Montag, 10. Juni 2019

Neuerscheinung: Das Schillern der Dinge. Zeitgeschichtliche Essays

Neuerscheinung: JETZT LIEFERBAR!

Das Schillern der Dinge
Zeitgeschichtliche Essays
von Hanna Jüngling
HOROLOGIUM MUSICUM ET PHILOSOPHICUM Band 2
Zeitschnur Verlag Karlsruhe 2019
mit zwei Zeichungen der Autorin
388 Seiten
Format 13,5 x 20,5cm
ISBN 978-3-940764-21-8
Ladenpreis 18,00 €

Bei Booklooker zu erwerben oder im normalen Buchhandel!





Mag sein
dass wir morgen 
oder übermorgen
die Dinge in einem helleren
Licht sehen werden
Ein Anfang 
ist gemacht

Insgesamt drei Essays zur Zeitgeschichte, ein langer und zwei kurze, mit einem ausführlichen, umfangreichen Literatur- und Anmerkungsapparat und einem Personenregister versehen:

1. Manipulation. Trauma. Gesetzlosigkeit
Eine kurze, unvollständige Reflexion über die Herkunft, Entwicklung und Teleologie der Herrschaftstechniken westlicher Oligarchien

2. Krieg den Selbstdenkern!

3. Thilo Sarrazin oder Ein wirksames Element postmoderner Politik seit 100 Jahren
_____________________________________

Leseprobe aus "Manipulation. Trauma. Gesetzlosigkeit":


"(Die Herrschenden) sorgen für eine gründliche Verwirrung über Tatsachen und Wahrheiten und führen sinnlose Debatten über „alternative Fakten“, die angebliche „Faktenresistenz“ der Andersdenkenden, „Fake News“, über „Verschwörungstheorien“ immer dann, wenn Menschen versuchen, sich die Zusammenhänge zu erklären, die doch ganz zweifellos bestehen müssen. 
Was wir erleben, sind keine zusammenhanglosen, singulären Zufallserlebnisse, sondern groß angelegte Szenarien, in denen sich langfristiger Plan, Unwägbares und eine zielgerichtete Improvisationskunst für den Augenblick zu einer undurchdringlichen Übermacht verdichtet haben. Es sind Kettenreaktionen, Vernetzungseffekte und zynisch schöngeredete Kollateralschäden. 
Die sachlich angemessene Frage ist nicht, ob überhaupt Zusammenhänge bestehen (dürfen), sondern die, ob die Rekonstruktion der Zusammenhänge richtig oder falsch ist. 
Auf eine rationale Ebene kommen wir zunehmend gar nicht mehr. Durch die supranationale Vernetzung und Verstrickung, das Durcheinander der Motivlinien, die sich wie asymmetrische Längen- und Breitengrade über die ganze Welt schlingen, ist die Beurteilung der Zusammenhänge nicht leichter geworden, aber dass multilineare Zusammenhänge bestehen, kann nicht ernsthaft geleugnet werden.
Oder aber, man unterstellt dem Andersdenkenden und Zweifler an der Regierungspropaganda, er erläge „postfaktischen“ Überzeugungen, deren Urheber — welch vulgäres Mittel — „Rechts(Links)populisten“ oder „Neurechte“ seien, eine Diffamierung, die selbst schwer nach „Verschwörungstheorie“, noch mehr aber nach „Fake News“, Hass, Verleumdung und Hetze und einer diktatorischen Ambition riecht. (...)"

(...) Mit den neuen, verfeinerten und potenzierten Manipulationsmöglichkeiten, die die Digitalisierung neben vielen positiven Effekten und Erleichterungen bietet, wird ins Zentrum der Vernunft gegriffen und jegliche eigenständige Rationalität, jegliche Theoriebildung, jegliche abweichende Übereinkunft von Menschen im Denken und Handeln dämonisiert, verleumdet und schleichend kriminalisiert. Wahr ist nur das, was über einen Bildschirm, einen „screen“ oder ein „display“ empfangen wird. Jede abweichende Sicht der Dinge landet in der Ablage „rechte Verschwörungstheorien“. Ein eigenständiger Blick aus den eigenen Augen in die eigene Wahrnehmung der Wirklichkeiten ohne  staatlich geprüften Screen dazwischen ist vielen Menschen nicht mehr geheuer: sie fühlen sich ohne diese Krücke des Bildschirms wie Leute, denen man den Gehgips abgenommen hat.

Wir erleben derzeit eine gigantische Manichäisierung, eine geradezu absurde Dualisierung des Denkens und Fühlens: gespalten werden die emotionalisierten und verwirrten Bildschirmkonformen von denen, die sich einen freien Geist nicht nehmen lassen wollen." 

"(...) er Mensch ist gehalten, Distanz zu den Dingen einzunehmen und mit seiner Vernunft und Urteilsfähigkeit zu verantworteten, aber auch korrigier- und entwickelbaren Überzeugungen zu kommen. Mit der Haltung des Prüfens wird jegliche Magie, jeder Versuch eines Seelenbanns in unverrückbaren „Meinungen“ durchbrochen, ohne den Einzelnen struktur- oder geistlos zu machen. Diese Aufgabe kann der Mensch aufgrund seiner „conditio humana“ nicht vollständig im einsamen, selbstreferentiellen Diskurs leisten. Er bedarf des anderen in der Auseinandersetzung. 
Die Tatsache dieser Angewiesenheit macht sich gezielte Manipulation und Propaganda zunutze und greift den Einzelmenschen an genau dieser Schnittstelle an. Weil nicht nur die Darstellungen der Wirklichkeit aus dem Munde des anderen einseitig, unvollständig oder sogar bewusst verzerrend sein können, sondern auch die je eigenen Wahrnehmungen und Begriffsbildungen, sind wir auf den anderen als Korrektiv angewiesen und er auf uns. Es gibt im Erkennen weder absolute Autonomie, noch — auf der Seinsebene — eine „Führerschaft“, und genau dies macht uns verletzbar, angreifbar und verführbar. 
Damit soll nicht gesagt sein, dass man sich über die Tatsachen überhaupt kein annähernd ausgewogenes Bild machen kann. Man kann — aber es kostet Mühe und Vorsicht.
Die Manipulation arbeitet zielgerichtet mit einer Elimination der Distanznahme zur eigenen und fremden Wahrnehmung und Realitäts(re)konstruktion und stürzt uns auf einer basalen Ebene in das Trauma schwerer „Strafen“, wenn wir es doch tun. Die Strafen können martialisch und grob wie in älteren Zeiten, oder psychotechnisch und verfeinert konzipiert sein. Die letztgenannte, „weichere“ Methodik der Brechung des Willens zur Reflexion ist schon älter, und ich werde gleich einen ausführlicheren, aber skizzenhaften, historischen Rückblick vornehmen. 
Inzwischen geht man die Sache anders an. Man baut ein ferngesteuertes „Selbstbewusstsein“ in den auf Rückhalt und Zuspruch angewiesenen Einzelmenschen auf, wenn sie sich unterwerfen und mitspielen und wieder absondern, was man ihnen zuvor als „Wahrheit“ oder postmoderne Sicht auf die Dinge eingeträufelt hat. Fürs brave Mitmachen erhalten sie ein „Token“, und der antiquierte Mensch hält dies für eine Auszeichnung. Nicht zuletzt sind die vielen Preise, die von staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen vergeben werden, solche Belohnungen konformer oder — utilitaristisch verstanden — systemimmanent „konstruktiver“ Leistungen. Es ist eine interessante Frage, seit wann man in der westlichen Gesellschaft öffentlich Preise für „Kulturleistungen“ verleiht.(...)"

"(...) Mit der neuesten Propagandaformel von der „diversity“ wird der Mensch getäuscht über den Hass gegen alles, was wirklich „divers“, also selbstverantwortet, unkontrolliert anders und frei ist und bleibt. Die zentrale Realität natürlicher und frei entstehender Diversität wird durch einen künstlichen Kontrollbegriff der „diversity“ ersetzt. Daher wird nicht nur die natürliche Familie angegriffen, die aus der Sicht Machtwilliger ein anarchisches und autonomes Element darstellt, sondern auch die Eigenart der Völker und ihrer freien Kulturen. Ein Hebel zur Gleichschaltung aller Bürger ist das staatlich vereinnahmte Schulwesen, das eine positive Seite haben kann oder könnte, wenn es nur darum ginge, jedem freie Bildung zugänglich zu machen. Genau dies ist aber nicht erwünscht. Deutschland spielt hier mit seiner aus dem Nationalsozialismus stammenden „Schulpflicht“ eine Vorreiterrolle. Staatliche Lehrer hat man in unserem Land verbeamtet, um sie der Staatsdoktrin loyal zu halten und zu verhindern, dass Bildungskonzepte eindringen, die von dieser Doktrin entscheidend abweichen. Freie, wirklich unabhängige  Bildungsträger müssen mit vielen Hindernissen kämpfen und erhalten, wenn sie wirklich keine Konzessionen an den Staat machen, keinerlei öffentliche Unterstützung. Der deutsche Staat kriminalisiert und verfolgt seit 1938 bis heute zusätzlich zu diesen Mechanismen alle Freilerner, also alle, die sich bewusst und mit anderen Konzepten seinem frühen Zugriff entwinden wollen, drückt dagegen bei Nichtlernern und Bildungsunwilligen alle Augen zu.1 Als manipulierte Vereinzelte, die man mit vorgezeichneten „individuellen“ Freiheiten, auf Postkartengröße eingedampft, über den Tisch zieht, sollen wir in dem verordneten „melting pot“ aufgehen, der weder echte Diversität noch Freiheit und erst recht keine freie Individualität mehr anerkannt. Die Zeit, in der sich jeder den asymmetrischen Raum zumindest dem demokratischen Ideal nach nehmen konnte, den er brauchte, solange er niemandem direkt schadete, ist vorbei. Man teilt uns ein Urnengrab zu, in dem wir „divers“ zurechtformatiert, man nennt das inzwischen „framed“, untergehen dürfen. „embedded diversity“ also: hurra! Es besteht eine innere Verwandtschaft zu Legehennenbatterien.(...)"

