nicht einfach voneinander zu scheiden sind und jede Markierung des Erhaltenswerten den sofortigen, unberechenbaren und ungerechten Tod an anderer Stelle provoziert … Eine tiefe Skepsis gegen alles Eifern und jegliche Radikalität der physischen Gewalt klingt an und die hohe Anforderung an eine wirkliche Erneuerung der Dinge.

Später in Hamburg lässt sich der Dichter von der Göttin Hammonia die deutsche Zukunft voraussagen. Er darf in einen Zauberkessel hineinsehen, in dem die magischen Kräfte brauen. Heine soll den Kopf hineinstecken, dann sehe er, was auf Deutschland zukomme. Miasmen, übelster Gestank schaudert ihm entgegen. Er sagt, er verrate nicht, was er gesehen habe, aber


Entsetzlich waren die Düfte, o Gott!

Die sich nachher erhuben;

Es war, als fegte man den Mist

Aus sechsunddreißig Gruben. ---10


Möglicherweise spiegelt sich hier die Erinnerung an die Legende von den 36 Gerechten, auf denen die Welt stehe, und deutet deren Verderben, eine unsägliche Gewalt und Finsternis in Deutschland und der ganzen Welt an, die von niemandem mehr getragen wird und unter der Knute eines destruktiven Unum kollabiert, standen doch die 36 Gerechten stets auch für Vielfalt und Dezentralität. Hannah Arendt, wie Heine aus jüdischem Hause, schrieb mehr als 100 Jahre später:


Die alte jüdische Legende von den 36 unbekannten Gerechten, die immer da sind und ohne deren Anwesenheit die Welt in Scherben fiele, sagt letztlich darüber etwas aus, wie notwendig solch ‚edelmütiges‘ Verhalten beim normalen Gang der Dinge ist. In einer Welt wie der unseren, in welcher die Politik in einigen Ländern es längst nicht mehr bei anrüchigen Seitensprüngen beläßt, sondern eine neue Stufe der Kriminalität erklommen hat, hat jedoch die kompromißlose Moralität plötzlich ihre alte Funktion, bloß die Welt zusammenzuhalten, verändert und ist zum einzigen Mittel geworden, mit dem die eigentliche Realität – im Gegensatz zur von Verbrechen entstellten und im Grunde nur kurzlebigen Faktizität – erkannt und planvoll gestaltet werden kann.“11


Sechsunddreißig Gruben voller Miasmen anstelle von sechsunddreißig Gerechten bestimmen die Zukunft, und Deutschland als Hegemonialreich der Lüfte zentral im Geschehen?


Doch dieser deutsche Zukunftsduft

Mocht alles überragen,

Was meine Nase je geahnt -

Ich konnt es nicht länger ertragen ---


Mir schwanden die Sinne ...“


Erkennen wir uns wieder? Als Grab der 36 Gerechten mit unserem Zensur- und Einheitswahn, mit der Gründlichkeit eines halluzinatorischen Wahns, in dem ein fiktives Böses ausgerottet werden soll, solange, bis alles untergegangen ist? Ist es nicht das, was wir wieder hören, die Rede von „zero Covid“, der totalen „Ausrottung des Virus“, erst dann können wir wieder normal, als hätten wir nicht seit Menschengedenken mit winterlichen Grippen gelebt ohne all den Irrsinn an „Maßnahmen“, Kampfhandlungen „en guerre“, wie Macron sagte, eines Krieges, der gegen die angeblichen Wirte des Virus geführt wird, faktisch gegen die gesamte Menschheit. Das ist so wahnwitzig, so geisteskrank wie bösartig, zeugt von einem inneren Unfrieden sondergleichen, einem Misstrauen ins Leben und bietet den perfekten Thronsaal für psychopathische Politkarrieristen und tyrannische Geister. Ja, es sind derzeit wieder schaurige geistige Miasmen, die alle freiheitsliebenden Menschen in Deutschland erdulden.


Hören wir diese älteren Zeugnisse deutscher Autoren, haben wir kaum Anlass zu glauben, was wir derzeit erlebten, sei unerwartet und abrupt. Offenbar gehen wir seit mindestens 200 Jahren an einem Abgrund der Barbarei entlang und sind durchaus nicht zum ersten Mal abgestürzt. Oder besser gesagt: haben uns stürzen lassen, die Befehle des Luftschlosses umsetzend, schwanzwedelnd, selbst geistlos und ohne Bewusstsein als Menschen, wie Hölderlin beklagte. Vielleicht als dumpfe Liktoren im Auftrag unsichtbarer Mächte, über die wir niemals kritisch nachdenken wollten.


