Abendgedanken: Gesundheit, Krankheit, Schöpfung
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Ein christliches Plädoyer und vernünftige Anregungen für ein neues-altes Verständnis vom Menschen in der Natur und Schöpfung.
Horologium musicum et poeticum. Aliquando Dominus parietes temporum in aeternum verrerit .
Sonntag, 17. Mai 2020
Samstag, 16. Mai 2020
Meditationen über das Grundgesetz: Handlungsfreiheit/Freiheit der Person
Meditationen
über das Grundgesetz: Handlungsfreiheit/Freiheit der Person
Heute
meditiere ich das, was man „freie Entfaltung der Persönlichkeit“
nennt. Dieser Grundsatz ist in der sogenannten „Goldenen Regel“
enthalten.
Sie
lautet „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem
andern zu.“ (Deutsches Sprichwort)
Oder
positiv formuliert: „Alles
nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen
auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“
(Mt 7,12)
GG
Art. 2,1 lautet folgendermaßen
„Jeder
hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit
er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die
verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“
Hier
wäre nun einiges zu bedenken. Ich möchte besonderes Augenmerk auf
den Grundsatz der Ausgewogenheit und Verhältnismäßigkeit legen,
der in dieser goldenen Regel mitschwingt. Vorausgesetzt wird, dass
das Grundgesetz von diesem Grundsatz unausgesprochen ausgeht, weil
aus der Anerkennung der Menschenwürde hervorgeht, dass sie nur
Individuen innewohnt und nicht Kollektiven. Der Primat der
Gemeinschaft ist mit dem Konzept der Menschenwürde nicht vereinbar.
Wir müssen vom Primat des Einzelnen ausgehen. Dabei ist unlösbar
verbunden, dass es den Einzelnen niemals ohne Gemeinschaft gibt. Die
Gemeinschaft ordnet sich lebendig und natürlicherweise, ausgehend
vom Einzelnen und ist kein Selbstzweck.
Viele
missverstehen dies als „Egoismus“ und werfen liberalen
Verfassungen wie der unseren vor, die Erfordernisse der Gemeinschaft
einem hemmungslosen Individualismus zu opfern. In vielen schlummert
die Vorstellung, dass der Einzelne von Natur aus entgleise und zum
Schädling werde, wenn man ihn nicht hart immer wieder zurück in die
Herde treibt. Diese Idee liegt nahezu allen Staatskonzepten zugrunde,
sei es das ständische Modell des Feudalismus, sei es der
Kommunismus, sei es der Faschismus. Aber unbewusst liegt dieses
Konzept auch älteren modernen „Gleichheitsverfassungen“
zugrunde. Die Parole „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“
betont ebenfalls das Gemeinschaftliche mehr als das Unterschiedene.
Und eher vorpolitische Formeln wie „Einer für alle, alle für
einen“ verschlingen den einzelnen Menschen geradezu hinein in ein
Gemeinschaftskonzept. Die ausgesprochene Kampfansage an das Konzept
der freien Person ist die freimaurerische Parole „e pluribus unum“,
„aus vielen eins“, die sich auf dem Dollarschein und in den
Symbolen der USA findet und von deutschen Politikern wie etwa Habeck
von den Grünen ausdrücklich vertreten wird. Die Zielrichtung ist
hier eindeutig die Verbackung der Einzelpersonen und ihrer Rechte zu
einer Kollektivperson, im Grunde dem nationalsozialistischen
„Volkskörper“ sehr ähnlich, nur großräumiger gedacht.
All
diesen Vorstellungen ist gemeinsam, dass das Gemeinwesen dem
einzelnen Menschen übergeordnet sei und er wesentliche
Souveränitätsrechte an das Gewaltmonopol dieses übergeordneten
Gemeinwesens abzutreten habe oder andernfalls in einem friedlosen
Zustand leben müsse.
Das
Grundgesetz operiert interessanterweise an keiner Stelle mit einem
solchen primären Gemeinschaftskonzept. Die Freiheit des Einzelnen
grenzt nicht an die Bedürfnisse eines Volkskörpers oder einer
Gemeinschaft, sondern immer wieder nur an die anderer Einzelner.
Es
kann sein, dass diese feine Differenzierung niemals in den Herzen der
Deutschen angekommen ist. Zu lange und zu grausam wurde wir
programmiert in die andere Richtung, zu lange wurde uns
eingetrichtert, dass Anpassung alles und freie Entfaltung etwas
„Gefährliches“ sein könnte. Leider hat diese Kollektivbindung,
diese Herdenvorstellung, maßgeblich die Kirche forciert bis zum
heutigen Tag.
Symptomatisch
dafür ist, dass Papst Franziskus seit Jahren unentwegt den
„Egoismus“ geißelt, den „Individualismus“, die
„Selbstbezogenheit“ und die „Sklaverei des eigenen Ichs“. Die
Begriffe sind alle aus seinen Reden entnommen. Für ihn ist das
offenbar alles ein und dasselbe.
Auch
an Ostern 2020 predigte er den leeren Petersplatz entsprechend an:
„Diese
Zeit erlaubt keinen Egoismus, denn die Herausforderung, vor der wir
stehen, ist uns allen gemeinsam und macht keine Unterschiede. (…)
Gleichgültigkeit,
Egoismus, Spaltung und Vergessen sind wahrlich nicht die Worte, die
wir in dieser Zeit hören wollen. Wir wollen sie aus allen Zeiten
verbannen! Sie scheinen besonders dann die Oberhand zu bekommen, wenn
Angst und Tod in uns dominieren, d.h. wenn wir den Herrn in unseren
Herzen und in unserem Leben nicht siegen lassen. Er, der den Tod
bereits besiegt hat und uns den Weg zum ewigen Heil eröffnet hat,
vertreibe die Schatten unserer armen Menschheit und führe uns hin zu
dem herrlichen Tag, der keinen Abend kennt.“
In
dieser Ansprache des Papstes fallen die kriegerische Sprache und die
alte kirchliche Bannfluchrhetorik auf: Der vorgebliche „Egoismus“
möge für immer „verbannt“ sein, und der „Herr“ (wer immer
das eigentlich ist) möge in unseren Herzen „siegen“, als seien
wir seine natürlichen Gegner bzw er der unsere.
Was
ist das für eine martialische Sprache?
Und
wie viel ist mein Herz noch wert, wenn es sowieso nur ein
Krankheitsherd des „Egoismus“ ist? Taugt es nur noch zur
Unterwerfung unter den kämpfenden und siegenden „Herrn“, um sich
anschließend in Nichts bzw eine Gemeinschaft aufzulösen? Der
Egoismus dominiert, laut Franziskus, wenn man getrieben ist von
„Angst und Tod“.
Nun
frage ich mich, wovon all die derzeit in Corona-Panik versetzten
Menschen eigentlich getrieben sind, wenn nicht von „Angst und Tod“
wegen eines Phantoms namens Covid19, das jeden dazu bringt, sein
kleines bisschen Leben höher zu achten als die Interessen der
Gemeinschaft, etwa in wirtschaftlicher Hinsicht oder auch in Hinsicht
all derer, deren lebenswichtige Operationen nun ausblieben wegen der
panischen und egoistischen Angst vor dem Tod in den Herzen der
Coronaneurotiker? Nur noch ein medial übersteigert dargestellter
Coronatod ist berechtigt, Todesangst zu erzeugen? Alle anderen
Todesängste dagegen müssen unterdrückt und riskiert werden, weil
sie sowieso nur „egoistisch“ sind? Die konkrete Todesangst wegen
einer individuellen Krankheit, etwa Krebs oder Herzinfarkt, ist
Zeichen des „Egoismus“ und „Individualismus“, die des
Kollektivs wegen einer Krankheit namens Covid, die aber kaum einer
gravierend oder überhaupt gewiss hat, ist angemessen, solidarisch
und gut?Oder meint Franziskus, dass es Ausdruck von Fürsorglichkeit
und Gemeinsinn ist, wegen des Getriebenseins von einer bestimmten
Todesangst – nämlich der vor dem Covid – alle im Kollektiv in
wirtschaftliche und gesundheitliche Abgründe zu stoßen? Ist die
kollektiv erzeugte Todesangst einfach deswegen nicht egoistisch, weil
sie kollektiv ausgelebt wird, der Geängstigte, der eine notwendige
Krebs- oder Herzoperation gebraucht hätte, sich als einzelner Mensch
nicht so anstellen und gefälligst etwas früher sterben soll, weil
seine Einzelangst egoistisch, die der vielen faktisch gesunden
Coronaneurotiker dagegen als kollektives Phänomen nicht egoistisch
sei?
Oder
fragen wir anders: Können getriebene und manipulierte Todesängste
und Neurosen nicht auch dann, wenn sie sich im Windschatten eines
kollektiven Wahns verschanzen, „egoistisch“ sein?
