Donnerstag, 27. Februar 2020

Wo ist die Natur? — Tagebuch einer Suche: Geist über dem Chaoswasser

Geist über dem Chaoswasser

Die Erde war Irrsal und Wirrsal.
Finsternis über Urwirbels Antlitz.
Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser.
(Gen 1,2 Buber)

4 Als sie dürsteten und dich anriefen, wurde ihnen Wasser aus schroffem Fels gegeben, ein Heilmittel gegen den Durst aus hartem Stein. 5 Denn wodurch ihre Feinde bestraft wurden, dadurch empfingen sie Wohltaten in ihrer Not. 6 Die ständig fließende Quelle wurde durch schmutziges Blut getrübt. 7 So wurden jene für den befohlenen Kindermord gestraft. Diesen aber gabst du wider Erwarten reichlich Wasser, 8 nachdem du ihnen vorher durch ihren Durst gezeigt hattest, wie ihre Gegner von dir bestraft wurden. (…) 17 Für deine allmächtige Hand, die aus ungeformtem Stoff die Welt geschaffen hat,/ wäre es keine Schwierigkeit gewesen, eine Menge von Bären gegen sie zu senden oder grimmige Löwen 18 oder unbekannte Tiere voll unerhörter Wut, die feuersprühenden Atem hauchen oder zischenden Qualm ausstoßen oder entsetzliche Funken aus den Augen sprühen. (…) 20 Aber abgesehen davon hätten sie durch einen einzigen Hauch fallen können, verfolgt von deinem Gericht und fortgeweht vom Sturm deiner Macht. Du aber hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet. 21 Denn du bist immer imstande, deine große Macht zu entfalten. Wer könnte der Kraft deines Arms widerstehen? 
(Weisheit 11 EÜ)
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Die Freunde des „Weltenbaumeisters“, der natürlich an seiner Seite nicht den Logos oder gar die Weisheit, sondern die Mathematik, die angeblich „göttliche Wissenschaft“ haben soll, berufen sich gerne auf den Vers aus Weisheit 11,20 „Du aber hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet.“ Daraus gehe doch hervor, dass die Mathematik der gesamten Natur als universeller Schlüssel zugrunde liegen müsse.

Nun ist dieser Schluss ein klassischer Fehlschluss, denn der Vers besagt im Zusammenhang nichts anderes als dies, dass Gott, der „immer imstande“ ist, seine „große Macht zu entfalten“, aus Ungeordnetem Geordnetes gemacht hat, das natürlich als Geordnetes, das der sinnlichen Wahrnehmung zugänglich wird, zählbar ist und sich als materielle Erscheinung manifestiert, die man irgendwie wiederum geordnet beschreiben kann, etwa so, dass wir paarig angelegt sind, dass wir an jeder Extremität fünf Finger bzw Zehen haben, dass in der Ferne zwei Berge sich erheben und nicht drei oder dergleichen, dass Schneeflocken eine regelmäßige (aber nicht perfekte) Sternstruktur haben und alles, im Makro- wie Mikrokosmos Geordnetheit aufweist insofern, als wir materielle Ordnungen darin abstrahieren können. Daraus folgt jedoch nicht, dass die Mathematik die göttliche Struktur ist in all diesen Erscheinungen. Sie ist beiläufig und erkennbar nur an die materielle Erscheinung der irdischen Dinge geknüpft. Nichts weist uns darauf hin, dass sie auch zwingend an die geistige Seite der Dinge geknüpft sein müsste. Der Zusammenhang wird zwar häufig auch bei religiösen Leuten hergestellt, etwa in der Kabbala. Die Zahlenrelationen mögen zwar in einer fernen Weise Allegorien für Göttliches sein, aber sie sind deswegen nicht erkennbar an sich selbst göttlich. Sie stellen vielmehr die äußerste Grenze der geschöpflichen Dinge auf der physischen Seite dar. Niemand könnte im Ernst behaupten, dass unsere Psyche oder gar Tätigkeiten der Ratio irgendwie zahlenrelational gebunden wären oder man aus diesen Tätigkeiten zahlenrelationale Strukturen abstrahieren könnte. Wie viel weniger kann man behaupten, die geistige, göttliche Seite der Dinge sei in irgendeiner Weise abhängig von mathematischen Relationen. Sie mag sich in ihnen mitabbilden, aber sie ist sie nicht selbst. Es ist sicher zutreffender zu sagen: Die Mathematik ist die Grenze der menschlichen Vernunft, sie richtet sogar eine Hürde auf gegen alle göttliche Vernunft. Die „eirene tou theou“ ("Friede Gottes"), die zugleich seine höchste Ordnung bedeutet, „hyperechousa panta noun“ ("übersteigt allen Intellekt") heißt es in Phil 4,7. Es gibt zu denken, dass derselbe Vers einen Segen ausspricht, in dem zugleich für die „noemata“, also die Erkenntnis- und Denkinhalte der Gesegneten um Bewahrung gefleht wird.

