Donnerstag, 9. August 2018

Trinitätslehre auf dem Prüfstand - Brief II an Unitarier und Trinitarier



Unitarische Zerklüftungen und Gedanken zu Phil 2, 6—11

Lieber Unitarier, lieber Trinitarier,

Es gibt nichts Neues unter der Sonne!
Die postmoderne Frage nach der Gottheit Jesu ist nichts als neuer Wein in alten Schläuchen, und es ist klug, wenn man nicht nur Bibel liest, sondern auch gelegentlich ein Geschichtsbuch aufschlägt und schlichte Geschichtsforschung betreibt.

2. Dreier-Algorithmen

Es gibt seit einiger Zeit eine Art „Wahrheitsbewegung“ hinsichtlich der Gestalt Jesu und einen tiefen Zweifel an der Trinitätslehre, aber nicht jeder, der eine unitarische Position vertritt, tut dies aus denselben Gründen und Motivationen.

Bei manchen ist der Unitarismus mit Haltungen vermischt, die mich zurückweichen lassen. Wie im vorigen Brief-Aufsatz bereits ausgeführt, gibt uns die Schrift sehr wohl für den Christus eine außerordentliche Position vor, und eine Meinung, die ihn zu einem schnöden Menschen macht „wie wir“, kann aus mS so auch nicht richtig sein, obgleich ich das Trinitätsmodell aufgrund seiner Schriftferne und Angleichung an triadische Gottmodelle v.a. okkulter Mysterienreligionen der Spätantike nur abweisen kann: dieses Modell hat ja heidnische Gussformen, die man aufzeigen kann, etwa das pagane „Corpus hermeticum“ oder hermetische chaldäisch-zoroastrische Trinitätslehren oder die ägyptische Trinität von Isis-Horus-Osiris. Letzteres wurde zur Zeit des Aufstiegs des Christentums im römischen Reich weit verbreitet und fand als „Heilige Familie“ große Bekanntheit. Man kann schwerlich so naiv sein zu glauben, dass die zeitgleiche Entstehung der kirchlichen Trinitätstheologie mit diesem wirklich extrem starken religiös-philosophischen Modell rein gar nichts zu tun haben soll. Die (in sich mystisch verbundene) Dreizahl kommt als mystische Zahl in der Schrift so gut wie gar nicht vor, und wenn sie es tut, tut sie es negativ. Die Nennung von Vater, Sohn und Heiligem Geist im Missionsauftrag Jesu betrachte ich nicht als echte trinitarische Formel.

Ich habe oft tief in mir eine Sperre gegen das Trinitätsmodell empfunden, weil ich dachte, die apokalyptische „Zahl eines Menschen“, die Zahl 666 für den „Antichristen“, könnte damit irgendwie zusammenhängen. Diese drei „wesensgleichen“ und numerisch identischen Zahlen haben mich stark an eine trinitarische Anlage erinnert. Aber ich war unsicher, ob das nicht ein vermessener Gedanke ist. Die Zahl 6 als doppelte 3 stieß mich ab und in mir bohrte die Angst, dass man der göttlichen Trinität so etwas wie irdische Machttriaden in Dreier-Algorithmen beigesellen könnte, nach denen man die komplette Matrix unseres Lebens strukturieren wird. Algorithmisches Denken ist zutiefst Gesetzesdenken, geht auf die Euklidsche Geometrie zurück und seine „elementa“ (Paulus spricht von ihnen in Gal 4) ersonnene Gesetzmäßigkeiten, die man anstelle der erhabeneren, lebendigen, vitalen und dynamischen …und: freien (!) … Ordnungen Gottes setzt, der nicht in Zahlen und Zahlenrelationen, denen seine Geschöpfe unterliegen, gebannt werden kann und darf: so hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch sind seine Ordnungen über dem angesiedelt, was wir unter diesen angeblich göttlichen „elementa egena“ (Paulus: den „erbärmlichen Gesetzmäßigkeiten“) nach den Traditionen der Menschen verstehen.

Auch stieß mich als Katholikin die neuzeitliche Entwicklung der Verehrung der „Heiligen Familie“ zutiefst ab. Während man in früheren Zeiten Maria verehrte, weil sie die Mutter Christi war und damit auch biblisch begründet selig zu preisen ist (!), zunächst als „Anna-Selbsdritt“-Darstellung (mit ihrer Mutter Anna und Jesus), forcierte man in der katholischen Kirche die Josefsverehrung. Plötzlich verschob man die heilsgeschichtlich eindeutig untergeordnete Rolle des Josef hin zu einer Überspannung: er sei als einziger Mann dieser Welt Repräsentant und Abbild Gottvaters gegenüber dem Jesuskind gewesen. Nun ist die Rolle Josefs im NT aber eindeutig eine untergeordnete und wirklich demütige: er stand völlig im Dienst dessen, was an seiner Frau geschah. Dafür verdient er mE große Beachtung und Dankbarkeit. Aber eine Verehrung der „Heiligen Familie“ berührte mich dennoch ungut. Die besondere und überdimensionale Verehrung der „Heiligen Familie“ kam am Ende des 19. Jh auf unter Leo XIII. In zahlreichen Kirchen entstanden plötzlich „Josefsaltäre“, die anrührende Bilder der Trias von Jesus-Maria-Josef in der heimischen Werkstatt oder Küche zeigten. Es ist mir nicht entgangen, dass diese Darstellungen frappierend den antiken Darstellungen von Isis-Horus-Osiris ähnelten und typologisch sicher auch von ihnen abgeleitet werden können und müssen. Es kam in Mode, Briefe etwa mit der Kurzformel „J-M-J“ zu überschreiben: „Jesus-Maria-Josef“. Mit der Neuzeit prangten wundersamerweise plötzlich in vielen Kirchen, Synagogen und sogar Moscheen Bilder des „allsehenden Auges“, das ursprünglich das „Horus-Auge“ aus paganem Hintergrund war. Leo XIII. führte die Verehrung der Heiligen Familie auf einer vordergründigen Ebene wegen des angeblichen Verlustes des rechten traditionellen Familienbildes durch die Säkularisierung ein. Ich habe allerdings immer Zweifel daran gehabt, dass dies eine echte Begründung für den „Heilige-Familie“-Kult sein konnte, denn ich weiß als Historikerin, wie es um die Familie im Feudalismus bestellt war… das war ganz gewiss nicht eitel Sonnenschein und in ganz anderen Hinsichten zutiefst ungerecht und grausam… aber das ist ein anderes Thema.
Wie gesagt: Ich habe instinktiv eine große Abneigung gegen das alles empfunden und mich dagegen innerlich gewehrt.

Eine Diskussion über die wahre Herkunft des christlichen Trinitätsdenkens fand in der Renaissance und in der frühen Neuzeit bereits ausführlich statt und trat anfangs im Gewande der Reformation auf, wurde von Reformatoren wie Luther und Calvin erbittert bekämpft und aus ihrem Machtbereich vertrieben und sogar verfolgt.
In Ostmitteleuropa aber konnte der Unitarismus im 16. Jh weite Verbreitung finden und eine unitarische siebenbürgische Kirche, v.a. unter der ungarischen Bevölkerung, existiert mW bis heute. Eine weitere Hochburg war Polen mit den „Polnischen Brüdern“.
Der Unitarismus der frühen Neuzeit gehört zur Bewegung der Sozianer.
Aus diesem Unitarismus und Sozianismus folgten logisch aber am Ende die säkulare Aufklärung und die Verwerfung der Schriftinspiration. Man tat sich schwer mit allem, was vielleicht echter prophetischer und mystischer Natur war und neigte einem allzu großen Rationalismus zu.

Der Islam, weil er die Mittlergestalt Jesu leugnet und unbewusst geradezu ein Pool an gnostischen Irrungen ist, ist ebenfalls eine unitarische Religion, die sich aus dem Christentum entwickelt hat. Es wäre einen Aufsatz, ja eine ganze Untersuchung für sich selbst wert, das darzulegen, kann hier also nicht weiter verfolgt werden.
Eine offen unitarische Position vertreten auch die Zeugen Jehovas und verknüpfen damit wiederum alle möglichen Lehren, die mehr als problematisch sind und auf mein Unbehagen und mein Befremden stoßen.

Ich habe den Eindruck, dass die Konfrontation mit dem Islam offener oder geheimer Ausgangspunkt vieler postmoderner, unitarischer Denkanstöße ist. Selbst Papst Franziskus betet in den weltökumenischen Begegnungen mit Muslimen grundsätzlich nur noch den einen Gott an. Er gibt also den demonstrativen Trinitarismus zugunsten einer globalen religiösen Einigung auf.

Ein anderes Beispiel ist Sir Isaac Newton: er war Unitarier mit sogar guten Argumenten, aber andererseits vermischte er diesen Unitarismus mit Okkultismus und Alchemie, denen er sich extrem ausführlich widmete, und die auch der Hintergrund für seine Naturphilosophie waren. Das ist insofern kurios, als sonst gerade Okkultisten und Hermetiker eigentlich viel übrig haben für den Trinitarismus. In einem gewissen Sinn erinnert Newton an die islamische Mischung hellenistischen Gedankenguts mit einem rigorosen Unitarismus.

Ich bin daher skeptisch, wenn etwa Sir Anthony Buzzard alles und jeden zitiert, der irgendwie eine unitarische Position vortrug, um seine eigenen unitarische Position zu stützen. Ich habe das Bedürfnis, mich hier nicht auf Positionen zu stützen, mit denen ich mir noch ganz andere Probleme einhandeln könnte, als sie ohnehin schon vorhanden sind, sondern darauf zu hoffen, dass Gott mir die richtige Erkenntnis schenkt auch über den rechten Zusammenhang, in dem ich Jesus verstehen soll.