"(...) Woher kommt diese ausgebuffte Manipulationstechnik, die von den meisten Bürgern gar nicht durchschaut wird? Solche Techniken fallen nicht vom Himmel, sind weder von Goebbels noch von Bernays wundersamerweise erfunden worden. Es gab einen sehr langen Vorlauf:
Aus meiner Sicht hat diese Tradition der herrischen Manipulation des Denkens auf globaler Ebene einen weit zurückliegenden historischen Ausgangspunkt. Ich möchte auf ihn zurückkommen, weil es mich wundert, dass in der derzeitigen, vielfach sehr klugen Kritik an den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zuständen, in die wir getrieben werden, der — aus meiner Sicht — mächtigste und gewiefteste Spieler, der Meister der Diplomatie und parasitären Unterwanderung aller Machtstrukturen für die Etablierung eigener Herrschaft unterschätzt, ausgespart, ignoriert wird: die katholische Kirche, die ihren globalen Herrschaftsanspruch seit fast tausend Jahren schon vor-dogmatisch formuliert, also als eine von Gott gewollte Ambition proklamiert hat. 1870 hat sie diesen Anspruch des Papsttums zu zwei verheerenden Dogmen, also „von Gott offenbarten“ und darum absolut wahren Lehrsätzen erhoben. Auf dem Vaticanum I wurde der „Universalprimat“ des Papstes über die ganze Welt und folglich alle Regierungen definiert und die „Unfehlbarkeit“ des Papstes, wenn er etwas unter Bezugnahme auf seine göttliche Autorität öffentlich als zu Glaubendes verkündet, festgeschrieben.1 Diese beiden Dogmen sind keine Spielerei gewesen. Die Auseinandersetzungen, die diesen Dogmen vorangingen, haben das gesamte 19. Jh angedauert und zu heftigen Verwerfungen innerhalb und außerhalb der Kirche geführt. Das Vaticanum II, die als „Reformkonzil“ verkaufte ökumenische Synode, hat ein Jahrhundert später genau diese beiden Dogmen ausdrücklich und in aller Schärfe wiederholt und bestätigt.2 Niemand sollte glauben, dass die Kirche einen solchen Anspruch je wieder zurücknehmen würde. Zu hart und verbissen war er erkämpft, mit zuviel Intriganz war er schließlich als angeblich von Gott offenbarte Lehre durchgesetzt worden. Die Kirche hat bei zeitweiliger Defensivität ein sichtbares Schattenreich in allen Reichen der Welt errichtet: den ganze Erdkreis hat sie nach „Diözesen“ oder „Missionen sui juris“ eingeteilt, in denen sie einen Herrscher installiert hat, den Bischof oder in den Missionen den Papst selbst. Die Diözesanordnungen setzen die alten weltlich-römischen Verwaltungseinheiten fort.3 Im Investitutstreit (11. Jh) ging es um die Auseinandersetzung darüber, ob weltliche Herrscher das Recht haben, diese Bischöfe als nicht nur geistliche, sondern vor allem politische Amtsträger einzusetzen. Den Anspruch hatte Heinrich IV. erhoben: der weltliche Fürst stünde dann über dem geistlichen Diözesanfürsten. Wir wissen, dass sich das Papsttum durchgesetzt hat: der Papst ernennt Bischöfe, weltliche Vorschläge sind zwar, je nach regionalem Konkordat, möglich, aber nachrangig. Dies gilt bis zum heutigen Tag.4 

Die maßgebliche Rolle der Kirche in allen politischen Krisen wird mE nicht ernsthaft wahrgenommen, weil sie bewusst damit spielt, dass der postmoderne westliche Mensch Religion für eine vernachlässigbare Größe halte und sie doch eigentlich ein Tiger mit stumpfen Zähnen geworden sei. Geschickter kann man sich auf dem Weg zur absoluten Weltmacht kaum vermarkten. Wenn das so wäre, wie die Kirche selbst uns suggeriert, müsste sie auch räumlich und ökonomisch verschwinden. Genau das tut sie aber nicht, sondern ihr tatsächlicher politischer Einfluss wächst. Ich denke, dass das der größte Irrtum der ansonsten sehr klugen Analytiker aufseiten der „Alternativmedien“ ist. Sie sind fixiert und beschränkt auf Kapitalismuskritik, als sei der Kapitalismus auf keinerlei spirituelle Grundlagen gebettet und entspringe ausschließlich reiner privater Gier. Einige, die die spirituellen Grundlagen der Ereignisse nicht unterschätzen, sehen in pervertiertem Judentum den auslösenden Faktor, verkennen aber die Rolle der Kirche.5 Tatsächlich hat sich das Papsttum immer näher in die globalen politischen Institutionen geschoben. Mit dem Schachzug des Vaticanum II und der Suggestion, sie habe sich nun im „aggiornamento“ „verheutigt“, modernisiert, einem Tross an fanatischen und enttäuschten Erzkatholiken, die lautstark und medienwirksam seit Jahrzehnten skandieren, die Kirche habe sich „protestantisiert“, entsteht der Eindruck, sie sei nicht mehr das Monstrum, das so viele Jahrhunderte lang mit seiner Macht- und Habgier Not und Elend über Länder und einzelne Menschen gebracht hat. Auch hier kann man nur sagen: „Chapeau bas!“ vor dieser schlauen und wirksamen Strategie. Geändert hat sie an ihrem Machtanspruch gar nichts — und sie macht daraus keinen Hehl, aber aus geheimnisvollen, aber keineswegs zufälligen Gründen sehen die Zeitgenossen vor lauter Bäumen den Wald nicht.6
Erst in der dem Anschein nach „liberalen Zeit“ der Kirche, nach dem Vaticanum II, konnte sie ihren Fuß offen und ungeschminkt in Parlamente (Johannes Paul II. im polnischen Parlament 1999, im Europa-Parlament 1988 und 2002 im italienischen Parlament, Benedikt XVI. 2011 im Deutschen Bundestag, Franziskus 2014 im EU-Parlament und 2015 im US-Kongress) oder gar die UNO setzen (Paul VI. 1965, Johannes Paul II. 1979 und 1995, Benedikt XVI. 2008 und Franziskus 2015).7 
Vor der angeblichen Liberalisierung aber vollzog man 1957/58 auf dem Kapitol in Rom im Konservatorenpalast die Gründung der Europäischen Gemeinschaft in den „Römischen Verträgen“ unter dem riesigen Bildnis Papst Innozenz X.. (...)"







Dienstag, 4. Juni 2019

Trinitätslehre auf dem Prüfstand: Brief XII an Unitarier und Trinitarier - Was ist der Mensch?

Trinitätslehre auf dem Prüfstand: Brief XII an Unitarier und Trinitarier — Was ist der Mensch?


Wer war Jesus? Er nannte sich selbst durchweg „Menschensohn“. Der ben Adam, das Menschenkind, ist im AT immer ein Nachfahre oder eine Nachfahrin Adams und Evas und ganz und gar Mensch. „Menschenkind“ ist kein „Titel“, sondern eine tiefe, sehr tiefe und göttliche Gattungsbezeichnung. Ich möchte dem nachspüren, um der Fragestellung nach bzw der Leugnung der Gottheit Jesu vielleicht etwas näherzukommen, die sowohl Trinitarier als auch Unitarier umtreibt und auf die sie eine eindeutige Antwort suchen:

„Was ist der enosch (der Sterbliche), dass du dich an ihn erinnerst, und der ben adam (das Menschenkind), dass du dich um ihn sorgst?“

So heißt es in Psalm 8,5. Später, in den Prophetenbüchern, wird der Prophet Ezechiel speziell als ben adam angesprochen (beginnend ab Ez 2,1 und insgesamt 87mal). Da er hineingenommen wird in die Verkündigung und das Erdulden der heilsgeschichtlichen Erwartung und das Endgericht, haben manche Theologen geglaubt, „Menschenkind“ wandle sich hier zum messianischen Titel.

Die Idee, ben adam sei ein messianischer Titel, wird von denselben Theologen auch darin als bewiesen angesehen, dass der Prophet Daniel einen bar enasch (aram. Menschensohn) sieht, der hoch zum Thron Gottes geführt wird (Übersetzung nach Buber/Rosenzweig):

„Da, mit den Wolken des Himmels kam einer wie ein Menschensohn (bar enasch), er gelangte bis zum Hochbetagten (atik jomia = „herrlich an Tagen“) und wurde vor ihn gebracht. Ihm ward Gewalt (aram. Schaltan/hebr. schilton — verwandt mit dem Wort „Sultan“, eigentlich bedeutet es „Ordnung“ oder „Regierung“) und Ehre (jekar = Glanz, Ehre) gegeben und Königschaft (aram. Malchu, hebr. malchut — Königtum), alle Völker, Stämme und Zungen dienten ihm: seine Gewalt ist in Weltzeit (hebr. olam), Gewalt, die nie vergeht, und seine Königschaft nie zu zerstören.“ (Dan 7, 13ff)

Der bar enasch (Sohn des Sterblichen) entspricht also dem ben adam (Sohn Adams), aber beides sind die gängigen Bezeichungen für den Menschen im allgemeinen. Es ist nicht ersichtlich, dass es sich um einen gesonderten Titel handele, der nun nur noch einem einzigen Mann zukommt.
Zuvor hatte in der Vision Daniels ein Gericht stattgefunden, in dem sich „das Tier“  und verschiedene weitere „Tiere“ („chaiot“ = Lebewesen) sich in ihrer Gewalt und Macht zugrundegerichtet hatten.
Es gibt also eine „Gewalt“, die ein Ende hat und eine andere Art, die kein Ende haben wird.

Aber auch Ezechiel schaut einen, der wie ein Menschenkind aussieht. Doch diesmal meint er den Allerhöchsten selbst (Übersetzung nach Buber/Rosenzweig, Jecheskel 1,1):

„Ich sah Gottgesichte (hebr. mar’ot elohim = Spiegel/Visionen Gottes)…“

Ezechiel sieht ein gleißendes Feuer, aus dessen Mitte vier Gestalten sichtbar werden. Sie alle haben Menschengestalt (hebr. dmut adam). Es bleibt unklar, ob sie zu viert als eine dmut adam erscheinen oder jeder der vier einer dmut adam gleicht. Es heißt aber zugleich von ihnen, sie hätten das Ansehen von chaiot, also Tieren oder allgemein Lebewesen. Das ist ausgesprochen eigentümlich. Buber/Rosenzweig übersetzen dies folgendermaßen:

„Aus jenes (des Feuers) Mitte vier Lebendiger Gestalt. Und dies ihr Ansehn: Menschgestalt (hebr. dmut adam) an ihnen…“ (V 5)

Die genauere Beschreibung dieser Lebewesen mit Flügeln, Menschenhänden, Kalbsfüßen, aneinandergeheftet gehen sie je in die Richtung, in die ihre Gesichter zeigen — ein paradoxes Bild unendlicher Ausdehnung. Und das Gesicht?

„Die Gestalt ihrer Antlitze aber: ein Menschenantlitz, zur Rechten ein Löwenantlitz, den Vier, von links her ein Stierantlitz, den Vier, und ein Adlerantlitz, den Vier. Ihre Antlitze das, ihre Flügel aber drüberhin ausgespannt.“ (V 10)

Es handelt sich in jedem Fall um eine eigentümliche Mischung aus Menschen- und Tiergestaltelementen. Die vier Gestalten, die doch eine einzige sind, werden begleitet von Feuerrädern, die voller Augen sind (V 18). Dieses Wesen fließt ineinander und strebt auseinander, wohin der Geistbraus (hebr. ruach) es führt. Man denkt unwillkürlich an verschwimmende Formen, die sich auf einer bewegten Wasserfläche spiegeln.

