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Samstag, 29. Januar 2022

Neuerscheinung Zeitschnur Verlag: Fake Heavens I Die Kuckucksuhr im All

 

Neuerscheinung Zeitschnur Verlag: Fake Heavens I Die Kuckucksuhr im All

 


Fake Heavens I

Die Kuckucksuhr im All

von Hanna Jüngling
Zeitschnur Verlag Karlsruhe
227 Seiten, 300gFormat 20,5 x 13,5cm
ISBN 978-3-940764-27-0
Ladenpreis 16,00 €


Bestellen bei Booklooker

Mein neues Buch, das der erste Band zu dem Thema ist, geht auf grundlegende Fragen der Kosmologie und Naturphilosophie ein.


Unsere Krise seit zwei Jahren, von der viele sprechen, ist ohne einen naturphilosophischen und kosmologischen Reset nicht zu lösen. Wir werden im Moment eingeholt von der Menge unserer Irrtümer, die sich seit 1000 Jahren eingeschlichen haben und seit 500 Jahren mit aller Macht installiert und soziokulturell erzwungen wurden. Der befürchtete Great Reset der Davos-Clique wird die gesamte Natur in Schutt und Asche legen und basiert auf diesen 500 Jahren forcierter Wissenschaft und insbesondere der Astronomie und Kosmologie. Letztere fundieren alle weiteren Irrtümer.


Wir haben die Wahl, uns in diesen Irrtümern mit den selbsternannten Welt-Eliten, die eigentlich nur geistferne und todesfürchtige Geld-und-Macht-Eliten sind, weiter und endgültig zu verlieren oder ein Umdenken zu wagen, das die wissenschaftlichen Tabus und Dogmen dieser Jahrhunderte mit ihrer Tendenz zu religiösen Ohne-Zweifel-Aussagen überwindet und vorstößt zu echter Wissenschaft und Weisheit, die den Zweifel immer zulässt und die Allmacht über das Wissbare und zu Erkennende alleine dem zuschreibt, der alles geschaffen hat und in seinen Händen hält.


Ebenso wie die Corona-Virus-Panik nicht ohne eine grundlegende Infragestellung des sektenartig geglaubten Krankheitsbegriffes, des Konzeptes von „Erregern“ und „Ansteckung“, gelöst werden kann, kann wiederum diese grundlegende Frage nicht ohne eine Besinnung auf die Stellung des Menschen im Kosmos sinnvoll und heilend beantwortet werden.


Während die einen von Urknall, dem unendlichen Weltraum, von Aliens, bewohnten anderen Planeten, schwarzen Löchern, unzähligen Galaxien und Ufos sprechen, massenhafte Hollywoodproduktionen, SciFi-Comics ebenso wie spacige Romane von fernen Welten und Raumfahrten fabulieren, weisen andere darauf hin, dass die Erde flach sei und man uns belogen habe. Letztere Meinung klingt schrill und ärgerlich, lächerlich und führt zu Empörung und zu den inzwischen bekannten Youtube-Löschungen.


Es ist auch hier am meisten den Unmündigen und Säuglingen zu glauben, die die entscheidenden Fragen stellen und am ehesten wissen, wie man Gott erkennt und lobt. Die Narreteien der Wissenschaft sind vielfach nichts als des Kaisers neue Kleider, eine Art Wissens-Pantomime ohne irgendeinen validen Inhalt. Nach der Lektüre meines Buches werden Sie mir das möglicheweise zugeben, auch wenn Sie zuvor skeptisch waren. Immerhin ist die kopernikanische Kosmologie bis heute das Tabu aller Tabus, an das man nicht rühren darf ... Was wäre, wenn der Kosmos ganz anders aussähe? Auch die Erde, der Ort, auf dem wir wohnen?


Der Band I der Serie Fake Heavens befasst sich mit den naturphilosophischen Prämissen für das heute gängige Weltbild, mit seiner historischen Herkunft und mathematisch-philosophischen Plausibilität … oder eben doch: Fragwürdigkeit.

Er enthält drei Essays. Der erste geht vor allem praktischen Fragen im Umgang mit dem insgesamt bis heute fast ausschließlich spekulativen, medial und politisch aufgeblasenen Thema nach. Der zweite fragt nach dem tieferen Grund für das Olberssche Paradoxon unter kritischer Einbeziehung einer Position des vorkritischen Kant. Der dritte setzt sich mit der noch im 19. und 20. Jh lebendigen Kritik an der sogenannten Himmelsmechanik auseinander, wie sie heute unbekanntere und teilweise diffamierte Autoren wie Carl Schöpffer, aber auch bekannte wie Alexander von Humboldt oder später Ricarda Huch formulierten.

Alle drei Essays zeigen, dass die Rolle der Kirche in der Entwicklung der letzten 500 Jahren nicht die ist, die man uns gelehrt hat. Die Kirche war und ist die maßgebliche Treiberin der modernen Astronomie.