Und
wie differenziert Franziskus das eine vom anderen, wenn man seine
Worte nicht als bloße Hetze gegen die berechtigten Interessen der
einzelnen Menschen auffassen will, und dies zu Ostern, dem Fest, an
dem die Christenheit daran gedenkt, wie Gott den einzelnen Menschen
Jesus auferweckt hat als den ersten all jener einzelnen Menschen, die
mit ihm einstmals auferweckt werden, nicht als Kollektiv, sondern als
„die vielen (einzelnen)“, und eben nicht einfach pauschal und
kollektiv „alle“? Natürlich spielt hier die Debatte um das „pro
multis“ mit hinein, das im liturgischen deutschen Gebrauch schon
seit Jahrzehnten zu einem „für alle“ verbacken wurde.
Dieser
Verbannung des einzelnen Menschen und seiner Interessen aus unserem
medialen Blickfeld korrespondiert ein Niedergang jedes
differenzierten und logischen Denkens. Man gewinnt den Eindruck, es
werden nur noch Allbotschaften gesendet, deren unmittelbare Folge
Pauschalurteile und krudes Schwarzweißdenken sind. Existenzaussagen
werden dämonisiert.
Ein
natürliches Verständnis des Grundrechtes auf freie Entfaltung der
Person geht so zunehmend verloren. Anstatt das Eigenrecht jedes
einzelnen und seiner Äußerungen erst einmal wertfrei anzuhören,
wird alles auf eine unausgegorene Art und Weise nach dem Motto „Die
Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen“ gespalten. Mit
dieser Art der „Spaltung“, die von den Medien erzeugt wird,
scheint Franziskus keinerlei Probleme zu haben. Schuld ist alleine
derjenige Abgespaltene, den man verhetzt, diffamiert, diskriminiert
und schikaniert, weil er noch selbst denkt und kritisch gegenüber
dem Wahn der Masse bleibt. Er hätte ja nur so denken und sprechen
müssen, dass er konform ist mit den medial erzeugten „allen“ und
damit zu den „Guten“ gehört.
Wohltuend
dagegen das Grundgesetz, das tausendmal mehr christlichen Geist atmet
als die gespenstische Osterpredigt des Papstes, die kurioserweise
nicht dem anwesenden Kollektiv, sondern Milliarden vereinzelten,
eingesperrten Einzelmenschen, virtuell vermittelt mehr oder weniger
inklusive Bannformel gegen jede individuelle Regung
an den Kopf geknallt wurde. Ich frage erneut, von welchem „Herrn“ der Papst
da sprach. Der Auferstandene, der immer nur den einzelnen Menschen
berief und vor der Herzenstür steht und anklopft, gerade nicht die
Tür eintreten und „siegen will“, kann es wohl kaum sein.
Die
goldene Regel jedenfalls meint nicht Kollektivismus und Duckmäuserei,
soziale Erwünschtheitsgedanken und vorauseilenden Gehorsam, sondern
die freie Entscheidung des einzelnen Menschen dazu, die anderen
konkreten Einzelmenschen je nachdem, was sie brauchen und sich
wünschen, zu behandeln, sofern ihre Wünsche sittlich vertretbar und
meine Möglichkeiten vorhanden sind, ohne dass ich dabei Schaden
nehme.
Hier
tritt der wichtige Aspekt der ständigen Abwägung von Risiken,
Möglichkeiten und Rechtsgütern in Erscheinung. Ich kann nicht, ohne
Gefahr zu laufen, mehr zu schaden als zu helfen, mehr oder weniger
kopflos und sentimental oder auch irrational, irgendwem „helfen“
oder um seinetwillen Rechte aufgeben. Eine Güterabwägung muss bei
verantwortlichen Entscheidungen immer und in jedem Fall sachgemäß,
rational und nüchtern stattfinden. Wir erleben derzeit, dass unsere
Regierung samt ihren Hofmedien entweder nicht willens oder – noch
schlimmer – nicht fähig zu einer solchen sorgfältigen und
vernünftigen Abwägung ist. Das Schreiben des Stefan Kohn aus dem
Innenministerium hatte den Finger genau auf diese Wunde gelegt und
wird nun mit einer ungeheuren Medienwut inhaltlich zugunsten von
formellen Fehlern, die der tapfere Mann gemacht habe und
Verunglimpfungen ad personam, die jedem anständigen Menschen die
Schamröte ins Gesicht treiben, aus dem Blickfeld gerückt.
Woher
diese infantile und zugleich auch bösartige Haltung kommt, kann in
diesem Rahmen hier nicht beantwortet werden, denn die Gründe dafür
sind mE komplex und deuten an, dass wir an einem Ende stehen. Nur
soviel sei gesagt: der Bezug zu unserer natürlichen Gestalt und der
der gesamten Natur ist anscheinend fast vollständig verloren
gegangen, andernfalls könnte uns ein harmloses „Virus“, was
immer das eigentlich präzise sei, nicht in eine solche Verwirrung
und Fehlleistung gestürzt haben, teilen doch immer noch weite Teile
des Volkes den Wahn und sind immer noch in Schockstarre vor einem
medialen Phantom, das in der realen Umwelt nicht zu sehen ist. Die
Krankenhäuser sind immer noch leer, die Millionen Covidpatienten
gibt es nicht und gab es nie, die man projiziert hatte, keiner von
uns kennt einen Coronatoten, der sicher daran gestorben wäre, wie es
Drosten in prophetischer Manier vor Wochen drohend skizziert hatte,
ganz in der traditionellen Pose des falschen Propheten. Und doch
schreiben immer mehr Menschen inzwischen jede erdenkliche Krankheit
dem Covid zu. Gestern sagte mir jemand, in der Verwandtschaft habe
jemand plötzlich hohes Fieber bekommen und Bauchweh, dazu Erbrechen,
und das müsse jetzt auf Corona getestet und dem Gesundheitsamt
gemeldet werden. Und dies, obwohl es der Patientin schon nach einem
Tag fast wieder gut ging. Meine Rückfrage, dass das aber nicht nach
einem Atemwegsinfekt ausschaue und doch tausend andere Gründe für
Fieber und Bauchweh vorliegen könnten, konnte die Gesprächspartnerin
nicht abweisen. Aber sie offenbart, wie sehr wir geradezu umnachtet
sind in einem total irrationalen Verhältnis zu Gesundheit und
Krankheit. Noch vor einem halben Jahr hätten wir das gelassen
genommen und gesagt: frühsommerliche Darmgrippe, oder vielleicht
etwas Schlechtes gegessen? Das hat man halt mal so. Heute erleben wir
die Dramatisierung von Krankheit wie einen Alienangriff. Wir sehen
uns kollektiv bedroht von einem unsichtbaren Feind, der in jeder
erdenklichen Form von physischem Unwohlsein zuschlagen kann. Um
dieses Feindes willen wird das Individuum nun vernichtet und
beargwöhnt als Verursacher von Eintrittspforten für den Feind ins
Ganze.
Ich
fürchte, dieser Wahn ist noch lange nicht ausgestanden, und er hat
sich schon lange, sehr lange schleichend aufgebaut, denn er erinnert
an die entsprechenden historischen Wahnphasen, die immer dann kamen,
wenn Zeiten ihrem Ende zugingen und Neues am Horizont sichtbar wurde,
das man phobisch ablehnte.
Die
Freiheit des Individuums wird dem Wahn überlebter und bereits
überholter Wahrheitsphantasien und
Wissenschaftsmärchen geopfert,
aber sie wird auferweckt werden, soviel steht fest, und das ist
Inhalt christlicher Hoffnung ebenso wie jedes vernünftigen Denkens.
Das
freie Individuum wird nun als Krankheitserreger, im Grunde als
Schädling und Gefahr pauschal geächtet und beargwöhnt. Nur als
unsichtbar gemachtes, sozial distanziertes oder – wenn sich Nähe
nicht vermeiden lässt - verhülltes Einzelwesen ist es
gemeinschaftsfähig. Natürlich ist ein solches Denken zutiefst
antichristlich, menschenfeindlich und chaotisch. Hoffen wir, dass es
in seiner leiderzeugenden und mörderischen Intention bald gestoppt
wird und
die Menschen, wenn sie endlich realisieren, dass ihre Existenz auf
dem Spiel steht, dass sie einen irreparablen Schaden nehmen an diesem
Wahn, aufwachen und zur Besinnung kommen.
Die
Natur – die echte, wahre - holt sich allerdings mit Gewissheit
irgendwann ihr Recht wieder zurück. Dabei
lässt sie sich nicht vorschreiben, was natürlich ist. Zur
Disposition stehen eben auch all jene falschen Naturideologien, die
uns in Form von „Klimawandelhysterie“, einer nie bewiesenen Lehre
von „Krankheitserregern“ suggerieren, wir müssten einerseits
gegen die Natur kämpfen, als sei sie unser Feind, andererseits sie
verteidigen, als sei der Mensch generell und pauschal ihr Feind und
müsse aus ihr möglichst eliminiert werden, als sei er der
Krankheitserreger. Beide Denkweisen kommen aus derselben trüben,
dämonischen Quelle.