Über diesem hyperdimensionalen Lebewesen ist ein „Gewölb, wie der Anblick des furchtbaren Eises“ (V 22). Das „Gewölb“ (hebr. rakia) ist ein Begriff aus der Schöpfungserzählung. Dort baut Gott ein „Firmament“, eine rakia, die Wasser von Wasser trennt (Gen 1,6). Das, was dieses Gewölbe umfasst, bearbeitet Gott so, dass Land und Meer sich in Areale trennen: es gibt eine Landfläche und ein großes Meer unter diesem Gewölbe (V 9), das fortan auch „Himmel“ genannt wurde (hebr. schamajim).

Ezechiel schaut nun über den vier Lebewesen, die doch eines sind, diese rakia, sie besteht aus oder erinnert an Eis, gefrorenes Wasser. In der Logik der Schöpfungserzählung kann sie nur aus Wasser sein, denn sie sollte Wassermassen der Urflut trennen, bevor irgendetwas anderes Materielles beschrieben wird. Damit sie „firm“ wurde, fest, ist an gefrorenes Wasser zu denken.
Die rakia trennt in Ezechiels Schauung die vier Lebewesen von dem, der darüber ist. Die vier verursachen Geräusche wie „den Hall großer Wasser“ (hebr. kol majim rabbim) und eines Heerlagers (V 24). Dieser „sound“ wird gleichgesetzt mit der Stimme Gottes (hebr. kol schadai).

Oberhalb der rakia, des Gewölbes aus Eis, befindet sich der eigentliche Thron Gottes:

„Oberhalb des Gewölbs aber, das über ihren Häuptern war, anzusehn wie Saphirstein Gestalt eines Stuhls (hebr. dmut kisseh), und auf der Gestalt des Stuhls eine Gestalt anzusehn wie ein Mensch (hebr. dmut ki mareh adam = eine Gestalt wie der Spiegel/die Vision des Menschen), oben drauf … Das war das Ansehn SEINER Erscheinung (hebr. dmut kvod JHWH = die Gestalt der Fülle JHWHs). Ich sah, ich fiel auf mein Antlitz.“ (Ez 1,26f)

Der Prophet schaut hier den Allerhöchsten dmut ki mareh adam, in einer Spiegelgestalt des Menschen. Anfangs hatte er gesagt, er habe mar’ot elohim gesehen, Spiegelvisionen Gottes. Aber von einem Titel ist keine Rede. Der Geschaute hat einen Eigennamen, und er teilt seine Gestalt mit anderen Lebewesen, insbesondere mit dem adam, dem Menschen.

Eine engste, geheimnisvolle Gestalt-Nähe von Gott und Mensch kommt hier zum Ausdruck, aber sie ist nicht auf einen einzigen Menschen oder Erlöser bezogen, sondern allgemein auf den Menschen.

Dem entspricht auch die Fortführung des Psalm 8 in Vers 6:

„Ließest ihm ein Geringes nur mangeln, göttlich zu sein, kröntest ihn mit Ehre und Glanz, hießest ihn walten der Werke deiner Hände. Alles setztes du ihm zu Füßen…“

(Übersetzung Buber/Rosenzweig Psalm 8,5ff)

Man kann es auch so übersetzen: „Du hast ihn wenig geringer als Gott (hebr. elohim) gemacht…“. Angesichts der Ungeheuerlichkeit dieser Aussage übersetzten die Septuaginta Hieronymus vorsichtshalber „elohim“ mit „Engel“: „Minuisti eum paulo minus ab angelis…“. Das Wort „elohim“ meint allerdings, vor allem, wenn es ohne Artikel gebraucht wird, stets den wahren Gott. In der Esoterik wird „elohim“ auch im Sinne höherer Lichtwesen verstanden. Es gibt dafür allerdings keinen alttestamentlichen Anhalt. Das AT kennt auch einen Gebrauch für die heidnischen Götter. Selten wird der Begriff auch einmal für einen von Gott Autorisierten benutzt, meint aber fast durchweg Gott selbst. Wenn er einem Engel oder Menschen zugeordnet wird, dann nur deswegen, weil sich in ihm Gott zeigt. Eine Verwechslung Gottes mit dem, den er autorisiert, geschieht dennoch nicht. Für „Engel“ findet man dagegen an mehreren Stelle im AT die Bezeichnung b’nei elohim (Gottes- bzw Göttersöhne) (Gen 6, 1-4; Job 1-2).
Die Aussage, dass der Mensch nur wenig geringer als Gott sei, korrespondiert der mehrfachen Aussage in der Genesis, dass der Mensch als Mann und Frau „Ebenbild Gottes“ sei.
Gott sagt gleich zu Beginn zu einem „Wir“, sie sollten nun den Menschen ki dmutenu, „wie in unserer Gestalt“ machen (Gen 1,26). So habe elohim den Menschen b’zelem elohim, „im Bilde Gottes“ geschaffen (Gen 1,27). Zelem ist ein „Abbild“, ein „Ebenbild“. Dmut ist „Gestalt“. Der Mensch ist nach Gen 1 also nach der „Gestalt“ Gottes geschaffen und sein „Abbild“.
Dies wird nach der Vertreibung aus dem Paradies bestätigt. Elohim habe den Menschen als Mann und Frau bidmut elohim, „in der Gestalt Gottes“ geschaffen (Gen 5,2).
Es ist dem Autor der Erzählung wichtig, nach allen heilsgeschichtlichen Zäsuren „abwärts“ zu betonen, dass der Mensch dennoch Ebenbild Gottes bleibt.
So wiederholt sich in Gen 9, nach der Sintflut, noch einmal im Bund mit der Schöpfung dieselbe Aussage: Niemand, weder Tier noch Mensch, darf Menschen töten, weil Gott sie b’zelem elohim gemacht habe, „im Bilde Gottes“ (Gen 9,6).
Beide Begriffe, sowohl dmut als auch zelem bedeuten durchweg, dass etwas „aussieht wie“ oder „ein Spiegel-Bild/eine Vision von“ ist. Der Begriff „mar’eh“ (s.o.) drückt etwas Ähnliches aus.

Die Lesart der Septuaginta und Vulgata, Gott habe den Menschen nur wenig geringer als die Engel gemacht, korrespondiert möglicherweise der Vorstellung, dass das „Wir“, das in Gen 1,26 Menschen schafft, eine Einheit von Gott und Engeln meinen könnte. Diese Lesart würde voraussetzen, dass Gott Engel an der Erschaffung des Menschen beteiligt hätte und der Mensch — wie die Engel auch — Gottes Abbild sei, wobei die Engel hier Gott und seinem Abbild dienen und nicht der Mensch den Engeln dienen soll.
Dieses Verständnis findet sich weitergesponnen in verschiedenen gnostischen Lehren, die meinen, dass der Mensch von archontes geschaffen worden sei, die aber vom wahren Gott abgefallen seien (zB in der Nag Hammadi-Schrift „Über das Wesen der Archonten“). Oder aber der Mensch sei von einem „Demiurgen“ geschaffen worden, der ein böser Gott sei und den Verlust der Göttlichkeit beim Menschen verantworte.
Es ist an dieser Stelle Vorsicht geboten: solche Ideen finden sich im AT nicht. Sie sind erst später hinzugekommen. Über die Frage der Herkunft der Gnosis besteht unter den Theologen und Philosophen Uneinigkeit. Manche glauben, dass sie erst mit dem Christentum entstanden sei, manche nehmen heidnische Vorläuferphilosophien an. Manche Hinweise im NT lassen jedoch hellenistische und gnostische Ideen anklingen, die sich so ebenfalls im ganzen AT, außer vielleicht den hellenistischen Spätschriften, nirgends finden. Etwa weist die Stelle in 1 Kor 11,7  auf hellenistische, neuplatonische Philosophien, die die Frau als Abglanz oder Abbild des Mannes deklarieren, dies aber in einem emanativen „Abglanzmodell“ von Gottvater über den Christus und den Mann bis hinunter zur an der Schlussstelle rangierenden Frau tun. Während der Mann eikon (Bild) und doxa theou (die überweltliche Herrlichkeit Gottes) darstelle, stelle die Frau nur die doxa andros dar (die Herrlichkeit des Mannes). Dieser Satz steht im Widerspruch zu Gen 1 und 2 und hat dazu geführt, dass man in der Kirche behauptet hat, die Frau sei kein direktes Abbild Gottes, sondern bilde den Mann ab (Decretum Gratiani, Hugo von Pisa, Thomas von Aquin u.a.). Er kann nur vor dem Hintergrund neuplatonischer Emanationslehren verstanden werden und ergäbe sonst überhaupt keinen Sinn. Es spricht vieles dafür, dass solche Stellen entweder nicht die Meinung des Paulus widerspiegeln, sondern nur von ihm referiert werden, oder aber später den Briefen zugefügt wurden. Das gewichtigste Gegenargument ist aber die Verheißung an die Frau, dass aus ihrem Samen der kommen würde, der den Samen der Schlange überwinden und zertreten würde (Gen 3,6). Der Mann ist hier ausgeschlossen. Wenn aber der ben adam, der den Kopf der Schlangenbrut zertreten wird, ausschließlich Nachkomme der Frau und nicht des Mannes ist, das NT uns an vielen Stellen darüber belehrt, dass er ein sündloser Mensch und vollkommenes Abbild Gottes sei, dann ergibt eine Sicht auf die Frau, die selbst kein Abbild Gottes ist, keinerlei Sinn: wie sollte dann ausgerechnet aus der Frau dieser vollkommene Mensch kommen, nicht aber aus dem Mann? Das hellenistische Judentum pflegte diese Stelle metaphorisch zu verstehen: die Frau ist Israel oder es sind die Kinder Gottes. Das NT stellt uns aber dann tatsächlich eine Jungfrau vor Augen, Maria, die ohne Zutun des Mannes in der Kraft Gottes den vollkommenen ben adam hervorbringt. Wenn sie nur abbilden kann, was sie vom Mann hat, wäre dieser Vorgang unmöglich gewesen. In 1 Ko 11 wird mithilfe dieser Stelle eine Hierarchie begründet, die unbeholfen und angesichts der Schöpfungserzählung widerspenstig wirkt, die an anderen Stellen auch im NT aufgegriffen wird, hier allerdings anhand der Tatsache, dass nach Gottes Ordnungen der Mann Vater und Mutter verlässt, um seiner Frau zu folgen und nicht etwa umgekehrt. Erst der Fall des Menschen kehrt dieses Modell um und hat zur Folge, dass der Mann sich hierarchisch über die Frau stellt. Ebenso geben die Worte Jesu nicht her, dass er sich über die Menschen stellt. Er spricht nach seiner Auferstehung von seinen „Brüdern“.
Ähnlich abwegig wirkt die Argumentation in Röm 13, die jede weltliche Macht als diakonos theou, als „Diener Gottes“ verabsolutiert, der man nicht nur äußerlich, sondern im Gewissen unterwürfig zu Gefallen handeln solle, weil sie stets das Gute belohne und das Böse bestrafe.
Das alles steht in krassestem Widerspruch zum AT, und bereits die Kirchenväter hatten große Mühe, damit umzugehen, entschieden sich aber sehr gern für die angeblich paulinische Version… das war im aufsteigenden Staatskirchentum politisch jedenfalls korrekter…