Montag, 1. März 2021

Neuerscheinung im Zeitschnur Verlag zur Trinitätslehre und ihrer Kritik als Beitrag zur Anthropologie verstanden

Neuerscheinung zur Trinitätslehre im Zeitschnur Verlag

Hanna Jüngling

In der Gestalt Gottes

Überlegungen zur Christologie und christlichen Anthropologie

HOROLOGIUM HISTORICUM ET PHILOSOPHICUM, Band 3

304 Seiten

Softcover/fadengeheftet

Mit einer kolorierten Tuschzeichnung der Autorin

ISBN 978-3-940764-25-6

Ladenpreis 18,00 €


Versandkostenfrei zu bestellen direkt bei uns oder bei Booklooker:

Bestellung "In der Gestalt Gottes" über Booklooker

Klappentext:

Von Anbeginn des Christentums an gab es heftige Auseinandersetzungen darüber, wer Jesus Christus war und ist.
Mit dem Konzil von Nicäa im Jahre 325 nChr wurde ein Prozess der Dogmatisierungen in Gang gesetzt, der sowohl das trinitarische Gottesbild entfaltete als auch die Gestalt Jesu Christi in Lehrsätze fasste, die bekannt werden mussten, wenn man nicht ausgeschlossen werden wollte. Anhand dieser Prozesse entzweiten sich die alten Kirchen ebenso voneinander wie spätere reformatorische Kirchen und moderne Sekten anhand der Frage der Christologie aneinander geraten konnten.
Die Debatte hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen, seitdem der Westen stark mit dem Islam konfrontiert ist und die innere und äußere Auflösung der Kirche voranschreitet. Wenn man in früheren Jahren den Eindruck haben konnte, dass die Trinitätslehre für die meisten Christen blass und unfassbar blieb, scheint sie in jüngster Zeit das zu sein, worauf sich die meisten einigen können, allerdings nur in der Hinsicht, dass Jesus als eine Inkarnation Gottes aufgefasst und bekannt wird. Doch geben die biblischen Basistexte dies her?
Die Autorin Hanna Jüngling, Magister Artium und Musikerin, geht einzelnen Fragen zur Christologie nach und handelt sie in der offenen Form von sechs Briefen an alle Gottsucher ab, ohne neue Dogmen aufzustellen oder eine Apologetik für bestimmte historische Positionen zu betreiben, und macht dabei überraschende Entdeckungen für hier und heute.

________________________

Die Hauptthesen der sechs Briefe:

1. Die Herkunft Jesu ist in der Schrift anders geschildert als in der Trinitätslehre.

Es geschieht daher ein Versuch, diese biblische Beschreibung herauszuarbeiten und mit der dogmatischen Entwicklung seit Nicäa zu konfrontieren. Dabei kommt auch die Frage auf, warum die Apostel und Evangelisten und die frühen Väter ganz offenbar diese Lehre nicht nur nicht formulierten, sondern auch nicht in anderer Gestalt kannten.

2. Gott kann weder mathematisch noch in Zahlenrelationen erfasst werden

Eine Erinnerung daran, dass die Newton'sche Behauptung, die Naturgesetze - die Mathematik eingeschlossen - müssten im ganzen Universum gelten, eine neuzeitliche Setzung und kein biblischer Sachverhalt ist. Kann man über Gott im Rahmen eines kirchlichen Theorems überhaupt angemessen reden? Ist er durch Zahlenrelationen erfassbar?

3. Der Johannes-Prolog ist kein Nachweis einer göttlichen "Inkarnation", aber eine Aussage über den Menschen und Gottes Relation zu ihm

Was sagt der Prolog wirklich aus, wenn man einmal alle "gelernten" Lesarten und hermeneutischen Zirkelschlüsse vergisst und den Text selbst genauer ansieht? Welche alt- und neutestamentlichen Bezüge gibt es und welche nicht und vor allem: was sagen sie aus?

4. Die Namen Gottes entfalten sich im AT in einem langen Prozess der Präzisierung auf den Vater Jesu Christi hin

Insbesondere die Berufung Abrahams und Saras (aber auch die Verheißung an Hagar und Ismael), Isaaks, Jakobs und seiner Söhne, später Moses und der Exodus aus Ägypten werden hier hinsichtlich der Differenz zur umweltlich-heidnischen, vor allem der ägyptischen Lebens-, Denk- und Glaubenswelt ebenso wie hinsichtlich der geläufigen Behauptung, das AT sei "monotheistisch", untersucht. Dabei wird die Selbstoffenbarung des Gottes Israels unter verschiedenen Namen nachvollzogen. In diesem Rahmen geschieht eine Reflexion über die Bedeutung von Eigennamen.

5. Die Schrift führt uns in einen vollkommen umgestalteten Gottes- und Vaterbegriff.

Fast das komplette AT weicht jeder Identifizierung Gottes mit einem "Vater" aus und weist ihm eher sogar mütterliche Eigenschaften oder die eines Liebhabers zu. Erst durch Jesus Christus wird er konsequent als Vater angesprochen und angebetet. Es wird der vor allem tief ins Hebräische hineinhörende Versuch unternommen, dieses biblische Phänomen zu erklären und zu verstehen. Damit verknüpft sind Konsequenzen aus diesem Verstehen.