Möge
Gott allen, die für ein
erneuertes wissenschaftliches Forschen und Fragen und einer
Versöhnung des Menschen mit der Natur, die er nicht kennt und nicht
festlegen kann, zu der er aber gehört, eintreten,
beistehen und sie segnen und die
Zeit leidvollen Wandels doch abkürzen um ihretwillen.
Wortlaut der Predigt von Papst Franziskus an Ostern 2020
Bildnachweise im Film (gemeinfrei):
BAusgewogenheitssymbol: https://de.freepik.com/freie-ikonen/l... Hobbes, Leviathan, Originalbuchcover: https://de.wikipedia.org/wiki/Leviath... Zwanzigfrancs-Münze von 1851: https://de.wikipedia.org/wiki/Freihei... The great seal "E pluribus unum": https://de.wikipedia.org/wiki/E_pluri... Stephan Kohn im Berliner "Tagesspiegel" vom 14.5.2020: https://www.tagesspiegel.de/politik/a... Die restlichen Fotos sind privat.
Wortlaut der Predigt von Papst Franziskus an Ostern 2020
Bildnachweise im Film (gemeinfrei):
BAusgewogenheitssymbol: https://de.freepik.com/freie-ikonen/l... Hobbes, Leviathan, Originalbuchcover: https://de.wikipedia.org/wiki/Leviath... Zwanzigfrancs-Münze von 1851: https://de.wikipedia.org/wiki/Freihei... The great seal "E pluribus unum": https://de.wikipedia.org/wiki/E_pluri... Stephan Kohn im Berliner "Tagesspiegel" vom 14.5.2020: https://www.tagesspiegel.de/politik/a... Die restlichen Fotos sind privat.
Dienstag, 12. Mai 2020
Hörbuch: Ricarda Huch, Michael Bakunin und die Anarchie (1923) - VII
Hörbuch: Ricarda Huch, Michael Bakunin und die Anarchie (1923) - VII
Lesung
Kapitel VI:
Paris und Bekanntschaft mit Proudhon und Marx
Ricarda Huch Bakunin VII
Zeit für Literatur, Zeit für eine Beschäftigung mit historischen, politischen Entwürfen.
Die promovierte Historikerin, Schriftstellerin und Philosophin Ricarda Huch (1864-1947) ist zu Unrecht weitgehend vergessen.
Sie wird im weitesten Sinn der "Konservativen Revolution" der 1. Hälfte des 20. Jh zugerechnet und war eine der wenigen, die sich deutlich und ausdrücklich von den Praktiken des NS-Staates distanzierte.
Ihr Interesse am Konzept der "Anarchie" ist nur scheinbar ein Widerspruch zu ihrer grundsätzlich eher konservativen Tendenz.
"Anarchie" ist nicht "Chaos", wie durch den Sprachgebrauch suggeriert wird, sondern die Idee, dass das, was alle angeht, von allen in einem Geflecht freier und privatrechtlicher Beziehungen begriffen und gestaltet wird.
Im Kapitel VII beschreibt sie die Bekanntschaft und Reibung Bakunins mit Marx und Proudhon.
Lesung
Kapitel VI:
Paris und Bekanntschaft mit Proudhon und Marx
Ricarda Huch Bakunin VII
Zeit für Literatur, Zeit für eine Beschäftigung mit historischen, politischen Entwürfen.
Die promovierte Historikerin, Schriftstellerin und Philosophin Ricarda Huch (1864-1947) ist zu Unrecht weitgehend vergessen.
Sie wird im weitesten Sinn der "Konservativen Revolution" der 1. Hälfte des 20. Jh zugerechnet und war eine der wenigen, die sich deutlich und ausdrücklich von den Praktiken des NS-Staates distanzierte.
Ihr Interesse am Konzept der "Anarchie" ist nur scheinbar ein Widerspruch zu ihrer grundsätzlich eher konservativen Tendenz.
"Anarchie" ist nicht "Chaos", wie durch den Sprachgebrauch suggeriert wird, sondern die Idee, dass das, was alle angeht, von allen in einem Geflecht freier und privatrechtlicher Beziehungen begriffen und gestaltet wird.
Im Kapitel VII beschreibt sie die Bekanntschaft und Reibung Bakunins mit Marx und Proudhon.
Meditationen zum Grundgesetz: Apropos Menschenwürde: Basisdemokratischer Neustart notwendig
Apropos Menschenwürde: Basisdemokratischer Neustart notwendig
Podcast/Video unter dem Titel "Apropos Menschenwürde: Basisdemokratischer Neustart notwendig"
Seit Jahren bahnt sich dieser Geist der Würdelosigkeit und Entwürdigung an. Ich möchte dazu meinen Kropf leeren, als Mensch einfach, als denkendes Wesen, als fühlendes Wesen, als Geschöpf in der Natur:
Seit Jahren bahnt sich dieser Geist der Würdelosigkeit und Entwürdigung an. Ich möchte dazu meinen Kropf leeren, als Mensch einfach, als denkendes Wesen, als fühlendes Wesen, als Geschöpf in der Natur:
1.Seit Jahren übt man Denunziation und Pathologisierung des Andersdenkenden ein
Menschenwürde bedeutet: Jeder hat diese Würde inne. Seit Jahren aber steigern sich Hass und Verachtung gegenüber anderen. Es fängt damit an, dass eigenartige Menschen schon von klein auf ausgesiebt, pathologisiert und stigmatisiert werden. Man steckt sie in Förderklassen, lässt sie in den fest institutionalisierten „Klassenräten“ der Grundschulen frühzeitig bashen, bezweifelt ihre Intelligenz und erstickt ihre freien Regungen. Von Anfang an will man sie in ideologische Konzepte drängen. In den "Klassenräten" wurde seit langem ein subkutanes System des sich Bespitzelns, des sich Übereinanderbeschwerens und der Denunziation ebenso wie des kampagnenartigen Vorgehens gegen einzelne Kinder und die Bloßstellung des einzenen mit seinen Fehlern im Kollektiv eingeübt. Es erübrigt sich zu bemerken, dass dieses Klassenratsystem mW nur in einer einzigen Evaluationsstudie wissenschaftlich untersucht wurde - mit vernichtenden Ergebnissen übrigens, die aber ignoriert werden. Allenthalben wird diese aus mS totalitär angelegte Einrichtung hochgelobt.
2. Jeder Mensch ist einzigartig und muss anders sein dürfen, ohne in Not zu kommen
Das Bewusstsein dafür, dass jeder Mensch einzigartig und in jedem Fall eigenartig ist und auch so in Erscheinung tritt, wird schon lange unter dem Deckmantel postmoderner Normierungswut und angeblicher Zuwendung zum Individuum, vernichtet. Man entwirft zum Beispiel pädagogische Konzepte, in denen jeder „in seinem Tempo“ lernen dürfe, problematisiert aber den, der das Schlusslicht ist, am Ende gnadenlos durch subtile Sanktionsmechanismen. Ich habe seit 20 Jahren mehrfach beobachtet, wie interessante, sehr begabte und feine junge Menschen durch das Bildungssystem zerstört wurden. Die Eltern sind oft unbedarft und immer noch obrigkeitshörig, ja: obrigkeitshöriger denn je, und liefern ihre Kinder diesem Ungeist auch noch freiwillig aus, stimmen etwa problematischen Chemotherapien zur Behebung von phantastischen neuen Erkrankungen wie „ADHS“ oder diversen Autismen zu, ohne sich zu fragen, woher eine Häufung solcher Krankheiten plötzlich kommt, die in der Menschheit in diesem Ausmaß zuvor völlig unbekannt waren. Auch motorische Störungen scheinen zuzunehmen. Nur selten wird bedacht, dass solche Störungen einen realen physischen Grund außerhalb der betroffenen Menschen haben muss. Manche schreiben diese absonderlichen Syndrome dem vermehrten und gefährlichen Impfen zu. ME spricht dafür sehr viel. Aber wahrscheinlich ist es ein Potpourri aus Faktoren des modernen Lebens mit niemals ausreichend bedachten und beforschten Kreuzreaktionen. Der Mensch wird als mechanischer Apparat aufgefasst, den man mithilfe aller möglichen medizinischen, pädagogischen, psychologischen, massenmedialen und digitalen Techniken programmiert.