Doch was ist zuletzt geschehen im Land und wahrscheinlich nicht nur hier?


Wenn es zunächst um nachvollziehbare Problematiken ging, etwa politisch Verfolgte, Opfer des NS-Regimes oder tatsächlich von Ausländerfeindlichkeit Betroffene, verschob sich die Aufmerksamkeit immer mehr auf alle möglichen Problemfelder, deren Substanz in einem allgemeinen „Diskriminierungs-Opfer-Täter“-Wischiwaschi stets zugunsten des von vornherein als „Opfer“ Präsentierten bestand. In jedwedem deklarierten „Opfer“ sollte man den verfolgten Juden sehen, als hätte der NS-Staat nicht Millionen anderer Menschen genauso ermordet … deren Opfer-Schema wurde sorgfältig unterdrückt, so sehr, dass sehr häufig die Opfer der Nationalsozialisten nun erneut Opfer der angeblichen Antifaschisten werden.

Mancher Ausländer etwa, der in Konflikte wegen ganz anderer Dinge mit den Behörden kam, schob seine gerechte strafrechtliche Verfolgung auf „Diskriminierung“. Opfer der Gewalttätigkeit durch Migranten haben dagegen keinerlei Anwälte im gesellschaftlichen Bewusstsein. Die Autorin weiß wovon sie spricht, selbst aus einer Familie mit Opfern durch das NS-Regime stammend, musste sie sich gerade jüngst von einem ihr vollkommen unbekannten Afrikaner in Telefonterror seit Wochen als „deutsche Fotze“ beschimpfen lassen. In einem umgekehrten Szenario wäre die Hölle losgetreten worden …

Fälle, in denen etwa Abschiebungen verfügt wurden, die tatsächlich als sachlich fragwürdig anzusehen waren, wurden in einem linkspopulistischen Impuls nicht einem erst noch zu untersuchenden Versagen der Behörden zugerechnet, sondern einer allgemeinen Fremdenfeindlichkeit, die den Betroffenen zum geborenen Opfer stilisierte. Dass er Opfer eines Justizirrtums sein könnte wie es jedem geschehen kann, zieht man nicht in Betracht.

Eine ähnliche Dialektik tat sich hinsichtlich der Frau in der Gesellschaft auf: So sehr es zutrifft, dass sie jahrhundertelang zurückgesetzt wurde aufgrund ihres Geschlechtes, so wenig ist jeder Konflikt eines Mannes mit einer Frau Folge frauenfeindlicher Einstellungen. Man vermengte dies je nach Bedarf immer stärker, blendete es aber in politisch unerwünschten Fällen systematisch aus, etwa wenn echte Frauendiskriminierung wiederum bei Zugewanderten geschah und geschieht. Auch die mir zugefügte Ehrverletzung als Deutsche und als Frau, wird gesellschaftlich abgewiegelt, weil der Migrant per se als Opfer gilt und mein Deutschsein, das qua Geburt mit „Tätersein“ assoziiert wird, auch dann, wenn man einer einstmals verfolgten Familie entstammen sollte, in diesem Fall den Opferstatus als Frau annulliert. Es wird sogar der konkrete Familienhintergrund annulliert zugunsten der allgemein-fiktiven deutschen Identität. Was in unserer Kultur intern kulturbedingt überwunden werden muss, darf in der Kultur der Zugewanderten bestehen, ja, es muss sogar geschützt werden, aus „Kultursensibilität“, wie man sagt. Man kommt in seichteste Gewässer, denn hier stoßen Diskriminierungsfelder an Diskriminierungsfelder und fressen sich gegenseitig auf. Opfer werden in noch ungünstigeren Fällen als dem meinen an einem Punkt in Haftung genommen dafür, um an anderer Stelle nicht zum Opfer zu werden. Eine Frau mit Migrationshintergrund etwa muss sich häusliche Diskriminierung als Frau beispielsweise antun lassen, damit sie nicht einer Kulturdiskriminierung ihres Volkes Vorschub leistet. Dass man Frauen unter diesen Umständen faktisch immer vorschreibt, was sie als Frau jeweils zu wollen haben, wird völlig ignoriert. Dabei macht es im Ende kaum einen Unterschied, ob man nun zum abhängigen Hausfrauendasein oder zum auf dem Markt ausgebeuteten Karriereweib verdonnert wird. Mit Freiheit hat beides nichts zu tun.

