Montag, 21. Mai 2018

Die sakramentale Anderwelt der Eucharistie (VIII) - Das "apokalyptische Pessach"



VIII. Das „apokalyptische Pessach“ — eine Schlussbemerkung

Die kirchliche Lehrentwicklung von der Eucharistie hat sich nach diesen Meditationen fast unendlich weit entfernt aus dem neutestamentlichen und alttestamentlichen Zusammenhang.

Wenn die postmoderne katholische Theologie offen zugibt, dass sie ihre Lehre vom „Pascha-Mysterium“ als eine Kompilation von zerbrochenen Motiven des ursprünglichen Pessachzusammenhangs mit heidnischen Opfer- und Mysterienkulten entwickelt hat, dann muss man fragen, ob dies eine Lehre ist, die sich auf die Lehre des einzigen legitimen Lehrers der wahren Christen, Jesus Christus, gründet. Wenn auch das Lehren als Charisma von Gott selbst (nicht durch menschliche Vermittlung) verliehen werden kann, gilt im NT durchweg, dass kein Jünger Jesu sich „Lehrer“ nennen lassen darf und keine Lehrtätigkeit angestrebt werden soll. Angesichts des dreisten Lehranspruchs nicht nur der römischen Hierarchie mit ihrem universalen Papsttum, sondern auch der unzähligen evangelischen „Bibellehrer“, „Prediger“ und „Pastoren“, die sich aufgrund einer Selbstzuschreibung an „Erkenntnis“ und „Weisheit“ über die zu Belehrenden stellen, muss festgehalten werden aus den Schriften des NT:
Die Mahnung des Paulus an einer bestimmten Stelle, dass Frauen nicht lehren sollen, wurde dahingehend so verdreht, als käme es stattdessen dem Mann als angeblich „göttlichem Abglanz“ natürlicherweise zu, der Frau als vermindertem Menschen dagegen nicht. Diese Mahnung wird gerne bis zum heutigen Tag gegen weibliche Lehrer gewendet. Aber geflissentlich überhören die Verfechter einer solchen Auffassung, dass das Lehren als Anspruch niemandem — auch keinem Mann — zukommt. Wenn Paulus hinsichtlich eines Missstandes, in dem Frauen offenbar mit einem Lehranspruch auch einen Herrschaftsanspruch über den Mann verbanden und darüber Unordnung ausbrach (s. Schriftzitat unten), diese Worte schrieb, folgt daraus nicht, dass Frauen kein Charisma haben können, das sie zu Lehrerinnen beruft, sondern daraus folgt, dass auch Frauen keinen Anspruch auf Lehre im Zusammenhang mit Herrschaftsansprüchen haben. Paulus würde — hätte er dies global und exklusiv gegen die Frau gerichtet gemeint — zahlreichen alttestamentlichen Realitäten widersprochen, in denen sehr wohl Frauen berufen waren, zu reden und in einem gewissen Sinn auch zu lehren und zu führen (zB Deborah, Jael, Miriam, Hulda, Judith, Hanna). In einer angebrochenen, aber noch nicht offenbar gewordenen messianischen Realität, in der in diesem Messias, Jesus, nicht mehr „Jude noch Grieche, nicht mehr Freier noch Sklave, nicht mehr Mann noch Frau ist“ (vgl. Gal 3, 28), kann es nicht darum gehen, zumal Paulus eindeutig sagt, dass er hier in eigenem Namen (nicht vom Herrn, wie er bei anderen Fragen hinzufügt) hinsichtlich einer bestimmten desolaten Situation an einem bestimmten Ort spricht, in anderen Fällen aber doch selbst Frauen als Mittlerinnen und Lehrende (Erklärende) schickt (vgl. Röm 16). Es kann an sich im gesamten Zusammenhang verstanden nur um eine generelle Ablehnung jeglicher Lehrtätigkeit als Herrschaftsanspruch gehen.

Über allem steht das Wort Jesu selbst, der eindeutig sagt, dass nur er selbst Lehrer für die Seinen ist und niemand sich in seinem Gefolge als Lehrer aufbauen (lassen) darf:

„Vos autem nolite vocari Rabbi : unus est enim magister vester, omnes autem vos fratres estis. (…) Nec vocemini magistri : quia magister vester unus est, Christus.“  (Mt 23, 8+10) —  „Ihr sollt euch auch von niemandem Rabbi (Lehrer) nennen lassen: einer ist nämlich euer magister (Lehrer/Meister), ihr aber seid alle Brüder. (…) Und lasst euch nicht magistri nennen (Lehrer), denn euer Lehrer ist einer, der Christus (der Messias).“

„Docere autem mulierem non permitto, neque dominari in virum : sed esse in silentio...“ (1. Tim 2, 12) — „Ich erlaube aber nicht, dass eine Frau lehrt, auch nicht, dass sie den Mann beherrscht: sondern sie soll sich in Stille halten.“

„1 Nolite plures magistri fieri fratres mei, scientes quoniam majus judicium sumitis. (…) Et lingua ignis est, universitas iniquitatis. Lingua constituitur in membris nostris, quæ maculat totum corpus, et inflammat rotam nativitatis nostræ inflammata a gehenna. (…) 13 Quis sapiens et disciplinatus inter vos ? Ostendat ex bona conversatione operationem suam in mansuetudine sapientiæ.
14 Quod si zelum amarum habetis, et contentiones sint in cordibus vestris : nolite gloriari, et mendaces esse adversus veritatem :
15 non est enim ista sapientia desursum descendens : sed terrena, animalis, diabolica.“ (Jak 3) —

Meine Brüder, ihr sollt nicht so viele magister (Lehrer) sein wollen, denn als scientes (Gelehrte) haben wir ein härteres Urteil zu erwarten. (…) Und die Zunge ist ein Feuer, ein Universum an Bosheit. Die Zunge ist das unter unseren Gliedern, das den ganzen Körper verdirbt, und sie entzündet das Rad unserer Geburt und ist entflammt durch die Hölle. (…) Wer unter euch ist weise und diszipliniert? Er möge sein gutes Werk durch ein gutes Verhalten zeigen und durch ein Verbleiben in Weisheit. Wenn ihr einen solchen bitteren Eifer habt und Streitsucht in euren Herzen ist: Blast euch nicht auf und hört auf, Lügen gegen die Wahrheit zu setzen: eine solche „Weisheit“ ist nämlich nicht aus der Höhe herabgekommen: sondern sie ist irdisch, sinnlich, satanisch.“

Insbesondere die Jakobusstelle führt vor Augen, dass das Lehrenwollen immer eine satanische Komponente und Motivation hat. Nicht nur Frauen, — die vielleicht in der Realität wesentlich seltener als die Männer mit diesem Anspruch auftreten (!) — , sondern alle stehen in der Gefahr, andere belehren zu wollen und damit die Hölle auf Erden zu schaffen und die Botschaft Christi zu verdunkeln.

Man muss nun andererseits klar unterscheiden zwischen einer öffentlichen Kontemplation über geistliche Dinge, die weniger belehrenden als mitteilenden oder Zeugnis gebenden Charakter hat, und einem „magisterium“ (Lehramt), das einen Herrschaftsanspruch erhebt, wie das die römische Kirche tut, wie Paulus es aber auch von einer bestimmten Gruppe von Frauen im Timotheusbrief berichtet. Ein solcher Anspruch tritt in Verbindung mit der Behauptung einer besonderen Befähigung, besonderen Erkenntnissen oder einer besonderen Zusage Jesu auf, die er aber nicht öffentlich kundgetan hat. Wer mit einem lehrenden Herrschaftsanspruch auftritt, beruft sich in aller Regel auf eine private Befähigung, die sich nicht durch Wunder, vernünftige Rede, dienstbare Leidensbereitschaft oder sichtliche und geistliche Erfüllung (wie bei den Propheten) zeigt oder nimmt auf eine fragwürdige, verworrene oder verdrehte und illegitime Weise Bezug auf Bibeltexte.

Nicht zuletzt forderte Jesus Christus die Seinen nicht dazu auf, Lehrer zu werden, sondern Zeugen. Dass das Zeugnis in einem gewissen Sinn auch eine „Lehre“ ist, sollte dennoch nicht den Unterschied zwischen Lehranspruch und Pflicht zum Zeugnis verwischen:

„6 Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?
7 Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat.
8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“ (Apg 1)

Das „Reich“, das der Messias gekommen ist wiederherzustellen, wird von Jesus in keiner Weise abgelehnt oder als eine falsche jüdische Ansicht abgewehrt. Er sagt allerdings, dass es noch nicht politisch verwirklicht wird, die Jünger bis zur Verwirklichung (die mit seiner Wiederkunft beginnen wird) mit dem Heiligen Geist ausgestattet werden, um Zeugen zu sein für den Messias und das, was er gelehrt hat, im ganzen Erdkreis. Alleine die Tatsache, dass die Kirche mit dem Anspruch auftritt, dieses Reich bereits sichtbar zu verwirklichen, offenbart sie als eine Einrichtung, die nicht von dem kommen kann, der sagte, dass uns nicht zustünde darüber zu befinden, was noch aussteht und nur der Vater alleine weiß. Warum anders sollten wir beten „Dein Reich komme“?!
Die Verdrehung der Sätze Jesu durch die katholische Lehre in eine Richtung, die ihren sichtbaren und buchstäblichen irdischen Herrschaftsanspruch jetzt schon — vor der Zeit und besserwisserisch die Worte Jesu ignorierend — erhoben hat und das Reich Gottes mit einem künftigen Weltreich, das dann vollends unter ihrer Herrschaft steht, ist blasphemisch. „Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat.“ — Die Kirche hat sich hier der Vollmacht des Vaters entgegengestellt. Hätte Jesus es eindeutiger sagen können? Dass diese Zeit aber nicht kommt, bevor er wiederkommt, ist aus der ganzen Schrift eindeutig: „Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, wie ihr ihn habt hingehen sehen in den Himmel.“ (Apg 1, 11) Zuvor wird das Böse sich immer stärker „offenbaren“ und die ganze Welt in schwere Katastrophen führen (2. Thess 2).

Auch der berühmte „Missionsbefehl“ ist nur dem Anschein nach ein „Lehrauftrag“. Es gilt immer, genau zu lesen:

„18 Et accedens Jesus locutus est eis, dicens : Data est mihi omnis potestas in cælo et in terra :
19 euntes ergo docete omnes gentes : baptizantes eos in nomine Patris, et Filii, et Spiritus Sancti :
20 docentes eos servare omnia quæcumque mandavi vobis : et ecce ego vobiscum sum omnibus diebus, usque ad consummationem sæculi.“ (Mt 28) „Und (der auferstandene) Jesus kam auf sie, redete zu ihnen und sagte : Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden : Geht darum hin und lehrt alle Völker : tauft sie im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes : lehrt sie zu bewahren alles, was ich euch hinterlassen habe : und siehe ich bin bei euch an allen Tagen, bis zur Vollendung des Zeitalters.“

Es ist vollkommen ersichtlich, dass es hier nicht darum geht, dass die Jünger einen Lehrauftrag im späteren Sinne der Kirche hätten, die sich eine „dogmatische Entfaltung“ der Lehre angemaßt hat. Sie sollen nicht selbst lehren und ein Reich Gottes sichtbar machen, sondern das weitergeben, was sie empfangen haben von ihren eigentlichen Rabbi und Lehrer. Wenn sie das tun, wird der Lehrer selbst bei ihnen bleiben bis zum Ende dieses Äons, danach aber wird er seine messianische Königsherrschaft errichten. Es ist ebenso vollkommen ersichtlich, dass dieses Äon erst zu Ende gehen muss, bevor der Messias sein Reich sichtbar aufrichten wird.
Ich möchte an die Worte Maria Magdalenas erinnern, die gewürdigt wurde, als erster Mensch den Auferstandenen zu sehen und mit ihm zu sprechen und als Erste auch einen Verkündigungsauftrag von Jesus selbst erhielt. Sie sprach den Auferstandenen in dieser seiner Rolle als einziger und persönlicher Lehrer an:

16 Dicit ei Jesus : Maria. Conversa illa, dicit ei : Rabboni (quod dicitur Magister). (…) vade autem ad fratres meos, et dic eis…“ (Joh 20) — „Jesus sagte zu ihr : Maria. Als jene sich umwandte, sagte sie zu ihm :“Rabbuni“ (was Lehrer bedeutet). (Jesus sagte zu ihr:) Geh zu meinen Brüdern und sag ihnen…“

Nicht nur, dass Jesus hier eine Frau schickt, um wichtigste Zeugnisse gegenüber den „Brüdern“ auszusprechen und Aufträge zu überbringen, sondern wichtig ist, dass Maria Magdalena uns bis heute bezeugt, dass der höchste und einzige Lehrer Jesus alleine ist. Und weil sie es persönlich sagt: „Mein Lehrer“, gibt sie damit Vorbild für jeden Gläubigen, der nur einen wahren Lehrer hat, nämlich Jesus Christus. Was immer andere Menschen uns beibringen oder nahelegen wollen: Es muss geprüft werden angesichts der Worte, die uns von Jesus hinterlassen worden sind durch die ersten Zeugen und Apostel! Jeder Christ muss denken lernen und prüfen, keiner kann sich auf seine Verführer herausreden! Weil wir diese Aufgabe schwerlich ohne Gefährdung durch Irrlehrer und unsere eigene Herzenshärtigkeit und Trägheit bestehen können, haben wir — wie ich es so oft nachgewiesen habe aus den Schriften — als „Anzahlung“ den Heiligen Geist empfangen, der uns „in die ganze Wahrheit führen wird“ (Joh 16, 13).
Das Zeugnis Jesu aber ist nach den Worten eines Engels in der Apokalypse nicht irgendeine „Lehre“ oder ein selbstermächtigtes „magisterium“ (Lehramt). Das Zeugnis Jesu aber entspringt dem „Geist der Weissagung“:

„Testimonium enim Jesu est spiritus prophetiæ.“ (Apk 19, 10) — „Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Prophetie.“

Paulus schrieb dazu eindringlich: 19 Spiritum nolite extinguere. 20 Prophetias nolite spernere.“ (1. Thess 5) — „Löscht den Geist nicht aus! Verachtet nicht Weissagungen!“

Nicht das „Lehren“ ist das Amt des Jüngers oder der „Kirche“, sondern das Zeugnisgeben und die Weissagung. Beides aber ist Charisma, nicht formelles, von Menschen gesetztes Amt (!), wird Mann wie Frau verliehen, soll allen dienen, wenn Gott es will und von jedermann sorgfältig geprüft werden mit Verstand und Nüchternheit (1. Thess 5, 21f).