Das Bewusstsein dafür, dass jeder Mensch einzigartig und in jedem Fall eigenartig ist und auch so in Erscheinung tritt, wird schon lange unter dem Deckmantel postmoderner Normierungswut und angeblicher Zuwendung zum Individuum, vernichtet. Man entwirft zum Beispiel pädagogische Konzepte, in denen jeder „in seinem Tempo“ lernen dürfe, problematisiert aber den, der das Schlusslicht ist, am Ende gnadenlos durch subtile Sanktionsmechanismen. Ich habe seit 20 Jahren mehrfach beobachtet, wie interessante, sehr begabte und feine junge Menschen durch das Bildungssystem zerstört wurden. Die Eltern sind oft unbedarft und immer noch obrigkeitshörig, ja: obrigkeitshöriger denn je, und liefern ihre Kinder diesem Ungeist auch noch freiwillig aus, stimmen etwa problematischen Chemotherapien zur Behebung von phantastischen neuen Erkrankungen wie „ADHS“ oder diversen Autismen zu, ohne sich zu fragen, woher eine Häufung solcher Krankheiten plötzlich kommt, die in der Menschheit in diesem Ausmaß zuvor völlig unbekannt waren. Auch motorische Störungen scheinen zuzunehmen. Nur selten wird bedacht, dass solche Störungen einen realen physischen Grund außerhalb der betroffenen Menschen haben muss. Manche schreiben diese absonderlichen Syndrome dem vermehrten und gefährlichen Impfen zu. ME spricht dafür sehr viel. Aber wahrscheinlich ist es ein Potpourri aus Faktoren des modernen Lebens mit niemals ausreichend bedachten und beforschten Kreuzreaktionen. Der Mensch wird als mechanischer Apparat aufgefasst, den man mithilfe aller möglichen medizinischen, pädagogischen, psychologischen, massenmedialen und digitalen Techniken programmiert.
Dieses
Menschenbild halte ich für katastrophal, blasphemisch und unbedingt
zu revidieren.
3. Zunehmende Zentralisierung der Meinungen und Hetze gegen Freidenker
3. Zunehmende Zentralisierung der Meinungen und Hetze gegen Freidenker
Es
hat sich in diesen Prozessen eine zunehmende Zentralisierung der
Auffassungen ergeben. Abweichende Stimmen werden verhöhnt, verhetzt,
mit Aluhüten und nicht selten sogar dem Verlust
ihres sozialen Haltes angegriffen. Ein
gigantischer medialer Manipulations- und Hetzapparat wurde installiert, der mithilfe angeblicher
„Faktenchecks“ oder der Website „correctiv“ alles wegbügelt,
was nicht dieser Einheitsmeinung entspricht. Das ist extrem
gefährlich für unsere res publica. Aber es offenbart auch geradezu,
dass diese Einheitsmeinung insgesamt verkehrt sein muss –
andernfalls müsste sie Widerspruch nicht so sehr fürchten. Man
fühlt sich zurückversetzt in schlimmste Zensur- und Indexzeiten.
Man impft den Menschen Angst vor dem bloßen Kontakt mit
Andersdenkenden oder deren Texten und Filmen ein, als seien sie eine
Krankheit oder Ungeister. Man stigmatisiert inzwischen auch all jene,
die offen sind und mit jedem reden, als angebliche „Kontaminierte“. Zunehmend hat sich ein Szenario aufgebaut, in dem man sich wegen "Kontaktschuld" rechtfertigen muss. Menschen wagen nicht mehr, einem vernünftigen Vorschlag etwa der AfD zuzustimmen, einfach deswegen, weil er von der AfD kommt. Manche gehen sogar soweit, das Gegenteil dessen zu vertreten, wovon sie eigentlich zuinnerst überzeugt sind, nur um nicht in den Verdacht zu kommen, irgendwie "rechts" zu sein. Der Hetzbegriff des "Rechtsseins" treibt inzwischen so bizarre Blüten, dass selbst überzeugte Altkommunisten und Marxisten pauschal als "Rechte" verleumdet werden. Dabei ist zu fragen, warum es in einem freiheitlichen politischen Spektrum überhaupt keine "Rechten" iS von Nationalkonservativen geben dürfen sollte, solange sie sich zu Demokratie und Rechtsstaat bekennen. All jene, die sich hier haben manipulieren lassen, sollten sich fragen, ob sie eine solch einseitige Verdammung bestimmter Menschen wirklich ernsthaft mittragen wollen und wie sie das morgens vor dem Spiegel ertragen wollen: auch sie wollen doch geachtet werden von ihren Meinungsgegnern! Davon scharf zu unterscheiden ist, dass man den Positionen der Nationalkonservativen eventuell nicht zustimmen kann aus Gründen, die man sachlich und ohne die inzwischen üblichen Pöbeleien und Beschimpfungen auch vortragen und im Diskurs vertreten kann. Häufig werden die Positionen dieser angeblich "Rechten" verzerrt wiedergegeben und mit verleumderischen Falschaussagen angereichert, um jene in ein "Nazi"-Licht zu rücken. Es wurden inzwischen echte Phobien gegen angebliche "Rechte" aufgebaut. Das ist menschenunwürdig und tritt die Würde anderer mit Füßen. Und es zeichnet all jene, die das mittragen als sehr borniert, ja geradezu "philisterhaft" aus.
4. Autoritär-vulgäre Arroganz und Diskursverweigerung der Mächtigen
Wir erleben derzeit diesen Umgangsstil mit jedem Andersdenkenden mit voller Wucht: Die Regierung und ihre Hofinstitute, alle nachweislich von einer gewissen Stiftung eines amerikanischen Oligarchen großzügig unterstützt, ebenso wie große Medienhäuser, die selbst ständig rechte Ungeister denunzieren un stigmatisieren, schlagen selbst wie ein Heer wildgewordener böser Geister um sich. Die Aggressivität und Würdelosigkeit, mit der offen und ungeschminkt in den Mainstreammedien alle Andersdenkenden pauschal und immer ohne jedes vernünftige Argument oder gar eine inhaltlixche Auseinandersetzung mit den Gedsanken dieser anderen als „Rechtsradikale“, „Spinner“, „Wirrköpfe“, "Verschwörungstheoretiker" und „Irrsinnige“ beschimpft werden, ist nicht mehr nur extrem niveaulos. Wir hatten einen solchen Umgangsstil in Deutschland schon einmal, und wir wissen auch alle sehr genau, wann das war. Bestürzend auffällig wurden jüngst mit solchen Hetztiraden Rainald Becker in den „Tagesthemen“, aber auch Gazetten wie der Berliner „Tagesspiegel“, „Spiegel online“ in ihrer Berichterstattung über die großen Kundgebungen des Widerstandes, und nahezu jede Provinzzeitung. Das treibt gelegentlich bereits absurde Stilblüten. So hieß es in den BNN vom 11. Mai 2020 bezüglich des Offenen Briefes einiger Bischöfe wegen der Coronakrise: "Vigano und mehrere andere Kardinäle gehören zu den erzkonservativen Kritikern von Papst Franziskus. Der Italiener hatte unter anderem den Vatikan der Mitwisserschaft in einem Missbrauchsskandal beschuldigt und Franziskus zum Rücktritt aufgefordert." (S. 2) Ich würde sagen: Da ging die Hetze gegen Kritiker unfreiwillig nach hinten los: wenn die "Schuld" dieser "erzkonservativen" Bischöfe darin bestand, sich mit der der Vertuschung des Pädophilieskandals der Kirche nicht zufriedenzugeben und sich hinter die Geschädigten mehr zu stellen als hinter die Priesterbrüder, dann müssen sie offenkundig zu den Besseren gehören, nicht wahr?
Vielfach entspricht die derzeitige Medienhetze durchaus dem vormaligen „Stürmer“-Niveau. Alle, die zu den "Wirrköpfen", "Irrsnnigen" und „Verschwörungstheoretikern“ gehören, werden, mit diffamierenden Adjektiven versehen, so referiert, wenn sie nicht mehr ignoriert werden können.
5. Bestürzende Polizeigewalt gegen friedliche Bürger in manchen Städten Deutschlands
Man erfindet in den Medien gewalttätige Demonstranten, bzw man schickt vielleicht auch die altbewährten Agents Provocateurs auf die Demos, obwohl nachweislich die, die für Recht und Gesetz und unsere Grundrechte auf die Straße gehen, durchweg friedlich, freundlich und fair sind. Anselm Lenz und viele andere Widerständler warnten vor solchen eingeschleusten Gewalttätern. Verschwiegen wird in den Massenmedien dagegen das vielfach spontan gefilmte gewalttätige und brutale Fehlverhalten schwarzvermummter Polizeieinheiten v.a. in Berlin, die in ihrem Auftreten und auch dieser schwarzen Verkleidung an eine Polizeieinheit früherer Zeiten erinnern, die sich ebenfalls angeblichen sondereinheitlichen "Schutz" der Bevölkerung aufs Revers geheftet hatte. Eine ungute Assoziation für alle Geschichtskundigen. Die Art, wie solche Polizisten einzelne Menschen förmlich anspringen, jedesmal ohne erkennbaren Grund, zu viert oder fünft zu Boden ringen, schlagen, ersticken, oft auch festnehmen, ist bestürzend und muss gerichtlich untersucht werden. Man muss allerdings dazu bemerken, dass in vielen Städten die Polizei korrekt auftritt und offenbar das Bewusstsein, selbst Bürger und Menschenbruder oder -schwester zu sein, nicht aufgegeben hat. Danke dafür!