Wie ich im letzten Brief schon schrieb, nimmt Jesus eine besondere Stellung ein in der Schrift. Er ist Mittler zwischen dem Vater und der Menschheit. Er wird in der Tat „Gottes Sohn“ und „Menschensohn“ genannt.
Aber alleine schon bei diesem „Hendiadyoin“ (einem rhetorischen und stilistischen Mittel, einen (griech. „hen“) durch („dia“) zwei („dyoin“) Begriffe zu beschreiben, das das hebräische Denken auszeichnet) kann man vielen falschen Impulsen erliegen.
Man kann zB dem Impuls erliegen, diese beiden Begriffe symmetrisch zu verstehen: die Sohnschaft Jesu wäre dann streng analog zu verstehen. Gott hat ihn dann ebenso gezeugt wie Maria dies tat. Gegen diese Vorstellung opponiert besonders der Islam. Nun ist aber tatsächlich in diesem Hendiadyoin eine solche Deutung nicht schon genuin inklusiv. Man ist verpflichtet, sich darüber sehr genaue und abwägende Gedanken zu machen: was ist ein „Menschensohn“, und was ist ein „Gottessohn“ im biblischen Kontext? Man bemerkt sehr schnell, dass Aussagen: „Es ist nicht so, sondern so“ nicht mehr möglich sind. Die Begriffe werden in der Schrift zu weit gefasst verwendet, als dass das so eindeutig wäre, wie manche es behaupten. Und vor allem gibt es zwar viele Menschensöhne bzw -kinder in der Schrift und viele Gottessöhne (hebr „b’ne elohim“), aber es gibt mW keine Kombination von beidem — und das macht es umso schwerer, sich hier nicht zu verrennen. Auch sind die „Gottessöhne“ in der Schrift niemals gezeugte Wesen, sondern geschaffene Engel. Aber in der Tat sind sie nicht Gott. Da aber der Sohn Gottes Jesus als „heute gezeugt“ (wann immer man das ansetzen will) beschrieben wird, ist er nicht dasselbe wie ein Engel, sondern dem Vater näherstehend. Andererseits kam einem Menschen niemals der Status eines Engels zu und umgekehrt. Als sich beide Wesenheiten vermischten auf Initiative gefallener Engel hin (Gen 6) erfolgte ein solcher Verfall, dass Gott die Welt vernichtete (Sintflut).
Man dreht sich im Kreis und merkt schnell, dass hier mit dem Christus ein einmaliges Faktum ohne jedes vollständig angemessene Vorbild vorliegt.

3. Betrachtung zu Phil 2, 6-11

Ich möchte auf eine Schriftstelle eingehen, und an ihr beißt man sich bereits die Zähne aus. Ich zitiere erst aus der Vulgata, weil sie mE klarer übersetzt als jede deutsche Übertragung, danach zitiere ich die Elberfelder:

„6 qui cum in forma Dei esset, non rapinam arbitratus est esse se æqualem Deo :
7 sed semetipsum exinanivit, formam servi accipiens, in similitudinem hominum factus, et habitu inventus ut homo.
8 Humiliavit semetipsum factus obediens usque ad mortem, mortem autem crucis.
9 Propter quod et Deus exaltavit illum, et donavit illi nomen, quod est super omne nomen :
10 ut in nomine Jesu omne genu flectatur cælestium, terrestrium et infernorum,
11 et omnis lingua confiteatur, quia Dominus Jesus Christus in gloria est Dei Patris.

6 der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt5, Gott gleich zu sein.
7 Aber er machte sich selbst zu nichts6 und nahm Knechtsgestalt7 an, indem er den Menschen gleich geworden ist8, und der Gestalt nach9 wie ein Mensch befunden,
8 erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.
9 Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen10, der über jeden Namen ist,
10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen,
11 und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Wir sehen (ich hab das nicht eliminiert!), dass in der Elberfelder in V 6+7+10 außergewöhnlich viele Anmerkungen sind, weil es offenbar nahezu unmöglich ist, diesen Text verständlich oder überhaupt korrekt zu übersetzen.

Auf jeden Fall klingt dieser Hymnus absolut nicht danach, als handle es sich hier um einen einfachen, normalen Menschen! Auch die häufige Ausflucht, Jesus sei halt ein Prophet oder Gesandter Gottes gewesen, wird einem solchen Text niemals gerecht!

Ich muss spontan auch an die Formulierung des heidnischen Juristen Plinius secundus denken, der an Kaiser Traian schrieb, er habe bei seinen Verhören von ehemaligen Christen erfahren, dass sie in den frühen Morgenstunden „carmen Christo quasi Deo dicere“, „dem Christus gewissermaßen wie einem Gott ein Loblied singen“.
Über diese Formulierung wurde in der Fachliteratur schon viel geforscht, allerdings nicht hinsichtlich der Wendung „quasi Deo“, denn das zeigt auf, dass aus der Sicht des Heiden Plinius oder auch seiner christlichen Informanten dieses Christus in eine unmittelbare Nähe zu einer göttlichen Gestalt gesetzt wurde, aber eben definitiv nicht direkt als der eine Gott gepriesen wurde.

Ich spüre den Sätzen nach:

V6:
— …qui cum in forma Dei esset, non rapinam arbitratus est esse se æqualem Deo : —

„…der in der „Form Gottes“, griechisch der „morphe theou“, war…“

King James Version: „…who, being in the form of God…”

Man muss das nicht zwingend so verstehen, als sei Jesus gewissermaßen eine Art “Heraustritt” Gottes aus seiner Gottheit, eine Art verdoppelnde Spiegelung Gottes. Modern gesprochen so, als habe man ihn als Hologramm an einen anderen Ort projiziert, ähnlich, wie es inzwischen Politiker tun, die an einem Ort eine Wahlkampfrede halten, sich selbst aber holografisch in andere Städten auf einer Bühne zeitgleich vor Publikum auftreten zu lassen? Das ist zugegebenermaßen ein faszinierender Gedanke. Er hat nur den Haken, dass ein Hologramm niemals lebendig und echt, sondern nur ein Idol einer Person sein kann. Jesus ist aber kein Götterbild des Vaters…

Was ist also mit einer „morphe theou“ oder einer „forma Dei“ gemeint? Meint das die „Gestalt Gottes“ in einem ontologischen, seinshaften Sinn? So also, als stehe die „forma Dei“ für das Sein Gottes?
Das kann an sich kaum sein.
Warum nicht?
Eben weil der biblische eine Gott in sich doch schwerlich verspiegelt gedacht werden kann. Die Inder tun dergleichen: sie stellen sich Millionen Götter als Spiegelungen der einen Gottheit Brahma vor, die so ungreifbar und abstrakt, so unsichtbar und unerkennbar ist, dass sie aus Erbarmen dem Menschen in Gestalt vieler Götter entgegenkommt, jedem und jeder so, wie es ihm oder ihr am besten liegt…
Und man kommt nicht umhin, darin einen Anklang an das zu hören, was auch im christlichen Duktus gelegentlich gesagt wird, etwa so: „Schließlich wurde der Gott, der in einem Licht wohnt, zu dem niemand kommen kann, selbst Mensch, um uns  etc. etc.“
Die trinitarische Rede steht daher dem hinduistischen Gedankengang nicht wirklich fern.
Nun ist es aber eindeutige Rede im AT, dass Gott geradezu rigoros „einer“ ist, „eins“ nicht nur für unsere irdische Wahrnehmung in einer Raumzeit, die durch Zahlenrelationen strukturiert ist, sondern auch „eins“ insofern, als wir ihn, wer immer er ist, nicht in Zahlenrelationen strukturieren sollen! Genau das sollen wir nicht tun! Was gezählt oder durch Zahlenrelationen geteilt wird, ist und bleibt unvollkommen und kann nicht Gott sein!

Hat Paulus sich darüber hinweggesetzt?
Das wäre grundsätzlich zwar möglich, aber ich habe nicht den Eindruck, dass er es getan hat.

Man kann diese Rede von der „morphe theou“ auch so verstehen, dass der Christus in der für ihn von Gott vorgesehenen menschlichen Gestalt perfekt und ungetrübt war.
Meine Leser kennen vielleicht den Unterschied zwischen dem „Genitivus objectivus“, dem „Genitivus subjectivus“, dem „Genitivus possessivus“ etc.