Immer wieder wurde gefragt, was man allen abverlangen kann in einem Gemeinwesen, und wo man Vielfalt zulassen muss. Versuche einer differenzierten Klärung, zum Beispiel im Konzept der „Leitkultur“ (Bassam Tibi), wurden mit Begriffen wie „deutsche Leitkultur“ (Friedrich Merz) oder „Multikulti“ (grüner Neusprech) gekontert und gegeneinander aufgefahren, als gäbe es nichts, was außerhalb denkbar wäre. Eine sachlich angemessene und fruchtbare Debatte wurde vor allem durch die mediale Berichterstattung und die skandalöse Instrumentalisierung der Themen durch sämtliche Parteien mit Ausnahme der FDP, die als einzige bei problematischen anderen Einstellungen durchweg für freie Bürgerrechte und Bürgerpflichten für alle stand, verhindert. Als schließlich Thilo Sarazzin (SPD) mit den alten zynischen Heilgiften der englischen Eugeniker und technokratischen IQ-Studien in „Deutschland schafft sich ab“ aufwartete, war das Geschrei groß – eine echte Auseinandersetzung fand indes nun erst recht nicht statt. Die Gesellschaft spaltete sich immer mehr, man igelte sich in seinen Wagenburgen ein und verlernte gänzlich, niveauvoll und lösungsorientiert zu streiten. Weder wurde anerkannt, dass ein Problem vorliegt, das benannt und analysiert werden muss noch war auch nur eine Seite bereit, von ihrer Ignoranz und Rechthaberei abzulassen. Der Debattenraum wurde nicht nur immer enger, sondern auch immer vulgärer. Alles originelle Denken und Argumentieren wurde bekriegt und untergepflügt mithilfe von Verleumdung und vorsätzlicher Verzerrung dessen, was tatsächlich vorgetragen worden war. Die Feindbilder wurden zementiert, und insbesondere das Merkel-Regime ist eine Zeit der Stigmatisierung aller, die nicht auf Kanzlerlinie tanzen. In einer geradezu monströs-narzisstischen Manier hat diese Kanzlerlinie aber keinerlei Konsistenz. Die Kanzlerin ist ein lebendes Kippbild, mal sieht man A, mal nonA, aber immer verlangt sie alternativlose Gefolgschaft. Es ist schizophren und krankmachend.

Merkels verfassungswidriger und forcierter, großspurig erlaubter Zustrom von Millionen Migranten, nachdem ihre Flüchtlings-Politik im Vorfeld völlig versagt hatte und an den eigenen Widersprüchen und Fehlleistungen erstickt war, konnte nach Jahrzehnten der Unschärfe, Polemik und moralischen Erpressung der politischen Gegner dann überhaupt nicht mehr sachlich diskutiert werden. Übles Fernsehgekeife, dümmlich-infantiles „Refugees welcome“-Geplänkel im „Wir gegen rechts“-Modus, postwendend folgende, faktisch-totale Gleichgültigkeit der Teddybärwerfer und „Bahnhofsklatscher“ gegenüber den vielen in Deutschland Gestrandeten, die bald extrem häufig mit Kapitalverbrechen straffällig wurden, stellten sich unter den Scheinheiligenscheinen ein. Die Zugewanderten wurden offenkundig als Spielmasse narzisstisch gestörter Deutscher missbraucht und reagierten entweder mit Depression, Zorn oder Gewalttätigkeit. Die Deutschen erwiesen sich als willfährige, großkotzige Willkommensfunktionäre , aber keine Menschen, wie Hyperion es schreiben würde („Wir schaffen das!“ Und nach üppigem Gelage: „Wir sind die reichste Nation der Welt, da müssen wir helfen!“) … Wäre man Mensch, verstünde man, dass die, die kommen, auch lebendige Menschen, Einzelmenschen sind, wüsste man, dass man niemals auf einmal mehrere Millionen Fremde als Menschen menschlich aufnehmen kann. Die Fremden wurden vorsätzlich angeworben, mit Billigung der Politik nach Europa geschafft und vielfach um ihr ganzes kleines Vermögen für die Reise gebracht, auf der viele umkamen. Es verschwanden Migranten-Kinder in großer Zahl, die Zwangsprostitution in den Multikulti-Bordellen wuchs wundersamerweise sprunghaft nach oben, aus allen Nachbarländern reisten Männer zum bunten Vögeln nach Deutschland, aber da hatten sich die Deutschen längst wieder abgewandt von den Objekten ihrer narzisstischen Selbstbespiegelung.12 Die Drogengaben der Mindcontrolfabriken für ein erhobenes Einheitsgefühl mussten offenbar immer mehr erhöht werden. Die Halbwertszeit der Wirkung verblasste gar zu schnell.