6. Der Widerstand vereint inzwischen einige der größten Denker und Forscher unserer Zeit und täglich werden es mehr
Dass sich inzwischen ein breiter Querschnitt aus der gesamten Bevölkerung für den Erhalt der Grundrechte und eine ordentliche wissenschaftliche Bearbeitung des Coronathemas einsetzt, wird als eine Versammlung rechtsradikaler Irrer dargestellt. Verschwiegen wird, dass sich auf dieser Seite die größten Koryphäen des derzeitigen Kultur- und Wissenschaftsbetriebes befinden: Menschen wie der Gesellschaftsphilosoph Giorgio Agamben oder der renommierte Infektiologe Sucharit Bhakdi oder der Standfordprofessor Ioannidis und inzwischen hunderte andere, fast alle davon hochdekorierte Hochschulprofessoren oder erfahrene und als seriös ausgewiesene Praktiker. Es beschämt mich, mit welcher Primitivität und extremistischen Schamlosigkeit die öffentlichrechtlichen Medien über diese Männer und Frauen herfallen. Faktisch werden diese klugen und mutigen Menschen entwürdigt. Ihre Menschenwürde wird mit Füßen getreten. Sie werden behandelt wie Unmenschen oder sogar Untermenschen.
7. Hass und Hetze gehen maßgeblich von den Mächtigen und den Massenmedien aus
Wir sind in einer wirklich und gefährlichen schlimmen Schieflage angekommen. Die Verantwortung dafür tragen die Mächtigen, insbesondere die Bundesregierung und die GEZ- oder gates-finanzierten Massenmedien. Das Spielchen, das uns alle traumatisieren wollte mit der Angst vor einer Krankheit, die es zwar gibt, die aber eher selten und für fast alle harmlos ist, schuf eine Vereinzelung und Dämonisierung des anderen Menschen zum „Krankheitsherd auf zwei Beinen“, dem man aus dem Wege gehen muss - auch dann, wenn er sich sichtlich bester Gesundheit erfreut.
Ist ein solches Denken gesund? Ist es menschenwürdig? Ist es nicht vielmehr unterdrückt hasserfüllt und maßlos aggressiv? Welch verheerendes Signal damit gesetzt wurde, wird uns erst in den nächsten Monaten aufgehen.
8. Aktivierung alter Topoi aus Pestzeiten und der Stigmatisierung Aussätziger
Wir sind zurück in finsterste Zeiten gebeamt worden, in denen man Aussätzige stigmatisierte und aus der Gemeinschaft ausstieß. Die hysterische Zuschreibung des Aussatzes etwa erfolgte damals sehr häufig ohne irgendeinen rationalen Grund: es genügten kleinste Schürfwunden, um auf Priesterurteil hin verurteilt und isoliert zu werden. Das Priesterurteil war ebenso modellhaft gedacht, fehleranfällig und fiktiv wie der heutige PCR-Test. Wir dachten, wir hätten solche wahnsinnigen Zeiten hinter uns gelassen und sehen uns unversehens wieder in sie hinabgestoßen. Heute sind sie noch viel schlimmer, denn alle werden in Haft genommen und dazu verführt, nicht nur den anderen Menschen, sondern auch sich selbst zu entrechten und zu entwürdigen. Man muss es immer wieder sagen: Noch niemals wurde auch nur ein einziges Virus in einem lebenden Organismus als Krankheitsursache nachgewiesen. Viele wissen das nicht, aber es gibt keine direkten Beweise für Viren. Es ist und bleibt eine Theorie, ein Modell, das sich zunemend als fragwürdig erwies und bereits im 19. Jh von vielen Forschern mit triftigen Gründen, die bis heute nicht entkräftet sind, abgelehnt wurde.
Dabei ist es ein sicherlich interessanter Aspekt, den Egon Friedell herausgearbeitet hatte in seiner "Kulturgeschichte der Neuzeit", dass die Fiktion großer Seuchen bzw "Pandemien" immer zu den Begleitumständen historischen Umbruchszeiten gehören, dabei aber durchaus nicht real sein müssen. Es genügt eine Seuchenpanik zu erzeugen bzw durch katastrophale "Maßnahmen" seitens der Medizin und Politik tatsächlich viele Tote künstlich zu erzeugen, die aber nicht an irgendeiner Seuche, sondern an einem Wahn sterben. Der "Pandemie"-Begriff wurde in der Form, wie wir ihn verwenden, erst vor wenigen Jahren von der WHO beschlossen,. Zuvor kannten wir einen solchen nicht! Viel spricht dafür, dass dies bereits auf die angeblichen mittelalterlichen Pestepidemien zutrifft. Es ist überhaupt zu fragen, ob nicht der gesamte Begriff der "Pandemie" ein moderner Aberglaube ist. Es gibt nur eine Referenz: die spanische Grippe, die heute zunehmend als Impfdesaster hinterfragt wird. Die Weltgeschichte kennt jedoch keine eindeutigen weltumgreifenden Seuchen, sondern nur die bizarre Idee, es könnte so etwas geben, eine Krankheit, die alle dahinrafft, alle, alle, die in Umbruchszeiten immer wieder neu propagiert wird und Ausdruck der tiefen Veränderungsängste sein könnte.
9. Manipulation durch Traumatisierung
Ich hatte in meinem Buch „Das Schillern der Dinge“, das letztes Jahr erschien und im Buchhandel und auf Booklooker nach wie vor lieferbar ist, den Mechanismus von „Manipulation. Trauma. Gesetzlosigkeit“ analysiert. Es ist genau dies wieder und so verheerend wie noch niemals in der gesamten Geschichte geschehen: Man manipuliert seit Wochen die gesamte Menschheit über die Massenmedien und dies immer unlogischer, sichtlich verworrener und auch glatt verlogener. Man hat sie traumatisiert mit der Panik vor einem Killervirus und voneinander isoliert, als sei jeder der Todesengel des anderen – nicht mehr der geliebte Menschenbruder oder die Menschenschwester. Krankheit wurde wieder – wie in wahnhaften älteren Zeitepochen – als Kollektivkrankheit förmlich "verhängt" über alle und damit das Würdebewusstsein aller in allen total irritiert oder sogar zerstört. Es sitzen nach wie vor aufgrund dieser Propaganda und Traumatisierung viele wie das Kaninchen vor der Schlange und wagen sich kaum aus dem Haus.
Die
eigentliche Krankheit besteht in dieser panischen, hetzerischen,
gewalttätigen, verlogenen und entwürdigenden Propaganda, die nicht
vonseiten der Menschen, sondern vonseiten der Mächtigen im
Dauerbeschuss über die Bevölkerung gesprüht wird. Sie spritzen in Wahrheit
Gift und Galle, diese Mächtigen, und verraten damit, wes Geistes Kind sie sind. Sie behaupten, sie würden die Bevölkerung vor etwas schützen, das ausschließlich aus ihrem Fehlalarm kommt. Es wird der Tag kommen, an dem auch noch der letzte Mensch begriffen haben wird, dass er irregeleitet und belogen, vergiftet wurde von einer Angst, die ihn hieß, das Denken einzustellen und um sehr viel Seelenkraft, Selbstvertrauen und Eigentum gebracht haben wird.
10. Forderungen
10. Forderungen
Ich
will, dass Schluss ist damit.
Ich
will, dass wieder jeder mit jedem frei reden kann, ohne dafür
stigmatisiert zu werden.
Ich
will, dass wir uns gegenseitig auch dann achten, wenn wir nicht
derselben Meinung sind.
Ich
will, dass wir uns gegenseitig wieder zuhören.
Ich
will, dass wir wieder aufrichtig und ehrlich werden.
Ich
will, dass jeder in sich geht und sich fragt, wer er eigentlich ist
und wem er folgt, ob er wirklich ganz bei sich ist oder nicht einfach
nur aus Duckmäuserei oder Bequemlichkeit einer Leitgans folgt.
Ich
will um mich herum als freier Menschen freie Menschen haben.
Und ich will, dass es wieder als legitim angesehen wird, neue und wirklich freie, von den Menschen selbst verantwortete gesellschaftliche Konzepte wenigstens einmal zu durchdenken. Die Bevormundung, in der wir immer mehr ersticken, muss aufhören!
Und ich will, dass es wieder als legitim angesehen wird, neue und wirklich freie, von den Menschen selbst verantwortete gesellschaftliche Konzepte wenigstens einmal zu durchdenken. Die Bevormundung, in der wir immer mehr ersticken, muss aufhören!