Wir sehen jedenfalls, dass das NT nicht frei von hellenistischer Ideologie ist und die Frage, wer alles an der Erschaffung des Menschen beteiligt war, nicht klar ist. Eines ist jedoch klar: Mann und Frau sind gleichermaßen Abbild Gottes — so wird es in der Genesis mehr als einmal ausdrücklich gesagt. Was immer im NT dazu steht, muss sich damit konfrontieren.
Wir wissen allerdings aus Gen 1, dass Gott sowohl den Erdboden als auch das Meer beteiligte an der Erschaffung der Tiere und Pflanzen (Gen 1,24ff). Auch wenn es immer wieder heißt, er allein habe alles geschaffen, ließ er sich doch dabei helfen oder gab einen Schaffensauftrag weiter. Nicht zuletzt erhielt der Mensch als Mann und Frau den Auftrag, weitere Menschen hervorzubringen bis zum heutigen Tag. Aber weder die Mutter Erde noch das Meer noch der Mensch sind deswegen „der“ Schöpfer oder gar Gott.
Es ist also keineswegs abwegig, auch Engel beteiligt zu sehen, wo doch auch sonst bei allen wichtigen heilsgeschichtlichen Stationen Engel schaffend oder verkündigend mitwirken (als „Engel des Herrn“, zB am brennenden Dorbusch, beim Auszug aus Ägypten, auf dem Sinai, als „Gabriel“ bei der Entstehung Jesu im Mutterleib etc.).
Wenn man annimmt, dass ihr Auftrag war und ist, sowohl Gott als auch seinem Abbild als mächtiger Beistand zu dienen (aber nicht in einem knechtischen Sinn!), ist es vorstellbar, dass ein Teil der Engel dies nicht wollte und die Misere der menschlichen Schwächung mit einer Auseinandersetzung zwischen Gott, Engeln und den beiden Urmenschen zusammenhängt.

Aus der Stelle in Gen 1,26 zu schließen, dass mehrere wesensgleiche Gottpersonen den Menschen erschaffen haben, ist jedenfalls unplausibel und im Schrifttext wirklich überhaupt nicht zu finden. Es ist ohne jeden Beweis aus dem Text oder anderen Schriften, die dies aussagen würden, hineininterpretiert. Dass Jesus kein Engel war, sagt uns dagegen der Hebräerbrief — er war und blieb ben adam und Engel dienten ihm, ebenso wie Dämonen sich vor ihm fürchteten und den Dienst verweigerten.
Wenn der Mensch „Abbild Gottes“ ist, dann kommt dem Menschen ursprünglich ein göttlicher Status zu. Es ist von daher nicht abwegig, wenn er in einem schwächeren Sinne auch als „Gott“ oder „göttlich“ aufgefasst wird. Dafür spricht auch die Bemerkung in Psalm 8.

Wenn mancher dieses „Wir“ aus Gen 1,26 mit dem
Johannesprolog in Verbindung bringt und davon ausgeht, dass der dort in V 1 genannte logos Jesus Christus sein müsse, dann hat derjenige auch dafür keine guten Argumente, die sich aus dem Text selbst ergäben. Dass im Anfang der logos war und durch ihn alles erschaffen wurde, dann liegt es erst einmal nahe, dies so zu verstehen, wie es dasteht: dass nämlich der ganze Sinnzusammenhang und Plan dessen, was ist, bei Gott ist und immer schon war vor aller Zeit. Mit gar keinem Wort ist dort ausgesagt, dass dieser logos ein zweiter Gott oder ein Mensch, aber auch nicht ein Engel sei. Das hat man später hineingelesen, obwohl der Textbefund dafür nicht ein einziges Wort hergibt. Metaphern in der Weisheitsliteratur, die „Frau Sophia“ als Frau, die immer schon vor Gott spielte, vorstellen, sind als Metaphern aufzufassen oder aber als Phänomene, die dennoch nicht ohne triftigen Grund mit dem Christus identifiziert werden können.
Auch der Johannesprolog hat hellenistische Anklänge, aber nirgends wird behauptet, Jesus Christus habe die Welt oder den Menschen geschaffen.

Die Beschreibung des Menschen als „nur wenig geringer als Gott“ in Psalm 8, dem Gott „alles unter seine Füße getan hat“, dort als allgemeine Beschreibung des Menschen, betrifft offenkundig alle b’nei adam. Es erinnert an das, was im NT aufgrund anderer Psalmaussagen dem ben adam Jesus speziell zugesprochen wird: Gott habe ihm alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben. Jesus sagt dies selbst von sich (Mt 28,18). Und alles, schreibt Paulus, habe Gott „ihm unter die Füße getan“ (1. Kor 15,20ff). Dem Christus Jesus werden hier all die Attribute zugesprochen, die im allgemeinen dem Menschen zukommen sollten. Als Erster ben adam der Entschlafenen, der auferweckt wurde, kommt ihm auch zuerst wieder das zu, was allen b’nei adam zugedacht war. Er stellt also den Menschen als vollkommenes Abbild Gottes als Erster wieder dar und ist insofern in jedem Fall auch ein Gott bzw göttlich.
Aber Wesensgleichheit mit dem Vater kann man spekulativ nicht einfach annehmen. Das hieße, sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen und suggeriert die irritierende heidnische Vorstellung eines Mischwesens, das durch Gott mit einem Menschen gezeugt wurde. Wie ich bereits in einem anderen Brief darlegte, ist hinsichtlich Jesu erst mit seiner Auferweckung von einer Zeugung die Rede. Die Entstehung Jesu aus Maria wird nicht mit einer regelrechten „Zeugung“ verknüpft. Maria erhält enorme Kraft Gottes, wird aber zugleich von diesem Geist Gottes „umschattet“. Es entsteht in keiner Weise der Eindruck, dass Gott hier physisch „zeugt“, sondern dass er (er)schafft. Es bleibt ein Geheimnis, was sich hier abgespielt hat, weil kein Mensch sich vorstellen kann, was Gott als Schöpfer tat. Wir wissen auch als Mütter und Väter, obwohl wir unsere Kinder gezeugt haben, nicht, was Gottes Werk an uns genau getan hat. Wie viel mehr bei Maria!

Die Beziehung zwischen Gott und seinem Abbild im Menschen bleibt aber auch in einem undurchdringlichen Geheimnis, sagt uns aber der zukünftigen Richtung nach, wer wir sind oder wieder sein dürfen durch Jesus Christus.

Es träfe, wenn man die Sache so ansieht, zu, dass Jesus Gott oder göttlich ist, ganz einfach deswegen, weil er ganz und gar ben adam ist, der dmut elohim, in der „Gestalt Gottes“ oder b’zelem elohim, „im Bilde Gottes“ ist und als solcher der erste derer, die Gott aus dem Tod auferweckt und umgestaltet hat zu seinem vollkommenen Abbild.

Mancher wird einwenden wollen, dass aber doch Jesus Christus auch stets als „Sohn Gottes“ bezeichnet wird.
Dazu kann man folgendes antworten:
Er selbst nennt sich so nicht. Der Engel Gabriel kündigt ihn Maria, seiner Mutter, an als einen, der „Sohn des Allerhöchsten genannt werden“ wird (Lk 1,32). Bei der Taufe im Jordan schwebt der Geist Gottes wie eine Taube herab und bekennt sich zu diesem Mann Jesus als seinem „lieben Sohn“. Dasselbe Bekenntnis geschieht auf dem Tabor (Mt 3,17; Mt 17,5). Ein römischer Wachmann erkennt den Gekreuzigten und Scheidenden als „wahrlich Gottes Sohn“ (Mk 15,38).
Es finden sich noch zahlreiche andere Zeugnisse dafür, dass sowohl Gott als auch Menschen in Jesus den „Sohn Gottes“ bezeugten.

Nur stellt sich eine Frage: was verstanden sie darunter? Was meinte denn etwa der heidnische römische Soldat, der wohl kaum ein gelehrter Hellenist oder Pharisäer war, sondern ein einfacher, heidnischer Römer?
Kann man dies nicht ganz schlicht verstehen: „Sohn Gottes“ ist einer, in dem die tiefe, tiefe Gestaltabbbildlichkeit zwischen Gott und Mensch sichtbar und erkennbar wird?
Jesus selbst beschrieb als „Kinder Gottes“ solche, die Frieden stiften (Bergpredigt, Mt 5,9). Johannes schrieb, „Kinder Gottes“ seien wir jetzt schon, auch wenn es noch nicht offenbar ist. Der „Same Gottes“, den er geistig versteht, wirke in uns und mache uns zu seinen Kindern. Er schreibt die ungeheuerlichen Worte:

„Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“ (1. Joh 3,2) 

Wir werden ihm — also Gott! — gleich sein und ihn sehen „wie er ist“!? Das ist atemberaubend! Aber es stellt diese enorme Nähe zwischen Gott und Mensch vor die geistigen Augen. Und: Zu keinem Engel hat Gott je dergleichen gesagt.
Und dies obwohl auch sie im AT gelegentlich als b’nei elohim bezeichnet werden (s.o.).
Paulus spricht davon, dass wir einen „Geist der Kindschaft“ empfangen hätten, der uns Gott als „Papa“ (aram./hebr. abba) ansprechen lässt (Röm 8,14f). Der Geist Gottes selbst bezeuge uns, dass wir seine Kinder sind.
Manche fassen diese Worte in einem infantilen Sinn auf: da oben ist der Herrschervater und wir sind die unmündigen Kinder, die Kleinen, ewig am Rockzipfel Hängenden. Das widerspricht aber der Beschreibung im Römerbrief ebenso wie anderswo im NT.
Genauso wie irdische Eltern sehen wollen, wie ihre Kinder groß werden und ihnen gleich werden, vielleicht ihre Geschäfte weiterführen in Kraft und Stärke, genauso will Gott das vom Menschen. Es ist die „Freiheit der Kinder Gottes“, von der Paulus spricht.