Wir sind, wie es im Licht des NT aussieht, auf einem jahrhundertelangen Holzweg immer tiefer ins Dickicht geraten, haben das verlassen, was der wahre und einzige Lehrer uns hinterlassen hat. Wir haben uns gepriesen dafür, heidnische Lehren übernommen zu haben und Sibyllen und Philosophen als angebliche Vorläufer auf Christus hin erklärt und darüber das verworfen und verdreht, was der Christus uns als Lehre hinterlassen hat.

Was sein letztes Abendmahl am Pessachfest betrifft, haben wir vergessen und verworfen, verdreht und gewaltsam paganisiert und dafür unendlich viel Blut fließen lassen, dass Jesus als der Messias das Pessachfest auf sich selbst hin gedeutet hat und die gebotenen acht Pessachtage als apokalyptische Wanderung seiner Jünger erklärt hat.

Das Pessach, der vorausgebildete und bildhafte Auszug aus der Sklaverei Ägyptens, des Heidentums und der Schlangenverehrung ist nun auf eine andere Stufe gehoben:
Das Pessach der Christen beginnt wie das alte Pessach mit der Schlachtung des Lammes, von dem am nächsten Morgen des 2. Tages nichts übriggeblieben sein darf. Diese Schlachtung aber erinnert an die 10. Plage der Ägypter, die Tötung aller männlichen Erstgeborenen, die den Pharao dazu zwang, die Israeliten ziehen zu lassen. Er wollte sie zuvor um keinen Preis der Freiheit übergeben. So war er selbst zu einem Ausdruck der alten Schlange geworden, die ihren erworbenen Anspruch auf die Menschheit vor Gott geltend macht… Auf seiner Stirn trug der Pharao das Symbol der Schlange und ihrer Macht. Sie war und ist es, die ihn bestimmte und ihr Fürstentum durch Menschen beansprucht und durchsetzt.
Das Reich des Messias brach mit der Tötung des gesalbten Erstgeborenen an. Jesus wird im NT häufig als der „Erstgeborene“ bezeichnet: Er ist „imago Dei invisibilis, primogenitus omnis creaturæ“ (Kolosser 1, 15), das „Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung“. Aber auch von Maria heißt es, „peperit filium suum primogenitum (Lk 2, 7), dass sie “ihren erstgeborenen Sohn gebar“. In Ps 89, 28; Römer 8,29; Kolosser 1,18; Hebräer 1,6; Offenbarung 1,5 werden wir immer wieder mit der Tatsache vertraut gemacht, dass der Christus, dass Jesus, der Messias, der vor aller Zeit schon vorgesehene und dem Vater als zukünftiger Gesalbter bekannte Mensch Jesus der „Erstgeborene“ ist, vor allem auch der primogenitus mortuorum“, der „Erstgeborene von den Toten“, weil er ihn wieder auferweckt, verklärt und unsterblich gemacht hat.
Dieser in jeder Hinsicht „Erstgeborene“ setzt mit seinem Opfer am Kreuz an einem realen Pessachfest der Israeliten den Beginn des Pessach am Ende der Zeiten. Er wird „geschlachtet“, um die Menschen zurückzugewinnen und zu vermeiden, dass sie dem „Würgeengel“ in die Hände geraten, der ein Recht auf sie hat aufgrund der Herrschaft der Schlange, die sie über sich zugelassen haben und immer noch zulassen. Danach sind die Geretteten unterwegs, sie ziehen aus und erwarten den Einzug in das künftige Reich Gottes, sie essen das „Brot des Elends“, die ungesäuerten Brote, das jüdische Zeichen der Unbehaustheit in diesem Äon, aber auch der Reinheit und Freiheit als wach haltende Erinnerung an Jesus, der sie rein und frei gemacht hat, bis sie am Ende in einem großen Schabbat in die Ruhe Gottes einziehen dürfen. Mit der Benennung des Brotes und des Weines als Sinnbilder seines Leibes und seines Leben spendenden Blutes wird nicht auf ein heidnisches Mysterienspiel von einem permanent gegenwärtig gesetzten, sterbenden und lebendig gemachten Gott, oder eine sakramentale Parallelwelt abgezielt, sondern auf eine erneuerte, apokalyptische Sinngebung des Pessachfestes auf das Reich Gottes hin, das „nahe herbeigekommen“ ist, wie Johannes der Täufer und Jesus an zahlreichen Stellen bezeugt haben. Noch ist es nicht sichtbar, noch hat es „erst“ in den Herzen begonnen, noch gibt es einen Aufschub bis zum Anbruch dieses Reiches, aber es ist nahe, steht unmittelbar vor der Tür. Jesus hat so oft in Gleichnissen und Reden daraufhin gewiesen, dass er unzweifelhaft dieses Reich, wenn er wiederkommt, errichten wird und die Seinen darin mit ihm regieren werden. Bevor er aber wiederkommt, ist die Zeit dieser Regierung nicht gegeben. Es ist Zeit des Zeugnisses in der ganzen Welt, nicht aber die Zeit irgendeiner frommen Gewaltherrschaft. Es ist absolute Gewaltfreiheit verordnet, bis er kommt. Und wenn er kommt, wird er regieren als König, als „rex“, nicht als „imperator“. Sein Reich ist ein „regnum“, kein „imperium“. Auch diesen so wichtigen Unterschied hat die Kirche vollständig verfinstert.
Die Christen, wenn sie zur „commemoratio“, d.h. zur Gedächtnisstütze und gemeinschaftlichen Wachhaltung des baldigen Kommens Jesu, nachdem er uns durch seinen Tod erlöst hat von der Herrschaft Ägyptens und des Schlangengottes, während der Zeitabschnitte des apokalyptischen Pessachfestes dieses „Brot des Elends“ essen, setzen fort, was Israel geheißen war zu feiern, aber sie tun es nicht mehr nur im Abglanz kommender Dinge, sondern sie stecken mitten in diesem endzeitlichen Pessach, das wie die Wüstenwanderung länger ausfällt, als ursprünglich geglaubt und erwartet, aber dennoch sein Ende und sein Ziel erreichen wird. Den Tod des Erstgeborenen lassen sie hinter sich als historisches und als „Schlüssel“-Ereignis mit unwiderruflicher Folge, denn der Erstgeborene, der auch in der Apokalypse wieder auftaucht (Apk 12), wird vor seiner sichtbaren, universalen Friedensregierung mit dem „eisernen Stab“ („virga ferrea“) (der weder Gold noch Edelsteine und erst recht keine Schlangensymbole trägt!) erst für eine lange Zeit von "1260 Tagen", als verklärte unsterbliche „Avantgarde“ in den Himmel entrückt. Sie schreiten in Geduld und „in der Wüste“ (Apk 12, 6) auf die Erfüllung zu. In dieser „Wüste“, dieser „solicitudo“. Die „Frau“ (früh auf die Jünger oder Israel, konkret auch auf Maria gedeutet) bleibt an einem Ort, den Gott ihr bereitet hat. Es kann auch hier keine Rede von einer mächtigen Kirche sein, die "Schwerter führt", wie Bonifaz VIII. beanspruchte, die mit ihrem Papsttum oder einer selbsternannten Hierarchie oder Führungsschicht den Weltherrschaftsanspruch formuliert und auslebt. Die Kulmination der Kreuzzüge drückte aus, dass die Kirche sich anmaßte, das biblisch angekündigte messianische Friedensreich in Israel bzw von Israel aus zu verwirklichen. Wir wissen, dass Gott ihr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht hat und sie viel Blut für ihren Wahn vergossen hat. So kann auch erklärt werden, warum die Kirche ihren Gläubigen um keinen Preis zugestehen wollte, auf das „Millennium“ zu warten und mit dem Staatskirchentum rigoros gegen jeden Chiliasmus vorging. Sie radierte in den Gläubigen diese Passage aus der Offenbarung aus (Apk 20), denn sie wollte und will dieses „Tausendjährige Reich“ selbst darstellen und ihren Papst anstelle des Messias „herrschen“ lassen. Dass auch andere machtbewusste Gestalten früh dieses „Tausendjährige Reich“ — wie wir wissen bis in unsere Tage — mit ebenso vermessenen Behauptungen, wie die Kirche sie für sich beansprucht, für sich verbuchen wollten, gab und gibt der Kirche noch lange kein Recht, es einfach zu leugnen und die Gläubigen sogar zu ermutigen, daran als etwas Zukünftiges, von ihr Unterschiedenes, das der wiederkommende Messias einrichten wird, nicht zu glauben. Die frühen Christen glaubten daran selbstverständlich, denn es war der sichtbare Beginn der neuen Ordnung unter der Regierung des Messias nach seiner Wiederkunft, das messianische „Königreich“, das alle Propheten des AT ebenso wie Jesus und die Apostel verkündet haben.
Selbst Wikipedia gibt dies offen zu:

„Ab Mitte des 3. Jahrhunderts wurde der Chiliasmus auch innerhalb der katholischen Kirche bekämpft. Die Erwartung eines irdischen Gottesreiches wurde nun überflüssig, denn der katholischen Kirche ging es materiell zunehmend besser, und der politische Einfluss stieg. Dies interpretierte man als Zeichen, dass das Reich Gottes bereits begonnen habe. Man betonte die angebliche „Endlosigkeit“ des Reichs Christi und erklärte die gegenteilige – auch durch Paulus vertretene – Anschauung von einem befristeten (äonischen) Messiasreich offiziell zur Häresie. Die Kirche bemühte sich, das chiliastische Schrifttum in seiner Bedeutung in den Hintergrund treten zu lassen.
Augustinus verwarf den Millenarismus nach anfänglicher Befürwortung zugunsten eines Konzeptes, das den Anbruch des Millenniums bereits mit dem ersten Erscheinen Jesu Christi gleichsetzte (Amillenarismus). Als 1000 n. Chr. Christus jedoch nicht erschien, wurde es für die Anhänger des Amillenarismus notwendig, auch die Dauer der 1000 Jahre allegorisch aufzufassen. Jetzt sollten die 1000 Jahre für einen unbestimmten Zeitraum zwischen den beiden Kommen Christi stehen. Satan sei zwar gebunden, aber noch nicht ganz – das gegenwärtige Zeitalter sei, nach Augustinus, als Kampf zwischen der (weltweiten) Kirche Jesu Christi (der Ekklesia) und der nichtchristlichen Welt, zwischen „Stadt Christi“ und „Stadt des Teufels“ zu sehen (Augustinus, De civitate dei 20,11). Diese allegorische Sicht setzte sich weithin im Christentum durch.“[i]

Und so nannte die Kirche das dogmatische Dekret des Vaticanum I von 1870 „Pastor aeternus“ (Der ewige Hirte) und suggerierte schon ab dem ersten Satz, dass der Papst als Stellvertreter nicht nur des Sohnes Gottes, sondern aufgrund der Trinitätslehre sogar Gottes selbst dieses sichtbare Reich auf Erden anführe als „unfehlbarer Lehrer“ und „Richter“ mit universeller Jurisdiktion, was eine Zuschreibung der gesamten messianischen Funktion und Verheißung auf sich selbst bedeutet.[ii] Dostojewski hat seinen Großinquisitor in den „Brüdern Karamasow“ aussprechen lassen, was dies bedeutet: der echte Messias, der entrückt ist zum Thron Gottes, stört diese Hierarchie. Er kommt und wird von seinen angeblichen "Stellvertretern" verurteilt. Jeder, der klug ist, weiß aus dieser Geschichte des russischen Dichters die logischen Schlüsse zu ziehen. Und ein weiteres sollten wir bedenken: Nicht primär andere Religionen, auch nicht der Islam, auch wenn er eine Problematik eigener Art darstellt und grausam in Erscheinung treten kann, sondern das christliche Abendland hat die größten Christenverfolgungen der Geschichte zu verantworten.