Unser
System ist am Ende. So wie bisher kann es nicht weitergehen. Und
weitergehen hieße: diesen Weg des Hasses und der Manipulation, der von den Mächtigen und
der Regierung ausgeht, weiterzutreiben. Es hieße, sich die Welt
weiterhin zurechtzulügen. Weiterhin Hinterzimmerpolitik zu
betreiben. Weiterhin einer absurden Modellierungswissenschaft
ausgesetzt zu werden, anstatt empirischer Forschung. Weiterhin unter
der Sklaverei der Geldeliten zu stehen. Weiterhin illegale und
bösartige Kriege zu führen und den Tod von Millionen Menschen zu
riskieren, der aus all diesen Übeln folgt. Es hieße weiterhin
ärmere Länder zu bevormunden und auslaugen. Weiterhin die Natur zu zerstören und Tiere zu quälen. Weiterhin einem großen
Teil der Menschen faktisch die Würde zu rauben und die Gelegenheit
zu nehmen, sich zu dem zu entwickeln, was sie ihrer Natur nach sind
sind: einzigartige und freie Geschöpfe.
Ich
will das nicht mehr, was die Mächtigen treiben: ich will nicht, dass
Deutsche in fremden Ländern Krieg führen ohne jede Legitimation.
Ich will nicht, dass Deutschland einer der größten
Waffenlieferanten der Welt ist.Ich will nicht mehr vom Staat im Verbund mit internationalen Konzernen und Banken korporatistisch ausgesaugt werden, sondern frei wirtschaften können wie ich es mit meinen Partnern selbst und frei entscheide.
Ich
will ein freies Land der Menschen,
die hier leben und arbeiten, und ich will, dass der breite und freie
Diskurs ohne diese Hetze und diese Schikanen, die die Regierung samt
den Massenmedien verbreiten,
wieder instand gesetzt wird.
11. Ein basisdemokratischer Neustart auf breit diskursiven Wege notwendig
Wir brauchen einen demokratischen und menschenwürdigen Neustart. Es ist die Frage, wann GG Art. 20,4 eintritt. Wir sind davon entweder gar nicht mehr oder nicht mehr weit entfernt. Welches Szenario wäre vorzustellen? Ich könnte mir vorstellen, dass es verfassungsgemäß so vor sich gehen könnte: Die Regierung müsste abgesetzt und das Parlament, das seiner verfassungsgemäßen Aufgabe als Volksvertretung gegenüber der Regierung, als Kontrollorgan der Exekutive, aber auch als echte gesetzgebende Gewalt seit Jahren nicht mehr angemessen nachkam. Anschließend wären Untersuchungsausschüsse über die zurückliegenden Ereignisse in einem Notparlament einzurichten und uU auch nach GG Art. 146 eine neue, freie Verfassung durch das Volk selbst zu formulieren. Ich appelliere daher – weil dies das letzte Mittel vor Eintritt des Art. 20 GG wäre - formlos an die Judikative, endlich ihrer Aufgabe nachzukommen und die inzwischen tausendenfachen Klagen der Bürger in der Krise endlich in angemessener Weise zu bearbeiten. Recht und Gesetz müssen wieder hergestellt werden! Dafür ist die Judikative zuständig! Tut endlich eure Pflicht, bevor es zu spät ist.
Der
demokratische Widerstand ist „lagerübergreifend“, aber
freiheitlich, friedlich, wortgewandt, intelligent, gewaltfrei und
fair. Er achtet jeden Menschen in seiner Würde und spricht auch
unterschiedlos mit jedem. Damit entspricht er dem Grundgesetz Art. 1,
aber auch den humanen Prinzipien, die wir alle als ungeschriebenes
Gesetz in uns tragen.
Montag, 11. Mai 2020
Meditationen zum Grundgesetz: Menschenwürde
Meditationen zum Grundgesetz: Menschenwürde
Als Podcast/Video: Meditationen zum Grundgesetz - Menschenwürde
Als Podcast/Video: Meditationen zum Grundgesetz - Menschenwürde
Aus
dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland:
Die
Grundrechte
Art
1
(1)
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu
schützen ist Verpflichtung aller staatlichen
Gewalt.
(2)
Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und
unveräußerlichen Menschenrechten als
Grundlage
jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit
in der Welt.
(3)
Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende
Gewalt und Rechtsprechung als
unmittelbar
geltendes Recht.
Was
ist das, diese „Menschenwürde“?
Würde
ist – anders als ein Wert - mE stets etwas, das mir persönlich und
individuell gegeben wird. Es gibt keine allgemeine Würde oder eine
Würde eines ganzen Kollektivs. Auch dann, wenn eine Würde allen
gleichermaßen zukommt, kommt sie nur insofern allen zu, als sie
unbedingt jedem einzelnen ausdrücklich und autonom zukommt. Ob ich
also eine bestimmte Würde erhalten habe hängt nicht daran, dass
andere sie auch erhalten haben, sondern alleine daran, dass ich sie
erhalten habe.
Würdenträger
erhalten ihre Würde irgendwann einmal. Eine Würde kann nicht mehr
annulliert werden. Sie versieht den, der sie erhält stets mit einem
unveräußerlichen Wesensmerkmal.
Das
Grundgesetz geht davon aus, dass jeder Mensch diese Würde als Mensch
erhalten hat, und dass der Erhalt dieser Würde jeder feststellung
darüber bereits voraus geht. Das heißt: Ich
habe diese Menschenwürde nicht deshalb, weil das Gesetz sie mir
zuspricht, sondern das Gesetz erkennt an, dass ich mit dieser Würde
bereits vom Mutterleib an versehen worden bin.
Wir
kennen andere Würden, die im Laufe eines Lebes übertragen werden,
etwa die Priesterwürde. Auch die Königswürde wurde förmlich
übertragen in einer Salbungs- und Krönungsordo und durchweg nicht
von anderen Menschen verliehen, sondern in einem Akt, der den
transzendenten Urheber herabrief. Diejenigen, die die Würde in der
Ordo übertrugen, waren nicht diejenigen, die diese Würde persönlich
herstellten oder zu vergeben hatten. Sie fungierten immer nur als
Diener des Gottes oder der Götter oder der Geister – je nachdem,
in welcher Kultur und Religion wir uns befinden.
Das
Grundgesetz beruft sich ebenfalls in seiner Präambel auf Gott, dem
gegenüber die Verfasser sich in Verantwortung sehen. Nur von ihm her
können sie dieses Grundrecht des Menschen auf seine eigene Würde
aussprechen und anerkennen und daraus Folgerungen für das
Zusammenleben der Menschen und Völker beschreiben.
Bereits
hier stoßen wir aber auf einen neuralgischen Punkt in der gesamten
Rede über „Menschenwürde“: Wenn man die Herleitung der Würde
von einem anderen, Transzendenten, Überschreitenden her bestreitet,
bleibt nur die Selbsterklärung bzw eine philosophische Setzung, die
ohne weitere Schwierigkeiten bestritten werden kann. Eine
Selbstzuerkennung von Würde ist nicht möglich. Ich habe nicht
deshalb eine Würde, weil ich sie mir selbst initial zuschreibe.
Daraus würde ja folgen, dass ich als Mensch zuerst in einem Stand
bin, in dem mir diese Würde nicht zukommt, danach aber dann, wenn
ich sie mir selbst zugesprochen habe, schon. In dieser Konstruktion
kann ich jederzeit wieder in den Stand ohne die fragliche Würde
zurückversetzt werden. Wenn es mich als Irgendwie-Wesen ohne Würde
gibt, das sich selbst Würde verleiht, hebt sich diese Würde wieder
auf und ich habe sie infolgedessen auch nicht inne. Auch die
Zuerkennung durch andere Menschen stellt vor dasselbe Problem: Immer
kann man mich so ohne diese Würde denken, und die Abhängigkeit
meiner Würde vom Zugeständnis anderer oder meiner selbst, hebt sie
sachlich wieder auf.
Würde
ist immer Wesensmerkmal. In eine Würde wird man passiv, aber für
immer erhoben. Wir haben in der säkularisierten Welt das Verständnis
für diesen Zusammenhang verloren. Letzte Reste davon finden wir etwa
in der Auffassung, dass auch ein laisierter Priester die
Priesterwürde niemals mehr verliert, verlieren kann. Er kann
allerdings gegen diese eigene Würde schwer verstoßen – aber los
wird er sie nie mehr.
Würde
darf daher nicht mit einem „Amt“ verwechselt werden, das dem
Prinzip nach unpersönlich gezeichnet ist und über einen bestimmten
Aufgabenbereich und Kompetenzen definiert wird. Meine Würde ist
jedoch kein Amt, keine Aufgabe, sondern ein Seinsstatus.
Selbstverständlich ergibt sich aus meinem ontologischen Stand auch
so etwas wie eine „Aufgabenstellung“, aber er ist deshalb nicht
selbst eine Aufgabenstellung wie dies für ein Amt gilt. Aus einem
Amt kann man ausscheiden, aus einer Würde niemals mehr. Man kann
eine erhaltene Würde schwer beschädigen und verwunden.
