Sonntag, 1. September 2019

Fake Heavens VI - "Himmelsmechanik"

Fake Heavens VI — „Himmelsmechanik“


„Hobbes definierte das Denken als Rechnen. Das reine Denken des denkenden Ich, welches keine Gegenwirkung erfährt, sondern innerhalb des Selbstbewußtseins abläuft, ist gesetzmäßig und sein Ergebnis richtig; aber es ist weder wahr noch wirklich.
Wahr ist, was uns als Ideal im Gegensatz zu uns selbst vorschwebt oder die Übereinstimmung des Einzelnen mit Gott, und wirklich, was unser Geist durch gesunde Sinne wahrnimmt.
Alles Wahre und Wirkliche ist zwischen Gegensätzen.
Man wird einwenden: wie kommt es denn, daß die Voraussagungen der Wissenschaft, z.B. der Astronomie, durch die Erscheinungen des Sternenhimmels bestätigt werden?
Dieser Sternenhimmel ist von Instrumenten gemacht, er gehört nicht in die lebendige Natur, sondern ist Menschenwerk.
Der erstarrte, eigentlich tote Mensch, hat sich mit einer starren Natur umgeben, die nach Gesetzen abläuft, mit einem Mechanismus. (…)
Der produktive Mensch zerbricht Tempel in jedem Augenblick, wo er Neues schafft. (…)
Mit dem Neuen meine ich freilich keine technische Vervollkommnung, keine neue Organisation, keine wissenschaftliche Entdeckung.“

— Ricarda Huch, Entpersönlichung (1922)



Es ist ein eigentümliches Zitat Ricarda Huchs, das wir hier lesen, dessen zentrale Aussage die ist, dass der neuzeitlich aufgefasste „Sternenhimmel“, das kopernikanische System, nichts anderes ist als ein künstlich Hergestelltes und Erfundenes: wider die Sinne, die empirische Wahrnehmung und alle Erfahrung gerichtet wird die Behauptung aufgestellt, alles, was wir (hinsichtlich unserer kosmologischen Position) wahrnehmen, sei Sinnestäuschung, und als unschlagbarer Beweis gelten optische Instrumente, die doch eigentlich nichts anderes sichtbar machen, als wieder nur das, was das räumliche Sehen dem Prinzip nach wahrnimmt.
Mithilfe einer Technisierung des Sehsinns widersprachen die Propheten des modernen Weltbildes der Zuverlässigkeit des nicht technisierten Sehsinnes. Die Suggestion, die sie damit aufbauten, ist bei näherem Hinsehen absurd: Zunächst ist festzustellen, dass auch der Blick durch ein Teleskop nichts an der „täuschenden“ Perspektive des sinnlich wahrnehmenden Menschen ändert. Auch wenn ich durch das Teleskop schaue, wandern die Gestirne über den Himmel und ich befinde mich auf festem, ruhendem Grund als Beobachter. Das Teleskop fungiert nur als Zoom auf das, was die angeblich getäuschten Sinne wahrnehmen. Genau dieses Faktum wird uns seit langem vernebelt. Man tut so, als gehe es nicht um eine bloße Vergrößerung dessen, was man ohnehin, wenn auch nur undeutlich oder schwach, sinnlich wahrnimmt. Man tut so, als rücke das Teleskop die Perspektive zurecht, kehre sie förmlich um.
Bertolt Brecht lässt 1939 seinen „Galilei“ prahlen, er habe durch ein „Instrument“ das „unvorstellbare Glück“ gehabt, „ein Zipfelchen des Universums“, und er setzt in nicht sehr glaubwürdiger Bescheidenheit hinzu, es sei „nicht viel“, „näher (zu) besehen“. Es kann kein Zweifel bestehen, dass Brecht dem Galilei die arrogante Haltung einzeichnet, ein Mensch könne wie ein Gott „das Universum besehen“, ganz so, als gäbe es einen neutralen Beobachterpunkt, von dem aus dies möglich wäre. Die Zweifler in der Debatte lässt Brecht als bigotte Idioten auftreten, die den Einbruch der Wahrheit ins getäuschte Wahrnehmen und Denken fürchten, weil das Volk dies nicht verkraften könnte. Galileis Argumentation ist so dumm wie sie anmaßend ist:

„In diesen Nächten werden über ganz Italien Fernrohre auf den Himmel gerichtet. Die Monde des Jupiter verbilligen nicht die Milch. Aber sie wurden nie je gesehen, und es gibt sie doch. (…) Es sind nicht die Bewegungen einiger entfernter Gestirne, die Italien aufhorchen machen, sondern die Kunde daß für unerschütterlich angesehene Lehren ins Wanken gekommen sind.“[1]

Hier werden bei Brecht zwei Dinge vermengt, die nicht zusammengehören: Die Frage, ob man aus großer Entfernung alles scharf und genau sieht, hat nichts mit der unzulässigen Schlussfolgerung zu tun, dass das, was man schärfer oder weniger scharf dem Prinzip nach sieht, die grundsätzliche Perspektive auf die Dinge ändern müsste.
Anders gesagt: Wenn ich von einem Berg aus übers Land sehe, bleibt meine Perspektive auf das Land gleich, ich kann aber mit dem Fernrohr manches vergrößern, kann mir einige Hinterhofdetails heranzoomen, die ich ohne Instrument nicht sehen würde, und verlängere damit nur die Funktion meines natürlichen räumlichen Sehens. Der Blick durchs Fernrohr wird mich nicht dazu bringen, mich — beispielsweise — am Grund eines tiefen Loches zu wähnen, während das Land über mir schwebt.
Die zentrale kopernikanische Behauptung, das, was man wahrnehme, sei Folge einer Sinnestäuschung, wird logisch völlig unsinnig auf der Basis dieser „verfeinerten“ Täuschung „bewiesen“. Nur weil ich, um im Beispiel zu bleiben, in den Hinterhöfen abgestellte Fahrräder sehen kann, sobald ich durch mein Fernrohr sehe, ändert sich an der zuvor wahrgenommenen, prinzipiellen Ordnung der Dinge da unten im Tal nichts!
Alleine diese Brechtsche Argumentation ist — gemessen an einer wissenschaftlichen Methodik — in sich selbst absurd. Es ist die Vorstellung, man könnte als Mensch eine vollständig andere Wahrnehmung erschließen. Literarisch finden wir solche Gedanken bei Georg Büchner entfaltet, der seinen „Lenz“ durchs Gebirg streifen lässt, überwältigt von der Wahrnehmung der natürlichen Ordnung und doch in fundamentaler Opposition dazu, im Aufbegehren dagegen, sich dieser Ordnung ein- oder sogar unterordnen zu müssen, auf der Suche nach einem „Überblick“:

Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, daß er nicht auf dem Kopf gehn konnte. Anfangs drängte es ihm in der Brust, wenn das Gestein so wegsprang, der graue Wald sich unter ihm schüttelte, und der Nebel die Formen bald verschlang, bald die gewaltigen Glieder halb enthüllte; es drängte in ihm, er suchte nach etwas, wie nach verlornen Träumen, aber er fand nichts. Es war ihm alles so klein, so nahe, so naß, er hätte die Erde hinter den Ofen setzen mögen, er begriff nicht, daß er so viel Zeit brauchte, um einen Abhang hinunter zu klimmen, einen fernen Punkt zu erreichen; er meinte, er müsse Alles mit ein Paar Schritten ausmessen können. Nur manchmal, wenn der Sturm das Gewölk in die Täler warf, und es den Wald herauf dampfte, und die Stimmen an den Felsen wach wurden, bald wie fern verhallende Donner, und dann gewaltig heran brausten, in Tönen, als wollten sie in ihrem wilden Jubel die Erde besingen, und die Wolken wie wilde wiehernde Rosse heransprengten, und der Sonnenschein dazwischen durchging und kam und sein blitzendes Schwert an den Schneeflächen zog, so daß ein helles, blendendes Licht über die Gipfel in die Täler schnitt; oder wenn der Sturm das Gewölk abwärts trieb und einen lichtblauen See hineinriß, und dann der Wind verhallte und tief unten aus den Schluchten, aus den Wipfeln der Tannen wie ein Wiegenlied und Glockengeläute heraufsummte, und am tiefen Blau ein leises Rot hinaufklomm, und kleine Wölkchen auf silbernen Flügeln durchzogen und alle Berggipfel scharf und fest, weit über das Land hin glänzten und blitzten, riß es ihm in der Brust, er stand, keuchend, den Leib vorwärts gebogen, Augen und Mund weit offen, er meinte, er müsse den Sturm in sich ziehen, Alles in sich fassen, er dehnte sich aus und lag über der Erde, er wühlte sich in das All hinein, es war eine Lust, die ihm wehe tat; oder er stand still und legte das Haupt in's Moos und schloß die Augen halb, und dann zog es weit von ihm, die Erde wich unter ihm, sie wurde klein wie ein wandelnder Stern und tauchte sich in einen brausenden Strom, der seine klare Flut unter ihm zog.[2]

Wenn Lenz auf dem Kopf hätte gehen können, wie er es sich wünschte, wäre ihm der Himmel zu Füßen gelegen, die Erde wäre sein Himmel geworden. Vielleicht kann man sagen, dass das kopernikanische System den Himmel unter die Füße des Menschen bringen sollte im buchstäblichen Sinn: Der Himmel sollte sich unterwerfen, eine Proskynesis vor dem Menschen machen, ihm die Füße küssen, wie dies später Papst Paul VI. tat (s.u.).
In einer bösartigen Verdrehung der Tatsachen flüsterte man den Menschen bis heute ein, das alte Kosmosbild habe den Menschen unberechtigterweise als Zentrum der Schöpfung stilisiert, aber er müsse eben lernen, nur ein Staubkorn in einem unwirtlichen und riesigen All zu sein, ein Nichts, ohne Bedeutung und fern von einem Gott. Der Mensch nimmt sich seit Kopernikus einerseits als Störfaktor in der Natur wahr, andererseits als deren Gegner und Ausbeuter, projiziert diese Haltung aber auf den Satz „Macht euch die Erde untertan“ aus Gen 1, der selbstverständlich nirgends von Ausbeutung und Beherrschung spricht!
Die Wahrheit ist hier — entgegen solcher Propaganda — erheblich anders gelagert: Im alten Bild war zwar die Erde im Mittelpunkt des Kosmos, aber nicht der Mensch, sondern Gott alleine galt als ihr Schöpfer. Der Mensch sah sich geliebt und zur Verantwortung befähigt. Der verantwortungslose Umgang mit der Schöpfung seit der „kopernikanischen Wende“ hängt ursächlich mit ihr zusammen. Die Exzesse im Umgang mit der Natur begannen erst, als der Mensch sich nicht mehr im Zentrum der Schöpfung vor Gottes Angesicht wähnte.
In der Erzählung „Lenz“ scheint die Verdrehung der heiligen Ordnungen in einem wirren und kranken, verzweifelten und destruktiven Geist auf.
Büchners Lenz aber will genau diese Unterwerfung des Himmels nicht gelingen. Er verbeißt sich darein, gleitet immer wieder ab, findet sich leer vor, und es bleibt ihm das, was unsere moderne Zeit so knapp und zutreffend zeichnet: „Lenz starrte ruhig hinaus, keine Ahnung, kein Drang; nur wuchs eine dumpfe Angst in ihm, je mehr die Gegenstände sich in der Finsternis verloren. (…) Er schien ganz vernünftig, sprach mit den Leuten; er tat Alles wie es die Andern taten, es war aber eine entsetzliche Leere in ihm, er fühlte keine Angst mehr, kein Verlangen; sein Dasein war ihm eine notwendige Last. – So lebte er hin.“