6. Die biblische Umgestaltung des Gottesbegriffs führt uns über Jesus Christus zurück in die "innere und äußere Gestalt Gottes", in der der "adam" (Mensch) am Anfang "männlich und weiblich" geschaffen wurde, und die dem "Vater" zugeordnet werden muss.

Nach dem Rundgang durch die ersten 5 Briefe scheint ein vollkommen neues bzw erneuertes oder restauriertes Menschenbild auf, das weder den dogmatischen Trinitarismus noch den christlichen Unitarismus zulässt, aber auch beides nicht einfach zur Gänze zu verwerfen erlaubt.


Montag, 23. März 2020

Neuerscheinung im Zeitschnur Verlag - Ein Genuss für Lyrik- und Tibetfreunde

Neuerscheinung im Zeitschnur Verlag 

Ein Genuss für Lyrik- und Tibetfreunde


Nach Amdo
Am Rande Tibets
von Rudolf Häfele
Zeitschnur Verlag Karlsruhe
mit zahlreichen farbigen Zeichnungen des Autors
73 Seiten, 130g
Format 20,5 x 13,5cm
ISBN 978-3-940764-24-9
Ladenpreis 14,00 €
Dies ist die zweite Auflage des zauberhaften Lyrikbandes "Nach Amdo", der 2010 erschienen ist und nun in einer gründlich überarbeiteten und erweiterten Neuauflage vorgelegt wird. Ein Genuss für alle Freunde Tibets. 
Aus dem Bändchen als Leseprobe:

Nachwort zur 2. Auflage

Als ob man in einen Mondstein hineinsähe

Der Zeitschnur Verlag hat nun, zehn Jahre nach dem ersten Erscheinen, die Gedicht-Sammlung „Nach Amdo“ von Rudolf Häfele noch einmal aufgelegt. Der alte Bestand wurde teilweise erweitert, teilweise reduziert. Wie die Erstveröffentlichung ist auch die zweite ein poetischer Reisebericht. Bereits der Band von 2010 enthielt Tuschzeichnungen vom Autor. Wir haben davon einige weggenommen und neue Bildmotive integriert, die auf inzwischen entstandenen Aquarellen und Linoldrucken Häfeles beruhen. Aus der alten Sammlung nahmen wir das Kapitel „Palästina“ heraus und setzten dem Kapitel „Nach Amdo“ noch weitere Texte hinzu. Der Reiseweg führt nun von zuhause nach Peking (China), dann nach Amdo (Westtibet), schließlich hoch in den Himalaya, verweilt dort einige Zeit, geht weiter nach Kaschmir (Indien) und zurück in die Heimat.

Die im Nachwort von 2010 bereits formulierten Gedanken gelten heute nach wie vor, auch wenn der Dalai Lama sich aus seinen politischen Ämtern zurückgezogen hat, die politische Lage in China sich verändert hat und nun auch die höchste Weltregion inzwischen — bei Bestand der alten Probleme —  vermehrt unter dem Bann des enthemmten Globalismus steht und die Solidarität mit diesem Land sich seither in Luft aufgelöst hat.

Der Blick des Autors in die Welt erinnert an den Blick in einen transparenten Mondstein. Es liegt ein Glanz über den Dingen, der von weither kommt. Rudolf Häfele taucht tief ein in Räume hinter, unter, über oder „ in“ den Landschaften. Man weiß nicht: Kommen sie aus seinem Bewusstsein oder formen sie es erst? Er bringt sie in Sprache und trägt sie auf seinem Weg mit sich wie ein inneres Amulett. Alles manifestiert sich in gebrochenem Licht, in leuchtenden Farben und dann wieder völliger Transparenz. Finsternis, die ohne Zweifel wirken und herrschen will, wird in der kolorierenden Reflexion aufgelöst.

Es bleibt zu erwähnen, dass Rudolf Häfele mit seiner Poetikgruppe „WortRose“ seit 2010 zwei weitere Bändchen im Scribo Verlag in Steinenbronn veröffentlichen konnte. Es handelt sich um die Lyrik-anthologien „Europa: Bilder | Gedichte“ von 2012, herausgegeben von Götz Gußmann, und „Die Elemente. Gedichte“ von 2018. Beide Büchlein erschienen in der lyrischen „Kleinen Reihe“ des Verlags als Band 13 und Band 55.

Hanna Jüngling 
Karlsruhe, im März 2020
+++

 

 

 

 


Dienstag, 26. November 2019

Neuerscheinung im Zeitschnur Verlag: Irmentraud Kiefer: Die Amme der Königin

Neuerscheinung im Zeitschnur Verlag: Irmentraud Kiefer: Die Amme der Königin


Irmentraud Kiefer: Die Amme der Königin
Erzählung

mit zwei Zeichnungen von Hanna Jüngling
132 Seiten
Format 20,5 x 13,5 cm
Gewicht 180g
ISBN 978-3-940764-23-2
Ladenpreis 12,00 €
Im Buchhandel oder auf Booklooker


Ideal als Weihnachtsgeschenk ...







Rezension:

Irmentraud Kiefer beschreibt in ihrem Vorwort zu "Die Amme der Königin", einer Erzählung, die soeben erscheinen ist, wie sie durch das rätselhafte Verschwinden der Pharaonin Kleopatra V. Tryphaina um das Jahr 69 vor Christus und die merkwürdig widersprüchliche Quellenlage über diese Frau dazu angeregt wurde, sich eine Fortsetzung des abgebrochenen Lebenslaufes auszudenken.