Fortan galt jedenfalls: Wer sich profilieren wollte, machte sich zum Mentor neu entdeckter „Opfer“ gesellschaftlicher Diskriminierung. Man legte Menschen in bestimmten persönlichen Problemsituationen nahe, sich vor allem anderen als Opfer einer Diskriminierung anzusehen, anstatt ihre Situation ehrlich und umfassend zu klären. Eine sachliche Auseinandersetzung fand auch hier immer weniger statt. Es wurden einfach Behauptungen und Dogmen gesetzt. Ein Beispiel ist die Entwicklung des Umgangs mit Homosexualität. So sehr es zu begrüßen war, dass man diese Menschen nicht mehr kriminalisierte wie zu früheren Zeiten, so wenig ist der Verlauf der Entwicklung nach der Liberalisierung und Abschaffung der entsprechenden früheren Gesetze sachlich angemessen weitergegangen. Das Empfinden der vorigen Gesellschaft, dass Homosexualität „irgendwie“ nicht natürlich und darum auch nicht gut sei, dass sie dem Betroffenen langfristig zum Problem werden könne, an dem nicht einfach „die Gesellschaft“ schuld ist, ist nicht gekoppelt an die Frage, ob man Homosexuelle kriminalisiert oder schikaniert. Es kann dies miteinander verwuchern, bedeutet aber dennoch zwei unterschiedliche Fragestellungen. Noch als ich meine Psychiatrie-Prüfung an der Universität im Jahr 1996 machte, galten Homosexualität und Transsexualität als weitgehend nicht wissenschaftlich valide untersuchte und verstandene sexuelle Anomalien.13 Die inzwischen erfolgte totale Gleichstellung der Betroffenen nicht auf der Ebene des Bürgers im Staat, der den Schutz der Grundrechte genießt und sein Leben leben kann, sondern mit der traditionellen Ehe und Heterosexualität basiert ausschließlich auf einer ideologisch, nicht sachlich begründeten Kehrtwende. Es gibt weder ein Grundrecht auf Ehe noch auf Elternschaft bzw Kinder, ebenso wenig übrigens wie es ein Grundrecht auf Gesundheit gibt. Sorgfältige Studien existieren immer noch nicht. Eine sexualethische Diskussion, die philosophischen und wissenschaftlichen Kriterien genügen würde, erfolgte ebenfalls nicht. Vor allem die Frage, was es für die Entwicklung von Kindern in homosexuellen Beziehungen bedeutet, eben keine zweigeschlechtige Identiätsentwicklung zu erhalten, die, wie man doch bislang stets glaubte, für die gesunde und ausgewogene Ich-Entwicklung unerlässlich sei, wurde standhaft nicht in Langzeitstudien und vor allem nicht neutral und ergebnisoffen beforscht, ähnlich wie wir es jetzt bei den überstürzt erzeugten Impfstoffen erleben. Die Kinder werden ohne Forschung, ob es ihnen gut tut, von homosexuellen Adoptiv-Eltern erzogen zu werden, einem Risiko ausgesetzt. Auch hier wird ein Menschenversuch gesellschaftlich erpresst und gesetzlich verankert, ohne die Bedenken dagegen ernstzunehmen oder gar abzuwägen. Ein anhaltender bürgerlicher Protest gegen die Einführung der „Homo-Ehe“ und vor allem eben das damit einhergehende Adoptionsrecht aufgrund der entwicklungspsychologischen Bedenken im Interesse der Kinder, aber auch eine Verletzung der inneren Überzeugungen vieler aufgrund der jahrtausendealten Tradition und der natürlichen Evidenz, dass „Ehe“ immer als Bund zwischen Mann und Frau angesehen worden war, wurde medial und politisch diskriminiert, ignoriert, oft regelrecht verhetzt, teilweise sogar versuchsweise (aber erfolglos) kriminalisiert, obwohl er ausdrücklich nicht gegen die allgemeinen Persönlichkeitsrechte der Betroffenen gerichtet war.14 Es ging dem öffentlichen Protest um Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit, um eine saubere Trennung von Grundrechten und persönlichen Wünschen ohne grundrechtliche Fundierung, nicht um eine Restauration früherer Zustände. Tatsächliche Drohungen und strafrechtlich relevante Anfeindungen gegen Homosexuelle aus radikalen religiösen Kreisen vor allem auch der Migranten mit islamischem Hintergrund ließ man dagegen völlig unbeachtet und verharmloste sie. Auch hier wird wieder mit zweierlei Maß gemessen: Die offene Bedrohung eines Mannes etwa, weil er homosexuell empfindet oder auch lebt durch solche fanatischen Kräfte, ist etwas, das er zu ertragen hat, weil die „Kultursensibilität“ für den, der ihn bedroht mehr wert ist als sein Recht darauf, nicht diskriminiert zu werden. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit mag dabei gewahrt bleiben, nicht aber seine Ehre. Kommt aber sachliche Kritik an einer unzulässigen Analogiesetzung der heterosexuellen mit einer homosexuellen Relation, wird blindlings gefeuert.