Ich gebe zu, dass ich mit den Gedanken kaum wage, das alles wirklich zu denken, weil ich mich ja nicht vermessen will. Aber das ist es, was da steht: die Menschen sind zur Göttlichkeit berufen. Angesichts dieser Berufung zu sagen, Jesus sei „nur“ ein Mensch, ist nicht richtig. Jesus ist der Mensch schlechthin und damit göttlich, so wie Gott es dem ben adam zugedacht hat und nach und nach für viele von uns wie eine Ernte einfahren wird.

Noch eines sei zu den vier merkwürdigen Tier-Mensch-Wesen gesagt, von denen bei Ezechiel die Rede war. Wir erinnern uns: sie wurden als Wesen dargestellt, die wie Tiere aussahen, aber auch in Gestalt eines Menschen erscheinen. Es ist der ruach, der sie treibt, so wie jeder Mensch, der aus dem Geist gezeugt/geboren ist, wie Jesus es dem Nikodemus erklärt (Joh 3,1ff).
Es sind vier geheimnisvolle Lebewesen. Man denkt an Engel oder an Götter, die aber vollständig im Einklang mit dem Allerhöchsten stehen, sonst würden sie nicht vom Geist getrieben. Bei der Vierzahl unter der rakia, der Himmelsfeste aus Eis, denkt man spontan an die vier Himmelsrichtungen. Aber die Mischgestalt zwischen Tier und Mensch erinnert auch spontan an heidnische Götterbilder: Sphingen, ägyptische Göttergestalten mit Tierköpfen etc. Man kann nun natürlich auf dem Standpunkt stehen, dies seien alles Trugbilder der Heiden. Vielleicht sind es aber keine Trugbilder, sondern eher Verzerrungen von Wirklichem? Die „Myriaden von Myriaden“, die Daniel schaut, die vor IHM, dem Allerhöchsten stehen, sind reale und himmlische Lebewesen. Die Bilder der Heiden sind genauso real, aber Verzerrungen und vielleicht Anbetungen widerspenstiger und hochfahrender Geister, vielleicht eine Mischung aus verkehrtem und Rechtem, aber es gibt keine Wahrheit in der Lüge, auch wenn die Wahrheit in der Lüge segmentiert und fragmentiert schlummert. Auch die bösen Geister, heißt es, glauben und zittern (Jak 2,19). Es ist interessant, dass Jakobus an dieser Stelle einem Unitarier über den Mund fährt:

„Du glaubst: Es gibt nur den einen Gott. Damit hast du recht; das glauben auch die Dämonen und sie zittern.“

Vor diesem einen Gott kann man nicht Glaube und Werke segmentieren, genauso wie man nichts anderes fragmentieren darf in seiner heiligen Gegenwart. Ja, er ist einer, aber er ist umgeben von z’waot, von Heerscharen, von Myriaden und spiegelt sein Wesen und seine Gestalt in so vielen Menschen, die so zahlreich sind wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meer, zuerst aber in Jesus Christus.


Mittwoch, 8. Mai 2019

Warum soll der Kohlenstoff verschwinden?

Warum soll der Kohlenstoff verschwinden?

In meinem vorigen Artikel meldete ich meine Zweifel an der wissenschaftlichen Sinnhaftigkeit und Ehrlichkeit der klimapolitischen Agenda der UNO, der EU und insbesondere unserer Regierung an, über die sich angeblich alle Forschung „zu 97%“ einig sei.
Es ist nicht schwer, diese Propaganda zu entlarven, sobald man nur einen Zipfel der medialen Decke hebt, die man über uns wirft. Dass sich Soziologen, Politologen, Psychologen, Germanisten und Pädagogen (die im IPCC die Mehrheit stellen) darüber einig sind, mag ja sein. Aber diejenigen, die qualifiziert sind für das Thema, die sich lebenslang mit der speziellen Forschung zum Klima in verschiedenen Naturwissenschaften befasst haben, weisen ein erheblich anderes Bild auf.

Das Vorschicken von unwissenden Kindern und Frauen, die nun diese jahrelang durch die Mächtigsten propagierten politischen „Klimaziele“ auf Pappschildchen kleben, sich dirigiert in eine apokalyptische Panik hineinsteigern, ist der Gipfel des Zynismus.
Der inszenierte Jugendplebiszit soll nun im Schulterschluss mit der Macht die kritische Reflexion der noch verbliebenen kritischen Zeitgenossen mattsetzen und der Regierung freie Hand für alle möglichen Einschränkungen und Steuern geben, die uns, nicht die Mächtigen treffen werden. Kinderheilige waren in allen harten Auseinandersetzungen der Neuzeit der letzte und wirksame Joker. Eigentlich sind es die immer gleichen alten Manipulationsmethoden.

Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass das Militär der großen Mächte über Wettermanipulationsmethoden verfügt, die apokalyptische Ausmaße angenommen haben. DAS sollte uns allen Angst machen! Dagegen sollten wir auf die Straße gehen! Nicht gegen unsere eigene Freiheit aufstehen, sondern gegen diese unheimlichen und skrupellosen Mächtigen sollten wir uns wehren!
Man erzeugt Erdbeben, Stürme, Tsunamis, hantiert schon seit dem 2. Weltkrieg mit hochgefährlichen, chemischen und elektromagnetischen Waffen und optimiert ihre Technologie. Wer das Problem benennt, wird als „Verschwörungstheoretiker“ abgetan. Dabei ist das alles gar kein Geheimnis, und jeder kann leicht recherchieren, was hier vor sich geht — allerdings sollte er sich dabei nicht auf ARD und ZDF, den Relotius-Spiegel oder die Bundeszentrale für Politische Bildung verlassen. Vor allem sei jedem empfohlen, wissenschaftliche Bücher zu lesen, die in jeder Instituts-, Uni- oder Landesbibliothek zu haben sind. Wie wäre es, die vielen Stunden vor dem postmodernen Volksempfänger mit sinnvollerer und neutraler, unabhängiger Informationsaneignung zu verbringen? Noch hindert uns niemand daran…

Man erzeugt Dürren und Überschwemmungen, bringt am Himmel für diese Manipulationen hochgiftige Chemikalien aus, wendet diese Methoden seit Jahrzehnten in all den illegalen Kriegen an, in denen auch Deutschland mit rotgrüner Hilfe seit 1999 wieder aktiv mitkämpft, was ich ablehne, und lässt uns glauben, die spürbaren Folgen dieser Handlungen lägen nur daran, dass wir Auto fahren oder eine kleine Bäckerei betreiben. Das böse Kohlendioxid sei schuld. Dabei weiß jeder Kleingärtner, dass CO2 das Pflanzenwachstum anregt und begast seine Gewächshäuser damit. Wenn CO2 fehlt, geht das Pflanzenwachstum zurück. Die ganze Fauna, auch in den Mikroorganismen gast CO2 aus, das ist und bleibt natürlich und ist weder giftig noch ein Problem. Genau das sagen uns auch alle, die sich wissenschaftlich unabhängig und als Naturwissenschaftler damit befassen. Jedes Kefirgetränk funktioniert nur so, unsere Organismen funktionieren so, die Pflanzenwelt greift dies auf und benötigt es für ihr Wachstum. Sie gibt wiederum Sauerstoff ab, den wir anderen Organsimen brauchen: es ist im Prinzip alles ausgeruht. Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre ist allerdings sehr, sehr gering. Derzeit liegt er bei 0,04%. Ich sagte es schon. Und das ist nicht eine Meinung der „Klimaleugner“, sondern der offizielle Wert, den auch der Mainstream nicht leugnet — so herum wird ein Schuh draus.

Was also immer hier gerade los ist: das CO2 ist das am meisten diskriminierte Geschöpf auf Erden.

In meinem vorigen Text wies ich darauf hin, dass die Erde ein hochkomplexer Organismus ist, dessen Klimaphänomene nicht statisch sind, sondern sich in großräumigen Zyklen wandeln. Das ist natürlich und kein Grund zur Sorge. Die großräumigen kybernetischen Systeme sind überhaupt noch nicht erforscht.

Grund zur Sorge geben dagegen die Eingriffe in das regionale Wetter. Man spricht von „Geo-Engeneering“. Und nein: das ist keine „Verschwörungstheorie“! Nicht einmal der Mainstream leugnet ab, dass hier ungeheuerliche Eingriffe in die Natur geschehen. Aber nicht durch Dich und mich, die wir atmen, heizen oder Motoren laufen lassen! Das ist im Kosmos ziemlich bedeutungslos oder klein, was wir tun.
Man animiert Dich nur dazu, Dich in Deiner Bedeutungslosigkeit und Ohnmacht wichtig zu nehmen, um Dich mit Deiner eigenen, narzisstisch aufgestachelten Zustimmung vollends zu entrechten. „O ich Klimasünder, heilige Greta bitte für uns!“ Man entblödet sich nicht, furzende Kühe auf der Weide von wegen Methan oder brüllende, windelnverbrauchende Babys für Klimaprobleme zu halten. Genau, das wird es sein — das Leben selbst ist schuld, Hilfe! (https://www.morgenpost.de/politik/article211289147/Klima-Studie-Warum-Babys-die-groessten-Klima-Killer-sind.html)
Und irgendwelche Frauen rufen zur Rettung des Klimas zur Kinderlosigkeit auf. Wie tief wollen wir noch sinken?
Bedenke bitte, dass es trotz allem auf Deine aktive oder passive Zustimmung ankommt. In dem Moment, in dem Du dazu die Zustimmung zu diesem himmelschreienden Blödsinn verweigerst, bewirkst Du mehr als Du ahnst!

Mancher mag sich gesagt haben, als er meinen Greta-Artikel gelesen hat, er nehme aber doch Veränderungen wahr im „Klima“. Ich antworte darauf: Ja, Du nimmst Veränderungen wahr, aber nicht im „Klima“, denn das kann ein Mensch nicht alleine in seiner Lebenszeit. Er kann allenfalls ungewöhnliche Erscheinungen des Wetters erleben. Über den Unterschied der Begriffe „Klima“ und „Wetter“ bitte ich, sich selbst schlau zu machen. Ob aber das, was wir in unserer Wetterwahrnehmung erleben, natürlich ist oder eine Waffe gegen uns, das können wir nicht beurteilen ohne genauere Hintergründe zu wissen.
Nun ist es in der Natur der Dinge, dass das Militär und die Geheimdienste uns nicht auf Pressekonferenzen mitteilen, was sie im einzelnen alles so treiben. Und nein: das ist auch keine Verschwörungstheorie! Das ist gesunder Menschenverstand!