Vielleicht ist uns durch die Lehren der Kirche(n) vollkommen verdunkelt worden, dass wir uns auf einer apokalyptischen Wüstenwanderung befinden, die in sich selbst bereits der Beginn der kommenden, noch nicht offenbar gewordenen Königsregierung des Messias Jesus ist.
Und wenn wir uns das vor Augen halten, können wir plötzlich auch ganz leicht verstehen, warum es die Juden immer noch gibt und warum Paulus die Tiefe der göttlichen Weisheit pries (Röm 11, 33 ff), als er vorhersah, dass sie auch am Ende der Zeiten, ganz am Schluss, vielleicht noch einmal diejenigen sein werden, von denen das Heil kommt, und warum sie angesichts der geistlichen Verkommenheit der heidenchristlichen Kirchen(n) - trotz ihrer noch nicht aufgehobenen Blindheit für ihren Messias Jesus - doch Zeugen des einen wahren Gottes und der wahren Messiasverheißung im AT sind und bleiben, deren Verständnis die Kirchenfürsten unter schwersten Gewalttaten so verzerrt haben, dass sie von den Kulten für die Baale kaum noch zu unterscheiden ist. Gäbe es die Juden nicht mehr, wüssten wir nicht mehr, was das Pessachfest bedeutet und wie es gefeiert und verstanden wurde. Gäbe es die Juden nicht mehr, wüssten wir heute nicht mehr, welches Gottesbild Israel ursprünglich verkündet hat.


Hier stellen sich viele Fragen hinsichtlich der Dogmengeschichte, denn ohne das intrigante Zustandekommen und die gewalttätigen Folgen der dogmatischen Entscheidungen durch machtbewusste spätantike Politiker und Kirchenfürsten hätte sich die verworrene Eucharistielehre, die mit dem biblischen Zusammenhang sachlich kaum noch eine Berührung hat, niemals in dieser Weise entwickeln können.


[i] Artikel „Millenarismus“ im Internet-Lexikon Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Millenarismus#Millenaristische_Konzepte_im_heutigen_Christentum (21.5.2018)
[ii] „Pastor aeternus“ (1870), ASS 6 [1870-71]

Kommentare:

  1. Viele Ihrer Texte habe ich gelesen und fand sie fundiert sowie überzeugend. Vor allem die Problematik des Lehramtes bzw. die Papstfrage haben Sie sehr gut abgehandelt. Jedoch stellt sich mir nun die Frage, welche Konsequenzen man daraus ziehen sollte. Vielleicht nehmen Sie hierzu einmal Stellung. Vielen Dank.

    AntwortenLöschen
  2. Ach übrigens...zur "ehernen Schlange" des Moses, auf die sich Jesus Christus als "Menschensohn" im Neuen Testament der Bibel bezieht (siehe zum Titel "Menschensohn" auch die Prophezeiung des Propheten Daniel im Alten Testament der Bibel, der vom persischen König zum obersten der sterndeutenden Magier-Priester der monotheistischen zarahustrischen bzw. zoroastrischen Religion der persisch-medischen Zarathustrier bzw. Zoroastrier nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster ernannt wurde - die "Magoi aus dem Osten" im Neuen Testament der Bibel sind die Erfüllung dieser Prophezeiung des Propheten Daniel im Alten Testament der Bibel, und Jesus Christus bezieht sich mit dem Titel "Menschensohn" immer wieder darauf - genau wie der Apostel Paulus mit dem "Anthropos" - denn auch die monotheistische persisch-medische Religion der Zarathustrier erwartete einen göttlichen Erlöser ähnlich dem prophezeiten und verheißenen jüdischen Messias - und Jesus Christus war eben beides zugleich - der erwartete jüdische Messias und der im AT vorhergesagte göttliche Erlöser der monotheistischen Zarathustrier bzw. Zoroastrier - zudem nannten die Juden den monotheistischen Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster einen Schüler des Propheten Daniel - und die persisch-medischen Zarathustrier bzw. Zoroastrier den Propheten Daniel wiederum einen Schüler des Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster - das Christentum hat also nicht nur jüdische Vorläufer und Ursprünge - siehe auch die Verschwisterung der christlichen Theologie mit der griechischen Philosophie schon in der Septuaginta des Alten Testamentes und bei Philo(n) von Alexandrien als jüdischen Theologen und Philosophen und Mystiker - siehe auch Elias Erdmanns Texte zu ihm und zu Origenes usw. Online im Netz und zur 4 bzw. 5 Elemente-Lehre der griechischen Philosophie und auch in der hermetischen Philosophie der Hermetik als Natur- und Religionsphilosophie und siehe auch die Logos-Theologie bei Justin dem Märtyrer):


    https://de.wikipedia.org/wiki/Eherne_Schlange


    https://de.wikipedia.org/wiki/Timna_(Negev


    Im Neuen Testament steht, dass "Moses wissend war in aller Weisheit der Ägypter", was auch nicht verwunderlich ist, da er ja laut Altem Testament der Bibel von der Tochter des Pharao als Sohn angenommen wurde und somit zur ägyptischen Herrscherfamilie und Herrscherelite und Oberschicht gehörte, und zweifellos auch in die ägyptischen Mysterien-Kulte eingeweiht war und in der hermetischen ägyptischen Mysterien-Philosophie nach Imhotep (Asklepios, Hermes Trismegistos, Mercurius, Äskulap) unterichtet wurde. Laut jüdischer Überlieferung war ein Seraphim ("brennende Schlange") als echsenhaftes feuriges Engelswesen im alten Testament der Bibel in der am Pfahl aufgerichteten und als Zeichen des Heils erhöhten ehernen Schlange des Moses in der Wüste. Und gab diesem Zeichen so Kraft, ähnlich wie Jesus Christus später durch sein Opfer dem Kreuz als Zeichen des Heils Kraft gab. Diese eherne Schlange wurde von den Israeliten später als Feldzeichen verwandt (ähnlich wie das Kreuz beim Kaiser Konstantin usw.).
    Laut jüdischer Überlieferung brachte Abraham mit sich auch das kabbalistische Buch Raziel als die wahre Lehre der Propheten nach dem Propheten Henoch (siehe auch Henoch-Literatur und Henoch-Bücher und jüdische Merkabah- und Thronwagen-Mystik und Hekhaloth-Literatur und die kabbalistische Mystik der jüd. Kabbalah).
    Und er ließ in Ägypten auch die ägyptischen Priester darin lesen, deswegen finden sich auch in der ägyptischen Mysterien-Religion (die wie auch andere orientalische Kulturen ursprünglich monotheistisch gewesen sein mag, mit den verschiedenen Göttern als Gottesnamen und Aspekten des einen allumfassenden Gottes) in der Tat diese echsenhaften feurigen Engelswesen als Seraphim bzw. übersetzt "brennende Schlangen" wieder, zumindest erklären die Juden mit ihrer Propheten-Tradition dies so und auch andere Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten und Symboliken ihrer Religion und der ägyptischen Religion und Kultur.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für den interessanten Kommentar. Wenn ich Sie recht verstehe, nehmen Sie die Sicht einer gewissen wissenschaftlichen Perspektive ein, die v.a. anhand einer Motivforschung das Gemeinsame oder gemeinsame Quellen der jüdischen und paganen Vorstellungswelten untersucht und mE aber den vorschnellen Schluss zieht, das sei dann aber auch alles genau so und unkritisch von allen Seiten übernommen oder angenommen worden. Diese Sicht zB in dem ansonsten ja wirklich sehr informativen Aufsatz von Hugo Gressmann "Der Zauberstab des Mose und die eherne Schlange" in der "Zeitschrift des Vereins für Volkskunde" (23/1913) ist daher nicht ganz überzeugend für mich, weil ich im AT sehr stark auch die Opposition zu diesen heidnischen Motiven spüre, eine ironische Verfremdung, auch Spott darüber (sehr deutlich in der Szene Elias mit den Baalspriestern, die um Regen "tanzen" und sich die Haut ritzen, und auch eine Abkehr von diesen Praktiken, die aber nicht einfach nur - wie es später die Aufklärung tat - als "Ammenmärchen" oder Vorstufen zu einer höheren Entwicklung betrachtete, die der moderne Mensch nicht mehr nötig hat. Diese Denkwelten sind unbedingt ernst zu nehmen und nicht einfach nur "Ammenmärchen" unaufgeklärter Tröpfe.
      Vielmehr sehe ich in der gesamten alttestamentlichen Perspektive eine erbitterte Auseinandersetzung mit diesem magischen, philosophisch sehr differenzierten Denken und eine "Befreiung" daraus in eine "simplicitas", die am Schluss in die "simplicitas Christi" mündet (Paulus), die aber immer wieder versucht wird von den "erbärmlichen und schwachen Elementen der Traditionen der Menschen" (ebenfalls Paulus). Erbärmlich sind sie nicht, weil sie dumm oder plump wären, sondern weil sie in ihrer Ausdifferenzierung zu einer furchtbaren Knechtschaft geführt haben, ein Umstand, den Paulus auch der Ausdifferenzierung der Tora nachsagt. Es ist dem Menschen nicht gelungen, sich in die Freiheit zu denken, sondern in die selbstverschuldete Knechtschaft.
      Dennoch gibt es nirgends in der Schrift so etwas wie "absolute Reinheit" der Motive. Im Durchbruch der göttlichen Einfachheit und Bildunfähigkeit schwirren die Motive der "Elemente der Traditionen" immer mit wie Spinnweben oder Nebelfetzen.
      Es ist auch von daher mit ein paar Dogmen und Verfluchungen aller, die sie nicht so glauben, nicht getan (wie die Kirche das macht) - auch das ist nichts als der pure Aberglauben.

      Löschen
    2. Sehr geehrte Frau Hann Jüngling, hier ein etwas längerer Artikel als im Antwort-Posting bei ihnen auf dem Weblog, ich mußte etwas kürzen. Es gab nicht nur das Juden-Christentum mit seiner Gesetzes-Theologie etwa nach dem Apostel Petrus, es gab auch das philosopische Heiden-Christentum mit seiner Logos-Theologie und seiner philosophischen und staatsbürgerlichen Denkweise nach der griechisch-römischen Philosophie und dem römischen Staatsbürgerrecht mit seinen Rechten und Pflichten und dem Fokus auf den 10 Geboten und der Septuaginta des Alten Testamentes etwa nach dem Apostel Paulus und dem Evangelisten Johannes (die katholische Kirche denkt noch heute in den Kategorien des römischen Rechtes als juristischer Denkweise, während die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw, Ostkirchen theologisch gesehen eher dem Heiligen Irenäus von Lyon folgen, welcher von Justin dem Märtyrer als Kirchenvater und Kirchenlehrer die Logos-Philosophie übernahm...der Apostel Paulus muß auch Philo(n) von Alexandrien gekannt haben, siehe etwa Elias Erdmanns Texte Online und gratis dazu. Die jüdische Propheten-Tradition ist auch eine Richtung der hermetischen Mysterien-Tradition und Theologie. Übrigens gehört auch die Septuaginta durchaus zum vollständigen Bibel-Kanon, da im Neuen Testament auf sie Bezug genommen und sie zitiert wird. Die "Engel der 7 Gemeinden" in den Paulus-Briefen und der Offenbarung sind übrigens den 7 antiken Planeten-Sphären analog, so etwa der "Dieb" dem Merkur bzw. Hermes als Planeten und römisch-griechischen antiken Gott der Diebe und Händler und Götterboten und Mittler und Wächter der Schwelle usw.

      Löschen
    3. Ich bezweifle den gesamtem Protestantismus und den gesamten protestantischen Ansatz, sowohl Martin Luther als auch Calvin bzw. Kalvin machten schwere Fehler bei der Übersetzung der Bibel (und Calvin bzw. Kalvin ließ kurzerhand die gesamte Septuaginta des alten Testamentes weg, obwohl sich im Neuen Testament darauf bezogen wird!). Martin Luther gab ja auch selbst zu, dass sich sein Geist etwa in das Johannes-Evangelium nicht schicken wolle. Daher sehe ich mich theologisch den orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. Ostkirchen deutlich näher, die katholische Kirche gab dem Heiligen Augustinus und dem Heiligen Thomas von Aquin als Kirchenlehrern den Vorzug, die orthodoxen Kirchen hingegen dem Heiligen Irenäus von Lyon - welcher vom Kirchenvater und Kirchenlehrer Justin dem Märtyrer die Logos-Theologie übernahm - und welcher auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum biblischen Kanon des Neuen Testamentes zählte. Siehe dazu die russsisch-orthodoxe Kirche mit noch mehr anderem biblischen Sondergut und die syrische Kirche mit dem 1. Clemensbrief (welche auch in einer Kirchenunion mit Teilen der Thomas-Kirchen und Thomas-Christen Indiens nach dem Apostel Thomas steht) und den breiteren und engeren Bibel-Kanon der äthiopisch-koptischen Kirche etwa mit dem äthiopischen Buch Henoch und dem Jubiläen-Buch (welches für die Angelogie bzw. Engelslehre bedeutsam ist und noch bei den Kirchenvätern in hohem Ansehen stand und so hoch geschätzt wurde, dass noch Origenes und Epiphanias daraus zitierten). Der Apostel Paulus zitiert im Neuen Testament der Bibel aus dem äthiopischen Henoch-Buch und nimmt Bezug auf das Testament des Moses, auch zitiert er etwa die beiden heidnischen stoischen Philosophen und Dichter Aratos und Kleanthes auf dem Areopag im Neuen Testament der Bibel zum höchsten Gott und zum göttlichen Logos als "Weltseele" und "Weltvernunft" beim Stoiker Kleanthes - dieser Logos ist das Weltgesetz und die göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos in der griechischen und römischen Philosophie der Antike und der Philosophenschule der Stoa. Die Heilige Hildegard von Bingen als Kirchenlehrerin nannte ihn den "Makrokosmos", ebenso der Heilige Albertus Magnus als Kirchenlehrer und hermetischer Philosoph der Hermetik. Der Heilige Thomas von Aquin als dessen Schüler nannte ihn den "Limbus". Ebenso der katholische Dichter Dante Alighieri in seinem weltberühmten Werk "Die göttliche Komödie" als mystische Seelenreise usw. Ich weise ebenfalls auf den jüdisch-alexandrinischen-hellenistischen Philosophen Philo(n) von Alexandrien hin als jüdischen Theologen und hermetischen Philosophen der Hermetik und Mystiker. Elias Erdmann verfasste sehr informative Texte und Online zugängliche Aufsätze zu ihm und seiner allegorisch-symbolisch-mystisch-hermetischen Bibel-Auslegung (bezüglich des Alten Testamentes einschließlich der Septuaginta) und auch zu Origenes und dessen mystisch-hermetischer-symbolisch-allegorischer Bibel-Auslegung des Alten und des Neuen Testamentes nun aus gänzlich christlicher Perspektive als christlicher Hermetiker und mystischer hermetischer Philosoph und Schüler des Heiligen Klemens bzw. Clemens von Alexandrien. Ein Schüler des Origenes war Gregor Thaumaturgus, erwähnenswert wären auch noch Lactantius als Laktanz und Dionysios Areopagita als christlicher Neuplatoniker und hermetischer Mystiker und Firmicus Maternus und die gesamte Patristik bis hin etwa zu Johannes "Scottus" Eriugena und Roger Bacon.