Diese Geschichte, die so schlicht und freundlich erzählt wird, hat es nun allerdings gewaltig in sich. 

Kleopatra V. Trypaina war die Mutter der bekannten "großen" Kleopatra. Nach altägyptischer, kultischer, von den Ptolemäern übernommener Sitte wurde sie mit ihrem Bruder in einer Geschwisterehe verheiratet, die beide unter enorme Zwänge bringt, denen sie auf jeweils eigene Weise zu entkommen suchen. 
Wir erfahren die Geschichte einer Frau, die vermutlich verstoßen wurde oder sich verstoßen ließ, um sich aus den alptraumhaften Bedingungen am ägyptischen Hof zu befreien zu einem normalen, glücklichen, aber auch selbstbestimmten Leben. Was am höfischen Leben der Ptolemäer in zentralen Merkmalen eigentümlich "modern" wirkt, wird in seinen bedrückenden Konsequenzen blitzlichtartig und scharf skizziert. Zugleich mit dem persönlichen Schicksal dieser Frau scheint die Endphase und der Niedergang des politischen Ptolemäerreiches und der Eigenständigkeit Ägyptens auf.

Eine feine Erzählung mit gutem Ausgang für die Heldin, einem steinigen Weg dahin und einer Nachwirkung, mit der der Leser im ersten Moment niemals rechnen würde.

Bibliophile Gestaltung, typisch für den Zeitschnur Verlag, schönes Munken-Werkdruckpapier und Fadenheftung. 

Hanna Jüngling, 26.11.2019

Montag, 10. Juni 2019

Neuerscheinung: Das Schillern der Dinge. Zeitgeschichtliche Essays

Neuerscheinung: JETZT LIEFERBAR!

Das Schillern der Dinge
Zeitgeschichtliche Essays
von Hanna Jüngling
HOROLOGIUM MUSICUM ET PHILOSOPHICUM Band 2
Zeitschnur Verlag Karlsruhe 2019
mit zwei Zeichungen der Autorin
388 Seiten
Format 13,5 x 20,5cm
ISBN 978-3-940764-21-8
Ladenpreis 18,00 €

Bei Booklooker zu erwerben oder im normalen Buchhandel!





Mag sein
dass wir morgen 
oder übermorgen
die Dinge in einem helleren
Licht sehen werden
Ein Anfang 
ist gemacht

Insgesamt drei Essays zur Zeitgeschichte, ein langer und zwei kurze, mit einem ausführlichen, umfangreichen Literatur- und Anmerkungsapparat und einem Personenregister versehen:

1. Manipulation. Trauma. Gesetzlosigkeit
Eine kurze, unvollständige Reflexion über die Herkunft, Entwicklung und Teleologie der Herrschaftstechniken westlicher Oligarchien

2. Krieg den Selbstdenkern!

3. Thilo Sarrazin oder Ein wirksames Element postmoderner Politik seit 100 Jahren
_____________________________________

Leseprobe aus "Manipulation. Trauma. Gesetzlosigkeit":


"(Die Herrschenden) sorgen für eine gründliche Verwirrung über Tatsachen und Wahrheiten und führen sinnlose Debatten über „alternative Fakten“, die angebliche „Faktenresistenz“ der Andersdenkenden, „Fake News“, über „Verschwörungstheorien“ immer dann, wenn Menschen versuchen, sich die Zusammenhänge zu erklären, die doch ganz zweifellos bestehen müssen. 
Was wir erleben, sind keine zusammenhanglosen, singulären Zufallserlebnisse, sondern groß angelegte Szenarien, in denen sich langfristiger Plan, Unwägbares und eine zielgerichtete Improvisationskunst für den Augenblick zu einer undurchdringlichen Übermacht verdichtet haben. Es sind Kettenreaktionen, Vernetzungseffekte und zynisch schöngeredete Kollateralschäden. 
Die sachlich angemessene Frage ist nicht, ob überhaupt Zusammenhänge bestehen (dürfen), sondern die, ob die Rekonstruktion der Zusammenhänge richtig oder falsch ist. 
Auf eine rationale Ebene kommen wir zunehmend gar nicht mehr. Durch die supranationale Vernetzung und Verstrickung, das Durcheinander der Motivlinien, die sich wie asymmetrische Längen- und Breitengrade über die ganze Welt schlingen, ist die Beurteilung der Zusammenhänge nicht leichter geworden, aber dass multilineare Zusammenhänge bestehen, kann nicht ernsthaft geleugnet werden.
Oder aber, man unterstellt dem Andersdenkenden und Zweifler an der Regierungspropaganda, er erläge „postfaktischen“ Überzeugungen, deren Urheber — welch vulgäres Mittel — „Rechts(Links)populisten“ oder „Neurechte“ seien, eine Diffamierung, die selbst schwer nach „Verschwörungstheorie“, noch mehr aber nach „Fake News“, Hass, Verleumdung und Hetze und einer diktatorischen Ambition riecht. (...)"