Wir haben eine Art „Denkblockade“ in uns, die uns notorisch dazu treibt, die Dinge von ihrer materiellen Seite her abzuleiten, selbst die Dinge der Transzendenz. Weil unser Denken an dieser Stelle blockiert ist, — das NT nennt dies den „animalischen Menschen“, den „natürlichen Menschen“, der „nichts vom Geist Gottes vernimmt“ (1 Kor 2,14) —, sind wir nicht in der Lage, die Dinge von einer höheren Ordnung her zu denken. Aufgrund der Bannung ins Materielle können wir höhere Ordnung nicht als Ordnung erkennen. Sie würde auf uns chaotisch bzw töricht wirken (vgl. den Schlussabschnitt des Textes). Daher wird vonseiten des NT bestätigt, dass man in der natürlichen Verfasstheit, die von der materiellen Seite aus denkt, vom Geist Gottes nichts vernehmen kann. Es ist auch von daher zu folgern, dass mathematische Abstraktion mit dem Geist Gottes und seinen Ordnungen nichts, aber auch gar nichts zu tun haben kann. Solche Abstraktion gehört nach diesem Verständnis immer noch in den Bereich der „psyche“, der „anima“, der „Seele“ und nicht in den des göttlichen oder heiligen Geistes.

Der Gedanke, dass das Chaos, in das die Mathematik nach selbstverständlich auch faszinierenden Wegen durch abstrakte, von der Physis abgeleitete Ordnungen führt, dann eben das Tor zur „höheren Ordnung“ sein müsse, ist zwar nachvollziehbar: weil man intuitiv weiß, dass höhere Ordnung auf uns chaotisch wirken muss, weil wir zu schwach sind, sie zu erkennen und zu entschlüsseln, sieht man dies in den mathematischen Paradoxien bereits erfüllt. Dabei belügt man sich selbst, denn man glaubt allen Ernstes, aus der in sich stimmigen mathematischen Abstraktion bruchlos durch deren Unstimmigkeiten hinübergleiten zu können in die höheren Ordnungen wie durch die berühmten „Wurmlöcher“ in die „Paralleluniversen“. Man begreift dabei nicht, dass das nur eine Vervielfältigung dessen annimmt, was wir bereits materiell vorfinden und eben gerade keine heilige und „höhere“ Ordnung annimmt. Die höhere Ordnung ist nicht eine Ableitung aus der materiellen Ordnung. Wir erliegen diesem Denkfehler ein ums andere Mal und kommen davon nicht los.

Die Sache liegt offenkundig erheblich feiner und geheimnisvoller. Die Ordnungen der Mathematik geraten bekanntermaßen an Grenzen und in Widersprüche, treiben am Ende in den Wahnsinn und führen nicht mehr weiter als wieder zurück ins Chaos. Wie sehr diese Erkenntnis ernst zu nehmen ist, kann man an der Entwicklung des Mathematikers Georg Cantor studieren. Cantor ist der, der die Mathematik des Unendlichen und die Mengenlehre entwickelt hat. Die postmoderne Reaktion darauf ist gemeinhin die, das Chaotische, in das man am Ende wieder abstürzt, als „neue Ordnung“ zu rekonstruieren, was aber nicht gelingen kann, weil mathematische Ordnung trotz allem immer auch voraussetzt, dass Dinge sich nicht logisch selbst ausschließen. In einer Art "Segmentdenken" kann man "Welten" technisch erschaffen, ihrer Illusion erliegen und sich darin sogar "verinnerlichen". In dem Augenblick, in dem der logische Widerspruch gewissermaßen zur Tugend erklärt wird, wird man zwar eine aus segmentstücken zusammengesetzte Pseudo-Ordnung deklarieren können, aber sie hat weder in der Abstraktion Stabilität noch wird sie sich in der Realität als stabil erweisen können. Ihre Segmente passen nicht zusammen und heben sich gegenseitig am Ende auch real und technisch auf. Nur unter Gewalt und Terror lässt sich diese buchstäblich gottlose Ordnung erzwingen für wenige äonische Momente, viele mit in ihren Abgrund reißen und am Ende verziehen müssen wie ein Unwetter. Die Überlebenden werden sich immer wieder fragen, wie es möglich war, dass sich solcher Wahnsinn durchsetzen konnte, die Augen reiben und doch beim nächsten Mal nicht klüger sein.