Die völlig evidente Tatsache, dass die Elternschaft nicht in das Wesen einer homosexuellen Beziehung gehört, weil sie aufgrund der natürlichen Gegebenheiten biologisch unfruchtbar bleiben muss, wurde zunehmend abgewiegelt und schließlich sogar marginalisiert und geleugnet. Mit einem reduzierten, biotechnokratischen Glaubenseifer behauptete man, da könne man Abhilfe schaffen. Die Probleme durch diese „Abhilfen“ zogen ethische weitere Dramen nach sich, etwa die der Praxis homosexueller Männer, eigene Kinder dadurch zu schaffen, dass einer von beiden im Ausland ein Kind durch eine Leihmutter austragen lässt, da solche menschenverachtende Vorgehensweise hier immer noch verboten ist. Die bloße Erwähnung der natürlichen Phänomenologie der Homosexualität als einer grundsätzlich unfruchtbaren Sexualität, wurde als „Diskriminierung“ empfunden oder damit in eins gesetzt, dass es ja schließlich auch heterosexuelle Paare gebe, die keine Kinder bekämen. Offenbar wurde es zunehmend unmöglich zu verstehen, dass dieses Paar aber dem Prinzip der Natur nach fruchtbar sein könnte, auch wenn es im Einzelfall zur schmerzlichen Kinderlosigkeit kommen kann, etwa so, wie es Menschen gibt, die blind sind, deren Auge deswegen aber dennoch prinzipiell und singulär dafür geschaffen wurde, zu sehen. Eine zunehmende Begriffsverwirrung und Sprachverwahrlosung griff um sich. Und vor allem wurde jede andere Meinung zu einem Thema sofort als persönlicher Angriff gewertet und gejagt, sobald man Mehrheiten für die eigene Vorstellung aufbringen konnte.

Ebenso trieb die ideologische, politisch, aber nicht wissenschaftlich fundierte Genderisierung von Sprache und Gesellschaft absurde Blüten, so sehr die Autorin ganz sicher hinter der Gleichwürde der Geschlechter steht und die rechtliche Gleichbehandlung von Mann und Frau vollkommen unterstützt. Wenn etwa jede Stellenanzeige für „männlich, weiblich, divers“ ausgeschrieben werden muss, frage ich mich, warum man den Zusatz dann nicht einfach weglässt. Das wäre doch der einfachste Weg, jede Überbetonung des Geschlechtlichen zu vermeiden. Stattdessen gibt man der Geschlechtlichkeit einen geradezu plakativen Raum mithilfe solcher Strategien. Welcher Begriff überhaupt dem „Geschlecht“ noch zugrunde liegen soll, wenn er nicht in der natürlichen Biologie wurzeln darf, ist nicht mehr fassbar. Der Begriff des Geschlechtes beruht doch einzig und alleine auf der Fortpflanzungsfähigkeit und nichts anderem! Konsequent wäre an sich nur die totale Aufhebung alles Geschlechtlichen, was ja andererseits auch sprachlich bereits umgesetzt wird. Da man aber an der Realität scheitert, in der immer noch jedes Kind von einer Frau und definitiv nicht von einem Mann oder einem sonstigen Diversen geboren werden muss und viele Menschen nicht bereit sind, ihre geschlechtliche Identität natürlicherweise aufzugeben, wie zB ebenfalls die Autorin dieser Sätze, die auch Mutter ist, kam man nicht umhin, nun einen schizophrenen Wackelkurs zu fahren, der an Absurdität kaum zu überbeiten ist. Mich deucht, das Geschlechtliche sei noch nie dermaßen überstrapaziert und verkrampft dauerproklamiert worden.

Ähnlich absurd wirken Todesursachen wie „an oder mit Corona verstorben“. Vor allem dann, wenn man nicht auch sagt „an oder mit Krampfadern verstorben“, „an oder mit Haarausfall verstorben“, „an oder mit einer Haushaltsleiter verstorben“, „an oder mit wirtschaftlichem Bankrott verstorben“ etc. Nur das Phantom „Corona“ schafft es, sich jeder anderen Todesursache mitursächlich zu assoziieren, ein Phänomen, das freilich in der Realität in dieser exponierten Weise nicht auffindbar ist. Frei nach Pinocchio, der sich die kalten Hände an einem an die Wand gemalten Kamin wärmt: „Wer Phantasie hat, braucht keine Kohlen“.