Es stellt sich eine grundsätzliche Frage danach, ob ein Mensch aus der natürlichen sinnlichen Wahrnehmung einfach folgenlos aussteigen kann, ob es ihn nicht zerstören wird. Ich kann die Bedingungen meiner Wahrnehmungsfähigkeit nun einmal nicht sprengen. Die bigotten Zweifler in Brechts „Galilei“ sprechen insofern etwas aus, das man niemals in dieser Weise hätte lächerlich machen dürfen, vor allem nicht nach Texten wie dem „Lenz“, der schon 100 Jahre vor dem „Galilei“ die Folgen ausgemalt hat.
Kopernikus war sich offenbar dieser Problematik doch bewusst, denn er stützte seine Hypothesen nicht auf das Argument, mit Instrumenten sähe man, dass alles umgekehrt sei, sondern er floh in die Mathematik, die alleine den Zugang zur „korrigierten“ Deutung der bisherigen, auf die sinnliche Wahrnehmung gestützten, Weltsicht ermögliche.

Im wesentlichen beruht daher die moderne Kosmologie auf einer Hypothese, die Sinnestäuschungen deklariert, und einem mathematischen Formelgebäude. Diese Flucht in mathematische Berechnungen, die auf die Leugnung der sinnlich wahrgenommenen Position des Menschen im Kosmos begründet werden, die man mit Wahrheit und Wirklichkeit verwechselte, ist das, was Huch als „reines Denken, welches keine Gegenwirkung erfährt“ bezeichnet. Logisch gesprochen mahnt sie hier an, dass solches Berechnen nichts weiter als eine Tautologie ist: man beweist die Wahrheit des eigenen Denkens mit reinem Denken. Nun kann aber reines Denken nie das Wirkliche, sondern allenfalls das Mögliche erfassen und in gar keinem Fall die Wahrheit über die Dinge, die wir außerhalb des Denkens vorfinden. Huch schreibt „Alles Wahre und Wirkliche ist zwischen Gegensätzen.“ Tautologien sind logisch gesehen immer wahr, aber sie können nicht verneint werden, lassen eben keinen Gegensatz mehr zu: „Wenn es regnet, dann regnet es“ ist unwiderlegbar, aber es ist andererseits eine leere Aussage. Ähnlich leer bleibt die moderne Astronomie, die die Verfeinerung ihrer Grundaussagen betreibt, damit aber immer nur auf der tautologischen Ebene bleibt. „Das kopernikanische System ist wahr, weil es wahr ist“… Es ist „wahr“, weil es einen theoretischen oder gar empirischen Einspruch („Gegensatz“) schlicht und einfach ausgeschlossen hat aus der Argumentation und nur solche Gedanken und Schlüsse zulässt, die auf seiner eigenen Prämisse beruhen. Es ist einigermaßen erstaunlich, dass dieser Umstand so gar niemandem in der Branche auffallen will.
Zu den arroganten Bemerkungen des Herrn Kopernikus zur Mathematisierung der Astronomie komme ich später. Jedenfalls war nicht nur Kopernikus, sondern ein Heer von fanatischen Nachfolgern unfähig zu erkennen, dass man mit mathematischen Berechnungen nicht eine äußere Wirklichkeit, sondern allenfalls Möglichkeiten erfassen, erst recht niemals „Wahrheit“ über die unsichtbaren Dinge erforschen kann. Die Wirklichkeit der Dinge lässt sich grundsätzlich nicht durch Berechungen erkennen, sondern ausschließlich durch gesunde Sinne! „Wahrheit“ dagegen kommt entweder im religiösen Bereich aus Offenbarung, im säkularen dagegen immer aus logischen Schlussfolgerungen — nicht aus bloßen Behauptungen!