      Löschen
    4. Im Alten Testament beginnt die mystische prophetische Lehre mit ihren Symbolen und Symboliken als heilige jüdische Mysterien-Tradition beim Propheten Henoch (siehe die Henoch-Bücher und die Henoch-Literatur), welcher sie als wahre religiöse Original-Lehre von Gott selbst und seinen Engeln beim mystischen Aufstieg in den Himmel als Seelenreise durch die jenseitigen transzendenten spirituellen Sphären und Ebenen und Welten empfängt. Der jüdischen Überlieferung nach bringt Abraham dann die wahre heilige Original-Lehre der Propheten als das mystische kabbalistische Buch "Raziel" mit sich und lässt etwa in Ägypten auch die ägyptischen Priester als Eingeweihte der ägyptischen Mysterien-Tradition (etwa nach Imhotep) darin lesen. Auch die Ägypter und andere Völker des Orients kannten einen frühen Ur-Monotheismus als den einen höchsten Gott bzw. göttliche Ur-Einheit, bei welchem die verschiedenen Götter ursprünglich nur die jeweils verschiedene Gottesnamen und Aspekte des einen ursprünglichen höchsten Schöpfergottes waren. Diese Ur-Einheit aber zerbrach dann in den im laufe der langen Zeit und Verlaufe der vielen Jahrtausende dekadent und korrupt gewordenen Kulte, die dämonisch korrumpiert wurden und menschlichen Vorstellungen und beschränkten Denkweisen und Machtbedürfnissen wichen. Dämonen waren schon immer destruktive Verführer mit ihren eigenen Machtanpsrüchen. So wurden die Pyramiden ursprünglich von freien Nil-Bauern gebaut und nicht von Sklaven, die Sklaverei und Versklavung auch der Bauern kam dann zusammen mit dem extremer werdenden Patriarchat erst später in Ägypten auf. Als eine Dekadenz-Erscheinung der ägyptischen Kultur.
      (siehe etwa auch die pharaonische Beschneidung, welche es bis heute noch im Islam bei den Muslime gibt).

      Löschen
    5. Wegen dieser dämonischen Verseuchung und Korrumpierung der einst ursprünglich heiligen Kulte und den spirituellen Gesetzen entsprechenden Mysterien-Traditionen und auch der ägyptischen Religion u.a. mit Sklaverei und Versklavung (in anderen Kulten wie etwa dem Baals-Kult mit dem Baal-Hammon als Moloch und Melkarth bzw. Stadtgott von Tyrus bzw. Tyros bei den Phöniziern und den Kanaanitern in Palästina gab es sogar Menschenopfer bis hin zur Verbrennung lebendiger Menschen und sogar von Säuglingen und Babys usw.) entstand dann eben das biblische Judentum als sich abgrenzender Monotheismus mit seiner reinigenden Propheten-Tradition des Alten Testamentes. Denn nach und nach wurden sämtliche orientalische Religionen und Hochkulturen und Kulturkreise dekadent und dämonisch korrumpiert. Sogar die der die Sonnengötter und Sonnengottheiten verehrenden Ägypter und Babylonier und Phönizier und Kanaaniter und teilweise auch der Perser und Meder, wo die Sonne als das höchste Gottessymbol galt, während bei den Juden im Alten Testament der Saturn - welcher in der Antike dem Samstag als Sabbat zugeordnet war - als der höchste Königsstern galt (auch wenn es im JHWH Kult damals auch schon differenzierte solarische und lunarische Aspekte gab). Moses kam, weil die ägyptischen Kulte dekadent und unrein und dämonisch korrumpiert worden waren. Der monotheistische persisch-medische Prophete Zarathustra bzw. Zoroaster kam, weil die persischen und assyrischen und babylonischen Kulte dekadent und unrein und dämonisch korrumpiert worden waren. Der Prophet Daniel wird im Alten Testament der Bibel vom persischen König zum obersten der sterndeutenden Magier-Priester der monotheistischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier ernannt. Und prophezeite das Kommen des auch den von persisch-medischen monotheistischen Zarathustriern bzw. Zoroastriern lange erwarteten göttlichen Erlösers (ähnlich dem verheißenen und prophezeiten jüdischen Messias) als heiliger göttlicher "Menschensohn". Jesus Christus und das Neue Testament der Bibel beziehen sich häufig auf diesen Titel des "Menschensohnes" und verwenden ihn selbst, Jesus Christus als Eigenbezichnung. Damit und mit dem Kommen der "Magoi aus dem Osten" im Neuen Testament der Bibel wird Bezug auf die Prophezeiung des Propheten Daniel im Alten Testament der Bibel vom "Kommen des Menschensohnes" genommen. Jesus Christus und die bei seiner Geburt kommenden und ihm huldigenden "Magoi aus dem Osten" als die sterndeutenden Magier-Priester der monotheistischen persisch-medischen Zarathustrier bzw. Zoroastrier sind die Erfüllung dieser Prophezeiung.

      Löschen
    6. Jesus Christus war nicht "nur" der jüdische Messias, sondern auch der verheißene und prophezeite "Menschensohn" als der göttliche Erlöser der monotheistischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier. So gesehen sind nicht nur ddas Judentum mit seiner Propheten-Tradition und etwa der auch zur Zeit vom Christi Geburt im jüdischen Volk weiter verbreiteten Henoch-Literatur nach dem Propheten Henoch unnd die griechische Philosophie ein Vorläufer und eine Quelle des Christentums (siehe etwa die Logos-Theologie), sondern auch die monotheistische persisch-medische Religion der Zarathustrier bzw. auch genannt Zoroastrier nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster. Die Juden sagten später, Zarathustra sei ein Schüler des Propheten Daniel gewesen, die Zarathustrier umgekehrt der Prophet Daniel sei ein Schüler des Propheten Zarathustra gewesen. Es finden sich in der jüdischen Propheten Tradition etwa bei Moses, welcher laut Neuem Testament der Bibel "in alle Weisheit der Ägypter eingeweiht" gewesen sein soll, auch Elemente aus der ägyptischen Religion wie die echsenhaften feurigen Engelswesen der Seraphim als "brennende Schlangen" und sogar aus der babylonischen Religion und chaldäischen Astronomie und Astrologie der Chaldäer wie etwa die 4 Tierwesen als Engelswesen und Astralgottheiten bzw. Engel der 4 Elemente und Elementarherren des Tierkreises bzw. Zodiaks, welcher auch im alten Testament der Bibel und im äthiopischen Henoch-Buch erwähnt wird, welche Gottes Thron stützen und halten. So enstpricht eines dieser 4 Tierwesen in den Visionen der Propheten und im Johannes-Evangelium etwa dem babylonischen Astral-Gott Marduk vom Aussehen und der Symbolik her, es gibt im Tierkreis bzw. Zodiak jeweils 3 Zeichen eines der 4 Elemente der antiken 4 bzw. 5 Elemente Lehre der griechischen Philosophie und der Hermetik.
      Dies ist die Äther- und Astral- und Mental-Sphäre, welche dem vom Apostel Paulus auf dem Areopag in Athen zitierten göttlichen Logos des stoischen Philosophen Kleanthes (siehe auch Aratos-Zitat) als "Weltseele" und "Weltvernunft" entspricht - das göttliche Weltgesetz und die göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos, welcher die Hindhus in Indien Brahman und die Taoisten bzw. Daoisten in China das Tao bzw. Dao und die hermetischen Philosophen der hermetischen Philosophie der Hermetik den Makrokosmos oder auch auf Latein "Anima Mundi" als Weltseele und Weltvernunft bzw. Logos auch auch das "All-Leben" und die "All-Natur" nennen. Dies sind die universell gültigen spirituellen Gesetze der göttlichen Schöpfungsordnung des Kosmos. Die gesamte griechisch-römische Philosophie beschäftigt sich damit und dreht sich eben darum usw.

      Löschen
    7. Übrigens werden im Alten Testament der Bibel auch teilweise Menschen und Engel Götter genanntn, genau darauf bezieht sich der Apostel Paulus auf dem Areopag in Athen wenn er die beiden stoischen Philosophen und Dichter Aratos und Kleanthes als Stoiker der antiken Philosophenschule der Stoa zum göttlichen Logos und zum höchsten Gott zitiert. "Denn wir sind seines Geschlechtes" bzw. "von seiner Art" (des höchsten Gottes). Siehe dazu auch Meister Eckhart als Mystiker und den Propheten Henoch mit den Henoch-Büchern und der Henoch-Literatur und die jüdische Merkabah- bzw. Thronwagen-Mystik und kabbalistische Hekhaloth-Literatur und mystische christliche und jüdische Kabbalah im Judentum und Christentum und in der Hermetik. Dies ist die wahre initiative Mysterien-Tradition und wahre Lehre der Mysterien-Kulte und Mysterien-Traditionen. Deswegen wurde der Prophet Daniel vom persischen König im Alten Testament der Bibel auch zum höchsten und obersten und ersten der "Magier"-Priester erklärt. Denn das Judentum hatte durch seine Propheten-Lehre und Propheten-Schulen die wahre mystische heilige Tradition unverseucht und unverfälscht bewahrt, was dem Propheten Daniel dann direkten unverfälschten Kontakt zu Gott ermöglichte und die Prophezeiung über das Kommen des prophezeiten "Menschensohnes" als göttlichen Erlöser und welches ihm Autorität und Vollmacht im spirituellen Bereich und nach den Gesetzen und Geboten und dem Willen des wahren Gottes als dem tatsächlich höchsten Gott bzw. der höchsten Gottheit und unverfälschtem Kontakt und Verbindung zu ihm gab. Der LOGOS ist der Mittler und Vermittler zu Gott als das "Wort Gottes", ebenso wie der Heilige Geist als "Geist Gottes" und "Geist der Weisheit und Offenbarung", siehe auch die "Sophia" (griechisch für Weisheit, hebräisch chakhema oder auch chokhma) als personifizierte göttliche Weisheit, welche vor Gottes Thron tanzt, im Alten Testament der Bibel in der Septuaginta und als "Sonnenfrau" in der Johannes-Offenbarung bzw. Apokalypse und die mystische theologische "Sophiologie" der russisch-orthodoxen Kirche Russlands. Auch im 1. Clemensbrief wird viel aus der Septuaginta zitiert.