Wir haben die ganze Welt inzwischen vollgestellt mit unseren Maschinen, die auf Mathematik beruhen, tot sind und wesentlicher Grund für die immense Naturzerstörung sind, die wir zwar beklagen, aber durch noch mehr Apparatur und Maschinen nun erst recht zerstören. Wer - um ein Beispiel kurz zu durchdenken - die Bergkuppen ansieht, auf denen nun „Windräder“ in wachsender Zahl stehen, angeblich "nachhaltig" die berühmte „erneuerbare“ Energie erzeugend, stellt sich, wenn er nicht nur maschinell denkt, einige Fragen: Was soll überhaupt der absurde Begriff der „Erneuerbarkeit“ hier heißen? Windbewegungen sind keine "unbegrenzte Ressource", sondern schwingen in natürlichen Ordnungen, die man weder genau kennt noch überhaupt als sensible Ordnung auffasst, ja: noch nicht mal als technisch geordnete natürliche Ordnung, die sie auf ihrer äußersten physischen Seite in jedem Fall darstellt? Man kann nicht ohne Folgen in diese Kreisläufe in so großem Ausmaß eingreifen, ohne dass sich dabei ökologische Folgen einstellen werden (vgl. unten). Der hochempfindliche Waldboden wird andererseits etwa mit gigantischen Betonquadern zerstört, die nie mehr entfernt oder entsorgt werden können, nur um diese riesigen Windkraftinstallationen zu befestigen. Die Effizienz dieser Windräder ist nicht vorhanden, weil man das Problem der nur schubweisen Energielieferung nicht sinnvoll lösen kann. Ein sehr großer Teil der erzeugten "Energie" geht schlicht und einfach wieder verloren, weil sie nicht irgendwo gespeichert werden kann. Aus diesem Grund haben die Nationalsozialisten dieses Projekt der "Reichskrafttürme", das sie zuerst in großem Stil zur Energiegewinnung ausbeuten wollten, auch wieder aufgegeben: die erwünschte Energielieferung ließ sich nicht erreichen. Die Windräder  erzeugen nur gelegentlich „Energie“, und dies niemals grundlastsichernd, kaum effizient speicherbar, mal also zuviel und nicht nutzbar, mal zu wenig und dann sowieso sinnlos. Wer das also ansieht, muss den Wahnsinn erkennen, der sich hier Ausdruck gibt. Steile Hoffnungen, dass man die Probleme eines Tages lösen können wird, berechtigen nicht zu diesem rasanten Ausbau und dem verfrühten und unüberlegten "Ausstieg" aus konventionellen Methoden der Energiegewinnung, sofern man das Alltagsleben und die Industrie, wie wir sie kennen, aufrecht halten will. Dass ganze Insektenpopulationen durch die Rotorblätter inzwischen so sehr gefährdet sind, dass man ihr Aussterben in Erwägung ziehen muss, die braven Grünenwähler jedoch dasselbe Insektensterben zugleich beklagen, das sie mit ihrer Energieillusion an der Wahlurne selbst herbeigerufen haben, wird tabuisiert oder als „Verschwörungstheorie“ oder „rechts“ abgetan — die beiden Jokerhetzbegriffe, wenn man argumentativ nicht mehr weiterkommt. Es ist eine wichtige Frage, was es bedeutet, wenn man Wind in so starkem Maße „einfängt“ — ich nehme an, dass die Diskussion ebenfalls unterdrückt wird, ob Windkraft nicht, wenn sie so stark ausgebaut wird, das Klima verändert, weil sie massiv in die globalen Windkreisläufe eingreift, sie absorbiert oder umlenkt, obwohl es inzwischen Studien renommierter Universitäten zu einem Zusammenhang von Temperaturanstieg und Windkraftanlagen gibt.[1]
Das mathematisierende, technische Denken, das den Wahnideen von den „erneuerbaren“ Energien zugrunde liegt, denkt gewissermaßen nicht von hier bis um die nächste technische Ecke. Man realisiert technisch etwas, das wiederum riesige technische Schäden hinter der nächsten Kurve hervorruft, die man aber solange ignoriert, bis die nächste Umweltkatastrophe nicht mehr abzuleugnen ist. Künftige Generationen, die die vermüllten, zubetonierten Bergkuppen des Schwarzwaldes einmal werden beklagen müssen, werden unsere Dummheit und Dreistigkeit im Umgang mit der Natur aus „Ökowahn“ heraus verfluchen. Vielleicht ist das, was der „Ätti“ in Johann Peter Hebels Gedicht „Vergänglichkeit“ über die verkohlte Kuppen des Belchen und des Blauen sagt, auch eine Vision auch der zusammengebrochenen Windkraftwahnanlagen dort oben — wer sich ansieht, was dort seit Jahren geplant und gebaut wird, dem kann schon der Gedanke kommen, dass dieser Eingriff in die Natur Folgen haben wird[2]. Geworben wird indes mit der „neuesten Technik“ — was auch sonst, nicht etwa mit gesundem Verstand oder einem tiefen Verständnis für die Natur, sondern Technik, Mathematik und einer maschinellen Auffassung der Schöpfung. Die Bilder zeigen sehr gut, welch gigantische Betonsockel man in den sensiblen Waldboden gerammt hat.
Windkraftanlagen geraten bei Blitzeinschlägen immer wieder in Brand. Wenn das geschieht, kann brandschutztechnisch nicht mehr eingegriffen werden, weil die Anlagen zu hoch und zu gigantisch sind. Außerdem besteht massive Lebensgefahr für jeden, der sich einem brennenden Windradturm nähert durch herunterfallende brennende Teile. Es ist nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn diese Brandsätze auf den Schwarzwaldbergen in einem trockenen Sommer Waldbrände auslösen würden. Solche Brandkatastrophen an Windrädern wurden immer wieder gefilmt[3]. Es gibt diese gefährlichen und hochgiftigen Brände durch Blitzeinschläge in Windräder also längst, offiziell wird aber so getan, als habe man alles im Griff[4], obwohl man zugleich zugeben muss, dass Windräder durch ihre Höhe Blitze förmlich magisch anziehen. Ein ernüchternder Artikel fand sich vor einiger Zeit im „Handelsblatt“, der die Brand-Gefahren für Windräder nicht herunterspielte, sondern in ihrer ganzen Gefahr für Menschen, Tiere und Landschaft auch ansprach.[5]
Hier nun Hebels Worte, die das Land visionär tot schauen, es gibt kein Leben mehr dort und kein Wasser nach einer Brandkatastrophe:

Drüber chunnt der Tag;
o, b’hüetis Gott, mer brucht ke Sunn derzue,
der Himmel stoht im Blitz, und d’Welt im Glast.
Druf gschieht no viel, i ha iez nit der Zit;
und endli zündets a, und brennt und brennt,
wo Boden isch, und Niemes löscht. Es glumst
wohl selber ab. Wie meinsch, siehts us derno?
(…)
Der Belche stoht verchohlt,
der Blauen au, as wie zwee alti Thürn,
und zwische drinn isch Alles use brennt,
bis tief in Bode abe. D’Wiese het
ke Wasser meh, ’s isch Alles öd und schwarz,
und todtestill, so wit me luegt.

Hinzu kommen eine gesundheitlich für alles Lebendige hochproblematische Infraschallbelastung, das Schreddern zahlreicher Vogelarten, massive Gefahr durch den Zusammenbruch der Rotorblätter für Mensch und Tier, die von Windradschrott getroffen werden (Windräder sind teilweise höher als die höchsten Kirchtürme Europas und die Rotorblätter sind inzwischen bis zu 50 m lang). Dass die Windkraftanlagen aus hochgiftigen Verbundstoffen hergestellt werden, nicht entsorgt werden können und damit eine massive Umweltbelastung darstellen, wird tabuisiert, aber selbst in den Mainstreammedien gelegentlich in seiner ganzen Problematik dargestellt.[6]

Man will hier „die Umwelt schützen“, indem man sie mechanisch irgendwie an einer anderen Seite als bisher ausbeutet, ohne die negativen technischen Folgen zu bedenken, die aus der Ausbeutungstechnik, die man als neuesten Schrei gewählt hat, zu erwarten sind. Die Ökoenthusiasten sehen nicht, dass die rücksichtslose und noch dazu ineffiziente Ausbeutung der Windkraft nicht weniger Raubbau an der Natur treibt als eine rücksichtslose und kurzsichtige Braunkohleförderung. Sie glauben an eine gute und eine böse Technik — dabei ist es der mathematisierende, technische, unheilige Blick an sich auf die Natur selbst, der immer von Unheil ist.