(...) Mit den neuen, verfeinerten und potenzierten Manipulationsmöglichkeiten, die die Digitalisierung neben vielen positiven Effekten und Erleichterungen bietet, wird ins Zentrum der Vernunft gegriffen und jegliche eigenständige Rationalität, jegliche Theoriebildung, jegliche abweichende Übereinkunft von Menschen im Denken und Handeln dämonisiert, verleumdet und schleichend kriminalisiert. Wahr ist nur das, was über einen Bildschirm, einen „screen“ oder ein „display“ empfangen wird. Jede abweichende Sicht der Dinge landet in der Ablage „rechte Verschwörungstheorien“. Ein eigenständiger Blick aus den eigenen Augen in die eigene Wahrnehmung der Wirklichkeiten ohne  staatlich geprüften Screen dazwischen ist vielen Menschen nicht mehr geheuer: sie fühlen sich ohne diese Krücke des Bildschirms wie Leute, denen man den Gehgips abgenommen hat.

Wir erleben derzeit eine gigantische Manichäisierung, eine geradezu absurde Dualisierung des Denkens und Fühlens: gespalten werden die emotionalisierten und verwirrten Bildschirmkonformen von denen, die sich einen freien Geist nicht nehmen lassen wollen." 

"(...) er Mensch ist gehalten, Distanz zu den Dingen einzunehmen und mit seiner Vernunft und Urteilsfähigkeit zu verantworteten, aber auch korrigier- und entwickelbaren Überzeugungen zu kommen. Mit der Haltung des Prüfens wird jegliche Magie, jeder Versuch eines Seelenbanns in unverrückbaren „Meinungen“ durchbrochen, ohne den Einzelnen struktur- oder geistlos zu machen. Diese Aufgabe kann der Mensch aufgrund seiner „conditio humana“ nicht vollständig im einsamen, selbstreferentiellen Diskurs leisten. Er bedarf des anderen in der Auseinandersetzung. 
Die Tatsache dieser Angewiesenheit macht sich gezielte Manipulation und Propaganda zunutze und greift den Einzelmenschen an genau dieser Schnittstelle an. Weil nicht nur die Darstellungen der Wirklichkeit aus dem Munde des anderen einseitig, unvollständig oder sogar bewusst verzerrend sein können, sondern auch die je eigenen Wahrnehmungen und Begriffsbildungen, sind wir auf den anderen als Korrektiv angewiesen und er auf uns. Es gibt im Erkennen weder absolute Autonomie, noch — auf der Seinsebene — eine „Führerschaft“, und genau dies macht uns verletzbar, angreifbar und verführbar. 
Damit soll nicht gesagt sein, dass man sich über die Tatsachen überhaupt kein annähernd ausgewogenes Bild machen kann. Man kann — aber es kostet Mühe und Vorsicht.
Die Manipulation arbeitet zielgerichtet mit einer Elimination der Distanznahme zur eigenen und fremden Wahrnehmung und Realitäts(re)konstruktion und stürzt uns auf einer basalen Ebene in das Trauma schwerer „Strafen“, wenn wir es doch tun. Die Strafen können martialisch und grob wie in älteren Zeiten, oder psychotechnisch und verfeinert konzipiert sein. Die letztgenannte, „weichere“ Methodik der Brechung des Willens zur Reflexion ist schon älter, und ich werde gleich einen ausführlicheren, aber skizzenhaften, historischen Rückblick vornehmen. 
Inzwischen geht man die Sache anders an. Man baut ein ferngesteuertes „Selbstbewusstsein“ in den auf Rückhalt und Zuspruch angewiesenen Einzelmenschen auf, wenn sie sich unterwerfen und mitspielen und wieder absondern, was man ihnen zuvor als „Wahrheit“ oder postmoderne Sicht auf die Dinge eingeträufelt hat. Fürs brave Mitmachen erhalten sie ein „Token“, und der antiquierte Mensch hält dies für eine Auszeichnung. Nicht zuletzt sind die vielen Preise, die von staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen vergeben werden, solche Belohnungen konformer oder — utilitaristisch verstanden — systemimmanent „konstruktiver“ Leistungen. Es ist eine interessante Frage, seit wann man in der westlichen Gesellschaft öffentlich Preise für „Kulturleistungen“ verleiht.(...)"