Man muss also anders fragen:

Offenkundig besteht diese politische Agenda der Mächtigen u.a. darin, das Element Kohlenstoff zum Verschwinden zu bringen oder sehr weit abzusenken, will man doch systematisch alle fossilen Verbrennungsstoffe reduzieren oder ganz aus dem Verkehr ziehen, um das CO2 zu reduzieren, das angeblich so „klimaschädlich“ ist, obwohl wir wissen, dass ohne dieses Molekül die Pflanzenwelt erheblich reduziert werden wird.
Es sind Dürren, Hunger, Desertifizierung zu erwarten, wenn wir, obwohl die Erde sich in eine Warmzeit bewegen will, das CO2, das natürlicherweise ansteigen würde, zurückdrängen.

Wenn das so ist, müsste man fragen: Was soll das? Warum will man das? Warum will man so verbissen diese Decarbonisierung? Dass die Decarbonisierung ein wichtiger Aspekt im Rahmen eines größeren innenpolitischen, geopolitischen und militärischen Programmes sein könnte, liegt nahe. Aber welches?

Die EU jedenfalls nennt die „Decarbonisierung“ in einem Atemzug mit der „Digitalisierung“.

„Der Vorschlag der Kommission zielt darauf ab, die Verkehrs-, Energie- und Digitalinfrastrukturen besser zu verzahnen, um die Dekarbonisierung und Digitalisierung der EU-Wirtschaft schneller voranzubringen.“

Es soll alles „elektrifiziert“ werden. Dem Verbraucher soll keine Möglichkeit unabhängiger Energiegewinnung mehr zur Verfügung stehen. Er soll vollständig an den Tropf dieser Elektrifizierung und Digitalisierung gehängt werden. Das ist das eindeutige innenpolitische Ziel. Am Ende zieht man noch jede Wachskerze ein, damit wir uns nicht mehr selbst Licht machen, wenn uns die Mächtigen den Strom aus irgendwelchen Gründen  abschalten. Vor Weihnachten 2018 hat man uns ja bereits schon wieder als schwere Sünder gemaßregelt, weil wir am Weihnachtsbaum oder auf dem Adventskranz immer noch Kerzen abbrennen — die sind natürlich auch schwerst klimaschädlich.

„Für den kommenden Zeitraum 2021-2027 schlägt die Kommission vor, die ökologische Dimension der Fazilität „Connecting Europe“ auszubauen, sodass sie mit 60 % ihrer Mittel zu Klimaschutzzielen beiträgt. Damit sollen die Energieunion gestärkt, die Einhaltung der Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaschutzübereinkommen unterstützt und die globale Führungsrolle der EU bei der Bekämpfung des Klimawandels unterstützt werden.“

Aha — und wofür dieser ganze Aufwand. So richtig nachvollziehbar ist das ja nicht…
Und man verschweigt uns nicht, dass all dieser Aufwand die zivile Effizienz mit der militärischen verzahnen soll:

„Zudem soll die Fazilität „Connecting Europe“ erstmals Verkehrsinfrastrukturen für eine zivile und militärische Doppelnutzung mit 6,5 Mrd. Euro unterstützen. Ziel soll insoweit sein, das europäische Verkehrsnetz an militärische Erfordernisse anzupassen und auch die militärische Mobilität in der EU zu verbessern. Damit soll ein Beitrag zu einer vollwertigen Verteidigungsunion bis zum Jahr 2025 geleistet werden, die zu den politischen Prioritäten der amtierenden Kommission gehört. Der nun vorliegende Kommissionsvorschlag folgt einer „Gemeinsamen Mitteilung“ vom November 2017 und einem Aktionsplan vom März 2018.“


Sieh einmal einer an… Nachtigall, ick hör dir trapsen…

Woher all dieser „Strom aus der Steckdose“ kommen soll, sagen uns die Propagandisten der panischen und undurchdachten Energiewende nicht. Die angeblich „erneuerbaren“ Energien sind weder gut genug ausgebaut noch speicherfähig, bergen selbst massive ökologische Probleme in sich, die immer bekannter, aber tabuisiert werden. Über die gefährlich unsichere Energieversorgungslage wird durchaus offen gesprochen, wie etwa letztes Jahr bei der Münchener Sicherheitskonferenz. (https://www.securityconference.de/news/article/unsichere-zeiten-fuer-die-energiesicherheit-bericht-vom-ons-summit-in-stavanger/)

Es wäre also jedem Zeitgenossen möglich, nicht hoffnungslos manipuliert zu werden, wenn er sich abwendete von der Verdummung durch die Leitmedien, und den handfesten, wissenschaftlichen Büchern und originalen Nachrichten der Institutionen wachsam und kritisch zuwendete.
Was muss man tun, um endlich in der unabhängigen Denkwelt anzukommen?
Anstatt vor dem Volksempfänger abzuhängen oder auf seinen Smart-Apps „Nachrichten in einfacher Sprache“ fürs dämliche Volk wiederzukäuen, endlich seine selbstverschuldete Unmündigkeit überwinden!
Die Kinder zu kritischem Denken ohne den Gehgips der offiziellen Propaganda anhalten, anstatt sie alberne Pappschildchen mit Muttis Wohlgefallen herumtragen zu lassen….
Ohnmachtsgefühle sind fehl am Platz!
Ein Mensch, der sich das unabhängige Denken nicht nehmen lässt, ist niemals ohnmächtig. Aber er muss den Mut haben, sich dem Gegenwind auszusetzen, der dann einsetzt. Aber wir sind eine bequeme, feige Herde… es ändert sich einfach nichts…
Oder doch endlich?


Donnerstag, 2. Mai 2019

Greta Thunberg — die postmoderne Anti-Pippi

Greta Thunberg — die postmoderne Anti-Pippi

Tell no lies, claim no easy victories! (Amilcar Cabral)

Dass die Zustimmung, die euch in der deutschen Öffentlichkeit und aus der Politik entgegenschlägt, nichts wert ist, werdet ihr selber schon gemerkt haben. Ihr werdet beachtet – und eingemeindet. Von Leuten und Instanzen, die mit dem Gebrauch ihrer Macht für genau die Zustände sorgen, gegen die ihr protestiert. Eingemeindet in eine öffentliche Debatte, deren Irrelevanz für den praktischen Gang der Dinge ihr zur Genüge erfahrt. Bemerkens- und bedenkenswert an den vielen heuchlerischen Grußadressen an euren Protest sind die Titel, die Gesichtspunkte, die großen Werte, unter denen ihr mit euren Demonstrationen gut gefunden werdet. (Gegenstandpunkt 26.6.2019 — Vorabveröffentlichung)[1]



Meine Generation wuchs auf mit der frechen Pippi Langstrumpf, die die Konventionen sprengte, sich die Welt so machen wollte, wie sie ihr gefällt, die hoffnungsvoll, fröhlich, mutig und stark wirkte. In jedem Fall tat sie nicht, was Papi und die bürgerliche Gesellschaft wollten, und damals fanden das viele befreiend.

Pippi war Individualistin, sie wäre niemals irgendwo in irgendwelchen Interessen aufmarschiert, sondern hätte genau dies karikiert. Das kleine Mädchen mit den rotblonden Zöpfen und den Sommersprossen beflügelte die Phantasie vieler Kinder und ihrer Eltern.

Man wollte weg vom Gleichmaß, vom gemeinsamen Aufmarschieren in politischen Aktionen, die von oben abgesegnet und forciert wurden. Man hatte noch in Erinnerung, welche Stunde es jedes Mal geschlagen hatte, wenn Staatschefs Massenbewegungen begrüßten… Und dabei ist es herzlich egal, ob die Jugend für eine gefühlt gute Sache Fackelaufzüge macht oder in postmoderner Hässlichkeit irgendwelche Hohl-Parolen auf Pappschildchen herumträgt. Die gefühlt guten Sachen sehen sich oft im Nachhinein als Wahn an — dem wachen Zeitgenossen schon im Moment ihrer Zelebration. Es ist ein Missbrauch der Jugend, die begeistert werden will und sich auch gerne begeistern lässt — wehe dem, der die jungen Menschen verschaukelt.

Und heute?

Heute haben wir eine Rolle rückwärts gemacht, und dies in jeder Hinsicht. Aber die gruftigen Schein-Progressiven, die uns wie eine zähe Kruste überbacken, sind in Wahrheit überfällige, antiquierte PR-Spezialisten geworden, die wenig Charakter, kaum Sachkompetenzen, aber ausnehmend gute Ausbildungen in Spindoctoring, Propagandatechniken und Machiavellismus haben. Wenn sie auch sonst nichts vollbringen: Networking, Framing, Manipulation, „PR“, Inszenierungen, Verdrehung der Fakten und Verfolgung aller Kritiker unter Schlagworten wie „Populisten“, „Nazis“, „Linke“ oder „Fundamentalisten“— da sind sie perfekt geschult.
Sie setzen um, was Edward Bernays ihnen beigebracht hat.
…Und nicht nur die Jugend (der man das nicht vorwerfen darf!) begreift nur schwer, dass alle Politik ein Strategiespiel ist, das eine hohe Spielerkompetenz bräuchte, wollte man hier „gewinnen“ und nicht am Ende matt gesetzt worden sein. Vor allem viele der Alten, die es besser wissen müssten, sind Spielball der "crystallizing public opinion", die irgendwo ausgebrütet wird von "think tank net-worker"-Zirkeln und nehmen jede Sau, die man durch mediale Dorf treibt, für bare Münze und lassen sich vor deren Karren spannen. Sie denken, was sie denken sollen.

Tugenden wie Freiheit, Unabhängigkeit des Denkens, Klugheit, Vorsicht und Tapferkeit sind passé. Rationalität und ruhige Debatten gibt es nicht mehr. Jeder ist nur noch besorgt darum, den Anschluss an seine Peergroups nicht zu verlieren, wenn er aus Versehen mal nicht sagt und denkt, was er denken soll. Mit einer solchen Mentalität wollen wir die Welt retten?!

Der sozialistische afrikanische Staatsmann Amilcar Cabral sagte einst: „Tell no lies, claim no easy victories“.

Was sich vor unseren Augen abspielt ist dagegen genau dies: man fährt Siege ein, die man nebenbei vom Baum pflücken kann und scheut vor keiner Lüge zurück. Einerseits beschwört man ständig die "Wachsamkeit" gegen "Nazis" herauf, andererseits fällt man auf postmoderne Manipulationen ohne jedes Netz oder einen doppelten Boden herein. Wir haben nicht verstanden, dass die PR und Manipulationsmaschinerie nach 1945 erst überhaupt so richtig ins Rollen kam, die uns Geschichtsbilder, Coca Cola, schlecht sitzende Klamotten ultrareicher Modeketten, Fastfood, "Emanzipiertheit", die neuesten Bestseller, die Berechtigung der Kriege, die wir mitmachen, ebenso verkauft wie das, wovor wir Angst haben müssen und wofür man uns nun den letzten Heller aus den Taschen ziehen will. Der apokalyptisch inszenierte Klimawandel erinnert all zu sehr an die Art, wie eine verhurte und das Geld der Untertanen verprassende monarchische Oberschicht das Gut der Kleinen zum Fenster hinauswarf, in Saus und Braus lebte und den Kleinen Angst und Schrecken vor der Erwärmung einheizte, die sie im Fegefeuer und in der Hölle zu erwarten hätten.