„Morphe theou“ kann daher Verschiedenes heißen:

  • „Form Gottes“ (iS von „so sieht Gott aus“)

  • „Form nach dem Willen Gottes“

  • „zu Gott gehörige Form“, sogar iS von „von Gott gemachte Form“ oder von ihm abgeleitete Form

  • „Abbild Gottes“ iS einer abbildenden „forma“ eines Vorbildes oder Urbildes, Gott ist hier als Gussform für ein Geschöpf zu denken

Letztere Interpretation wird durch die folgende Passage nahegelegt:

V6:

„— …non rapinam arbitratus est esse se æqualem Deo…—

„…(er) hat es nicht als Raub angesehen, dass er Gott gleich war…“  Es könnte sogar zugespitzt gesehen werden:

„…(er) hat es nicht als Raub beobachtet/verfolgt, dass er Gott gleich war…“

Etwa in dem Sinn, dass er die Gottgleichheit nicht wie einen Raub an sich gerissen hat.
Das ergäbe Sinn insofern, als Adam und Eva genau dies getan haben: sie waren „imago Dei“, gottgleich (iS von ähnlich) und differenzierten diese Gottähnlichkeit von Gott und wollten sie ablösen, „rauben“ und für sich behalten. Ich denke aber noch viel mehr als an diese beiden „dummen“ Menschen an den, der sie verführte: er wollte Gott die Schönheit Gottes, die er in großer Fülle besessen haben soll, wie man es aufgrund der Propheten meint, rauben und für sich behalten. Gott teilt seine Göttlichkeit mit seinen Geschöpfen nach seinem Maß, und wehe dem Geschöpf, das sich mit dieser Teilhabe einfach davonmachen will und ein Gegenreich gegen den Geber aller Dinge aufbauen will… Weil diese Teilhabe zwar unermesslich groß ist, bei Gott aber immer nur klein, weil er „ewig groß“, überfließende, nie versiegende Fülle ist, täuscht sich das Geschöpf und meint, ein solcher Gegenpol könne geschaffen werden. Dennoch sprechen manche Formulierungen Gottes dafür, dass er in sehr hohem Maße mit seinen Geschöpfen geteilt hat und sie darum auch immer weiter geschwächt werden mussten (Gen 3,22; Gen 6,7; Gen 11,6), um überhaupt noch erlösbar zu bleiben.

Der Christus hat diesen Raub nicht getan! Man kann ihn also als Menschen deuten, mit dem Gott noch einmal von vorne anfängt und der nicht das tut, was Adam tat: Jesus beraubte Gott nicht, indem er seine Gottähnlichkeit als Mensch für sich absondern wollte, sondern beließ sie als „Kanal“ zu Gott bestehen und zerstörte die Innigkeit nicht, die zwischen Gott und Geschöpf sein sollte.

Beachtlich ist für mich der Begriff „isa“ (griech.) bzw „aequalis“ (lat.): Das bedeutet „gleich“, aber nicht identisch. „aequalis“ meint immer ein „Similis“, ein Ähnliches: der Mensch ist als Mann und Frau Gott „similis“, die Frau ist dem Mann „similis“. Im Begriff der Ähnlichkeit liegt keine Rangfolge beschlossen, sondern lediglich ein Strukturelement. Ähnliches kann, muss aber nicht gleichrangig sein. Es ist an sich nicht zur Intention des Begriffes gehörig, und es spricht gegen uns, dass wir sofort damit operieren seit dem Sündenfall: wir halten Ähnliches in Schach aus Neid und Eifersucht und räuberischer Gesinnung.
Christus war also Gott gleich, aber nicht Gott selbst. Er war ihm aequivalent in der von Gott vorgesehenen Weise, durchbrach diese Äquivalenz nicht eigenmächtig und in räuberischer Gesinnung, sondern lebte sie innig.
Ich muss spontan an Abschalom denken, den Sohn Davids, der seinem Vater das Königtum entreißen wollte und einen Putsch gegen ihn versuchte: Abschalom war dem David „similis“ und wollte sein Erbe an sich reißen.
So etwa kann man den Menschen nach dem Fall sehen.
Und genauso war der Christus nicht.

Wenn es in V7 heißt:

„…— sed semetipsum exinanivit, formam servi accipiens, in similitudinem hominum factus, et habitu inventus ut homo… — 

Dann meint das nicht, dass er nun als „Gott“ die „forma“ des ursprünglichen Menschen annahm. Genau das steht da ja nicht!

Da steht:

„… sondern er machte sich leer (oder „dürftig“), nahm die Form eines Sklaven an, er wurde einem Menschen ähnlich gemacht, und er wurde wahrgenommen wie ein Mensch…“

Was heißt das?
Steht da, dass der vormalige Gott nun herabstieg in die generalisiert niedrige Form des Menschen?

Nein, das steht nicht da. Der Mensch war von Gott nicht niedrig gedacht!
Es steht da, dass dieser in Innigkeit mit Gott verbundene Mensch einverstanden damit war, dass er die „forma servi“ annahm, also nach der Gussform des in die Sklaverei der Sünde geratenen Menschen nach dem Fall geschaffen („factus“) wurde. Wie Gott mit diesem Menschen kommunizieren konnte, bevor er ihn in die Gestalt des Sklaven schuf, muss im Dunkeln bleiben. Es ist in jedem Fall nicht völlig abwegig, dass hier doch eine gewisse Präexistenz gedacht werden kann, wenn auch nicht im kirchlichen Sinne. Irgendwie muss hier eine Kommunikation stattgefunden haben, bevor das alles geschah, ebenso wie auch die Mutter Jesu, Maria, bevor das alles geschah, gefragt wurde, ob sie sich in Dienst stellen lässt.
Mit „homo“ wird hier der „Mensch als Sklave der Sünde“ benannt.
Und die anderen Sklaven der Sünde sahen in ihm einfach nur sich selbst, obwohl er eigentlich, in Wahrheit, „in forma Dei“, also in der von Gott vorgesehenen Form eines vollkommenen Menschen als Ebenbild Gottes war.

Den Rest müssen wir nicht mehr genauer untersuchen, weil klar wurde, was er aussagen kann in meiner Verstehensweise.
Und wieder erstaune ich mit Schaudern darüber, dass der große Gott im Himmel ihn, den Christus, überreich für diese Hingabe belohnt und erhebt — als Menschen erhebt über alle Dinge, also eine gewisse göttliche Entäußerung, eine noch größere Teilhabe, als sie schon vorher bestand schenkt, um dieses Menschen willen, der es um unsretwillen, aber nach dem Wunsch des Vaters tat, um die erbärmliche und verzweifelte Lage der Welt und ihrer Menschen zu heilen, wenn auch nur mit knapper Not, denn es war ein „Drahtseilakt“, ein enormes Risiko, um es menschlich zu sagen, und darum versteht man diese Sätze auch nur so schwer.

Ein großer Rest an Nichtverstehen muss übrigbleiben, wenn wir Gott nicht erneut die Ehre rauben wollen.

Montag, 23. Juli 2018

Trinitätslehre auf dem Prüfstand - Brief I an Unitarier und Trinitarier



Lieber Unitarier, lieber Trinitarier!

Ich denke sehr intensiv über die Frage nach dem einen Gott nach, und da ich vor allem die altkirchliche und die gesamte dogmatische Entwicklung der katholischen Kirche sehr gut kenne und alle „Abzweigungen“, an denen sich Kirchen entweder schismatisch oder durch „Häresie“ getrennt haben, habe ich Schwierigkeiten, mit dem Thema gedanklich so einfach fertigzuwerden, wie ich es gelegentlich aufseiten mancher Trinitarier, aber auch mancher Unitarier wahrnehme.

Wenn Sie es mir erlauben, möchte ich meine Denkprobleme ein wenig ausführlicher beschreiben — wenn nicht, lesen Sie es nicht weiter, ich will wirklich niemanden belasten, aber es sind eben sehr ernste Fragen, die man nicht schnell abhandeln kann. Meine Gedanken sind und bleiben unfertig, ja: sie müssen unfertig bleiben, damit Gott nicht die Ehre gestohlen wird. Ich will mich hier in diesem Brief ausschließlich auf das dogmatische Trinitätsmodell und seine Problematik, aber auch auf einen allzu leichtfertigen „Unitarismus“ beziehen. In einem weiteren Brief reflektiere ich die kirchliche und die unitarische Position zum „Königreich Gottes“:

1. Zum Trinitätsmodell

Daran haben schon viele Zweifel gehabt — man weiß es ja, dass es Konstantin in Nicäa war, der diese „homoousios“-Formel (von der Wesensgleichheit des Sohnes mit dem Vater) aufbrachte (und keineswegs einer der Kirchenmänner!), dass er sie den Kirchenmännern abzwang, und dass man bis heute nicht genau weiß, woher diese Formel kommt, taucht sie doch im christlichen Diskussionsfeld erstmalig überhaupt erst 325 auf,  vermutlich aber entstammt der Begriff der philosophischen Terminologie gnostischer Denkschulen und Konstantin hat ihn aus dem heidnischen Kontext übernommen.[1]

Die Auseinandersetzung der alten Kirche vor Nicäa liegt zum großen Teil im Dunkeln, weil danach systematisch nicht genehmes älteres Schrifttum sowohl der Heiden als auch der christlichen Autoren vernichtet oder dem Verfall preisgegeben wurde. Die gewaltigen antiken Bibliotheken schmolzen auf klägliche Reste zusammen und man kann davon ausgehen, dass vieles, was überliefert wurde, nachträglich beim Abschreiben „korrigiert“ wurde. Anhaltspunkte dafür liegen auch für den Schriftkanon vor, vor allem da, wo Abweichungen in den Abschriften vorliegen. Leider wurden auch alle originalen Schriften des Arius ja vernichtet und man kann nur aus der Polemik gegen ihn rekonstruieren, wie er vermutlich gedacht und argumentiert hat.