"(...) Mit der neuesten Propagandaformel von der „diversity“ wird der Mensch getäuscht über den Hass gegen alles, was wirklich „divers“, also selbstverantwortet, unkontrolliert anders und frei ist und bleibt. Die zentrale Realität natürlicher und frei entstehender Diversität wird durch einen künstlichen Kontrollbegriff der „diversity“ ersetzt. Daher wird nicht nur die natürliche Familie angegriffen, die aus der Sicht Machtwilliger ein anarchisches und autonomes Element darstellt, sondern auch die Eigenart der Völker und ihrer freien Kulturen. Ein Hebel zur Gleichschaltung aller Bürger ist das staatlich vereinnahmte Schulwesen, das eine positive Seite haben kann oder könnte, wenn es nur darum ginge, jedem freie Bildung zugänglich zu machen. Genau dies ist aber nicht erwünscht. Deutschland spielt hier mit seiner aus dem Nationalsozialismus stammenden „Schulpflicht“ eine Vorreiterrolle. Staatliche Lehrer hat man in unserem Land verbeamtet, um sie der Staatsdoktrin loyal zu halten und zu verhindern, dass Bildungskonzepte eindringen, die von dieser Doktrin entscheidend abweichen. Freie, wirklich unabhängige  Bildungsträger müssen mit vielen Hindernissen kämpfen und erhalten, wenn sie wirklich keine Konzessionen an den Staat machen, keinerlei öffentliche Unterstützung. Der deutsche Staat kriminalisiert und verfolgt seit 1938 bis heute zusätzlich zu diesen Mechanismen alle Freilerner, also alle, die sich bewusst und mit anderen Konzepten seinem frühen Zugriff entwinden wollen, drückt dagegen bei Nichtlernern und Bildungsunwilligen alle Augen zu.1 Als manipulierte Vereinzelte, die man mit vorgezeichneten „individuellen“ Freiheiten, auf Postkartengröße eingedampft, über den Tisch zieht, sollen wir in dem verordneten „melting pot“ aufgehen, der weder echte Diversität noch Freiheit und erst recht keine freie Individualität mehr anerkannt. Die Zeit, in der sich jeder den asymmetrischen Raum zumindest dem demokratischen Ideal nach nehmen konnte, den er brauchte, solange er niemandem direkt schadete, ist vorbei. Man teilt uns ein Urnengrab zu, in dem wir „divers“ zurechtformatiert, man nennt das inzwischen „framed“, untergehen dürfen. „embedded diversity“ also: hurra! Es besteht eine innere Verwandtschaft zu Legehennenbatterien.(...)"

"(...) Woher kommt diese ausgebuffte Manipulationstechnik, die von den meisten Bürgern gar nicht durchschaut wird? Solche Techniken fallen nicht vom Himmel, sind weder von Goebbels noch von Bernays wundersamerweise erfunden worden. Es gab einen sehr langen Vorlauf:
Aus meiner Sicht hat diese Tradition der herrischen Manipulation des Denkens auf globaler Ebene einen weit zurückliegenden historischen Ausgangspunkt. Ich möchte auf ihn zurückkommen, weil es mich wundert, dass in der derzeitigen, vielfach sehr klugen Kritik an den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zuständen, in die wir getrieben werden, der — aus meiner Sicht — mächtigste und gewiefteste Spieler, der Meister der Diplomatie und parasitären Unterwanderung aller Machtstrukturen für die Etablierung eigener Herrschaft unterschätzt, ausgespart, ignoriert wird: die katholische Kirche, die ihren globalen Herrschaftsanspruch seit fast tausend Jahren schon vor-dogmatisch formuliert, also als eine von Gott gewollte Ambition proklamiert hat. 1870 hat sie diesen Anspruch des Papsttums zu zwei verheerenden Dogmen, also „von Gott offenbarten“ und darum absolut wahren Lehrsätzen erhoben. Auf dem Vaticanum I wurde der „Universalprimat“ des Papstes über die ganze Welt und folglich alle Regierungen definiert und die „Unfehlbarkeit“ des Papstes, wenn er etwas unter Bezugnahme auf seine göttliche Autorität öffentlich als zu Glaubendes verkündet, festgeschrieben.1 Diese beiden Dogmen sind keine Spielerei gewesen. Die Auseinandersetzungen, die diesen Dogmen vorangingen, haben das gesamte 19. Jh angedauert und zu heftigen Verwerfungen innerhalb und außerhalb der Kirche geführt. Das Vaticanum II, die als „Reformkonzil“ verkaufte ökumenische Synode, hat ein Jahrhundert später genau diese beiden Dogmen ausdrücklich und in aller Schärfe wiederholt und bestätigt.2 Niemand sollte glauben, dass die Kirche einen solchen Anspruch je wieder zurücknehmen würde. Zu hart und verbissen war er erkämpft, mit zuviel Intriganz war er schließlich als angeblich von Gott offenbarte Lehre durchgesetzt worden. Die Kirche hat bei zeitweiliger Defensivität ein sichtbares Schattenreich in allen Reichen der Welt errichtet: den ganze Erdkreis hat sie nach „Diözesen“ oder „Missionen sui juris“ eingeteilt, in denen sie einen Herrscher installiert hat, den Bischof oder in den Missionen den Papst selbst. Die Diözesanordnungen setzen die alten weltlich-römischen Verwaltungseinheiten fort.3 Im Investitutstreit (11. Jh) ging es um die Auseinandersetzung darüber, ob weltliche Herrscher das Recht haben, diese Bischöfe als nicht nur geistliche, sondern vor allem politische Amtsträger einzusetzen. Den Anspruch hatte Heinrich IV. erhoben: der weltliche Fürst stünde dann über dem geistlichen Diözesanfürsten. Wir wissen, dass sich das Papsttum durchgesetzt hat: der Papst ernennt Bischöfe, weltliche Vorschläge sind zwar, je nach regionalem Konkordat, möglich, aber nachrangig. Dies gilt bis zum heutigen Tag.4 