Letzte
Spuren dieser Unterscheidung kennen wir in der Rede davon, dass
jemand ein „Emeritus“ ist oder ein Richter „im Ruhestand“
oder dergleichen: er ist es seinshaft noch, übt aber das damit
verbundene Amt nicht mehr aus. Auch der Status als Vater oder Mutter
ist unveräußerlich und ontologisch begründet, nicht in einer
bloßen Aufgabe. Auch eine siebzigjährige Person wird ihre
100jährige Mutter in aller Regel als „Mutter“ ansprechen und in
ihr die Würde der Mutter anerkennen, auch wenn sich der
Aufgabenbereich der sehr alten Mutter gegenüber ihrer inzwischen
ebenfalls alten Tochter modifiziert, in manchem Fürsorgeaspekt sogar
umgekehrt haben dürfte.
Wenn
also das Grundgesetz allem, was dann folgt, diese Menschenwürde als
ein Faktum voranstellt, dann nicht, weil es jenes erst erschafft,
sondern weil es es als Vorgefundenes anerkennt.
Dieses
Grundrecht darauf, dass meine Menschenwürde anerkannt wird,
beinhaltet wesentlich, dass ich niemals verzweckt werden darf. Meine
gesamte Anwesenheit in diesem Leben erfolgt nicht um eines
definierbaren Zweckes willen, sondern um meiner selbst willen. Aber
auch dieser Satz kann nicht begründet werden ohne die Annahme, dass
ich da bin, weil Gott mich geschaffen hat und liebt. In den meisten
Fällen spiegelt sich diese göttliche Zweckfreiheit in der Liebe der
Eltern zu ihren Kindern und der Kinder zu den Eltern. Der
Kinderwunsch junger Paare resultiert dem Prinzip nach nicht aus einem
objektiven Zweckdenken heraus. Die Frage, warum jemand eigentlich so
unbedingt ein Kind wolle, lässt sich nicht plausiel aufgrund
zweckhafter Erwägungen beantworten. Der Kinderwunsch resultiert aus
ihrer Liebe zueinander, die sich selbst überschreiten und darum
freisetzen will. Das Kind ist daher prinzipiell der Ausdruck der
größten menschlichen und gottgewollten Freiheit. Dies gilt auch
dann, wenn Eltern oder Gesellschaften diese Zielsetzung verfehlen,
dennoch Verzweckungen vornehmen oder sich nicht dessen bewusst sind,
dass sie ihre eigene Würde aufgrund von Verzweckungen verfehlen.
In
einer langen historischen Entwicklung, die vor allem in der römischen
Reflexion (insbesondere bei Cicero) und der alttestamentlichen
Entwicklung des Menschen- und Gottesbildes und der Beziehung zwischen
Gott und Mensch ausgesprochen wurde, sind wir zu dieser Vorstellung
der Menschenwürde gekommen, die sich dann im Christentum massiv Bahn
brach. Der universalistische Gedanke, dass Gott alle Menschen
gleichermaßen liebt und um ihretwegen auch Erlösung in Jesus
Christus aus der schmerzlich erfahrenen alltäglichen
Würde-Verwundung schafft, führt direkt zu einer allgemeinen
Anerkennung der Menschenwürde aller, die nicht an Vorbedingungen -
etwa anständiges oder tugendhaftes Verhalten - geknüpft ist. Wohl
kann diese Würde aber angegriffen, geschändet und verleugnet
werden. Als ontologisches Merkmal kann sie damit aber niemals
aufgehoben werden.
Die
derzeitigen Vorgänge bringen zum Ausdruck, wie sehr wir uns schon
lange der Gefahr ausgesetzt haben, in unserer Würde mit Füßen
getreten zu werden. Utilitaristische
Denkgewohntheiten, die immer nur nach der Nützlichkeit fragen, haben
das Kinderhabenwollen verzweckt – etwa um Altersversorgungen zu
sichern oder Hilfe zu haben, nicht allein zu sein, einen Thron- oder
Geschäftsnachfolger zu haben, Kanonenfutter
für Kriege oder
dergleichen. So verständlich diese Nützlichkeitserwägungen im
Daseinskampf ahie
und da auch
erscheinen mögen,
sie verletzen schon im Kern die Menschenwürde und
lästern Gott. Das sei ausdrücklich erwähnt, denn manche Religion
puscht Fortpflanzung, um damit Glaubenskriege zu gewinnen.
Ausdrücklich
mus dem entgegengehalten werden: Kinder sind kein Zweck für
irgendetwas, auch dann nicht, wenn sie im natürlichen Geben und
Nehmen der Generationen eigene Aufgaben übernehmen werden.
Aus
diesen Verletzungen der Menschenwürde auf abstrakter Ebene folgen
Verletzungen auf konkreter Ebene: Die
Frau etwa,
die dem König keine Kinder gebar, wurde verstoßen. Der Mensch, der
nichts zum Gemeinwohl beiträgt, wird „nutzloser Esser“,
„underman“
oder gar „lebensunwertes Leben“.
Behinderte treibt man am besten gleich frühzeitig ab, weil sie ja
doch nur nur
eine Belastung sind und
einem verengten, aber krampfhaft vorausgesetzten Daseinszweck nicht
genügen werden können.
Wie
sehr hinter dem zum Beispiel auch von Papst Franziskus immer wieder
gegeißelten, vermeintlich übersteigerten Individuaismus unserer
Tage knallharte gegenseitige und
kollektive
Verzweckungsphantasien schlummern, bricht jetzt aus als die
eigentliche geistige
Seuche
hinter
der angeblichen Corona-Pandemie.
Eine Frau sagte neulich empört zu mir, es könne nicht angehen, wenn
alte Leute gelassen bleiben und sagen, es sei ihnen egal, ob sie an
Corona sterben oder halt
an etwas anderem.
Es sei unmöglich, sich in dieser Weise der Gemeinschaft zur
Belastung zu machen, denn die müsse ja solche Alten dann behandeln
und pflegen und die Kosten tragen. Mit meinem Argument, dass es
erstens Freiheit jedes Menschen ist, eine Krankheit nicht zu fürchten
bzw das Risiko einzugehen, sie zu bekommen und zweitens jeder
irgendwann an sein Ende kommen werde
und
damit in gewisser Weise der Gemeinschaft zur Last falle, ließ sie
nicht gelten, weil
solche „Infizierten“ sich auch noch zu Gefährdern anderer
machten.
Ganz
so, als wäre ein todessicheres Leben möglich und als wäre jeder
noch so harmlose Infekt bereits eine Rücksichtslosigkeit der einen
gegen die anderen.
Diese
Episode ist nur symptomatisch dafür, wie wenig wir verstehen, wass
alleine der erste Satz unseres Grundgesetzes eigentlich bedeutet. Er
meint den Menschen wie er ist, auch als ein Wesen, das krank werden
könnte und irgendwann sterben wird. Die Möglichkeit des
Krankwerdens und Sterbens wird aber nun nicht mehr erst dann ins Auge
gefasst, wenn es tatsächlich soweit kommt, sondern als permanenter
Makel, der dem anderen so stark anhaftet, dass er mir zur permanenten
Gefahr wird.
Mit
scheint, dass dringend eine neue anthropologische Debatte angestoßen
werden müsste, in der wir reflektieren, wer oder was der Mensch
eigentlich ist. Die derzeitige geistige Verwirrung über das
Menschenbild beruht auf der sträflichen Vernachlässigung einer
Befassung mit solchen Fragen bei jedem einzelnen und der ganzen
Gesellschaft.
Die
Verpflichtung des Staates, die Menschenwürde vor allem anderen zu
schützen und zu achten, wie es im Gesetz steht, wird von unserer
Regierung aus meiner Sicht mehr als missachtet. Ich würde sogar von
einer Verhöhnung der Menschenwürde sprechen. Entsprechend Absatz 2
von GG §1 zerstört die Bundesregierung derzeit mithilfe der
Landesregierungen und Parlamente vorsätzlich das, was ein
friedliches und wertschätzendes und sich gegenseitig würdigendes
Zusammenleben in der Gemeinschaft erst voraussetzt. Ein
Hingehaltenwerden in niemals ausreichend erklärten Schikanen, die
unsere natürlichen sozialen Beziehungen kriminalisieren
(„Mindestabstand“, „Mundschutz“, Vesammlungsverbote,
Ausgangssperren etc.) in Verbindung mit einer permanenten
Verängstigung bzw Traumatisierung der Menschen mit der Panik vor
einer virtuellen, im ralen Lebensfeld nirgends feststellbaren
„Epidemie“ alias Seuche und der autoritären Drohung, uns
jederzeit wieder einzusperren, wenn mehr positive Tests behauptet
(aber niemals nachgewiesen!) werden, auch dann, wenn wir uns aber
alle gesund erleben, verletzen in eklatanter Weise die Menschenwürde
und werden schwerwiegende Störungen in der gegenseitigen Wahrnehmung
der Menschen hinterlassen. Die Idee, dass wir uns gegenseitig als
Brüder und Schwestern wahrnehmen, ist damit getötet worden. Unsere
Regierung suggeriert uns, dass wir alle potentielle Todesengel sind.