Die Problematik liegt indes auch aufgrund der Schrift auf der Hand:

Jesus war nicht einfach nur ein normaler Mensch — so simpel, wie es teilweise in den unitarischen Argumentationen klingt, ist es nicht.
Wir alle, Sie und ich, werden von einem Mann und einer Frau gemeinsam gezeugt, und unsere Mutter hat uns darüber hinaus auch lange in sich getragen und irgendwann geboren. Im Kontext der Schrift sind es nur noch zwei oder drei andere Menschen, die „ohne Vater und ohne Mutter“ waren: Adam, Eva und Melchisedek. Immerhin hat Jesus eine menschliche Mutter.
Was hat es mit Jesus auf sich?
Zwar wurde er von einer Mutter, Maria, geboren, aber sie hat nicht gemeinsam mit einem Mann vorher dieses Kind gezeugt. Und an genau dieser Überlieferung hängt die ganze Schwierigkeit.
Seine Herkunft ist wunderbar oder geheimnisvoll.
Ein Verständnis der Heiden, die keine Probleme damit hatten, dass Götter mit Menschen sexuell verkehren und Halbgötter erzeugen konnten, ist ausgeschlossen — darüber gab es damals wohl keine Debatte. Die Kirche wusste, dass das so plump und kreatürlich nicht gemeint sein konnte. Auch empfindet man das Blasphemische und wollte das so nicht denken.

In Luk 1,27 ff erfahren wir grob, wie es zuging, dass Jesus in unser menschliches Leben kam. Mir fallen dabei mehrere Wörter und Wendungen auf und die Tatsache, dass Maria nachfragt, wie das geschehen soll, was unmöglich ist bei einem normalen Menschen. Der Engel sagt ihr, sie habe aufseiten („para“) Gottes Gefallen („chare“) gefunden und sei „kecharitomene“, also eine von Gott mit einer Überfülle an Gnade und Zuwendung Erfüllte. Soweit so schön. Doch sagt uns Marias Reaktion, dass sie diese Ansprache mit Furcht oder Besorgnis erfüllte. Denn das war nicht nur unerhört, sondern auch unverständlich, zumal sie mit keinem Mann verkehrt! Aber als der Engel vom Thron Davids spricht und dem Königreich, scheint sie schon etwas erahnt zu haben, denn jede israelitische Jungfrau hoffte, Messiasmutter zu werden (bis heute übrigens bei den ganz Frommen!). Sie fragt nach — und erhält Antwort: Der Heilige Geist („pneuma hagion“) und die „Kraft“ („dynamis“) des „Allerhöchsten“ („ipsistos“) würde sie „umschatten“/“überschatten“ („episkiaso“) und so würde sie ein heiliges Ding gebären, das man „Sohn Gottes“ nennen wird (ein Futur passiv im griechischen Text). Den Eigennamen hat der Engel ihr zuvor schon geboten: Jesus („Gott hilft“/“rettet“), den sie dem Kind geben soll.

Nun steckt in dieser Erzählung wirklich geistiges Dynamit — und ich finde es sachlich nicht angemessen, in welcher Weise dieser Text aufseiten der Protestanten marginalisiert und vulgarisiert wurde aus lauter Furcht, in eine verzerrte Marienverehrung zu verfallen, wie sie leider seitens der Katholiken praktiziert wird. Leider hat man da auf allen Seiten das Kind mit dem Bad ausgeschüttet und daher auch den Bezug zu all seinen Aussagen verloren. Auch ist die liberale protestantische Skepsis gegenüber der Jungfräulichkeit Mariens einfach nur verklemmt und eine Verweigerung gegenüber der einzigartigen Würdigung einer Frau durch den Allerhöchsten, der hier nämlich ausdrücklich nur durch eine Frau wirkt und den Mann völlig außen vor hält. „Jungfräulichkeit“ heißt hier nämlich vor allem anderen: ohne Mann, nur durch die Frau. Was stört euch allesamt daran eigentlich?! Aber auch die Übersteigerung Mariens und das Ausspielen ihrer Person gegen den Rest der Frauen seitens der Katholiken ist unwürdig: diese Menschheit erträgt es nicht, wie Gott die Frau anerkennt… Aber auch eine Anerkennung der Jungfräulichkeit, die zugleich Maria marginalisiert, wie es Pietisten und Evangelikale tun, ist sachlich nicht angemessen und schlägt in dieselbe falsche Kerbe.
Dass Sir Anthony Buzzard eines Tages entdeckte, dass da in der Ansprache des Engels an Maria von einem realen Königreich die Rede ist, dass dieser Sohn Gottes erhalten wird, ist ja nur ein Aspekt (s. Linkliste am Ende).

In der Tat ist Maria eine besondere Frau, denn genau das sagt der Engel, und ich wüsste nicht, ob es noch eine Frau gibt, die in dieser Weise Gefallen bei Gott gefunden haben dürfte — man muss das biblisch so stehenlassen, wie es dasteht. Das ist wichtig und keine Marginalie. Der etwas wurstige Hinweis vieler, alle seien Sünder und Maria ja bloß passiv „begnadet“ und „eine ganz normale Frau“ wie alle Frauen, womöglich noch aus unteren Schichten und besonders bedeutungslos und ein bisschen doof, geht an der Sache vorbei, denn auch im AT heißt es von Menschen, sie seien „nach dem Herzen Gottes“ gewesen oder schon vor ihrer Zeugung bei Gott erwählt gewesen. Gewiss sind alle diese Menschen begnadet ohne eigenes Zutun, aber offenbar korrespondiert einer möglichen Erwählung eben auch ein entsprechendes „Herz“: das ist wichtig! Gott kann nur mit denen arbeiten, die das wichtigste Gebot mit ihrer ganzen Kraft zu erfüllen trachten. Maria war ganz sicher ein solcher Mensch. Es gibt keinen Menschen vor ihr im ganzen AT, der mit solch „überschäumenden“ Zusagen versehen beschrieben wird — ausgenommen der Messias: der noch viel mehr! Und dass sie sich darin weit von allen anderen unterscheidet, sagt der Engel doch deutlich genug. Die außergewöhnliche Geburt wird also durchaus auch an einer außergewöhnlichen oder außergewöhnlich gesegneten Mutter kenntlich gemacht. Und die katholische Kirche hat mit einem gewissen Recht immer Scheu gehabt, die Frau, die einen heiligen und vollkommenen Mann hervorbringen sollte, als eine „ganz normale Sünderin“ anzusehen — das kann man nicht annehmen, wenn es hier wirklich um ein Heiliges geht. Und das gilt selbst dann, wenn Jesus nicht wesengleich mit dem Vater sein sollte!

Die „Dynamis“ (die enorme, unvorstellbare Vitalität, Energie und Schöpferkraft) des Allerhöchsten wird sie umschatten. Dieser Passus wurde schon früh in Beziehung gesetzt zu den Szenen im Allerheiligsten, wo Gott sich in einer Wolke herabließ und den Ort völlig umschattete. Salomo sagt bei der Tempelweihe, Gott wolle „im Dunkel“ wohnen… Auch die Umhüllung durch Gott auf der Wüstenwanderung in einer Wolke entspricht diesem Vorgang der Sache nach. Eine weitere solche Umhüllung geschieht dem Berg Sinai, auf dem sich Mose vor Gott befindet.
In dieser gewaltigen Dynamik also geschieht eine… „Zeugung“… in dem geheiligten Ort eines einzigen, lebendigen Menschen (Maria): die Kraft, die Dynamis des Allerhöchsten, wirkt in ihr und mit ihrem aktiven Einverständnis diese „Zeugung“.

Ist es wirklich so unverständlich, dass die frühe Kirche daran hängenblieb und erkannte, dass nicht nur diese Mutter so etwas wie ein lebendiges Allerheiligstes wurde, sondern erst recht das Kind nicht einfach nur ein Kind ist, wie ich es hervorbrachte: als normale Frau mit einem normalen Mann in einer normalen Ehe etc.? Welche Kräfte wirkten hier, von denen auch nur einer von uns anderen eine leiseste Ahnung hätte? Verstehen Sie mich nicht falsch, aber ich möchte mich nicht herummogeln um den ganzen Schriftbefund!

Die Frage ist nun aber, ob dieser Jesus regelrecht „gezeugt“ wurde, was bedeuten würde, dass Gott sein eigenes „genetisches“ Gut eingebracht hätte, oder ob es eher eine Schöpfung ist, die die weibliche Zeugungsfähigkeit einschließt und sich zunutze macht. Denn Jesus wurde nicht mit einem Mann gezeugt, sondern aufseiten der Menschen alleine von einer Frau hervorgebracht, allerdings in der „Dynamis des Allerhöchsten“. Über die Erwähnung dieses Faktums bei Paulus wird unter Theologen auch diskutiert. Wie es scheint, gibt es bzgl der Stelle in Gal 4,4 abweichende Handschriften. Es heißt korrekt „genomenon“ („gemacht“ bzw „geworden aus“ / von einer Frau) und nicht „gennomenon“ („geboren aus“), um eben dieses alleinige Hervorbringen durch eine Frau zu betonen, denn das ist die alte Verheißung aus Gen 3. „Gennomenon“ wäre grammatisch falsch (ein Partizip Präsenz, das im Kontext falsch ist) — es muss „genomenon“ heißen. Auch wieder ein Beispiel, wie man beim Abschreiben den Text zurechtkorrigierte nach theologischer Vorliebe?[2]