Die maßgebliche Rolle der Kirche in allen politischen Krisen wird mE nicht ernsthaft wahrgenommen, weil sie bewusst damit spielt, dass der postmoderne westliche Mensch Religion für eine vernachlässigbare Größe halte und sie doch eigentlich ein Tiger mit stumpfen Zähnen geworden sei. Geschickter kann man sich auf dem Weg zur absoluten Weltmacht kaum vermarkten. Wenn das so wäre, wie die Kirche selbst uns suggeriert, müsste sie auch räumlich und ökonomisch verschwinden. Genau das tut sie aber nicht, sondern ihr tatsächlicher politischer Einfluss wächst. Ich denke, dass das der größte Irrtum der ansonsten sehr klugen Analytiker aufseiten der „Alternativmedien“ ist. Sie sind fixiert und beschränkt auf Kapitalismuskritik, als sei der Kapitalismus auf keinerlei spirituelle Grundlagen gebettet und entspringe ausschließlich reiner privater Gier. Einige, die die spirituellen Grundlagen der Ereignisse nicht unterschätzen, sehen in pervertiertem Judentum den auslösenden Faktor, verkennen aber die Rolle der Kirche.5 Tatsächlich hat sich das Papsttum immer näher in die globalen politischen Institutionen geschoben. Mit dem Schachzug des Vaticanum II und der Suggestion, sie habe sich nun im „aggiornamento“ „verheutigt“, modernisiert, einem Tross an fanatischen und enttäuschten Erzkatholiken, die lautstark und medienwirksam seit Jahrzehnten skandieren, die Kirche habe sich „protestantisiert“, entsteht der Eindruck, sie sei nicht mehr das Monstrum, das so viele Jahrhunderte lang mit seiner Macht- und Habgier Not und Elend über Länder und einzelne Menschen gebracht hat. Auch hier kann man nur sagen: „Chapeau bas!“ vor dieser schlauen und wirksamen Strategie. Geändert hat sie an ihrem Machtanspruch gar nichts — und sie macht daraus keinen Hehl, aber aus geheimnisvollen, aber keineswegs zufälligen Gründen sehen die Zeitgenossen vor lauter Bäumen den Wald nicht.6
Erst in der dem Anschein nach „liberalen Zeit“ der Kirche, nach dem Vaticanum II, konnte sie ihren Fuß offen und ungeschminkt in Parlamente (Johannes Paul II. im polnischen Parlament 1999, im Europa-Parlament 1988 und 2002 im italienischen Parlament, Benedikt XVI. 2011 im Deutschen Bundestag, Franziskus 2014 im EU-Parlament und 2015 im US-Kongress) oder gar die UNO setzen (Paul VI. 1965, Johannes Paul II. 1979 und 1995, Benedikt XVI. 2008 und Franziskus 2015).7 
Vor der angeblichen Liberalisierung aber vollzog man 1957/58 auf dem Kapitol in Rom im Konservatorenpalast die Gründung der Europäischen Gemeinschaft in den „Römischen Verträgen“ unter dem riesigen Bildnis Papst Innozenz X.. (...)"







Montag, 20. August 2018

"Sakrament und Macht" ist erschienen!

Das angekündigte Buch "Sakrament und Macht" ist erschienen und kann im Buchhandel oder direkt erworben werden:



Sakrament und Macht

Der Abendmahlsstreit als Instrument globaler Herrschaft 
von Hanna Jüngling
Maße 20,5x13,5
400g
308 Seiten 

978-3-940764-19-5
Ladenpreis 18,00 €
Wer bei uns direkt über Booklooker bestellt, zahlt natürlich keine Versandkosten: 
***
"Sakrament und Macht"
Inhalt:

I. Sakrale Riten als Medium irdischer, ständischer Ordnungen    

II. Die Wandlung des Gastmahls der Harrenden     

III. Verschleierung („mysterium“) und Entschleierung („apocalypsis“)            

III.1  Zwischenruf: Die Gendertheorie basiert ebenfalls auf einer „Transsubstantiationslehre“    

III.2  Zwischenfragen: Zauberei? Alchemie?    

IV. „Blutwunder“?    

V. Pagane Brotopfer und der „chag hamazzot“ (Fest der ungesäuerten Brote) der Juden    

VI. „Wesensenteignung“ und „sakramentale Realpräsenz“    

VII. Der Herrschafts“stab“ Babylons inkognito

Nachdenken über die herrliche Freiheit Gottes und seiner Kinder und die trostlose Unfreiheit des kultischen Liktorenbündels in Rom und anderswo   