Wer im anderen nur noch eine tödliche Gefahr wähnt, kann ihm seine
Würde nicht mehr zuerkennen.
Ich
möchte meine Leser und Zuhörer dazu einladen, sich darüber ihre
eigenen Gedanken zu machen. Sie können sie gerne in Ihren
Kommentaren mitteilen.
Dienstag, 5. Mai 2020
Offener Brief an die Abgeordneten des Bundestages wegen der geplanten Gesetzesänderung im Infektionsschutzgesetz
Offener Brief an die Abgeordneten des Bundestages
Podcast/Video "Offener brief an Bundestagsabgeordnete"
Betrifft:
Geplante Veränderung des Infektionsschutzgesetzes hin zu einer
weiteren Verletzung der Grundrechte/“Impfzwang“
Sehr
geehrter
Herr
Abgeordneter, sehr geehrte Frau Abgeordnete,
Sie
wurden von den Bürgern in den Bundestag
gewählt. Am 14.5.2020 soll eine von der Regierung Merkel vorgelegte
Gesetzesänderung des Infektionsschutzgesetzes abgestimmt werden, die
jeden Bürger unter Generalverdacht stellen wird, ein
gesundheitlicher „Gefährder“ für andere zu sein, und ihn
zwingen will, um seine Grundrechte noch ausüben zu können, ein
Impfdokument wie einen „Ausweis“ mit sich zu tragen. Im anderen
Fall würde ein Bürger ohne diese Dokumente schwerwiegend
diskriminiert und aus weiten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens
ausgeschlossen, auch dann, wenn er kerngesund ist. Freie
Berufsausübung, Reisefreiheit, Versammlungsfreiheit und viele andere
Grundrechte würden ihm nicht mehr oder nur noch eingeschränkt
zustehen, und dies auf Dauer.
Die
bisherige Fassung des InfSchGesetzes sah nur vor, real und manifest
Erkrankte für die Zeit als „Ausscheider“ zu isolieren,
allerdings nicht einen Tag länger als nötig. So war das akzeptabel.
Das, was das Kabinett nun vorgelegt hat, ist inakzeptabel und
verfassungsrechtlich mehr als problematisch.
Ein
solches Ansinnen ist verfassungswidrig, ja es beschädigt wesentlich
das Grundgesetz und führt direkt in totalitäre Zustände!
1.
Erstens gilt auch bei Krankheiten und Gesundheit das „in dubio pro
reo“ - solange man mir nicht nachweist, dass ich
„gesundheitsgefährlich bin“, bin ich es auch nicht. Es kann
nicht angehen, dass ich grundsätzlich ohne erkennbaren Grund unter
Generalverdacht gesetzt werde.
2.
Die Coronakrise hat offenbart, wie aufgrund eines dramatisierten, in
Wahrheit aber nur wenig gefährlichen Virus etwa in der Größenordnung
der Grippe bis zur Stunde unsere Grundrechte aufgehoben wurden, und
die Exekutive samt ihren Beratern sich selektiv auf die – im
Nachhinein ist das nun unbestritten – völlig abwegigen Prognosen
v.a. des Herrn Drosten der Charité, teilweise unredliche Statistiken
des RKI und auf Aussagen der Leopoldina gestützt hat, alle
Gegenmeinungen ignoriert oder sogar in verleumderischer Art und Weise
niedergemacht hat, auch dann, wenn sie von den weltbesten
Immunologen, Infektiologen, Virologen und Epidemiologen oder sehr
erfahrenen Spezialisten kamen, und mit einer beispiellosen Sturheit
bis zur Stunde die Volkswirtschaft auf Generationen hin wegen dieses
Phantoms ruiniert.
3.
Es entsteht bei uns Bürgern der Eindruck, dass die Regierung
unbedingt will, dass die „Pandemie“ weitergeht, obwohl sie selbst
nach den schiefen Zahlen des RKI aus und vorbei ist. Was ist hier
eigentlich los?
4.
Über die vielen Dubiositäten der Vorgänge der letzten Wochen muss
ich hier nichts sagen, weil sie inzwischen sattsam bekannt sind. Dazu
gehört, dass diejenigen, die man als alleinige „Berater“
heranzieht und zulässt, allesamt in einem Netzwerk sind, das zu
großen Teilen von dem amerikanischen Oligarchen Bill Gates
finanziert wird. Es kann nicht sein, dass ein einziger Mann, der von
niemandem gewählt wurde, aber sehr viel Geld hat, einen derartig
großen Einfluss auf die Geschicke der gesamten Menschheit nehmen
kann.
5.
Wir Bürger sind das Volk und der Souverän – nicht die Exekutive.
Und schon gar nicht Herr Gates oder die Pharmaindustrie.
Ich
habe die Befürchtung, nach dem 15. Mai in einem totalitären Sytem
zu leben, das sich jetzt schon anhand einer angeblichen „Pandemie“
angebahnt hat.
Als
Parlamentarier haben Sie die verfassungsgemäße Aufgabe, die
Exekutive in unserem Interesse zu kontrollieren.
Dazu
noch folgende Gedanken:
1.
Impfungen sind sinnvoll, wenn die Gefährlichkeit einer Krankheit
(etwa Tollwut, Tetanus etc.) nachgewiesen ist und die Erreger
statisch sind. Impfstoffe müssen dabei ausgereift und ausreichend
getestet werden, bevor sie zugelassen werden.
2.
Impfungen gegen ständig mutierende Viren sind sinnlos und
gefährlich, wie man von der Influenzaimpfung weiß.
3.
Aber sie sind ein perfektes Milliardengeschäft für die
Pharmariesen, mit denen wiederum Teile der Exekutive vernetzt sind
(zB Merkel als Schirmherrin der Gavi-Geberkonferenz). Die dubiosen
Vorgänge bei der angeblichen „Schweinegrippe-Pandemie“ 2009
wurden damals aufgedeckt. Auch damals war daran Herr Drosten
maßgeblich beteiligt. Ich möchte am Rande darum bitten, auch
bezgl. der Corona-Ereignisse 2020, unverzüglich einen
Untersuchungsausschuss einzuleiten.
4.
Der Bürger kann nicht überprüfen, was in den Impfstoffen, die man
ihm aufzwingen will, alles enthalten ist. Das Misstrauen gegen die
Regierung ist derart groß geworden, dass selbst die, die immer noch
an die Gefährlichkeit des SarsCov2-Virus glauben, an diesem Punkt
große Angst vor einer Zwangsimpfung entwickelt haben. Mit wem ich
auch darüber rede: ich treffe fast durchweg auf Zorn, Angst und
Verzweiflung.
5.
Impfungen sollten aufgrund GG § 1, 2, 13 (die Neuformulierung zielt
auf eine Verletzung meiner Wohnung ab!) generell auf Freiwilligkeit
durchgeführt werden. Auch ein Zwang zu einer Masernschutzimpfung war
bereits ein schwerwiegender Eingriff in Eltern- und
Persönlichkeitsrechte.
6.
Es gibt eine große Anzahl von Impfkritikern im Land, auch unter
Immunologen und Virologen. Ihre Zurückhaltung gegenüber dem Impfen
beruht auf objektiven, wissenschaftlichen Ungereimtheiten bzgl. der
schulmedizinischen Infektionstheorie, insbesondere der Virentheorien.
Bevor diese wissenschaftlichen Fragen nicht ausreichend geklärt
sind, sollte man ohnehin nicht vorschnell Impfungen gegen
Viruserkrankungen durchführen. Es ist inzwischen bekannt, dass die
Nebenwirkungen gerade dieser Impfungen zahlreich und schwerwiegend,
nicht selten sogar tödlich und darum nicht zu verantworten sind –
es sei denn, jemand lässt sich freiwillig darauf ein und nimmt das
Risiko informiert inkauf.
Ich
möchte desweiteren zu bedenken geben:
Wenn
Sie einem Zwang zu sinnlosen und gefährlichen Impfungen zustimmen,
werden Sie damit erreichen, dass das Volk misstrauisch und ablehnend
wird gegen jede Art von Impfung.
Ich
kann Ihnen versichern, dass es im Volk kocht wegen all dieser
aktuellen Vorgänge.
Meine
Bitte an Sie ist daher: Helfen Sie mit, dass unser schönes Land
nicht zu einem totalitären Unrechtsstaat wird, in dem sich kein
Mensch mehr wohlfühlen kann und stimmen Sie bei dem in Frage
stehenden Gesetzesentwurf mit „Nein“ ab.
Mit
hoffnungsvollen Grüßen,
Ihre
Hanna Jüngling
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