Wir leben immer mehr in Wahnwelten und wärmen uns am künstlichen Feuer der abstrusen Einfälle irgendwelcher Public Opinion-Klempner.

Das ultimative „Opfer“ des Jahres 2020 ist der „Risikopatient“, für dessen Überleben um wenige Lebenstage unbedingt eine gesamte Volkswirtschaft geschreddert werden muss und die Gesundheit der Jungen und der Arbeitenden. Niemand muss derzeit mehr geschützt werden als Omi und Opi, jedenfalls wenn es um eine Atemwegsinfektion „an und mit Corona“ geht, die allerdings auch die meisten Alten locker überleben, wenn man sie nicht gerade an Beatmungsmaschinen hängt oder mit Masken quält oder vollpumpt mit einer sinnlosen und gefährlichen Übermedikation und dauerverängstigt. Zum Rundum-sorglos-Paket der Omis gehört das elende einsame Verenden aus Rücksichtnahme, die Vorenthaltung von Sterbebegleitung, die liturgische Panik durch ARD und ZDF samt den Privatsendern und das heilige Sakrament der Impfung, das inzwischen so zahlreiche Todes- und Krankheitsopfer unter Heimbewohnern fordert, dass man nur noch von einem menschenverachtenden Zynismus reden kann. Der Risikopatient kann gerne abkratzen – es darf aber nicht Corona sein, denn vorher muss man an ihm noch Geld mit lebensgefährlichen Tests, Masken und Impfungen, am besten auch Beatmung und teuren Medikamenten verdienen. Wenn ich hier auf den Straßen diese vielen Omis und Opis an ihren Rollatoren herumwackeln sehe, fast alle im FFP2-Modus, schweratmend und unsicher auf den Beinen, böse Blicke auf mich schießend, weil ich in Freien, unter liebstem Sonnenschein, 10m entfernt und im übrigen gerade pumperlgesund keine Maske trage, könnte ich schreien: Wer sagt diesen armen Menschen endlich, dass sie dieses verdammte Folterinstrument abnehmen sollen, endlich mal wieder frei durchatmen und anschließend gesunden sollen?! Was haben sie eigentlich die verganenen 80 Jahre getan? Ihren Atem gefiltert wie ihren Morgenkaffee? Was ist das für eine Generation, die sich mit Kindereien und Ammenmärchen gegen ihre Ernährer aufbringen lässt, vollgesogen mit Angst um ihr kleines bisschen Leben? Es fällt schwer, eine geistig so desolate ältere Generation zu achten, man muss an sich halten über so viel Unmündigkeit. Die Maskenpflicht ist insbesondere für Leute ab 60 Jahren und unter 21 Jahren einfach nur als kriminell einzustufen. Weil sich die Atmung des älteren und sehr jungen Menschen am besten nicht stören lassen sollte – allein: Gerade die Alten tragen mit besonderer Inbrunst dieses Beschleunigungswerkzeug auf ihren Tod hin, oder was hatten sie gedacht? Dass man einfach mal so ständig den Atem blockieren kann ohne krank zu werden? Wenn ich diese Menschen schwanken und wanken sehe, offenkundig kreislaufgestört, dies aber mit ingrimmigem oder kindischem Fiduzialglauben an ihro gottselige Hochwohlgeborenheit zu Berlin, dann könnte ich verzweifeln. Diese Generation war nicht nur vater- sondern auch offenkundig mutterlos angesichts dieses Desasters. Alexander Mitscherlich sah nur die Hälfte.


Was zuvor in Satire-Romanen, Kinderbüchern, Fantasy-Erzählungen, Märchen, dystopischen Horror-Filmen und Science Fiction-Thrillern vorkam, ist gesellschaftliche Phantom-Wirklichkeit geworden.

Wir spüren, dass all das schon lange auf dem Grat eines kriminellen Abgrundes und einem Versacken vieler Bürger in den Traumwelten der Netflixserien und PC-Spiele, aber auch der abendlichen Seichtshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gefährlich wankte. Man kann behaupten, dass ein Großteil der Menschen in einer virtuellen Realität ohne irgendwelche stabilen Verankerungen in Tradition, Glaube oder einer persönlichen Reifeentwicklung lebt.