Die biblische Logik ist indes deutlich: der erste Adam wurde aus Lehm, aus dem Staub erschaffen, die Frau aus ihm herausgenommen, während er ohnmächtig in einer Art Todesschlaf bleiben musste (eine wunderbare Ahnung, ein Bild kommender „Neuschöpfung“: aus dem Alten/Ersten wird ein Zweites, Gleiches, Neues, aber Feineres). Adam war passiv, vollkommen passiv, allerdings entstand die Frau auch aufgrund seines aktiven Suchens nach ihr. Insofern entstand sie auch mit seinem Willen. Aber ihr Entstehungsprozess wurde ihm vollkommen aus der Hand genommen — Gott alleine schuf, der Mann erduldete es, und nicht ohne Grund fragten Kirchenväter, ob Adam dadurch nicht einen Verlust erlitten habe, dass aus ihm etwas weggenommen wurde und wie er danach noch „intakt“ sein konnte. Eva ist der letzte Akt der Schöpfungsgeschichte, aber anders als alle anderen Geschöpfe wird sie aus bereits geformter Schöpfung heraus geschaffen (auch wieder ein atemberaubendes Bild für die kommende neue Schöpfung!). Alleine schon diese Geschichte verschlägt mir regelmäßig den Atem, und ich ahne, dass der Titel der Frau „Eser“ (Hilfe, Beistand, Anwalt), den Gott selbst ihr schon im Voraus gibt, der sonst im AT nur auf Gott angewendet wird, eine Bedeutung hat, die man geradezu zwanghaft ebenfalls marginalisieren wollte (durch die bewusste Falschübersetzung als „Gehilfin“), wahrscheinlich, weil Adams Fall damit zusammenhing, dass er die Frau als „Eser“ der „Eser“ Gottes vorzog (so wirft es ihm Gott jedenfalls ja vor in Gen 3,17) und einer Art der Abgötterei schuldig wurde. Und der Satan fiel die Frau an, weil eben sie diese Rolle hat und weil sie neugierig auf Weisheit und Erkenntnis war, mehr als es ihr zustand, ein Streben, das Adam fraglos und wortlos mit ihr teilt, denn er „war bei ihr“, als das alles geschah (Gen 3,6) … Eva gab zu, der Täuschung durch die Schlange erlegen zu sein. Adam aber rebelliert gegen Gott und macht ihn verantwortlich für den Fall (Gen 3,12). Die direkte Feindschaft zur Schlange setzt Gott infolge dieser Konstellation zwischen Frau und Schlange — der natürliche Mann in der ersten/alten Schöpfung ist, was die heilsgeschichtliche Aufstellung betrifft — an die zweite Stelle gesetzt, auch wenn er infolge der Sünde  die Frau künftig mit Gottes Zulassung unterjochen wird (Gen 3,15+16). Ich bin immer wieder überrascht, mit welcher Brillanz die gesamte, zunehmend maskulin dominierte Kirchengeschichte dieses biblische Faktum umgedreht und ebenfalls der in V16 erklärten männlichen Herrschsucht unterwerfen wollte. Man verkennt aber vielleicht die Systematik des Handelns Gottes, wenn man hier einfach die Dinge umdreht und dem sündhaft inspirierten männlichen Herrschaftsanspruch einverleibt — man sehe sich den neuen Adam an und was er zu diesem Herrschaftsanspruch gerade den Männern mehr als einmal entgegenhielt... sie hören das nicht gerne und verschanzen sich hinter den wenigen, noch dazu unklaren Paulusstellen, die dem Anschein nach einseitig der Frau Unterordnung abverlangen… doch das führt in ein anderes Thema.

Es geht — unter Auslassung von Fakten — noch atemberaubender weiter. Vorher waren die Menschen Geschöpfe, aber beseelt vom „Odem Gottes“ („neschmat chajim“ — eigentlich heißt das korrekt „Lebensatem“) — auch eine Sache, über die man im Zusammenhang mit dem Träger des Blutes für diesen Lebensatem, mit dem Opfern von Blut der Tiere und dem Verbot des Blutessens, aber auch der Toragesetze, die blutende Frauen geradezu unantastbar machten (!), und nicht zuletzt den „Neuen Bund in seinem (Jesu) Blut“ noch genauer nachdenken müsste…
Nun verbindet sich Gott mit diesen von ihm beseelten Menschen durch Generativität? Ist das so, oder wird es nur in einer Analogie so genannt, denn Gott zeugt ja in der Tat nicht so, wie Menschen das tun.
Aus der vorhandenen Schöpfung wird der Messias „gezeugt“ oder neuerschaffen durch die Kraft des Allerhöchsten?

Diesmal umgekehrt: der neue Adam wird aus der Frau genommen. Und anders als Adam ist Maria nicht passiv, sondern sie wirkt mit, wie das bei jeder Zeugung und Geburt zwangsläufig sein muss.
Ich muss gestehen, dass ich diese Tatsache so ungeheuerlich finde, dass ich Schwindelgefühle bekomme. Es ist der Hammer! Es ist unausdenkbar!

Ist es so unverständlich, dass auch die alte Kirche diesen „Hammer“ noch spürte und in Jesus nicht einfach bloß von einem schnöden „vom Weibe Geborenen“ sprechen wollte? So übersetzte man später auf Deutsch so unnachahmlich und herablassend falsch — das sächliche „Weib“ ist tatsächlich im Deutschen — auch wenn man uns das immer wieder anders glauben machen will und viele dumme Frauen das ungeprüft übernehmen —  nicht eine würdige Bezeichnung, sondern eine Abwertung für eine entpersönlichte Gestalt, wie man im Grimm’schen Wörterbuch sachkundig nachgewiesen lesen kann, und die Reformation, die nicht unbedingt frauenachtend war, hat diesen Begriff leider wieder in die literarische Sprache eingeführt, obwohl er schon im späten Mittelalter von deutschen Autoren abgewehrt und für Maria sowieso storniert worden war, einfach weil eine Frau eine „Sie“ und kein „Es“ ist und Jesus nicht aus einem „Es“ hervorgebracht wurde! Es gab darüber eine lebhafte literarische Auseinandersetzung, von der heutige Vertreter des Wortes „Weib“ nichts wissen wollen, weil ihr sündhafter Trieb erneut aus der Frau ein neutrales oder auch numinoses „Ding“ machen will — das ist Genderei andersherum!
Das ist auch nicht „egal“ oder ein Wortgefecht, wie vielleicht mancher jetzt hochfahrend sagen möchte, sondern es ist wirklich wichtig, um die Trinitätsproblematik im rechten argumentatorischen und geistigen Gefüge zu beurteilen, denn im „Es“ steckt, dass die Frau nichts hervorbringen kann, sondern nur leeres Gefäß des Mannes sei. Man untermauerte damit im deutschen Sprachraum ein Problem, das in der Spätantike bereits begrifflich außerhalb des Deutschen bestand, auch hinsichtlich der Person Jesu: man leugnete, dass die Frau einen eigenen Samen hat, obwohl die Schrift ausdrücklich davon schon in der Genesis spricht!
Die Folgen eines solchen gottlosen Denkens: Wenn Jesus aus einem „Es“ geboren wurde, muss der „Er“, der zeugte, ihm auch sein „Wesen“ als „Er“ gegeben haben, also muss Jesus Gott sein. In zahlreichen Schriften der frühen Neuzeit finden wir infolge der Theorien des Thomas von Aquin, der sich dabei auf Aristoteles stützte, solche Überlegungen (v.a. die „Mulier non est homo“-Gattung („Die Frau ist kein Mensch“)). Die gesamte genetische Information stammt vom Mann, „Das Weib“ trägt nur Fleischmasse dazu bei — mehr nicht. Die monströse apersonale menschliche Natur Jesu in der kirchlichen Doktrin beruht u.a. darauf, dass man der Frau absprach, ein personales, d.h. klar: zeugungsfähiges Wesen zu sein: Gott zeugt aus ihr als Materiallager etwas heraus, das dann eine göttliche Gesamtperson ist, die irgendwie menschliche Spuren in sich hat, die aber nicht ausreichen, eine menschliche Individualperson zu sein.
Niemand mogle sich also an diesen abscheulichen Gedanken vorbei, denn sie haben verheerende theologische Folgen und fundieren Irrlehren.

Es hat also Folgen, wenn man auch in alter Zeit schon sprachlich „gegendert“ hat — bloß zulasten der Frau, die zur Sache herabgestuft wurde und der man absprach, dass sie selbst einen Samen hat (!). Gott tat sich das alles — dieser Lehre nach — nur deshalb an, weil er sich irgendwie „leidensfähig machen“ wollte. Und da er als Gott nicht leiden kann, musste er menschlich werden, um leiden zu können.
Wir finden von dieser Satisfaktionslehre, wie man sie nennt, nichts  — weder im AT noch im NT.

Die King James Bibel ist in der Übersetzung wesentlich angemessener. Sie übersetzt, dass der Christus „gemacht von/aus einer Frau“ und „unter das Gesetz getan“ ist. Weder von einem „Es“ noch von „aus (dem Es) geboren“ wird gesprochen! Wohltuend und zurechtrückend: „…God sent forth his Son, made of a woman, made under the law…“ Und sehr schön klingt auch im “made of a woman” an, dass der neue Adam analog aus einer Frau gemacht wurde, wie zuvor die erste Frau aus dem ersten Adam gemacht worden war. Nur : dieses zweite Mal des „Machens“ war eine sich verbindende, irgendwie analog zu verstehende „Zeugung“ mit dem Menschen seitens Gottes, was aber nicht heißt, dass Gott hier physisch zeugt (das glaubt in der Tat kein Katholik, kein Orthodoxer, kein Protestant im Ernst, weil er empfindet, dass das unziemlich wäre!), sondern die Zeugungstätigkeit der Frau einbezieht in seine kraftvolle Neuschöpfung. Es heißt nirgends, dass das, was Maria da empfing, „gottgleiches genetisches Gut“ war — eine solche Festlegung ginge entschieden zu weit.