      Löschen
    8. Und sehr viel hermetisches Wissen findet man auch beim Heiligen Bernhard von Clairveaux und Stephen Harding und Hugo de Payens als Begründer der Templer und dem Heiligen Albertus Magnus als Kirchenlehrer und der Heiligen Hildegard von Bingen als Kirchenlehrerin und Clemens von Alexandrien als Heiligen Klemens und seinem Schüler Origenes und Dionysios Areopagita und Philo(n) von Alexandrien und Elias Erdmanns Texten dazu und dem Seeligen und Märtyrer Raymundus Lullus als Ramon Lull und dem Jesuiten Athanasius Kircher und Kardinal Nikolaus von Kues als Cusanus und Trithemius als Abt von Sponheim und dem Heilpraktiker Paracelsus und dem hermetischen Arzt und Hermetiker und Spaghyriker und Hygieniker van Helmnote und Knorr von Rosenroth und Khunrath und Welling und dem Universalgelehrten Jan Comenios mit seiner hermetischen pan(EN(!)theistischen Philosophie der Pansophie und Reuchlin und Pico de la Mirandola und Marsilio Finico und Franz Bardon als Adepten. Sophia als "Weisheit Gottes" und der Heilige Geist als "Geist der Weisheit und Offenbarung" und "Geist Gottes" und Paraklet gehen dabei in eins. Was im Heiligen Geist getan wird ist rein. Die "Weisheit Gottes" ist dabei die wahren Philosophie und die wahren spirituelle Weisheit und Vollkommenheit. Schon in der Genesis des Alten Testamentes steht der Gottesname ELOHIM als ein Gott aber im Plural. (der Gottesname, zu dem Jesus Christus auch am Kreuz als gütigen Vater "abba" und Schöpfer EL(i) bzw. ELOHIM ruft). Darauf folgend steht dort weiter, dass der "Geist Gottes" (in weiblicher personaler hebräischer Wortform stehend und als Person dort auftretend und handelnd!) über dem Wasser "brütete" (wortwörtlich, also wie ein weiblicher Vogel, eine Henne etwa oder auch die Taube im Neuen Testament der Bibel als die der Heilige Geist als Geist Gottes bei der Taufe im Jordan auf Johannes den Täufer herabkommt - siehe etwa auch den Phönix im 1. Clemensbrief im Neuen Testament der Bibel - und eben die "Sophia" als personifizierte weibliche "Weisheit Gottes", die vor Gottes Thron tanzt, in der Septuaginta im Alten Testament der Bibel - eben der "Geist der Weisheit und Offenbarung" als "Geist Gottes" - die "Sonnenfrau" in der Johannes-Offenbarung bzw. Johannes-Apokalypse des Neuen Testamentes - nach deren Vorbild und Abbild als Abglanz sich noch heute viele Marien-Erscheinungen vollziehen und zeigen und offenbaren - bis hin zum Detail des blauen Mantels!

      Löschen
    9. Auch der Heilige Geist ist Mittler zu Gott und Vermittler - wie auch der Logos Jesus Christus als "neuer Adam" und "Anthropos" im Alten Testament der Bibel und beim Apostel Paulus, auch als "Menschensohn" und göttlicher Erlöser - und Maria kann als Abbild und Abglanz des Heiligen Geistes als Geist Gottes und "Geist der Weisheit und Offenbarung" verstanden werden - sie ist die "neue Eva", wie im Alten Testament prophezeit, und damit auch ein Abbild der Sophia als personifizierter Weisheit Gottes und Eigenschaft des Heiligen Geistes als Geist Gottes und "Geist der Weisheit und Offenbarung" - ein Abglanz des Heiligen Geistes als Paraklet also und ein Abglanz der "Sophia" der Septuaginta des Alten Testamentes als "Weisheit Gottes" - der Heilige Geist als Geist Gottes ist auch im Neuen Testament der Bibel der "Geist der Weisheit und Offenbarung" - siehe dazu auch Philo(n) von Alexandrien und Dionysios Areopagita und den Heiligen Irenäus von Lyon und Justin den Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater und Clemens von Alexandrien als Heiligen Klemens und seinen Schüler Origenes und dessen Schüler Gregor Thaumaturgus und die mystische theologische "Sophiologie" der russsisch-orthodoxen Kirche Russlands und den 1. Clemensbrief im Neuen Testament der Bibel dort und in der syrischen Kirche. Auch die katholische Kirche hat die wieder existierende alte byzantinische Messe der rusisch-orthodoxen Kirche Russlands anerkannt, sie ist auch aus katholischer Sicht legitim und gültig. Zudem wurde die Erlaubnis zum ökumenischen Beten auch mit anderen bibeltreuen und neutestamentarisch dem Neuen Bund nach Jesus Christus ausgerichteten Christen erteilt.
      Wichtig dabei ist, dass der Neue Bund des Neuen Testamentes über dem Alten mosaischen Bund des Alten Testamentes nach Moses steht und diesen ersetzt und ablöst und vollständig an dessen Stelle tritt usw.

      Löschen
    10. Ja - wie gesagt: das ist ein Versuch, die hermetische Tradition zu erklären und insgesamt zu integrieren. Allein, mir fehlt da ein wenig die präzise Auseinandersetzung mit den Quellen, auf denen diese Idee fußt. Ich weiß, dass neo-gnostische Denker heute das alles monistisch zusammenpacken, aber mir ist das "zuviel" aufeinmal gepackt. Ich habe das Bedürfnis, das alles sehr genau abzuwägen.

      Der hermetische, "neuplatonische" Weg birgt in sich selbst das, was sie "Korruption" eines ursprünglich "guten" Denkens ansehen: ein gnadenloses hierarchisches Denkmodell, dass alles Lebendige rangmäßig einteilt und klassifiziert und einen inneren oder mystischen Weg als "Aufstieg" konzipiert. Solches denken scafft immer auch eine politische Realität, die entsprechend aussieht. Die ägyptische Sklaverei kommt also genuin aus einem hierarchischen Denken.

      Über die Zeit nach Christus bis ins 4. Jh hinein haben wir leider kaum die Quellen, die annähernd ein Bild abgeben könnten über das, was damals in den riesigen Bibliotheken der Antike vorhanden war. Althistoriker haben immer wieder darauf hingewiesen, dass auch das Überlieferte, da es ja immer wieder aufs Neue angeschrieben werden musste, sehr wohl korrumpiert und im Sinne späterer Überzeugungen korrigiert worden sein kann.
      Da auch das Henochbuch (äth) eine sehr späte Quelle ist, ist es für mich nicht unbedingt aussagefähig für die Urzeit. Auch das weiß man eben wieder nicht: ist das eine Rückprojektion aus der bereits hellenistischen Zeit oder wieviel von echtem Alten spiegelt es überhaupt?
      Alles schwere Fragen...
      Zu Ihrem allerletzten Satz:
      Wie im Hebräerbrief gesagt wird, hat Gott den entscheidenden Heilsbund, auf den sich Jesus bezieht, nicht mit Mose, sondern mit Abraham geschlossen, denn Jesus ist Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks und nicht Aarons. Eine eigentümliche Spannung schon im AT gegen die Tora ist spürbar, die Abwehr der blutigen Opfer oder der Vorstellung eines blutgierigen Gottes, eine Abwehr gegen das hierarchische Denken und gegen jede Verregelung des Lebens, ganz einfach weil eine regel niemals der singulären Situation gerecht wird oder der Transfer dessen, der die regel einhalten soll, in die konkrete Situation, sehr oft unmöglich oder nur unvollkommen möglich ist. Das wird am Umgang Jesu mit dem Gesetz erkennbar. Und Paulus nennt es deswegen "unnütz". Dieselbe Spannung wird deutlich in der Loyalität zum Staat und zu Gott, die jedem auferlegt ist, nun aber tatsächlich in die individuelle Gottesverpflichtung als dem Größeren gelenkt wird.

      Löschen
  3. Ich denke, da Sie sich noch mal gemeldet hatten mit sehr viel Material (bitte hier in den Kommentarbereich stellen, wenn gewünscht), dass ich einem anderen methodischen Ansatz folge. Ein bisschen erscheint mir Ihre Aufstellung so, als ob Sie alles, was entfernt Ihrem eigenen Modell ähnelt, "vereinnahmen" und es in Beziehung setzen zu einem von Ihnen angenommenen Denkansatz. Sie folgen dabei dem allgemeinen esoterischen Vorgehen, das um den Preis der Genauigkeit vieles "vereint.
    Wie ich gestern andeutete: da wäre ich vorsichtig, denn es muss jedes Detail sorgfältig geprüft werden. Scheinbar Ähnliches ist uU unähnlicher, als man denkt... Man läuft so Gefahr, ein Sammelsurium zusammenzustellen von Teilen, die nicht wirklich zusammenhalten oder zusammenpassen.
    Es liegt einerseits daran, dass all Ihre genannten Autoren hochspekulativ schreiben.
    Andererseits aber auch daran, dass Sie zu schnell annehmen, es lägen gleiche Motive des Denkens vor.
    Ich mache mal ein Beispiel: wenn der Islam antitrinitarisch ist und Michael Servetus Antitrinitarier war, dann kann man schwerlich schließen, sie seien es aus denselben Gründen und mit denselebn Folgen gewesen - im Gegenteil: es können sogar konträre Gründe vorliegen. Es mag gewisse Schnittmengen in den Argumenten geben, aber die Prinzipien können dennoch divergieren. Daher ist mir das alles "zuviel auf einmal".
    Zur Reformation s.u.

    AntwortenLöschen
  4. Ich glaube nicht an ein "Geheimwissen". Für mich sind das alles immer noch Erfindungen des menschlichen Geistes - keine "höhere Erkenntnis". Zugegeben grandiose Erfindungen des menschlichen Geistes, keine Frage und insofern ernstzunehmen.

    Ich glaube an die "simplicitas in Christo" (2.Kor 11,3). Den "Unmündigen" hat der Vater es offenbart, und diese Unmündigen sind bei Gott mündig, gelten aber als Unmündige in der Welt. Sie werden aber erkennen müssen, dass alles Hermetiker zu den Großen der Welt gehören oder tendieren. Sie halten ihre Erfindungen geheim, um sich über die anderen zu stellen. Sie formieren sich in Geheimbünden und Mysterienzirkeln, zu denen niemand einfach so dazustoßen kann. Oder sie bauen sich als Weisheitslehrer auf und knöpfen den Suchenden viel Geld ab für ihre Belehrungen.
    Am Ende hat man den Kopf voller Ideen und Fantasien, die unlogisch sind, aber das Herz ist leer geblieben.
    Die "simplicitas in Christo" heilt und schenkt Erkenntnis, die leicht zu verstehen ist für jeden, der sein Herz öffnet und geduldig ist und warten kann, bis die Wahrheit, die der Geist der Wahrheit mitteilt, in ihm Fuß fasssen konnte und sich bemerkbar macht zu ihrer eigenen Zeit.
    "Die Reformation war eine gewaltige Eruption des menschlichen Geistes gegen diese absurde Vereinnahmung durch die Kirche. Sie war ein gesunder Reflex. Ob aber deswegen alles, was in ihrem Zusammenhanng auftrat an Gedanken und Ideen und neuen Kirchen, besser war als das, was man glaubte verlassen zu haben, ist auch wieder differenziert und nicht pauschal zu prüfen.
    Im Ganzen aber war die Reformation bei fast allen ihren bekannteren Vertretern nicht konsequent und erfasste nicht, wie tief die Korruption der christlichen Lehre wirklich war. Am Ende ermordete auch einer wie Calvin dieselben "Ketzer", die auch von der katholischen Kirche verfolgt waren (zB Servetus). Man blieb auf halbem Weg stehen, sah zurück auf Sodom und erstarrte...
    Huberztus Mynarek sagte öfters das, was Sie mit Ihrer Zusammenstellung zeigen: die RKK ist ein Sammelsurium an alchemistischen und esoterischen Lehren, in denen noch ein bisschen Bibelfetzen herumschwirren mit der Tendenz, zum Zwecke des Machterhaltes immer mehr Ungereimtes einzurühren und neuen fantastische Rechtfertigungen zu erfinden. Dann spielt man wieder Katzerjäger und entlarvt irgendwelche armen Tröpfe wegen Dingen, die man doch selbst eigentlich auch vertritt. Eine hoffnungslose Verwirrung - aber Jesus hat genau sie angekündigt und wohl dem, der im "Zeugnis Jesu" (Apk 12/13) verbleibt und sich diesen ganzen anderen Kauderwelsch vom Leibe hält, um nicht verloren zu gehen. Lesen Sie das NT: Sie werden entdecken, dass Sie eindringlich vor all solcher "unnützer Philosophie" als etwas gewarnt werden, das um das Heil bringen kann.
    Darum glaube ich an die "simplicitas in Christo".
    Laudetur Jesus Christus!

    AntwortenLöschen
  5. "Zauberei" wird in der Bibel und speziell dem Neuen Testament im Sinne von Dämonologie bzw. Verkehr mit Dämonen oder dem Teufels selbst verwendet, oder auch im Sinne von Nekromantie als Beschwörung von Totengeistern bzw. Verstorbenen und der damit verbundenen verbotenen Störung der Totenruhe, dass ist nicht dasselbe wie die "Magie" als heilige priesterliche Magier der Priester und Magier und Propheten und der Mysterien-Kulte der Antike (in welchen etwa auch Philosophen wie Pythagoras und Platon und sein Schüler Aristoteles oder auch die antiken Ärzte Hippokrates und Galen in den Asklepien Mitglied waren) und der Kenntnis der LOGOS der griechischen und römichen Philosophie und der natürlichen Kräfte der Natur und der Elemente und des Kosmos usw. Im Neuen Testament der Bibel wird auch ausgesagt, dass Moses selbst "eingeweiht war in aller Weisheit der Ägypter" bzw. "kundig war in aller Weisheit der Ägypter". Dieses hermetische Wissen wurden auch die "göttlichen Geheimnisse" und "heiligen Geheimnisse" genannt, eben das was man heute unter "Esoterik" und "Hermetik" versteht, die Geheimwissenschaften bzw. das geheime geistige Wissen.
    Siehe auch Paulus mit "und wenn ich auch alle Geheimnisse wüsste" im NT der Bibel.
    Ich verweise hiermit auf die Prophezeiung des Propheten Daniel im Alten Testament der Bibel vom Kommen des "Menschensohnes", worauf sich im Neuen Testament häufig bezogen wird. Siehe auch die "Magoi aus dem Osten" im Neuen Testament der Bibel.
    Der Prophet Daniel wurde vom persischen König zum obersten der sterndeutenden "Magier"-Priester der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier nach dem monotheistischen Propheten Zarathustra gemacht (die Juden nannten Zarathustra bzw. Zoroaster einen Schüler des Propheten Daniel, die Perser und Meder den Prophet Daniel einen Schüler des Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster).
    Die monotheistische persisch-medische Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier erwartete nämlich auch einen göttlichen Erlöser, ähnlich dem verheißenen und prophezeiten jüdischen Messias. Somit war Jesus Christus als "Menschensohn" und "Anthropos" auch der prophezeite und erwartete zarathustrische bzw. zoroastrische göttliche Erlöser und spirituelle König bzw. Herrscher des Neuen Äons bzw. Zeitalters als platonischen Weltenmonat im platonischen Weltenjahr nach dem Philosophen Platon.