Einst einigermaßen vernünftige Institutionen wie die Bundeszentrale für Politische Bildung kommen mit immer weniger Anmerkungen und Quellen aus in ihren Publikationen, wenn sie befangene Artikel — also: Propaganda — unters Volk bringen. Man behauptet einfach etwas ohne jeden Beweis, hetzt die Leser im Duktus des erhobenen Zeigefingers und der alten Gouvernantenattitüde auf und unterstellt „Feinden“ ohne jeden belastbaren Nachweis ungeheuerliche Dinge.[2]

Die Klimafrage nun wird nicht nur unausgewogen und darum unwahr, sondern auch noch propagandistisch verarbeitet. Der klimaaktivistische IPCC der UNO macht gewaltig Dampf, für ihn steht fest, dass der Klimawandel etwas "Falsches" und "ganz Gefährliches" ist und bekämpft werden muss und der böse Mensch daran schuld ist, weil er atmet und im Winter heizt oder gar eine Dampfmaschine oder Motoren laufen lässt. Und natürlich finden sich bezahlte „Forscher“, die für diese Meinung auch "Nachweise" herbeischaffen. Das „Potsdam Institut für Klimafolgenforschung“ (PIK) lässt schon im Namen erkennen, was bei seinen Forschungen „hinten herauskommen muss“. Und überhaupt: What the hell ist eine "Klimafolge"? Begreift denn niemand, welch ein schwachsinniges Wort hier alleine schon verbraten wird? Es geht doch um "Klimawandelfolgen"? Oder? Doch dazu später noch ein paar Sätze. Alleine die Begrifflichkeit jedenfalls passt schon ins Bild einer Public Opinion-Kampagne: Wer der politisch konzipierten Klimagöttin nicht huldigt, ist ein "Klimaleugner" - als ob es möglich wäre, "das" Klima zu leugnen. Und wer tut das bitteschön? Angezweifelt wird lediglich eine bestimmte, politisch forcierte Theorie über das Klima! Eine Theorie - und übers Klima gibt es nur Theorien - keine Dogmen, auch wenn man Euch das erzählt.
Auch hier: Ihr Alten und Grauen, Ihr gepflegten und noch gut verdiendenden Akademiker und Moralisten der älteren Generationen: begreift Ihr es wirklich nicht? Und wann wurden zuletzt "Leugner" massenhaft verhetzt? Habt Ihr in Geschichte nicht aufgepasst? Ja, seht der historischen Wirklichkeit ins Auge: seit den Tagen der Inquisition kam das auf, dass man Kritiker und Andersdenkende zu "Leugnern" abkanzelte und als Ketzer und Häretiker verfluchte und ausschloss. Wenn es dabei überhaupt blieb. Egal wie man zu der Sache sachlich stehen würde, wenn man davon etwas verstünde, was durchweg bei keinem der emotional im Aufbruch befindlichen Klimaaktivisten der Fall ist (die Befragungen der Demonstrierenden geben verheerende Ignoranz kund) - das, was in unserem Land geschieht, hat einen aufgeklärten und vor allem demokratischen Boden längst verlassen.

Unglücklicherweise hat sich aber schon seit Jahren ein breiter Widerstand vonseiten echter und altgedienter klimatologisch forschender Naturwissenschaftler gebildet, der immer wieder auf Neue darauf hinweist, dass die offiziellen, politisch forcierten Behauptungen zum Klima wissenschaftlich nicht haltbar sind. Es sind Professoren, Doktoren, Nobelpreisträger.[3] Sie widersprechen der UNO- und der Merkel-Politik in Sachen Klimawandel und werden inzwischen hemmungslos als „Rechtspopulisten“ verhetzt. Argumente scheinen der so auftretenden Politiklobby offenbar zu fehlen. Ja, man tut inzwischen so, als gäbe es diese zahlreichen, kompetenten Wissenschaftler gar nicht...

Die Erde ist ein komplexer Organismus, dessen Mechanismen uns nicht nur nicht wirklich bekannt sind, sondern zyklischen Bewegungen folgen, bei denen sich natürlicherweise Kalt- und Warmphasen abwechseln. Klimawandel ist daher — das muss festgestellt werden, bevor man weiterreden will — etwas Natürliches. Wer ihn verhindern will, schadet der Natur.

Prognosen können grundsätzlich nicht sicher gestellt werden, weil sie allesamt auf der Basis von Theorien geschehen und nicht aufgrund empirisch und experimentell nachprüfbarer Möglichkeiten. Wenn ein Professor Schellnhuber aus Potsdam dem faszinierten Fernsehpublikum (in "Kulturzeit" bei Scobel) erklärt, die Erde „habe Fieber“, weil es um 2 Grad wärmer geworden sei und ja schließlich auch ein Mensch bei einem Temperaturanstieg um 2 Grad Fieber habe, dann ist das schlicht und einfach Demagogie. Erstens muss man immer einen Ausgangspunkt definieren, von dem aus man „Krankheit“ und „Gesundheit“ definiert, was hier unterbleibt, und zweitens ist ein solcher Vergleich etwa so, als wolle man Eisbären ohne jede weitere Differenzierung mit Amöben vergleichen… Welche Temperatur auf der Erde ist denn - noch dazu als Durchschnittstemperatur - die "gesunde"?!
Ist es wirklich so schwer, solche Demagogie zu durchschauen?!

Aber wen wundert es: das PIK wird von der Bundesregierung und dem Land Brandenburg finanziert — es ist auf keinen Fall eine neutrale Forschungsstelle, sondern ein Lobbyverein für die Ziele der Politik.[4] Aus Anfragen zB der FDP-Bundestagsfraktion geht hervor, dass die Bundesregierung kaum um eine ausgewogene Erforschung bemüht ist, sondern vielmehr ein bestimmtes Konstrukt über "das" Klima konstruieren und verbreiten will. Die sachkundige Meinung anderer Forschungsansätze wird verleumdet und lächerlich gemacht, obwohl sie von hochkarätigen Forschern kommt!

Der Klimawandel ist in jedem Fall eine natürliche Sache.
Man kann ihm positive und negative Effekte abgewinnen, wenn man sachlich denkt. Vernünftig wäre es, sich als Mensch den Klimazyklen einfach anzuvertrauen und ihnen nicht mit Misstrauen und größenwahnsinnigem Steuerungswillen zu begegnen.
Mit Naturschutzfragen hat die Frage nach der Beurteilung des Klimawandels sachlich nichts zu tun.
Die behauptete Gefährlichkeit des CO2 ist wissenschaftlicher Nonsens — als Spurengas mit einem Anteil von derzeit 0,04% in der Atmosphäre ist er notwendig für das Gedeihen der Pflanzen und wird bei wärmeren Temperaturen aus den Meeren ausgegast, bei sinkenden Temperaturen im Meer wieder gebunden.
Es gab Erdzeitalter, in denen der CO2 wesentlich höher war — und die Menschheit steht noch.

Wer nicht bereit ist, Mutter Erde in ihren Wärme- und Kältezyklen zu folgen, hasst die Natur. Umwelt- und Naturschutz muss den Klimawandel anerkennen!
Aber es passt alles zusammen: dieselben Politiker, die die Natur zerstören, wollen uns nun dazu anheizen, die Natur daran zu hindern, ihre Zyklen zu leben. Genauso wenig wie wir dem Winter vorschreiben können, wie viel Schnee und ob er Schnee haben muss oder darf, genauso wenig können wir der Erde vorschreiben, ob sie in eine Warmzeit eintreten will! Und vor allem kann man über diesen apokalyptischen Hebel unbegrenzt viele politische Pläne umsetzen und allen aufzwingen. Und vor allem wieder perfekt abkassieren.

Es ist schlicht ein Wahn festlegen zu wollen, wie „das“ Klima zu sein hat für jetzt und in saecula saeculorum amen. Es obliegt nicht dem Menschen, sondern hängt von kosmischen Vorgängen ab, etwa der Sonnenaktivität und vielem anderen. Über die Meere wissen wir fast nichts, die ebenfalls eine gewaltige Rolle spielen und fast 80% der Erdoberfläche ausmachen. Man erzählt uns, der Meeresspiegel steige und bald stehe Deutschland unter Wasser. Der Kölner Dom, der nur noch zur Hälfte aus dem Wasser ragt.
Ein signifikanter Aufstieg des Meeresspiegels aufgrund einer steigenden Wassermenge (!) wurde jedoch niemals nachgewiesen. Oder hat jemand gemessen, wie viel Wasser in den Ozeanen „sein darf“, die sich der kleine Verstand offenbar wie Billig-Gartenteiche aus dem Baumarkt vorstellt, die nur Zuflüsse, aber keine Abflüsse haben… das Meer steigt dagegen dem Anschein nach pro Jahrhundert jeweils um einige wenige Zentimeter — und das seit langem, sehr langem. Es gibt Inseln, die im Meer versinken und solche, die Land gewinnen — der Grund dafür ist je verschieden. Soviel Differenziertheit sollte sein. Es gibt tektonische Verschiebungen am Meeresgrund, über die wir vieles nicht wissen. Ja, wir wissen nicht einmal, woher Meeresströmungen wirklich kommen, und der Meeresboden ist nicht einmal ansatzweise erforscht. Die Frage, woher das viele Wasser überhaupt kommt, ist ebenfalls offen. Auch die Antwort auf die Frage nach Abflüssen und Kreisläufen in der Tiefe unter dem Meer und den tiefen kybernetischen Effekten sind uns nicht bekannt.
Zahlreiche renommierte Forscher haben darauf hingewiesen, dass angesichts von soviel Unwissen ohnehin keine Prognosen über „das“ Klima möglich sind. Viele weisen aber auch nach, dass die Angstszenarien „der Klimawissenschaftler“ (also derer, die politisch gehypt werden) auf Messfehlern, dem Durchrechnen von Modellen (also Tautologien), teilweise sogar gefälschten Kurven und steilen Thesen beruhen.[5]
Dummerweise sank die Weltdurchschnittstemperatur in den letzten Jahren wieder… Die Klimalobby musste sich also einen Joker einfallen lassen…

Nun also, nachdem der mächtigen UNO und ihrer politischen Klimaagenda aus sachlichen Gründen und trotz anhaltender Propaganda in den Mainstreammedien die Felle davon schwimmen, taucht die liebe und brave Greta auf, die aussieht wie Pippi Langstrumpf und ferngesteuert wirkt wie ein altdeutsches Mädel:

Sie soll 16 Jahre alt sein, wirkt aber wie eine 12jährige. Sie ist behindert: sie ist ein Asperger-Kind. Äußerlich sieht sie aus wie Pippi, im Verhalten ist sie wie Pippis Äffchen, das man der echten Pippi genommen und dressiert hat für einen peinlichen und infantilen Zirkus.
Ihre Reden, die sie auf Englisch hält, wirken einstudiert. Ihre Eltern sind klimaaktivistische Medienleute und Schauspieler. Das Mädchen erzählt, es habe Angst und wolle, dass alle ihre Angst spüren — wem geht da nicht das Herz auf, besonders einem Heer an gefühligen Frauen und Mädchen, die allesamt nichts vom Klima verstehen, nicht begreifen, dass Plastikmüll in den Ozeanen nichts mit CO2 oder dem Klima zu tun hat, geschweige denn eine blasse Ahnung davon haben, wieviel CO2 wir überhaupt in der Atmosphäre haben, und dass es kein „Gift“, sondern ein lebensnotwendiger Stoff ist.[6] Kritische Stimmen kommen interessanterweise hauptsächlich von männlichen Jugendlichen, die offenbar durchschauen, dass hier etwas nicht stimmt. Es ist hochnotpeinlich, was hier inszeniert wird.