Es war keine „Zeugung“ im landläufigen Sinn.
Ich denke: Warum soll der große, eine Gott nicht „aus“ bzw „mit“ einer Frau alleine den neuen Adam gezeugt haben, ohne sich deshalb „genetisch“ als „Wie ein Mann als Zeugender“ verhalten zu haben? Man muss beachten, dass Maria sich hier ja ebenfalls nicht „wie eine Frau als Zeugende“ verhalten hat. Gott ist ja nicht eine Analogie zum hier fehlenden Mann, während Maria genauso wie eine gewöhnliche Frau zeugt, empfängt, gebärt — das wäre wohl eine Verzerrung. Sie „empfängt“ (Lk 1,31) physisch ein Kind, aber nicht so, wie das gewöhnlich geschieht, sondern „umschattet“ wie im Allerheiligsten des Tempels. Sie nimmt eine Rolle ein als lebendiges Allerheiligstes.
Gott konnte auch Eva aus dem Mann generieren ohne weitere menschliche Beteiligung, obwohl das normalerweise nicht geht. Warum also nicht auch hier?

Der Haken ist eben immer wieder der, dass traditionell vom „Zeugen“ gesprochen wird. Allerdings steht außer dem Begriff „empfangen“ in Lk 1 nirgends, dass Gott hier „gezeugt“ hätte. Es wurde ein physisches, lebendiges Kind erzeugt, im Zusammenwirken mit einer Frau, aber ganz ausdrücklich „nicht durch den Willen des Mannes“ (Johannesprolog), und — damit keine Missverständnisse entstehen — auch nicht durch den zeugenden Willen einer Frau, der normalerweise sogar ganz massiv, aber subtiler als beim Mann im Spiel ist (generalisiert im Passus „nicht durch den Willen den Fleisches“ ebenda), sondern in einem Dunkel, das man nicht durchdringen kann. Es ist da eine unüberwindliche Grenze des Verstehens. An dieser Grenze habe ich Scheu, weiterzudenken — das steht uns nicht zu! Wenn man überhaupt irgendwann von einer „passiven“ Empfängnis sprechen kann, dann in diesem einmaligen Fall der Weltgeschichte. Alles andere ist aktives Wollen und Machen der Frau oder erscheint eben als männliche Gewalt, die ihr angetan wird, wenn sie eigentlich nicht will. Maria ist an dieser einen Stelle so passiv wie Adam, aber wie er will sie, dass es so alleine durch Gott an ihr geschieht.
Ich denke, dass die allzu saloppe Redeweise auch bei Sir Anthony, dass wir das alles „verstehen“ können müssten, weil wir schließlich den „Vater und den, den er gesandt hat“, „erkennen“ können und sollen, zu weit geht.
Es liegt hier wirklich ein Geheimnis vor insofern, als wir nicht erfassen können, wie das geschehen ist (so wie es ja Maria auch schon sagt!) und was da eigentlich geschehen ist. Sie stimmte zu und sagte: „Fiat…“ „Es geschehe wie du gesagt hast…“, aber sie wusste wohl kaum, wie das alles zuging, genauso wenig, wie wir wissen können, wie Gott aus einem Mann eine Frau schaffen konnte oder der Erde die Kraft gab, Landtiere und Pflanzen hervorzubringen… Dieses „Es geschehe…wie du gesagt hast“ Marias zeigt ja, dass sie das Vorhergesagte nicht selbst benennen kann. Die Formel, „Maria bewegte diese Worte … in ihrem Herzen“, die später öfters ausdrücklich geschrieben steht, zeigt uns, dass sie selbst nicht ohne weiteres verstand, sondern immerzu kontemplieren musste in ihrem Herzen, um allmählich dem, was an ihr und mit ihr, mit ihrem geliebten Kind und um sie herum geschah, erkennend nachzuspüren.

Die Frage ist sachlich berechtigt in der alten Kirche und auch heute: Ist Jesus Gott, weil er von Gott „gezeugt“ oder wenigstens in seiner Kraft erzeugt oder „empfangen“ wurde? Unterstützt wird diese Frage durch die außerordentliche Nähe, die das gesamte NT zwischen dem Vater und dem Sohn Gottes bekennt.
Sachlich aber genauso berechtigt die arianische Position, die sagt, „ganz“ Gott kann nur sein, was auch „ganz Gott“ ist — was ein Mensch ist, kann niemals Gott sein. Das AT-Wort „echad“ für Gott meint ein Ganzes, Unteilbares — tatsächlich das numerische „eins“ („1“), das allerdings nicht so verstanden werden darf, als sei Gott der geschaffenen Welt der Zahlen unterworfen: das ist er in der Tat nicht! Die heidnische Aufsplittung der einen Gottheit in antagonistische Kräfte (konstruktive und destruktive Götter, Göttinnen), die erklären sollten, dass auch das Böse göttlichen Ursprungs ist — das vor allem sollte Israel strikt abwehren. Im Johannes-Evangelium wird mehrfach eine solche antagonistische Vorstellung des Göttlichen abgelehnt: er ist nur Licht und keine Finsternis in ihm.
Der Gott Israels ist einer und hat eine Gestalt, nach der der Mensch gebildet ist. Aber niemand kann seine Gestalt aufteilen oder splitten, weil er dem rein Numerischen eben nicht unterworfen ist: das ist Teil der geschaffenen Welt. In der Ewigkeit gilt nicht mathematische Unendlichkeit, die aus Endlichem zusammengerechnet wird und in eine Unendlichkeitsformel umgeschmolzen wird, sondern das Ewige kann nicht zusammengezählt werden aus Teil-Ewigem! Wie es in der Orthodoxie geläufig ist, kann Gott mit seinen Energien, mit seiner „dynamis“, den Menschen erfassen, ja sogar dieser Dynamis teilhaftig machen, aber deswegen ist der Mensch nicht Gott, und Gott bleibt dennoch in einem undurchdringlichen Licht. Auch das ist Schriftwort.

Hellhörig macht dabei, dass Jesus sagt, nur er kenne den Vater, und nur der Vater kenne ihn, und der Mensch, dem er es offenbaren würde (Mt 11, 27). Andererseits heißt es an vielen Stellen, niemand habe je Gott gesehen und werde ihn je sehen. Hat Jesus den Vater gesehen? Im Johannes-Evangelium wird das nahegelegt: „Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen.“ (Joh 6,46) Mir stößt dabei auf, dass es im Griechischen nicht heißt, derjenige „komme von Gott“, sondern es heißt, wer „beim Vater“ lerne („para tou patros“), komme zu Jesus (V 45). In V 46 heißt es, dass nur der den Vater gesehen habe, der „ho on para tou theou“, also ein Wesen „bei dem Gott“ sei, nur der habe den Vater gesehen. „Para“ heißt eigentlich nicht, dass etwas „von“ etwas anderem sei, sondern dass es „bei“ oder „neben“ ihm, „an seiner Seite“ ist. Man kann nicht sicher sagen, dass Jesus hier sagt, er habe den Vater gesehen, sondern dass der Mensch ihn sieht, der zu ihm, dem Jesus Christus kommt, und von ihm lernt: ein solcher wird den Vater sehen in seinem vollkommenen Bild, dem Sohn (vgl. auch Joh 12,45: „Wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.“). Es wird erneut deutlich, dass man schon früh auch die Stelle in Joh 6 tendenziös übersetzt haben könnte, denn auch die Vulgata überträgt die besagte Stelle mit „nisi is, qui est a Deo, hic vidit Patrem“, obwohl „para“ nicht wirklich mit dem lateinischen „ab/a“ wiedergegeben werden kann. Sehr schwieriges Terrain! Schon kleinste Verschiebungen des Sinnes verderben das ganze Verständnis.

„Zeugen“ heißt normalerweise, dass ich aufgrund einer Potenzialität in mir etwas „erwecke“, das zu neuem, von mir zwar numerisch, aber nicht wesenhaft unterschiedenem Sein strebt. Einfacher: ein Mensch zeugt immer einen anderen Menschen aus sich selbst heraus, ein Schwein ein anderes Schwein, aus Gräsern kommen andere Gräser, aus Amöben teilen sich andere Amöben ab. Niemals zeugen Schweine Affen, und Kühe gebären keine Ameisen, und ein Tannenbaum wird keine Mangos tragen oder Mäuse zur Welt bringen.
Ich trage als Zeugende(r) Samenzellen in mir, in denen ich das Gut trage, aus dem weiteres gleiches Sein erzeugt werden kann. Erwecken kann ich diese Zellen nur dann zum Leben, wenn sie zusammentreffen mit dem Gut eines Zweiten vom anderen Geschlecht.
Alleine, ohne „Gegenstück“ der selben Art, kann kein Mensch zeugen.