Unter Merkel trieb dieser groteske Zirkus Sumpfblüten, die kaum mehr zu überbieten sind. Und diese Frau ist es auch, die unseren Grundrechten den entscheidenden Todesstoß versetzt hat. Die alte Generation hält diese duckmäuserisch-mafiose Gouvernante dabei – nach meinen Erfahrungen - offenbar häufig für den Inbegriff mediokrer, weiblich-grauer Besonnheit, die dem Mann den Boden unter den Füßen wegzieht, ohne dass er es realisiert, modernisiert um einen schlecht sitzenden Hosenanzug. Die Borniertheit verkennt allerdings die Patin und ihr mafioses Prinzip, von dem Gertud Höhler wenigstens der grundsätzlichen Phänomenologie nach sprach.15 Die veraltete Gesellschaft hat es nie zur Freiheit der Geschlechter gebracht, aber die Weggabelung des Ressentiments hat es in die falsche Abzweigung hin erreicht.


Wolfgang Kubicki sagte zutreffend: Wir brauchen Menschen, die vordenken und nicht anderen nur hinterherlaufen. Das ist doch auch ein Ergebnis von 16 Jahren Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel – dieses Einschläfern der Bevölkerung, dieses moralische Verächtlichmachen von abweichenden Meinungen und Fragestellungen.“

Aber es geht ja nicht nur um andere Meinungen. Nicht jedes Geschwätz verdient es tatsächlich, als eine Meinung bezeichnet zu werden, denn Meinungen müssen auch gut begründet werden, bevor sie diskursfähig sind, und genau daran hapert es besonders den sogenannten „Eliten“. Es geht essentiell auch darum, überhaupt zu einer eigenständigen und reifen Urteilsfähigkeit zu kommen, woran der Großteil der Bürger scheitert, ja, nicht einmal Interesse zu haben scheint und deshalb leichte Beute für diese pathologischen Eliten ist, die die Menschen derzeit – narzisstisch gespiegelt wie kranke und lahmende Beutetiere verschlingen können. Das Gespräch mit Kubicki betrifft über weite Strecken die geplanten Coups der Bundesregierung und der Landesmedienanstalten, die Pressefreit und Meinungsfreiheit im Netz noch weiter zu kontrollieren als es im NetzDG schon so empörend grundgelegt wurde..

Er bekräftigt: Meinungsfreiheit darf nicht eingeschränkt werden, es sei denn die Grenze zu kriminellen Handlungsweisen wurde überschritten. Jeder, der das anders sieht, steht nicht auf dem Boden unseres Grundgesetzes. Bereits im NPD-Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde erklärt, selbst wenn Meinungen eklig und schwer zu ertragen sind, müssen sie nicht nur geduldet werden, sondern sind in einem breiten Meinungsspektrum auch gewünscht. Denn nur aus der Fülle der Meinungen könne etwas Konstruktives erwachsen. Wer das eingrenzen will, verstößt gegen das Grundgesetz und demokratische Grundwerte.“

Er bestätigt eine Angst der Parlamentarier, überhaupt noch offen ihre Meinung vorzutragen aus Angst vor Denunziation und Ächtung und sieht die Hauptverantwortung dafür bei Merkel:

Das hat etwas mit der Politik der asymmetrischen Demobilisierung von Angela Merkel zu tun. Man könnte den Eindruck gewinnen, die Kanzlerin hätte es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen mental einzuschläfern. Unter dieser Bräsigkeit leiden wir derzeit in der politischen Auseinandersetzung.“

Der Fairness halber muss man sagen, dass zu diesem Horrorszenario durchaus immer zwei Seiten gehören. So wie es schon immer war in diesem Land. Wenn der Bierbrauer im Vormärz sich ohne jede Not zum Sprachrohr des autoritären Willkürregimes macht, so wie dies heute ebenfalls vielfach geschieht, ist nicht nur der Fürst schuld an den Zuständen. Welche Achtung soll ich vor Abgeordneten haben, die nicht nur zu dumm, sondern auch zu feige sind, eine missliebige oder originelle Meinung zu vertreten, wenn sie denn eine haben sollten. Wes das Herz voll ist, geht bekanntlich der Mund über, aber wo nichts ist, kann auch nichts vertreten werden. Aber wir drehen uns im Kreis – das ist diese Mentalität, die sich im notorischen „Opfer“ spiegelt und darin Täter wird, ohne es zu realisieren, ein Feigling und Verräter.