VII.1  Zwischenruf: Der „Stab“    

VIII. Das „apokalyptische Pessach“ — eine Schlussbemerkung    

Anmerkungen    
***
Es handelt sich um eine gründlich überarbeitete und erweiterte Ausgabe der Aufsätze "Die sakramentale Anderwelt der Eucharistie" hier auf diesem Blog.
***
Klappentext:
Diese Studie zeichnet die dogmatische Entwicklung der Lehre vom Sakrament der Eucharistie nach und beschreibt, wie sich die institutionelle Kirche über dieses kultische Instrument mithilfe eines gewaltigen ideologischen Gedankengebäudes selbst zum Mysterium der Macht erklärt hat.
In pyramidaler Struktur wird eine mehrstufige, elitäre Kaste von Männern durch ein in der Weihe eingeprägtes "Wesensmerkmal" auf eine erhabenere Seinsebene gehoben als die sogenannten „Laien“, die die breite Basis bilden. Täglich zelebriert diese Kaste überall auf der Welt eine visionäre und mystische Performance, die nur vordergründig Bezug auf das letzte Abendmahl Jesu Christi nimmt. Sie stellt bei genauem Hinsehen eine künftige ständische Weltherrschaft der Kirche als „Ur-Sakrament“ dar. Der Kirchgänger wiegt sich im Glauben, es handle sich dabei um eine von Jesus Christus eingesetzte Zelebration. Wie weit und wohin sich diese Feier entfernt hat von ihren Ursprüngen im Abendmahlssaal, kommt in den keineswegs geheim gehaltenen Verlautbarungen der Kirche gestern und heute unzweifelhaft zum Vorschein.
Auf dem Weg zur Weltherrschaft wird seit 1700 Jahren jedes starke menschliche Motiv, das sich bei den Nationen oder einzelnen Personen manifestiert, integriert in ein schillerndes, dialektisches Strategiespiel, von dem sich fast alle täuschen und in kontrovers inszenierte Meinungsschwärme leiten lassen. Ob Traditionalisten, Konservative, Modernisten oder Progressive, ob Protestanten oder Agnostiker: alle werden mobilisiert, um etwas voranzutreiben, das sie nur vordergründig sehen können und dessen Hintergründe sie - von Ausnahmen abgesehen - unterschätzen.
Es ist Zeit, nüchtern zu werden, Illusionen aufzugeben, genauer hinzusehen und in der apokalyptischen Realität anzukommen, die den Jüngern im Neuen Testament von Jesus selbst angesagt wurde.
 

Mittwoch, 8. Februar 2017

Neuerscheinung zum Thema "Theologie der Frau"

Was lange währt...


...das lange angekündigte Buch zum Thema "Frau und Kirche" ist endlich erschienen.

Kann auf Booklookerbestellt werden.



Email: hanna.juengling@zeitschnur.de 

ISBN 978-3-940764-17-1

Seiten: 376

Einband: Softcover

Bindung: fadengeheftet

Auflage:

Preis: 18,00 €  




Beschreibung: 

Papst Franziskus hat 2013 vorgeschlagen, eine „Theologie der Frau“ zu entwickeln. Seine Vorstellungen scheinen sowohl von konservativen Unterordnungs- als auch von progressiven Gleichstellungswünschen abzuweichen. Sie haben Enttäuschung aufseiten derer, die für den Zugang der Frauen zu Weiheämtern plädieren, hervorgerufen, und Misstrauen bei denen, die sich an der Präsenz der Frau in der Kirche mehr oder weniger stoßen und befürchten, Franziskus wolle mit seinem Vorschlag in einem ersten Schritt der Priesterweihe der Frauen Tür und Tor öffnen.
Beide Positionen stellen fruchtlose Extreme in einer Debatte dar, die auf ihre vernünftige und spirituelle Realisierung  noch wartet. Franziskus' Frage lautet: Wo ist der theologische Ort der Frau, und was folgt daraus für ihre Bedeutung in der sichtbaren Kirche?
Die Autorin unternimmt, um eine "Theologie der Frau" zu begründen, einen Gang durch die Heilige Schrift, Texte von  Kirchenvätern und Mystikerinnen und die Kirchengeschichte, der faszinierend, niederschmetternd, verworren und geheimnisvoll ist und zu Antworten führt, die in keines der beiden genannten Hörner tuten, sondern zu einer überraschenden Sicht der Dinge überleiten.


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Kapitelfolge:

Vorrede
1. Das Zeichen der Braut im Paradies
2. Der Raub der Brautkrone - die Erzählungen in Genesis 2 und 3 
3. Kopfbandagen
4. "Mulier non est homo!" - "Die Frau ist kein Mensch!"
5. "Hier streitet Gott!" - Die mystische Leere der "schwachen" Frau
6. Ein System repressiver und projektiver Selbstverachtung
7. Franz von Assisi, die Frauen und der "böse Blick"
8. Das viel zu enge Kleid
9. Die Gewalt des "Erzeugers" und die Verzweckung der bloß passiven "Empfängerin"
10. Kleiner Exkurs in die antike Rechtsgeschichte
11. Entäußerung Entäußerung Entäußerung: Jesus, Maria und Josef
12. Erholungen der Braut und Rückfälle
Fazit
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Eine Leseprobe

kann ich leider aus technischen Gründen nicht einstellen...

...aber einige Blogartikel sind die Vorarbeit zu diesem Buch gewesen und teilweise fast wortgleich eingearbeitet worden.

Folgende Artikel können hier gelesen werden:

Die Frauenkrise I 
Die Frauenkrise II
Die Frauenkrise III
Die Frauenkrise IV
Die Frauenkrise V
Die Frauenkrise VI
Die Frauenkrise VII

Inzwischen bin ich gedanklich noch weiter fortgeschritten...