Nun sind aber doch Gott und Mensch Ungleiche — Die Kraft des Allerhöchsten und die Frau Maria: wie passt das „genetisch“ zusammen? Die altkirchliche Logik fragt: Wenn Gott „gezeugt“ hat, kann es sich doch nur um einen anderen Gott, ein Gleiches handeln… Weil aber genau das nach der israelitischen Doktrin nicht sein darf, weil Gott „echad“, „einer“ ist, musste das Konstrukt der „Wesensgleichheit“ herhalten, das zugleich eine numerische Differenz zulässt. Die Problematik, dass damit in der Konsequenz zwei Götter behauptet werden, wurde damit nicht gelöst. Eine weitere kam ins Spiel: wenn Gott buchstäblich ein zweites Göttliches, "gezeugt hat": Ist dieser zweite Gott dann wirklich auf seiner Stufe (wegen der menschlichen Mutter) oder nur ein gottähnliches Wesen? 
Machen wir uns nichts vor: es ist die Annahme, dass Gott "gezeugt hätte wie ein Mann", die diese ganzen Probleme nach sich zog. Nimmt man an, dass Gott hier eine Neuschöpfung mithilfe der dienstbaren Zeugungstätigkeit einer Frau initiierte, stellt sich das gesamte Denkproblem nicht.
Wenn dieses Konstrukt eitler und leerer Wahn sein sollte, müssen die Prämissen falsch gesetzt sein. Die ganze Schöpfung stammt doch von Gott und aus seiner „dynamis“ — in einem weiten Sinne ist alles aus ihm und durch ihn „gezeugt“. Die nicänische Unterscheidung von „Zeugen“ und „Erschaffen“ ist möglicherweise hochproblematisch, weil Gott — und hier hat die islamische Kritik vielleicht recht — nun einmal nicht zeugt wie Menschen oder auf ein Zeugungsverständnis des Kreatürlichen festgenagelt werden darf. Dieser gesamte Komplex des „Zeugens“ hat sämtliche folgenden kirchlichen Dogmen erzwungen — etwa auch die Frage nach der „Dei genetrix“, denn wenn Jesus Gott ist, muss Maria auch Gott geboren haben, und wenn sie das getan hat, war sie kein normaler Mensch, sondern musste  — hinzu kommt das Erbsünden-Dogma mit seinen Abgründen — „unbefleckt empfangen“ worden sein. Man hat sich so hoffnungslos ins Abseits geschossen und Gott in die Begrenzungen des Menschlichen hineingesperrt. Die protestantische Kritik an manchem jüngeren Dogma ist unsinnig, wenn sie zugleich all jene Dogmen festhält, die zu letzteren folgerichtig geführt haben.

Ich denke: Das „Zeugen“ geschieht deshalb, damit die Verbindung zur alten Schöpfung nicht abreißt, und weil offenbar nicht aus einem Mann heraus eine neue Frau geschaffen werden sollte (nicht in der alten Reihenfolge der ersten Schöpfung!), sondern andersherum, wofür nicht nur Gen 3 spricht, sondern auch der eigentümlichen Vers am Ende des 31. Kapitels bei Jeremia — ich zitiere hier King James, weil die deutschen Bibeln wieder so danebenliegen und missverständlich übertragen:
How long wilt thou go about, O thou backsliding daughter? for the LORD hath created a new thing in the earth, A woman shall compass a man.” (V 22) — Also: “Wie lange willst Du dich sträuben, du zurückscheuende Tochter du! Denn der Herr hat geschaffen eine neue Sache auf Erden: eine Frau soll einen Mann umschließen.“
Martin Buber, dessen Übertragung ich sehr schätze, übersetzt das so:
„ Maid Jißrael, kehre wieder zu deinen Städten! Bis wann willst du dich spröde gehaben, abkehrige Tochter du! — Ein Neues ja schafft nun ER auf Erden: das Weib muß umwandeln den Mann.“
Früh wurde diese Stelle auf den neuen Adam hin gedeutet.
Im Judentum muss den Regeln nach die Initiative für den Beginn aller Schabbate dadurch angezeigt werden, dass eine Frau die Leuchter entzündet — das ist bis heute so und folgt dieser biblischen Reihenfolge des messianischen Zeitalters. Der Schabbat ist die „Ruhe des Herrn“, die uns allen verheißen ist. Auch die Pessachlichter am ersten Sederabend sollten deshalb von einer Frau angezündet werden. Das gesamte Pessach über wartet dann diese kleine Hausgemeinde auf den Propheten Elia, der diesmal eintritt und sagt: er (der Messias) kommt!

Gott initiiert hier ein Neues aus der Potenzialität der Frau, die damit für die ganze Schöpfung einsteht, eine „Zeugung“, die zugleich auch seiner schöpferischen Potenzialität entspringt. Ich muss das also nicht so denken, als hätte Gott analog zum Mann gezeugt. Ich kann es auch so vorstellen, dass er eine Neuschöpfung initiiert hat, die aufseiten der Frau zwar einem Zeugungsakt ähnelt, aber eher ein Schaffen Gottes im Bereich weiblicher Generativität ist. Jesus wäre demnach hier weniger im klassischen Sinn „gezeugt“, als eben durch die „Kraft des Allerhöchsten“ in ihr und mit ihr neuerschaffen. Der gesamte Akt wäre dann wiederum analog zur Herausnahme der Frau aus Adam zu sehen, und die Stelle im Galaterbrief, die besagt, dass der neue Adam, der Messias aus/von einer Frau gemacht wurde, würde das genauso auch sagen. Er wurde also nicht „aus einem Weib geboren“, „das“ hier bloß als himmlische Schleuse für eine inkarnierende Gottheit diente, sondern der Akzent läge auch hier auf dem Neugeschaffensein, aber eingebettet in einen weiblichen generativen Zusammenhang.
Ich kenne aus meinen Kindheitstagen diese Meinung, das könne deswegen so nicht sein, weil eine Frau ja nur zwei XX-Chromosomen hätte und daraus niemals ein XY kommen kann. Alleine das beweise doch, dass Gott hier irgendwie (analog) „männlich gezeugt haben müsse“.
Damals dachte man noch, das Y-Chromomosom sei etwas Eigenständiges, das der Mann alleine habe, die Frau dagegen nicht. Heute  — so habe ich mitbekommen — steht in der Wissenschaft auch der Gedanke im Raum, dass das Y-Chromosom ein gebeugtes, „verstümmeltes“ X-Chromosom ist, was zu der Tatsache passen könnte, dass dem Mann etwas genommen wurde, um die Frau zu erschaffen und auch unter Biologen als Grund angenommen wird, warum männliche Menschen im Hinblick auf das homöostatische Gleichgewicht etwas instabiler sind als weibliche (kürzere Lebenserwartung, höhere Kindersterblichkeit etc.). Aber ich plädiere eher für Vorsicht mit solchen Argumenten, weil das alles nur Forschungsmeinungen sind, deren Halbwertszeit sehr kurz sein kann. Es kann alles auch noch ganz anders sein. Gott kann jedenfalls aus einer Frau ohne Mann ganz offenkundig einen Mann schaffen, ohne selbst die Rolle eines Mannes einzunehmen. Punkt — so wird es nun mal berichtet. Und niemand kann sich herausnehmen zu behaupten, dem, der alles geschaffen hat, sei das nicht möglich: ihm ist alles möglich, und mit dem Satz, was bei Menschen unmöglich erscheine, „para to theo pan rema“: „Bei Gott ist alles möglich!“ (Lk 1,37) endet die Ansprache des Engels an Maria.

Es heißt in der Folge von Jesu Erlösunghingabe für uns, dass nun auch wir alle „von Neuem geboren“ werden können und müssen, um selig zu werden. Für uns steht also auch eine solche „Neuzeugung“ an, denn was neu geboren wird, muss vorher neu gezeugt worden sein.
Die „dynamis“ des Allerhöchsten vermag das im Geist — und nur das macht es ja möglich, dass wir nicht mehr nur „Geschöpfe Gottes“, sondern „Kinder Gottes“ sein dürfen. In der Zukunft liegt noch eine „Verwandlung“ oder „Auferstehung“ dieser Von-Neuem-Geborenen.
Aber bitte beachte man: wenn auch gilt, dass die Kinder einer Mutter wie sie Menschen sind, so kann man dennoch nicht behaupten, wir seien deshalb Gott, weil wir Gottes Kinder heißen dürfen. Eine menschlich gedachte Analogie greift nicht „total“.

Der Zeitpunkt, an dem im NT Jesus nicht nur für eine Zukunft (wie in der Ansprache an Maria), sondern als „jetzt“ als „Gottes Sohn“ kenntlich gemacht wird, ist, wenn ich nicht irre, bei der Taufe im Jordan. Dort kommt der Heilige Geist auf ihn herab und Gottvater bestätigt, dass dieser ihm gefällt und er sein Sohn ist. Jesus spricht als 12jähriger bereits von seinem „Vater“, aber die Bestätigung des Vaters vor aller Welt kommt erst hier (Lk 3).

Abgesehen von diesen ausführlichen Überlegungen zur „Herkunft“ Jesu überrascht, mit welch überreichen Ausdrücken und Verheißungen er versehen ist. Er sitzt nicht nur zur Rechten Gottes, was zumindest eine annähernde Gleichrangigkeit anzeigt, sondern „ihm ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden“. ALLE! Sieht man ihn als ein von Gott unterschiedenes Wesen, ist das beängstigend, denn was bedeutet es, wenn Gott einem einzigen Menschen alles überlässt, sogar seine eigene Gewalt — oder missverstehe ich da etwas? Die Schrift spricht von einer totalen Übereinstimmung beider im Geist, aber ist es nicht auch Angst, wenn man sagte, Jesus müsse dann Gott sein, um nicht wieder in einen Antagonismus zu geraten, falls der Unterschiedene sich doch absetzen sollte vom Vater? Schwingt die Furcht mit, es könnte dann noch schlimmer werden, als damals, als sich Engel abwandten? Macht man aus Jesus einen „homoousios“ (Wesensgleichen) mit dem Vater, um sich „abzusichern“? Weil Gott nicht von Gott abfallen kann? Traut der Mensch einem Menschen nicht, weil er weiß, wie wir alle sind?