Gewiss suggeriert das verfassungsfeindliche und faschistoide Merkelregime den Bürgern Ohnmacht und Ausweglosigkeit durch ihre zwanghaft-dümmliche Formel von der „Alternativlosigkeit“ (Es gibt immer mindestens eine Alternative!) und der entsprechenden, narzisstischen Double Bind-Strategie, mit der sie den Bürgern entweder Rätsel aufgibt oder ständiges Gedankenschlingern. Ich habe viel mehr den Eindruck, dass die tiefe Psychopathologie vieler Bürger in diesem Jahr ausgebrochen ist, und dies die eigentliche Seuche ist. Ein seelisch zu großen Teilen krankes Volk wird von offenkundigen PsychopathInnen regiert. Der gesunde Menschenverstand und jeder Respekt im Umgang miteinander scheint abrogiert. Ich fühle mich wie auf einem Narrenschiff, das immer mehr die Züge eines Gespensterschiffs annimmt.


Auch wenn ich pessimistisch bin, weil mir klar ist, dass diese ausgebrochene Pathologie so schnell nicht geheilt werden kann, wenn es denn überhaupt noch geht, möchte ich daran mitwirken, dass wir uns neu und nun erst wirklich freiheitlich formieren können. Die bevorstehenden Unruhen und Verwerfungen sind für die Wachsamen und um Objektivität Bemühten schon zu spüren.

Wahren wir die Gelassenheit, wenn es uns möglich ist. Denn eines ist ganz sicher: Dieser Unfug, der derzeit zelebriert wird, mit ritueller Inbrunst und einer bestürzenden Realitätsvergessenheit, kann keinen Bestand haben.

Ich wünsche mir, dass der Weg zum Zusammenbruch des Wahns kurz ist, ein Ende mit Schrecken.


"Die Zivilisation ist eine ganz dünne Kruste über einem Vulkan." Dieser Satz stammt von Ernst Cassirer und wurde schon zuvor ähnlich von vielen formuliert. Ich hoffe, dass diese dünnen Kruste nicht gänzlich zusammenbrechen wird, befürchte es aber.


Die Reue wird im besten Fall sehr lang werden.

1https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/wolfgang-kubicki-im-te-interview/

2Friedrich Hölderlin: Hyperion oder der Eremit in Griechenland. Zürich 1941. S. 224f

3Michael Krausnick: Johann Georg August Wirth. Eine Biografie. Vorkämpfer für Einheit, Recht und Freiheit. Mannheim (Wellhöfer Verlag) 2011. S. 66

4Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen. Frankfurt a.M. (insel taschenbuch) 1983. S. 17

5a.a.O., S. 61

6Robert Habeck Blog: Wir müssen um das Unum kämpfen. 9. November 2016. Link: https://www.robert-habeck.de/texte/blog/wir-muessen-um-unum-kaempfen/

7Eine Sammlung von Berichten in regionalen Massenmedien über Komplikationen und Tode nach den Impfungen, darunter auch viele durch die Impfung erst erzeugte Erkrankungen an Covid19: https://corona-blog.net/tote-im-zusammenhang-mit-der-covid-impfung/

8Dazu die ausführliche und gut belegte Studie von Prof. Dr. Arne Burckhardt: Pathologie des Maskentragens. Die Maske: „Devil in Disguise“ - heimlicher Pandemiebetreiber? Reutlingen, März 2021. Digitalisat: https://www.epochtimes.de/assets/uploads/2021/03/Pathologie-des-Maskentragens-Prof.-Dr.-A.-Burkhardt-Reutlingen.pdf

9a.a.O., S. 28ff

10a.a.O., S. 84

11Hannah Arendt: Frieden oder Waffenstillstand im Nahen Osten? In Hannah Arendt: Israel, Palästina und der Antisemitismus, Wagenbach. Berlin 1991, S. 39–75, S. 68

12Manfred Paulus: Menschenhandel und Sexsklaverei. Organisierte Kriminalität im Rotlichmilieu. Promedia 2020

13Vgl. Rainer Tölle: Psychiatrie. Einschließlich Psychotherapie. Berlin Heidelberg: Springer, 10. Auflage 1994, S. 132 ff

14Als Beispiel mag der Umgang mit der katholischen Autorin Gabriele Kuby stehen, deren Anliegen zu keinem Zeitpunkt die angebliche Diskriminierung der Schwulen oder Transen war, sondern der auch grundgesetzlich garantierte besondere Schutz der Ehe und der Heterosexualität, weil nur sie Nachkommen hervorbringen kann und das Recht und Bedürfnis der Kinder unbedingt mitbedacht werden muss.

15Gertrud Höhler: Die Patin. Zürich 2012