    AntwortenLöschen
  6. Die "Magoi aus dem Osten" im NT als sterndeutende zarathustrische bzw. zoroastrische monotheistische "Magier"-Priester (wohl aus dem Parther Reich oder Mesopotamien) erfüllten diese Prophezeiung des Propheten Daniel, welcher als großer Lehrer galt.
    Sie huldigten Jesus Christus mit den heiligen Symbolen ihrer Religion, in welcher die Sonne als höchstes Gottessymbol galt (während bei den Juden im Alten Testament eher der Saturn als dem Wochentag Samstag - weswegen dieser auch der jüdische Sabbat war - zugeordneter Tag der Woche als jüdischer Königsstern und Gottessmybol galt und auch für das strenge alte mosaische Gesetz des Alten Bundes nach Moses stand), in der Antike waren Weihrauch und Gold auch der Sonne als Sonnensymbole zugeordnet.
    Siehe auch die Erwähnung des Zodiaks bzw. Tierkreises im Alten Testament bzw. des "mazzaroth" oder auch "mazaroth" als Teil von Gottes Schöpfung die dieser beherrscht.
    Die 4 Tiergestalten als Engel der 4 Elemente und als Astral-Gottheiten der Antike entsprechen jeweils den den 4 Elementen zugeordneten entsprechenden drei Sternzeichen des Tiekreises bzw. Zodiaks mit seinen insgesamt 12 Sternzeichen (vier mal drei dabei jeweils einem der 4 Elemente zugeordnet - siehe auch Elias Erdmann zur antiken 4 bzw. 5 Elemente-Lehre der griechischen Philosophie und der hermetischen Philosophie der Hermetik als Natur- und Religionsphilosophie und zu Philo(n) von Alexandrien als jüdischen Theologen und Philosophen und Mystiker und zu Origenes als christlichen Hermetiker in der Propheten-Tradition der Henoch-Literatur und deren symbolisch-allegorisch-mystisch-hermetischer Bibel-Auslegung) . Siehe dazu die Visionen der Propheten und die Johannes-Offenbarung. Auch im äthiopischen Henoch-Buch aus dem der Apostel Paulus im Judas-Brief im Neuen Testament der Bibel auszugsweise zitiert und welches als äthiopisches Buch Henoch noch heute zum breiteren und engeren Bibel-Kanon der koptischen Kirche Äthiopiens gehört gibt es zahlreiche astrologische Bezüge und Sternen-Symboliken und die Erwähnung des Tiekreises bzw. Zodiaks als Mazaroth. Erwähnenswert wären auch noch die den 7 antiken Planeten und astrologischen Planeten-Sphären zugeordneten "Engel der 7 Gemeinden", der als "Dieb" bezeichnete Engel entspricht so etwa dem Planeten Merkur (römisch) bzw. Hermes auf griechisch als dem antiken Gott der Diebe und Händler bzw. Kaufleute und Götterboten und Wächter der Schelle.

    AntwortenLöschen
  7. Im Urchristentum war auch der Fisch ein beliebtes Symbol (seltener auch als Delphin und mit Dreizack als stilisiertes Kreuz), weil Jesus Christus eben als der spirituelle König und göttliche Herrscher des astrologischen Fische-Zeitalters galt, welches noch bis etwa 2100 nach Christus bzw. 2150 nach Christus andauert. Dies ist ein platonischer Welten-Monat im platonischen Weltenjahr nach dem Philosophen Platon. Es gab auch die Darstellung von Jesus Christus als schönen Jüngling mit siebenfacher Aureole (für die 7 spirituellen Welten in den Regenbogenfarben stehend) und guten Hirten, sehr ähnlich dem antiken Sonnengott Apollon. Erst später trat die saturnische Kreuzes-Symbolik so stark in den Vordergrund. Da Jesus Christus als siegreich auferstandener und glücklich erlöster und himmlischer Herrscher und göttlicher Erlöser eher solarisch dargestellt wurde und die Sonne auch als Gottessymbol (auch im Alten Testament schon zu finden) und dem Neuen Bund des Neuen Testamentes nach Jesus Christus zugeordnet galt (welcher den alten mosaischen Bund des Alten Testamentes nach Moses ablöste und ersetzte) , feierten die Christen ihr Heiliges Fest nicht mehr wie früher die Juden am dem Planeten Saturn als Wochentag zugeordneten saturnischen Samstag bzw. jüdischen Sabbat - sondern an dem der Sonne als Wochentag zugeordneten solarischen Sonntag. Der Apostel Paulus zitierte auf dem Areopag in Athen auch die beiden antiken stoischen Philosophen und Dichter Aratos und Kleanthes mit je einem Zitat im Neuen Testament der Bibel, Aratos zum höchsten Gott mit dem Zitat"denn wir sind seines Geschlechtes" (denn wir sind von seiner Art) und Kleanthes zum göttlichen Logos mit dem Zitat "denn ihn ihm leben und weben wir." (gemeint ist: weben wir unser Schicksal - denn in der Antike sagte man im Logos webt das Schicksal das Netz des Lebens - der Logos ist dabei beim Stoiker Kleanthes und auch in der griechisch-antiken Philosophenschule der Stoiker mit ihrer Lehre der "Stoa " die "Weltseele" und die "Weltvernunft" - das ist das Weltgesetz und die universelle göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos in der griechischen und römischen antiken Philosophie. Um diese ganzen Zusammenhänge zu erkennen und die Bibel richtig zu verstehen studiert man eben auch extra Theologie.

    AntwortenLöschen
  8. Der Heilige Albertus Magnus als Kirchenlehrer und die Heilige Hildegard von Bingen als Kirchenlehrerin nannten diesen Logos auch den Makrokosmos, welcher dem Mikrokosmos Mensch gegenübersteht bzw. auch die seelisch-psychische und ätherisch- astralische Ebene. Der Heilige Thomas von Aquin als Schüler des Heiligen Albertus Magnus nannte diese Astral-Ebene bzw. Äther-Ebene auch den Limbus. Siehe dazu auch den mystischen katholischen Dichter Dante Alighieri in seinem weltberühmten Werk "Die göttliche Komödie" auf seiner mystischen Seelenreise bzw. Astral-Reise durch die jenseitigen Sphären und transzendenten Ebenen und spirituellen Welten. Wie auch eben die Henoch-Literatur etwa mit dem äthiopisch Buch Henoch der äthiopisch-koptischen Kirche mit ihrem breiteren und engeren Bibel-Kanon, zu dem auch das noch von den Kirchenvätern hochgeschätzte Jubiläen-Buch zählt, welches für die Angeologie bzw. Engelslehre und Numerologie bzw. pythagoräische kabbalistische Zahlen-Mystik wichtig war bzw. ist und so hoch angesehen war bzw. in so hohem Ansehen stand, dass noch Origenes und Epiphanias daraus zitierten. Siehe dazu ferner auch die Logos-Theologie nach Justin dem Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater und dem Heiligen Irenäus von Lyon, welcher diese von ihm übernahm und auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Kanon des Neuen Testamentes zählte, und die jüdische Merkabah-Mystik bzw. Thronwagen-Mystik und Henoch-Literatur und kabb. Hekhaloth-Literatur und die jüdische Kabbalah und die christlich-hermetische Literatur der christlichen Hermetik als hermetische Philosophie etwa bei Klemens von Alexandrien als Heiligen Clemens und seinem Schüler Origenes und dessen Schüler und Hermetiker Gregor Thaumturgus und Lactantius bzw. Laktanz und Dionysios Areopagita usw. .
    Die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens folgen eher dem Heiligen Irenäus von Lyon als dem großen Theologen der Ostkirchen, welcher von Justin dem Märtyrer die Logos-Theologie übernahm. Die Katholiken folgen theologisch eher dem Heiligen Augustinus und dem Heiligen Thomas von Aquin als Theologen und Kirchenlehrer.

    AntwortenLöschen
  9. Ich möchte sie gerne darauf hinweisen, dass Jesus Christus Maria laut Neuem Testament der Bibel am Kreuz nach den damals dafür gebräuchlichen jüdischen Worten - dem damaligen jüdischen Recht nach! - bzw. mit der damals dafür gebräuchlichen entsprechenden jüdischen Formel zur Adoptiv-Mutter des Apostel Johannes machte. Bzw. den Apostel Johannes als Jünger der Jesus am meisten liebte und den dieser deswegen auch am meisten zurücklieben konnte, zum Adoptiv-Sohn Marias und damit zu Jesu Christi Adoptiv-Bruder. Er hätte dies wohl kaum getan, wenn Maria und Johannes beide bedeutungslos gewesen wären! Und Maria ist laut einer Prophezeiung des Alten Testamentes die "neue Eva", so wie Jesus Christus als "Menschensohn" und "Messias" und Anthropos der "neue Adam" war und ist!

    Da sich viele Marien-Erscheinungen als detailgetreues Abbild der "Sonnenfrau" im Neuen Testament der Bibel zeigen, kann Maria als Abbild des Heiligen Geistes als Geist Gottes und "Geist der Weisheit und Offenbarung" im Neuen Testament der Bibel gedeutet werden - bzw. als dessen Abglanz. Der Heilige Geist wirkte und wirkt ganz offensichtlich in und durch Maria.
    Siehe auch die personifizierte weibliche "Weisheit Gottes" in der Septuaginta des Alten Testamentes der Bibel. Griechisch Sophia, als göttliche Weisheit, die vor Gottes Thron tanzt.
    Und hebräisch chakhema oder auch chokhma. Siehe auch die griechische ägyptisch-hellenistische alexandrinische Weisheitsliteratur und Weisheit Salomos und Philo(n) von Alexandrien als jüdischen Theologen und Mystiker und Philosophen und Elias Erdmanns Texte (Online frei verfügbar) zu ihm und zu Origenes als Schüler des Clemens von Alexandrien bzw. Heiligen Klemens und zur Heiligen und Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen. Siehe auch Justin den Märtyrer mit seiner Logos-Theologie als Kirchenlehrer und Kirchenvater und den Heiligen Irenäus von Lyon der diese von ihm übernahm und so weiter.

    AntwortenLöschen
  10. Auch in der Genesis des Alten Testamentes der Bibel steht der "Geist Gottes" in personaler und weiblicher hebräischer Wortform, als Person handelnd und wortwörtlich "über dem Wasser brütend", brütend also wie ein weiblicher Vogel, eine Henne etwa - oder eben auch die Taube als die sich der Heilige Geist als Geist Gottes im Neuen Testament der Bibel bei der Taufe im Jordan von Jesus Christus durch Johannes den Täufer zeigt und offenbart.
    Zudem steht dort der Gottesname ELOHIM als EIN Gott aber im PLURAL. Noch ein Hinweis auf die Dreifaltigkeit Gottes bzw. die göttliche Trinität bzw. den heiligen dreifaltigen Gott usw.

    AntwortenLöschen
  11. Ein Wortschwall und sehr spekulativ, mit vielen unbewiesenen Behauptungen versehen und leider immer ohne Bibelstellenangaben. Schade. Wenn man studiert hat, müsste man das wissen, dass man ohne Quellenangaben und ohne die Darlegung einer Diskussion zum Thema nicht einfach irgendetwas behaupten kann...

    Das ist ein grundlegendes methodisches Defizit bei diesen Ausführungen.

    Im einzelnen:

    "Zauberei" ist sowohl im AT als auch NT natürlich wesentlich mehr als bloß "Spiritismus", auch wenn sie dies als wesentliches Element beinhaltet.
    "Zauberei" umfasst ebenso die "Wahrsagerei", Beschwörungen von Göttern, Elementen oder Geistern wie den gestaltenden Eingriff in die Natur mithilfe hermetischer Mittel (zB "Wunderheilerei"), die Einführung in Geheimwissen und Astrologie (Okkultismus).
    Wenn Sie sich darüber wissenschaftlich informieren wollen, dann etwa hier:
    https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=1377

    Am besten sind aber die bibelwissenschaftlichen Kommentare der Dt. Bibelgesellschaft. Dort finden Sie zum "Satan" oder dem "Teuflischen" oder "Dämonischen" folgende Anfangsworte:

    "Der Versuch, das Phänomen des Satanischen / Teuflischen im Neuen Testament (und darüber hinaus) mit einem bestimmten Begriff zu erfassen, zielt an dessen Wesen vorbei. Benennung ist die Voraussetzung für Beherrschen. Das Böse aber zeichnet sich gerade dadurch aus, dass es sich nicht beherrschen lässt und dass ihm die zum Opfer fallen, die meinen, es handhaben zu können.