Greta hat Angst — weil eine fahrlässige und unverantwortliche Erwachsenen-Lobby ihr Angst eingeimpft hat, die sie sicher als Asperger-Kind stärker aufnimmt als Kinder ohne diese Behinderung. Greta hat als Jugendliche vom Klima keine Ahnung, und das sollte jeder vernünftige Mensch auch wissen. Alles, was sie weiß, hat man ihr erzählt. Sie hatte noch nicht genug Lebenszeit, um das, was man ihr erzählt hat, eingehend zu prüfen. Sie ist eine manipulierte Kinderseele.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Da wird eine Minderjährige für politische Zwecke traumatisiert. Sie soll der Hebel sein, mithilfe dessen man nun die ganze Jugend in ihr Trauma hineinzieht. Mit diesem Jugendplebiszit wollen Merkel & Co sich einen Freibrief verschaffen für - was eigentlich? „Dass  endlich was getan wird?“ Ja: was denn genau?! Noch eine neue Steuer einführen? Der Finanz- und Militärelite etwa Grenzen setzen?! Erwartet diese Jugend samt ihren gefühligen Begleiterinnen etwa, dass dieses Aufgebot an Zynikern, Steuereintreibern, Kriegsministerien und Waffenhändlern, das uns regiert und erst in diese Misere an Umweltzerstörung geritten hat (und es kann nur um die ganz konkrete Umweltzerstörung gehen - nicht um das Klima!), nun in sich geht, Buße tut und eine bessere Welt schafft?

Überhaupt: was ist hier los?
In Frankreich ist ein großer Teil des Volkes auf der Straße und demonstriert gegen die verheerende Politik Macrons, die zu einer fortschreitenden Massenverarmung führt. Macron verantwortet inzwischen viele von der Staatsgewalt Getötete und Verstümmelte, die unbewaffnet und friedlich demonstriert haben. Es sind Tausende, denen man Augen weggeschossen, Hände abgerissen und schwere Verletzungen zugefügt hat. Zum Teil Alten, Frauen, Behinderten... Sahra Wagenknecht, die sich mit diesen Menschen solidarisch erklärt hat, wurde erfolgreich aus der Politik gemobbt. Sie war die letzte kluge und vernünftige Kritikerin der entsprechend verheerenden Politik Merkels. Wenn Wagenknecht im Bundestag Merkel die Sozialpolitikfolgen vor Augen hielt, stand Merkel sehr oft auf und ging demonstrativ zu einem ihrer politischen Kumpanen auf der Regierungsbank und quatschte lauthals, wenn sie nicht mit ihrem typischen, finsteren Gesicht auf ihr Smartphone starrte, zeigte Wagenknecht und allen Betroffenen im Volk, dass sie ihr völlig egal sind. In Frankreich gehen die Proteste seit Monaten immer weiter, auch die Aktion mit der brennenden Kirche auf der Ile de la Cité konnte das nicht stoppen. Ein Übergreifen der Gelbwestenbewegung auf Deutschland musste befürchtet werden.

Und plötzlich marschiert ein Teil der Jugend auf, angeführt von einer seltsamen kleinen Dame, die behauptet, sie könne Co2 sogar sehen. Jeden Freitag auf den „Fridays for future“. Warum muss ich an Bernadette Soubirous denken, die pünktlich zur Dogmatisierung des Unbefleckten Empfängnis durch Pius IX. 1854 eine Erscheinung der "Immaculata" hatte?! Wieso steht mir Fatima vor Augen mit seinen Seherkindern, denen ebenfalls die Heilige Jungfrau mit einem Auftrag erschien, der sich gegen Russland richtet, natürlich auch dies pünktlich 1917... Forciert von hochemotionalisierten weiblichen Erwachsenen erhebt sich der postmoderne Fackelzug der Jugend in einem Interesse, das ihm vorher mit Angsterzeugung nahegelegt wurde. Ginge die Jugend für vernünftige, durchdachte Migrations-Obergrenzen und eine transparente Einwanderung, gegen die Versklavung von Migranten in der Sexindustrie, gegen immer miesere, unfreie Bildung, gegen Pädophilie, gegen die verdammte Kriegspolitik des Westens und deutsche Soldaten in aller Welt in illegalen Kriegen, gegen deutsche Waffen und gegen den Missbrauch Deutschlands für die imperialistischen Zwecke der USA oder die Armut der eigenen Eltern auf die Straße, hätte man sicher keine Toleranz für ständiges Schuleschwänzen, und Frau Merkel würde ganz gewiss nicht ihren Segen dazu geben, wie sie das hier tut. Man würde diese Jugend zertreten.
Dieselbe Frau Merkel also, die unser Land und viele andere Länder einem hemmungslosen Kapitalismus preisgegeben hat, der der Hauptgrund für die Umwelt- und Naturzerstörung ist. Frau Merkel, die unser Land in den Ruin treibt bei einer inzwischen bei 20% liegenden Prekariatsquote. Frau Merkel, die Millionen Fremde ins Land gelockt hat, über deren Verbleib wir oft nichts wissen. Wir wissen aber, dass zum Beispiel fast eine halbe Million Zwangsprostituierte in Deutschland leben müssen, die ebenfalls ohne Pass eingereist sind und zielgenau in Deutschlands, von der Merkelregierung liberalisierten Puffs gestrandet sind und dort als Sexsklavinnen gehalten werden.[7] Unter der Merkelregierung werden gigantische Waffenverkäufe in Krisengebiete getätigt. Im Jemen geschieht mit NATO-Hilfe und deutschen Waffen gerade ein Völkermord — was kratzt das eine arme Greta Thunberg, die das unsichtbare CO2 sehen kann, samt ihren gesammelten Wallfahrern, die bei solch wirklich heißen Eisen aus Selbstschutz und aufgrund der erstickenden Gedankenkontrolle höllisch aufpassen, dass sie sich nicht die Finger verbrennen…
Nein, wir steigern uns in den „Klimawandel“ hinein, der unserem Größenwahn als „unser Pfui-Werk“ erscheint, aber stets abstrakt bleibt, obwohl wir, gemessen an den kosmischen Verhältnissen, ein Muckenschiss sind mitsamt unseren Flugzeugen und Autos. Es ist so toll, dass man sich in der Irrelevanz des eigenen Gelabers wenigstens mit Muttis Segen einig sein kann. Amen.
Und wir sind abgelenkt von einem Protest, der wirksam sein könnte und sich mit den Gelbwesten zusammenschließen könnte.

Es gibt kein Halten mehr: Es gibt nun forcierte „for futures“ überall — urbane Zentren machen mobil und natürlich die Mainstreammedien — alle sind begeistert und machen sich für „die“ Ängste der Jugend stark. Die wirklichen Ängste der Jugend sind ihnen — mit Verlaub — sch…egal, wenn man sich die Bildungsmisere, die erstickende Digitalisierung, einen noch erstickenderen Dschungel an immer neuen Gesetzen und Verordnungen, die Kriegshetze gegen Russland, die Offenbarung eines immer tieferen Pädophilensumpfes und die reale kapitalistisch motivierte Naturzerstörung und eine deprimierende, entrechtende Arbeitswelt ansieht. Dass bei einer sehr hohen Quote an Kinderlosen (bei Akademikern bis zu 30%) ein viel zu großer Teil des Volkes, das jetzt gerade gefühlig "aufschreit", jeden Kontakt zu unserer realen Jugend verloren hat, kommt als Problem in der mentalen deutschen Katastrophe noch hinzu.

Die Heuchelei kennt keine Grenzen mehr. Die Dummheit vieler Deutscher auch nicht.







[2] Zum Beispiel ein echter Hetzartikel über den „Isborsker Club“, der sage und schreibe nur eine einzige Fußnote hat, die aber nichts von den massiven und bösen Unterstellungen, die der Artikel vorträgt, nachweist. https://www.bpb.de/internationales/europa/russland/analysen/202919/analyse-der-isborsker-klub-russlands-antiwestliche-ideologen. Genauso katastrophal ist das neue Heftchen „fluter, Da kommt was“ Frühjahr 2019/Nr. 70 zum Klimawandel, das erschreckend unsachlich und ohne jedes wissenschaftliche Niveau auskommt. Angeblich seien „97% der Wissenschaftler sich einig“ über die derzeitige ideologische Klimaprognose — ein Nachweis für diese interessante Zahl unterbleibt selbstverständlich.
[3] Zum Beispiel das EIKE-Institut mit seinen Professoren aus aller Welt https://www.eike-klima-energie.eu/
[5] Darauf weist immer wieder Prof. Dr. Werner Kirstein hin. ZB hier https://www.youtube.com/watch?v=hhMMCc8cMEw  Auch folgender Physiknobelpreisträger hat das ausdrücklich dargelegt: Ivar Giaever spricht hier in Lindau auf einer Konferenz Tacheles: https://www.youtube.com/watch?v=hhMMCc8cMEw
[6] Bevor mir nun jemand Frauenfeindlichkeit vorwirft, sehe er sich die Befragungen der Damen einfach mal an, die auf Youtube zahlreich zu sehen sind: Schwestern — kommt endlich zur Besinnung, macht Euch nicht lächerlich, ihr schadet unserer Sache erheblich mit dieser Peinlichkeit! Ein Beispiel hier: https://www.youtube.com/watch?v=TaNC4f8ulQU
[7] Manfred Paulus, Hauptkommisar a.D. jahrelang mit dem Problem befasst, berichtet darüber erschreckende Fakten: https://www.youtube.com/watch?v=RuFP10Ht3S8. Zum Merkelschen Prostitutionsgesetz hier https://www.prostituiertenschutzgesetz.info/