Doch zurück zum Ausgangspunkt der Gedanken:

Eine mathematische Ordnung, die am Ende in die Ungewissheit führt, ob man es mit A oder nonA zu tun hat, ob das Dreieck nicht doch in Wahrheit ein Kreis ist, hebt sich selbst als Ordnung auf. Die Klugen unter den Mathematikern wissen jedoch, dass man am Ende durch die angenommene universelle Ordnung der Mathematik deren Geltung wieder aufgeben muss. Cantor meinte, daran wahnsinnig werden zu müssen. Wahrheit, Täuschung, Wirklichkeit und Illusion verschwimmen. Eine rein handwerklich-materielle Ordnungsvorstellung, die so etwas wie „Hausverstand“ oder „Bauernschläue“ braucht und uns hilft, Maschinen zu bauen und ganz allgemein zu kaufen und zu verkaufen (Geld zu zählen und den homo oeconomicus zu spielen), bleibt nur in der Vordergründigkeit real und löst sich auf, je tiefer ein Mensch denkt. Von alters her zogen daher die Intelligentesten und Aufrichtigsten aus diesem „kosmos“ aus, der in der Rede des NT nicht das meint, was man heute unter „Kosmos“ iS des Weltalls oder „Universums“ versteht, sondern das „System dieses Zeitalters“.

Das „System“ (griech. „kosmos“) des wahren Gottes ist griechisch „moria“, zu deutsch „Dummheit“ (1 Kor 2,14).

Der Geist Gottes schwingt in der Finsternis über dem „tehom“, dem Chaoswasser (Gen 1). Haben wir je verstanden, was dieser Satz sagt?

Und erst recht: was bedeutet es, das wir „ex hydatos kai pneumatos“„aus Wasser und Geist geboren werden müssen“, um in die „basileia tou theou“, das Reich Gottes zu gelangen?

Hanna Jüngling, 26.2.2020 (Zu Hause)


Tagebuchfolgen bisher:


1 Kommentar:

  1. Was die Problematik der Windkraft angeht, muss man redlicherweise klarstellen, dass JEDE Form der Energieerzeugung bzw. Energiegewinnung in die Natur eingreift und gefährlich ist. Eine vollständige "saubere" Energie ist eine Illusion, sieht man davon ab, dass man sich einfach nur in der Sonne wärmt (und keinen Hautkrebs davon trägt). Alles Andere, auch Solarenergie, bedarf zusätzlicher technischer "Aufbauten", die in sich wieder problematisch sind, was die hierfür benötigten Stoffe, Herstellungsprozesse und Umwelteinflüsse betrifft.

    Aus menschlicher Sicht ist daher immer abzuwägen zwischen dem Nutzen und den Belastungen, die mit Energiegewinnung verbunden sind. Und da hat Windenergie verglichen mit anderen Formen der Energiegewinnung durchaus Vorteile.

    Niemand erwartet übrigens von der Windernergie Grundlastsicherung. Die Tatsache, dass die Ausbeute von Windenergie durch unterschiedliche Windstärken verschieden stark ist, stellt im Wesentlichen auch kein Problem dar, weil Windenergie nur Teil eines Energiemix ist und daher nur eine Säule der erneuerbaren Energien bildet. Die ungleichmäßige Energieerzeugung wird zum großen Teil aufgehoben durch verschiedene Standorte von Windkraftanlagen, die im Verbund betrieben werden und durch ausgleichende andere erneuerbare Energien.

    Derzeit geht man davon aus, dass durch Windkraftanlagen jährlich 1.200 Tonnen Insekten getötet werden. 400.000 Tonnen Insekten werden hingegen von anderen Tieren gefressen. In der Diskussion ist allerdings, ob hauptsächlich Weibchen von Windkraftanlagen angezogen werden, was dann natürlich erheblichere Auswirkungen auf den Fortbestand von Insekten hätte. Das ist aber noch nicht hinreichend erforscht. Da sich Windkraftanlagen meistens weit außerhalb menschlicher Besiedlung befinden, ist die Auswirkung auf die Bevölkerung durch einstürzende Anlagen oder abbrechende Rotoren relativ gering. Der Rückbau von Windkrafträdern ist relativ problemlos. Woran es derzeit noch fehlt, ist an einem geordneten Recycling des dadurch entstehenden "Bauschutts".

    Es hat eben alles Vor- und Nachteile. Das ist mit "alter" Technik wie etwa dem Autoverkehr nicht anders. Hier werden in Deutschland jährlich über 3.000 Verkehrstote und viele hunderttausend Verletzte, erhebliche Sachschäden und Umweltbelastungen in Kauf genommen, weil die individuelle Mobilität und der Güterverkehr einen sehr hohen Stellenwert genießen.

    Die Gesellschaft muss entscheiden, wie sie ihren gewaltigen Energiehunger stillen möchte.

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