    Die zahlreichen Termini der neutestamentlichen Schriften für Teufel / Satan umschreiben jeweils einzelne seiner Aspekte. Sie stehen zugleich dafür, dass sich das Phänomen der sprachlichen Fixierung und sicheren Erkennbarkeit entzieht (vgl. bereits in Mt 12,24-27; Mk 3,22-26; Lk 11,15-19 die Debatte um Beelzebul, Satan und die Dämonen)."
    https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=1366

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Alleine der Begriff "Magie" erhält in diesen bibelwissenschaftlichen Kommentare drei eigene differenzierte Artikel - denn auch dieser Begriff ist durchaus nicht einheitlich oder pauschal so oder so zu verstehen.
      Wenn Sie interessiert sind an einer sachlichen Differenzierung, dann finden Sie hier reichlich Lesestoff: https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/magie-at/ch/a4681cedb02cea4377e1d027bcc4e834/

      Löschen
  12. Ich persönlich sehe die biblischen Berichte nicht als Darstellungen einer statischen "Erkenntnis" oder "Praxis".

    In einer durch und durch durch Magie (in allen Schattierungen) und Kultisches durchwirkten Welt des alten Zeit, beginnt Gott das Werk des "Herausrufens" einzelner Personen, die Träger einer umfassenden Verheißung werden. Abraham ist der Erste, und mit ihm wird der eigentlich "erste Bund" geschlossen.
    Später ruft Gott das Volk der Hebräer aus dem durch und durch durch Götzendienst und Magie durchsetzten Ägypten heraus (Exodus). An zahllosen Stellen wird der Abscheu Gottes (des einzigen und wahren Gottes!) vor Götzenopfern, Zauberei, Moloch-Kulten und der ganzen vermessenen Grausamkeit der Baaskulte ausgedrückt. In der Tora wird ausdrücklich vorgeschrieben, jeden, der sich an solchen Praktiken beteiligt, zu töten. Wenn Gott in einem engen Rahmen noch einige solcher Praktiken dem Anschein nach bei seinen Propheten zulässt, dann bedeutet das sachlich nicht, dass er an die paganen Praktiken direkt und ungefiltert anknüpft - wie sonst sollte man die harte Ablehnung des Götzendienstes erklären, die das gesamte AT durchzieht und im NT bestätigt wird? Wer sich damit befasst und identifiziert wird das Reich Gottes nicht sehen.
    Salomo als der weisteste Mensch, fällt den Baalen zum Opfer und pervertiert seine Weisheit. Er gab der schon vorher vorhandenen Weisheit der Baalskulte noch einen missbrauchten Einschub von noch mehr "Weisheit".

    "Ihr sollt euch nicht wenden zu den Wahrsagern, und forscht nicht von den Zeichendeutern, daß ihr nicht an ihnen verunreinigt werdet; denn ich bin der HERR, euer Gott." (Lev 19, 31)

    "Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen tun die Greuel dieser Völker, daß nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lasse, oder ein Weissager oder Tagewähler oder der auf Vogelgeschrei achte oder ein Zauberer oder Beschwörer oder Wahrsager oder Zeichendeuter oder der die Toten frage. Denn wer solches tut, der ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt sie der HERR, dein Gott, vor dir her." (Deut 18, 9-12)

    Und ganz besonders eindringlich Apk 22, 15:

    "Draußen bleiben die Hunde und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut."

    Die babylonische "Hure", die zuvor beschrieben wird, betreibt abscheuliche Abgötterei, die gepaart ist mit Unzucht und Mord. Die "Zaubererer" sind hier "pharmakoi" - "pharmakos" ist im alten Griechenland ein Menschenopfer und pharmakoi sind auch solche, die sie vollziehen, zugleich aber auch Giftmischer und Heilmittelhersteller. Suchen Sie sich was aus. Dass unsere esoterischen Weisheitsfreunde natürlich auch diese grausamen Menschenopfer im alten Griechenland wieder mit einem christlichen Sinn tauften, versteht sich: auch die Kirche brachte zahlreiche Menschenopfer. Informationen für die Debatte hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmak%C3%B3s

    Zur Unmöglichkeit, "Magie" wirklich genau zu definieren, hier ein erhellender, wissenschaftlicher Aufsatz: https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/magie-alter-orient/ch/c80767a00b95e7f1b1f4a4aea98159d0/

    Wer oder was die "magoi" zur Zeit der Geburt Jesu waren, kann daher nur ganz schwer bzw gar nicht rekonstruiert werden. Aber wenn sie "Zauberer" gewesen sein wollten (was ich nicht glaube), dann ist auch bei ihnen ein Heruasgeführtwerden aus ihrem Horizont in der Erzählung erkennbar. Gott führt aus dem Alten heraus in Neues. Dass das Alte dabei erst langsam überwunden wird, entspricht der menschlichen Natur. Aber aufgegeben werden muss es dennoch ganz konsequent.

    AntwortenLöschen
  13. Noch zur "Trinität":

    Sie geht selbstverständlich aus dem Pluralwort "elohim" nicht hervor! Das ist ein wenig sehr unsauber argumentiert - wenn Sie so verkehrt argumentieren, müssten Sie auch akzeptieren, dass daraus Polytheismus folgen könnte oder sonst ein Mehrgott- oder Mehrpersonenkonstrukt.

    Alleine diese Debatte ist so blasphemisch wie sie dumm ist:

    Was wissen denn wir über Gott, den großen, einen (hebr. "echad"="einer") Gott?! Haben Sie ihn gesehen, hat er Ihnen verraten, wie viele er ist?

    All jene Gottesspekulaten bedenken nicht, dass Gott

    "allein die Unsterblichkeit besitzt,
    der in unzugänglichem Licht wohnt,
    den kein Mensch gesehen hat
    noch je zu sehen vermag:
    Ihm gebührt Ehre und ewige Macht."
    (1. Tim 6, 16)

    Dass dieser Gott aus der Sicht des Menschen numerisch nur als "einer" beschrieben werden kann, liegt nicht daran, dass Gott abhängig von Zahlen wäre oder den Zahlen und Relationen seiner Schöpfung unterworfen wäre - auf ihn treffen Zahlen, die aus der Endlichkeit kommen, niemals zu wie dies auf unsere Vorstellungen dagegen stets zutrifft. Wir können aufgrund der Zahlen, vom Endlichen aus, das Unendliche als Potenzierung des Endlichen denken, aber niemals das Ewige, das keinen Anhalt an Zahlen haben kann.

    Das einzige, was wir wissen, dass Gott in seiner Unsichtbarkeit "einer" ist.
    Der Versuch, ihn zählbar zu machen, ist blasphemisch, und immerhin hat die Kirche ja Jahrhnderte gebraucht, bis der Sol-Anbeter Konstantin ihr dieses Konstrukt als Initialakt nahe- und unwiderruflich zu ihrer Schande und Abgötterei auferlegte als "Dogma" (zunächst die Binitarität). 1215 (4. Laterankonzil) wurde dieses abscheuliche Baals konstrukt dogmatisch vollendet, aber man vermaß sich genau auf diesem Konzil auch, heuchlerisch zu formulieren, die Ähnlichkeit (des Menschen) zu Gott sei immer kleiner als die Unähnlichkeit zu Gott - aber wissen wollte man, dass er drei in Einem sei und dass der Hl. Geist vom Vter und vom Sohn (filioque) durch Hauchung ausgehe...
    Dass es nach 1215 erst recht mit der Bestialität der Kirche losging, wissen wir aus den Geschichtsbüchern: zahllose Menschenopfer all jener, die sich erlaubten, an die eigentliche und schlichte Lehre Jesu zu erinnern...
    das soll die Kirche dessen sein, der sich kreuzigen ließ für uns und an seinen Abendmahlstisch auch den "homo iniquitatis" einlud?!
    Rette sich wer kann aus diesem geistigen Chaos zu dem, der die Kinder in ihrer Einfalt all jenen Weltweisen (die natürlich im Rahmen einer Religion weise sind!) entgegensetzte: sie ereben das Reich Gottes, die anderen dagegen kategorisch nicht!
    Sie werden diesem Herrn nicht widersprechen können, wenn er kommt.
    Vor ihm wird all dieser esoterische Wortrausch verpuffen.
    Das Wirkliche liegt woanders.

    Zu sprachlicher "Personifikation" von Eigenschaften Gottes: Das sagt nicht, dass es diese "Personen" gibt, sondern dass man Gott nicht anders beschreiben kann, denn seine Eigenschaften sind zugleich er selbst. Zu behaupten, die AT-Weisheit sei "Maria" ist Wunschdenken, für das im übrigen der Textbefund keinerlei Anhalt abgibt. Auch das Schachern um "Weibliches" oder "Männliches" in Gott ist abwegig: Da der Mensch als Mann und Frau sein Abbild ist, muss man davon ausgehen, dass Gott beides "irgendwie" als Urbild auch ist.

    AntwortenLöschen
  14. @Zeitschnur:

    Ihre Ansichten sind biblisch widerlegbar.

    >>>Ich glaube nicht an ein "Geheimwissen". Für mich sind das alles immer noch Erfindungen des menschlichen Geistes - keine "höhere Erkenntnis". Zugegeben grandiose Erfindungen des menschlichen Geistes, keine Frage und insofern ernstzunehmen.<<<<

    Dieses Geheimwissen wird in der Bibel "die göttlichen Geheimnisse" genannt. So etwa "und wenn ich auch alle Geheimnisse" wüsste im Neuen Testament der Bibel und im äthiopischen Henoch-Buch bzw. äthiopischen Buch Henoch, aus welchem der Apostel Paulus im Neuen Testament der Bibel im Judas-Brief auszugsweise zitiert. Und welches noch heute zum breiteren und engeren Bibel-Kanon der Kopten Äthiopiens bzw. der koptischen Kirche Äthiopiens gehört, wie auch etwa die Didache und das Jubiläen-Buch, welches noch bei den Kirchenvätern hochgeschätzt war und in hohem Ansehen stand.

    PAULUS WAR SCHWER ZU VERSTEHEN

    2.Pet 3,15b-16: wie auch unser lieber Bruder Paulus […] euch geschrieben hat. Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen […]
    Selbst Petrus hat schon damals festgestellt, dass die Schriften von Paulus nicht leicht zu verstehen sind.

    Sogar Petrus schrieb dies. Er kannte Paulus‘ Hintergrund, hatte die gleiche Sprache, die gleiche Kultur, usw. und trotzdem hat er anderen geschrieben, dass es Unwissende und Ungefestigte irritieren könnte. Die Bibel-Auslegung ist eine Kunst für sich, deswegen studiert man auch Theologie. Und dazu gehört eben auch das Studium der griechischen Philosophie und Sprache usw.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach naja - was "biblisch" widerlegbar oder nicht ist, darüber rempeln sich seit Jahrhunderten und Jahrtausenden die Platzhirsche dieser Welt gegenseitig an...

      Interessiert mich wenig, denn sie alle lesen das, was sie selber ersonnen haben, in Worte hinein, die sie weder genau lesen noch verstehen.

      Wenn in der Bibel von "göttlichen Geheimnissen" die Rede sein sollte (was erst noch zu klären wäre), dann bedeutet das nicht zwingend, dass es sich um das "Geheimwissen" dreht, das Sie in einem ermüdenden Wortschwall immer wieder aufs Neue präsentieren. Es kann auch etwas anderes meinen. Vielleicht sollten Sie sich vor Augen halten, dass Gottes Gedanken höher als unsere sind und wir mit unserem kleinen Verstand nicht die Macht haben in das einzudringen, was er uns nicht zeigt. Aber was er uns NICHT zeigt, ist ein "Geheimnis". Was er uns zeigt ist dagegen kein Geheimnis mehr. Fangen wir an, logisch und vernünftig zu denken! Im übrigen ignorieren Sie, dass Jesus den Vater dafür pries, dass er es den Weisen dieser Welt verborgen habe, den "Unmündigen" dagegen offenbart hat, wer er ist. Steigen Sie also herab von diesem hohen Ross - der Fall könnte am Ende sehr tief werden. Ich sagte es bereits oben: werden wie ein Kind.

      Wenn Petrus sagt, Paulus sei oft schwer zu verstehen, dann wäre erst einmal zu klären, was genau er damit meint. Dass Sie einfach unterstellen, er meine damit, dass Paulus in ein Geheimwissen eingeweiht sei, das der unverständige Leser eben in den falschen Hals bekomme, hat Petrus nicht geschrieben. Lernen Sie genauer zu lesen und vermeiden Sie, in Worte etws hineinzulesen, was da nicht steht. Es kann sein, dass Petrus das Gegenteil meinte - auch das wäre möglich: diese stolzen und eingebildeten Hermetiker und hellenistischen und gnostischen Mysten, die in dem Wahn leben, sie wüssten etwas, was andere nicht wissen könnten ohne höhere "Weihen" ("Theologie studieren" etc - leider haben Sie offenbar keinen Einblick, was man auf einer Universität studiert, wenn man Theologie oder Philosophie studiert - jedenfalls wird man nicht in ein hermetisches Wissen eingeführt und macht sich niemals irgendeine ideologische Position zu eigen, denn das ist immer unwissenschaftlich... ich weiß allerdings, weil ich das selbst durchlaufen habe, wie es tatsächlich läuft oder genauer: zu meiner Studienzeit lief) verdrehen das, was Paulus schrieb.