Ist das das größte Wunder, dass der Vater dennoch alles einem Menschen anvertraut hat?
O mein Gott, wir sind so klein und verzagt und verstehen so wenig!

Aber seien wir ehrlich: dieses Trinitätsmodell der Kirche ist ein Modell, ein Baukastengott — es war und ist eine Grenzüberschreitung!
Nirgends im AT oder NT steht etwas von einer Trinität!
Und alles, was man auf sie hindeuten will, offenbart uns nur die Überfülle des Vaters, seine „Unzählbarkeit“ und Einheit, denn in ihm ist kein Antagonismus.

 Die allgemeine Überzeugung aller Kirchen, Gott habe „Mensch werden müssen, weil wir sonst nicht hätten errettet werden können“, ist auch eine definitorische Grenzüberschreitung.
Woher wissen denn wir, wie die Menschheit erlöst werden kann oder muss und wie nicht?! Steht irgendwo in der Schrift, dass „Gott Mensch wurde“? Ich habe nirgends eine Stelle gefunden! Ich finde nur die Aussage, dass der Christus „im Fleisch“ („en sarki“) gekommen ist (1. Joh 4,2)
Die mittelalterliche Überlegung, dass aber ein Gott ja nicht leidensfähig ist wie ein animalisches „Opfer“ (Anselm von Canterbury) und darum inkarnieren musste, um leidensfähig zu werden, ist nicht schlüssig, setzt einen Opferbegriff voraus, der sich ebenfalls nirgends in der Schrift findet, aber im Heidentum geläufig ist. Anselm las das NT durch die Brille paganer Logik.
Genauso oder viel mehr schlüssig ist es aufgrund des Schriftbefundes, wenn man sagt: ein vollkommener, neu im Fleisch gekommener Mensch, der ohne Sünde war, kann die, die von seiner Art sind (nämlich echte Individualmenschen!) durch seine Hingabe erretten, wenn der Vater ihn dazu bevollmächtigt hat. Man kann und muss sagen: diese Rettung ging alleine von Gottes „Dynamis“ und „Chare“ (Gnade, Liebe, Gefallen) aus, aber Gott ist nun mal kein Mensch, und der Mensch ist nun mal nicht Gott. Und dieser Gott ist tatsächlich nach dem Zeugnis im AT und NT und nach den Worten Jesu selbst „echad“, einer, der „Vater“, der aber auch mütterliche Eigenschaften hat und insofern nicht „männlich“ oder geschlechtlich verstanden werden darf, erst recht nicht als ein androgynes Multiwesen, wie manche feministische Theologie es ansehen will. Der Gott, der einer ist und dem sowohl Mann und Frau als Abbilder ähneln, ist nicht nur nicht zählbar wie Menschen es sind in der Welt der geschöpflichen Zahlen, sondern er ist auch nicht aufsplittbar in Geschlechter, Funktionen oder personifizierte Tätigkeiten, wie die Trinitätslehre es ja doch nahelegt.

Ein von Gott „Gesalbter“ (Messias), ein außerordentlich Bevollmächtigter, sollte diese Erlösung vollziehen im Auftrag Gottes. Gott wohnt in einem Licht, da niemand hinzukommen kann. Wer sind wir, dass wir numerische Zahlenspiele über ihn zum „Dogma“ erheben, zumal zunächst im 4. Jh nur eine Binitarität dogmatisiert und diskutiert wurde — eine Personifikation des Heiligen Geistes kam erst später hinzu und wurde sage und schreibe erst 1215 endgültig dogmatisch abgeschlossen — es gehört eine erschreckende Sorglosigkeit und Selbstüberhebung dazu, darin kein Problem zu sehen. Der „Heilige Geist“ ist nichts anderes als diese „Dynamis des Allerhöchsten“ — es steht doch deutlich in den Evangelien: im lukanischen Bericht ist es die „Dynamis des Allerhöchsten“, die mit dem „Heiligen Geist“ genannt und identifiziert wird! Es ist eine Kraft Gottes, seine Kraft und geht von ihm aus, nicht anders, als auch von mir oder Ihnen eine Kraft ausgehen kann und ein Geist — das kann man analog denken, aber natürlich nicht absolut vergleichbar, denn bei Gott ist alles unvorstellbar höher. Aber als in seinem Bild Geschaffene dürfen wir solche Analogie wohl doch annehmen: ein Geist ist immer „Geist von X“. Er besteht nicht für sich als Eigenperson, sondern gehört zu dem, von dem er ausgeht, als Kraft oder Energie und den gesamten persönlichen Charakter: Mein Geist etwa kann nur das ausdrücken, was er von mir „gehört“ hat und er wird andere erreichen und erfassen oder beeinflussen können, wenn sie es zulassen. Selbst von Menschen sagen wir, sie seien „im Geist bei uns“, und wir kennen auch dieses wunderbare Zusammentreffen im Geist... Wie viel mehr Gott!

Mit der Personifikation des Heiligen Geistes verfestigte sich die Impression, Gott habe analog zu einem Mann hier gezeugt — bloß: wer jetzt genau? Der „Vater“ oder der „Heilige Geist“? Jesus sagt ja nicht, dass der Heilige Geist sein Vater sei… man wird verrückt, wenn man dieses Trinitätsbaukastenspiel ernstnimmt. Und wenn alle Stricke dann reißen, heißt es salbungsvoll: Es ist eben ein tiefes Geheimnis…
Nun ist aber dieses Trinitätsmodell biblisch nicht nachweisbar, es ist der Vernunft nach widersprüchlich und widersinnig, geht am Schriftbefund vorbei, will Dinge „definieren“, in die wir keinen wirklichen Einblick haben, der uns solche Definitionen erlauben würde, und solcherlei nennt man nicht fahrlässig ein „Geheimnis“. Nicht jeder Widersinn ist schon gleich ein „Geheimnis“! Hier wäre Zurückhaltung angebracht gewesen!

„Geheimnis“ ist alles Verborgene (aber dann wissen wir es auch nicht!) und all das, was an Offenbartem dennoch im Dunkeln bleibt, aber nicht unlogisch, unvernünftig oder widersinnig, sondern nur unvorstellbar und unausdenkbar oder schlicht einmalig (ohne andere ähnliche Erfahrung, also ein Wunder) ist. Es ist nicht widersinnig, dass Gott unter der Mithilfe einer außerordentlich gesegneten und begnadeten Frau den neuen Adam, den Messias erschafft. Es ist nur unvorstellbar und wäre ein echtes Wunder. Es liegt im Bereich des Möglichen und widerspricht in keiner Weise einem angemessenen Vernunftbegriff. Das einzige Anstößige daran ist für viele, dass es unserer Erfahrung widerspricht. Eine Entsprechung hat die wunderbare Herkunft Jesu in seiner Auferstehung: auch das entspricht nicht unserer Erfahrung, aber es ist etwas Mögliches und keineswegs Vernunftwidriges.
Die Trinitätsphilosophie dagegen ist in sich logisch unmöglich und operiert mit widersprüchlichen Begrifflichkeiten — das ist das große Problem daran.
Aus dem ersten Adam und seiner Frau kommen alle weiteren Menschen, geschwächt durch den Fall der Stammeltern. Aus dem zweiten Adam kommen in einer himmlischen Kategorie alle, die neugeboren werden aus dem Geist, den er empfangen hat und in dessen ewiger Kraft er sich für uns hingab als „Lösegeld“ für viele.
Der Mensch ist generell „von Gottes Art“ (Apg 17,28), aber geschwächt und korrumpiert. Dieses Merkmal "von Gottes Art" trifft nach der gesamten Areopagrede des Paulus nicht nur auf Jesus, sondern alle Menschen zu, auf ihn aber vollkommen und in höchstem Auftrag und ungetrübt durch die Korruption des gefallenen Menschen.
Er ist nicht nur der „Menschensohn“ in höchster Vollkommenheit, sondern auch das vollkommene Abbild des Vaters, das der erste Adam hätte sein sollen und aufgegeben hat.
Es erschüttert mich zutiefst, dass Jesus nach seiner Auferstehung sagen konnte, ihm sei „alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben“ worden (Mt 28,18). Gott beantwortet damit dessen Hingabebereitschaft und Gehorsam bis zum Tod mit einer göttlichen Bereitschaft, diesem Menschensohn und Gottessohn alles zu überlassen und hinzugeben, — ausgenommen sich selbst natürlich — , die so ungeheuerlich zu bedenken ist, das ich erschauere und erzittere vor dieser Großtat Gottes, die niemandem etwas schuldig bleibt und auf ihre Weise eine Art „Entäußerung“ ausdrückt, die der Messias mit der totalen Treue und Ergebenheit beantwortet, auf die wir uns verlassen dürfen, denn er wird sich am Ende dem Vater unterwerfen, damit Gott nach der Überwindung des Todes alles in allen sei (1. Kor 15,28).
In Christus Jesus hat sich Gott dem Menschen in der größtmöglichen Weise angenähert.

Weiterführende Links:

Sir Anthony Buzzard und die „Restoration Fellowship“:

Eine deutsche Website der Unitarier von Stephan Gerber:

Eine katholische Kritik am Trinitätsmodell durch Karl-Heinz Ohlig:




[1] Vgl. Eusebius, Vita Constantini 4. Und vgl. P.F. Beatrice, The Word « Homoousios » from Hellenism to Christianity, in : American Society of Church History 71, 2002, S. 243—272
[2] Vgl. Joe Lanz: My Yacard. Who Am I? What Am I And Why? Bloomington 2007. S. 54