      Löschen
    2. Ich empfehle Ihnen, das äthiopische Henochbuch mal selber zu lesen und dabei exakt und sachlich korrekt bei den Worten zu bleiben!
      Es hat drei Teile und im ersten Teil wird beschrieben, dass das Geheimwissen bösartigen Ursprungs ist.
      Die abgefallenen Engel, die sich den Menschenfrauen genähert und sexuell mit ihnen verkehrt hätten, hätten die Menschheit über die Frauen, dann aber auch sehr schnell über die Männer in ein Geheimwissen eingeführt, das aber dem Menschen weder zukomme noch ihn zu Gott führe.

      Henoch dagegen erfährt im Himmel durch einen Engel folgendes über das Ende des Äons, nachdem sich die Verdammten und Verfluchten vor der Zeit aufgrund der Verführung durch böse Engel Weisheit und Macht angemaßt hatten (Cap VI.):

      "9. Die Auserwählten werden Licht, Freude und Friede besitzen und die Erde ererben.
      10. Aber ihr, ihr Unheiligen, werdet verdammt werden.
      11.Dann wird Weisheit verliehen den Auserwählten; sie alle werden leben und nicht wiederum aus Gottlosigkeit oder Hochmut Übertretung begehen, sondern sie werden sich demütigen im Besitz von Klugheit und die Übertretung nicht wiederholen."

      Hören Sie also gut zu: ERST DANN WIRD WEISHEITswissen verliehen, ERST DANN - wer es vorher holte, gehört zu den Verdammten, ankünpfend an den Griff nach dem Baum der Erkenntnis... Paulus spricht im Brief an Timotheus doch ausdrücklich davon, dass Eva sich zu dieser Übertretung habe hinreißen lassen, und im 2. Korintherbrief und im Galaterbrief beklagt er, dass die Männer sich "wie einst Eva" von Neuem blenden ließen durch die "erbärmlichen und schwachen Elemente gemäß den Traditionen der Menschen"... Davon also werden Sie mich niemals überzeugen, denn mir (und jedem, der es nur will) ist etwas Besseres zugedacht als diese armselige "Weisheit".

      In Kap. 8 finden Sie anschließend alles "Geheimwissen" aufgezählt, das die gefallenen Engel die Menschen, dann auch v.a. die Männer, lehrten: Kriegführen, Schönheitslehren und -praktiken, Zauberei (im eigentlichen Sinne!), Heilwissen, Sternenkunde, eine Mondlehre, Zeichendeuten - und sie alle gingen dadurch unter. Hören Sie nicht, dass das eine Warnung ist an alle, die sich auf diesem Gleis bewegen?
      Ich rate jedenfalls zur Vorsicht.

      Bitte beenden wir damit diese langatmige und undifferenzierte Debatte, Ihre endlos langen weiteren inzwischen zahllosen Kommentare schalte ich nicht frei - sie wiederholen bis zur Ermüdung und ich denke, es ist alles vorgetragen, jeder möge sehen, wo er sich verortet.
      Was Ihnen als "Beweis" für Ihr Konstrukt erscheint, ist ein Bumerang - das Gegenteil sagen Ihre Textangaben doch eher als dass sie bestätigen würden, was Sie in sie hineinlesen.

      Auch rechnen Sie nicht mit der paulinischen Schulung in Rhetorik - wenn er auf dem Areopag auf den Kultort des "unbekannten Gottes" zeigt etwa, dann heißt das nicht, dass er die Lehren der Griechen integriert, sondern mit einer gewissen Ironie will er sagen, dass all das, was AUßERHALB dessen liegt, was ihnen "bekannt" zu sein scheint, das ist, was er ihnen verkündet - er verkündet ja nicht den "bekannten", im Geheimwissen bereits vorgezeichneten Gott, sondern den gänzlich "unbekannten", der aber dennoch auch ein Unbekannter bleibt - "unzugängliches Licht" etc. s.o. ich möchte mich nicht wiederholen....

      Das ist ein rhetorisches Mittel eines antiken Vortragsredners - wer literaturwissenschaftlich geschult ist, weiß das zumindest und zieht nicht voreilige und vielleicht verhängnisvolle Schlüsse.

      Löschen
  15. Da Sie nach wie vor endlose Emails schreiben und sie nicht in das Kommentarfeld setzen, übertrag ich das nun auch nicht mehr — ich habe Sie um korrekten Eintrag gebeten und tue es hiermit noch mal und darum, dass Sie nicht weiter täglich zahllose Emails in mein Account schicken. Das ist nicht korrekt und missachtet meinen Wunsch und Willen.

    Es gibt nicht DIE griechische Logosphilosophie! Der Begriff bedeutet bei den Stoikern was anderes als bei den Sophisten, und bei Platon und Aristolteles bedeutet der Begriff das rationale, Erklärbare oder Definierbare - im Gggs zum "Mysterium", dessen gesamtes Konzept eben gerade ist, dass man es nicht rationalisieren kann.

    Sie dagegen hängen einer Richtung an, - und mehr als eine Richtung ist das nicht! - , die den Logos mit dem Mysterium vermischt.

    Nicht ohne Grund hat ja selbst die Katholische Kirche ganz zu Recht all diese esoterischen Schriften, auf die Sie sich beziehen, als sei das offenbartes Wissen von Gott für uns, aus dem Kanon regelrecht und ausdrücklich ausgeschlossen: Sie haben also keinerlei Recht das so anzuführen, als müsse man als Katholik oder überhaupt Christ das annehmen, was diese Schriften und Fragmente andeuten. Zunächst agierte die frühe Kirche anti-gnostisch! Ihr Argument mit der „ältesten Staatskirche“ (der armenischen), zeigt, wo Sie stehen: was sich am Ende machtvoll und heimlich in Zirkeln, verkuppelt mit der politischen Macht, durchsetzte, darauf wollen Sie hören. Ich nicht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie ich Ihnen bereits vor Augen hielt, bedeutet die Nutzung eines Begriffes noch nicht, dass man sich dessen Konnotation in einem bestimmten philosophischen System zu eigen macht. Wenn man Philosophie studiert, merkt man sehr schnell, dass Begriffe ganz anders eingesetzt und verarbeitet werden können als bei einem anderen philosophischen Ansatz.

      Aber wie auch immer: Es war gerade Paulus, der warnte vor "eitler Philosophie" und davor, dass man sich von ihr nicht "verführen" lassen solle. Wer DAS nicht anerkennt, ist ein "Lügner" - nicht der, der Ihre sehr spekulativen und esoterischen Deutungen, die ein wahres Sammelsurium an unscharfen Begriffen darstellen, nicht einfach schluckt.

      Die Henochliteratur ist nicht maßgebend - auch dann nicht, wenn Paulus irgendwo mal dem Anschein nach einen Anklang daran macht! In der Theologie jedenfalls konnte man nirgends bei ihm einen Bezug auf die apokalyptische spätjüdische Henochliteratur eindeutig und zweifelsfrei nachweisen. Das ist anders bei Judas, aber es ist auch notwendig, das zu fokussieren, was Judas tatsächlich dem Anschein nach zitiert (sehr verfremdet eine Gerichtsvision).
      Nur die äthiopische Kirche hat diese spätjüdische Apokalyptik in ihren Bibelkanon aufgenommen - ja selbst die Juden haben all das nicht anerkannt als inspiriertes Wort Gottes (das sollte allen Esoterikern zu denken geben), obwohl doch von ihnen auch diese Texte kamen (nicht von Griechen). Hier wäre zu fragen, warum die äthiopische Kirche das im Ggs zu allen anderen tut.
      Die jüdische apokalyptische Literatur ist jedenfalls sehr jung. Und das rabbinische Judentum hat sie stets abgewehrt - das ist also nicht ein allgemeiner Konsens, sondern ein Sondergut sowohl im Judentum als auch im Christentum. Die äthiopische Übersetzung stammt von 500 NACH Christus - also niemand weiß, wann es ursprünglich entstand und wo und wie genau!!!

      Dass Paulus und Petrus griechisch schreiben ist doch kein Beweis für ihre Übernahme griechischer Philosophie! Was für ein Unsinn! Wenn einer 1940 deutsch schrieb, war er deswegen auch noch lange kein Nationalsozialist, und wer russisch schrieb, war deswegen weder automatisch orthodox noch bolschewistisch...
      Griechisch war die verbreitetste Verkehrssprache im röm. Reich - wissen Sie das etwa nicht?!
      Außerdem schrieben die NT-Autoren Koine - die Vulgärsprache und die "Weisen der Welt" machten sich in der Spätantike über deren "primitive" literarische Qualität lustig, eben weil sie NICHT den Duktus der philosophischen Sprache aufwies...

      Es bleibt dabei: Ihre Argumente sind zwar weitschweifig, aber zu pauschal, vergleichen Äpfel mit Birnen und differenzieren nicht. Der Wunsch ist Vater des Gedankens. Sie wissen vorher schon, was Sie suchen und deuten alles in dem Sinn, den Sie schon voraussetzen. Dann kann man allerdings nicht weiter diskutieren.

      "Mysterium" ist im NT sehr oft ein negativer Begriff - ich sagte es bereits, und die "Hure" am Ende der Johannesoffenbarung trägt den Namen "Mysterium" sogar auf der Stirn. das "mysterium iniquitatis" ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit, das dennoch offenbar werden muss in der Heilsgeschichte. Die "Hure" ist Hure, weil sie mit fremden Lehren buhlt und Israels Geschichte ist ein einziger Kampf mit der Buhlerei mit den fremden Weisheitslehren. Aber wir drehen uns im Kreis - jeder sei seiner Sache gewiss. Bitte beenden wir das.

      Löschen
  16. Liebe Frau Jüngling,

    der Heilige Geist wird mehrfach im Neuen Testament nicht nur als "Kraft Gottes", sondern als eigenständig handelnde Person beschrieben. Ich darf auch an die Taufformel "im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" erinnern. Einen Namen, also ein Wesen, eine Identität haben nur Personen. Die Trinitätslehre leidet zwar - wie alle dogmatischen Festlegungen - daran, dass das Göttliche nur zeichenhaft in menschlicher Sprache ausgedrückt werden kann. Ich halte sie dennoch für die beste Näherung an das, was uns im NT überliefert wird.

    Mit freundlichen Grüßen

    Claus Stephan Merl

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Taufformel - wenn Sie sich einmal vorstellen, dass sie lange, lange vor jeder trinitarischen Dogmatik geäußert wurde - sagt uns nicht, dass der Hl. Geist eine Person ist, sondern dass er offenbar eine wichtige Rolle hat.
      Ich sehe nicht, dass er in der Schrift als "eigenständig handelnde Person" beschrieben würde. Das müssten Sie erst einmal beweisen.
      Es gab ja genau genommen den modernen Personbegriff damals nicht. "Persona" war damals eine Maske, eine Larve im Theater.
      Der Geist Gottes ist natürlich sprachlich gesehen keine Person, sondern eben der Geist Gotes, so wie Ihr Geist ja auch keine extra Person neben Ihnen ist. Aber Ihr Geist kann gewissermaßen "selbständig wirken". Etwa dann, wenn man sagt, jemand setze ein Werk in Ihrem Geist fort oder dergleichen.
      Ich habe selbst nie Distanz zu der Belegung der Begriffe der Kirche eingenommen, aber eines Tages bemerkte ich, dass die Begriffe durchaus offen lassen, wie sie gemeint sind und vor allem nicht zwingend oder sogar gar nicht zu dem führen, was die Kirche als "Dogma" erklärt hat. Noch dazu hat Jesus ausdrücklich das Lehren verboten iS des dogmatischen Lehrens.

      Löschen
  17. Quintessenz: Das Katholische ist pagan, das Christliche jedoch durchsetzlich.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Was heißt "durchsetzlich"?
      Das Katholische ist nicht pauschal oder generell "pagan", aber hat sich amalgamiert mit Paganem. Im biblischen Bildcode also wieder erfasst vom "Sauerteig", der dann auch das Gute noch mitdurchsäuert.
      Mir stellten sich viele Fragen: etwa die, warum man zur Zeit des NT genau spürte, wenn man die Gabe des Hl. Geistes empfangen hat, heute aber durchweg nicht mehr - da kann etwas nicht mehr stimmen!
      Und all das charismatische Getue will ja nur einen weg finden, sich diese Erfajrung zu verschaffen, bietet aber auch nur wieder das ausgeflippte Getänzel der Baalspriester auf dem Berg vor Elia...
      Auch muss man fragen, wieso Paulus bereits vorhersah, dass der Geist ausgelöscht würde und die "prophetia" verachtet würde.
      Wir haben durch die Kirche einen billigen Muckefuck erhalten, wo einst starke Speise und starker Trank war.
      Wenn man das versteht, versteht man auch, warum wir in einer solchen Krise stecken. Die beschworene Krise liegt ja nicht daran, dass die Leute die Ammenmärchen der Prälaten und die despotischen Glaubensaufgüsse irgendwelcher phantasieloser Herren mit Weihe nicht mehr glauben... Die ach so christliche Welt der Vergangenheit war auch nur eine einzige Krise, wenn man den Tatsachen ins Auge sieht und keine Geschichtsklitterung betreibt. "Geglaubt" wurde aus Angst und unter einem bösartigen sozialen Druck, und das ist kein Glaube, sondern tatsächlich Opium.

      Löschen