Die moderne Astronomie mit ihrer Annahme, unsere Sinne täuschten uns, was den Blick in den Himmel betrifft, ist im Bereich der Wissenschaft absurd, ergäbe allenfalls Sinn als göttliche Offenbarung. Nun widerspricht aber — zumindest die christliche — göttliche Offenbarung niemals der Wirklichkeit, die wir sinnlich wahrnehmen! Sie offenbart stets das Unsichtbare, das wir überhaupt nicht sehen oder erschließen können.
Die Frage muss daher zugelassen werden, auf was sich die überraschende Arroganz der neuzeitlichen Astonomen und Kosmologen eigentlich gründet und worauf sie hinaus will? Durch die Behauptung, was wir am Himmel sehen, sei eine Täuschung unserer Sinne, werden normale Menschen außerhalb der Kaste von „Eingeweihten“ ausgeschlossen aus jeder Erkenntnis zur Sache und zu Mündeln der „Offenbarungen“ und Behauptungen der Astronomen. Dies erfüllt im wesentlichen die Kriterien einer Sekte und ist substanziell anti-aufklärerisch. Wissenschaft muss für den normalen Menschen nachvollzieh- und prinzipiell überprüfbar und generell falsifizierbar sein.

Mir scheint, je länger ich darüber nachdenke, dass sie in ihrer Weisheit allesamt zu Narren geworden sind, die ihren eigenen Gespinsten auf den Leim gehen wie Lenz im Gebirg. Dieser erfundene „Sternenhimmel“ ist, wie Huch schreibt, „Menschenwerk“, und stimmt bis heute keineswegs mit den empirischen Erfahrungen und schon gar nicht mit dem gewaltigen Himmelsgewölbe über uns überein, hat aber andererseits keinerlei Offenbarungswert, obwohl es sich bis heute als infallible Offenbarung aufspielt. Die großmäulige Rede des Brechtschen Galilei an seine Gegner fällt auf ihn und seinesgleichen zurück: „Die Kunde daß für unerschütterlich angesehene Lehren ins Wanken gekommen sind“ erschüttert seit der sektierischen Lehre des Kopernikus alle ihre Anhänger, denn niemand ist erbitterter unwillig, die einmal proklamierte Lehre zu revidieren als die Heliozentriker. Was sie andern abfordern, sind sie selbst nicht bereit zu leisten!

Niemand kann empirisch erfahren oder prüfen, dass das Gegenteil dessen, was er sieht, zutrifft, etwa dass die Sonne das Zentrum sei, um das die Erde sich dreht. Es handelt sich hier nicht um ein Vexierbild, das bei einigermaßen langem Anstarren plötzlich kippt und ein zweites, ganz anders Bild in den wahrgenommenen Maßen offenbart, sondern man wird grundsätzlich niemals am Himmel etwas anderes sehen, als das, was die Sinne ermöglichen, und dies erlaubt niemals, eine zentrale Sonne zu sehen und eine bewegte Erde! Den Sinnen ist die Erde fest, während die Sonne wandert. Selbst bei einem Vexierbild könnte niemand behaupten, nur eines der darin erkennbaren Bilder sei wahr, ein anderes dagegen nicht. Im gemalten Bild ist alles wahr, was darauf als Gemaltes zu erkennen ist. Aber es sagt uns nichts über die Wirklichkeit der Gegenstände, die es darstellt außerhalb ihrer Bildhaftigkeit.

Es ist daher völlig gleichgültig, ob manche Berechnungen dem Anschein nach mit dem Erfahrbaren irgendwie korreliert scheinen: das ist kein Beweis von der Wahrheit und Wirklichkeit dieser Korrelation, sondern nur ein Hinweis darauf, dass die Theorie dahingehend verfeinert wurde, dass sie Korrelationen von Sternenkonstellationen und Theorie aufweist. Damit ist aber die Theorie nicht bewiesen, damit hat man noch nichts anders „gesehen“,  sondern es ist nur künstlich eine Korrelation behauptet worden, die wegen der Ungreifbarkeit des Gegenstandes, der sich jedem Experiment entzieht, nicht weiter überprüft werden kann. Sofern es sich dabei um Wissenschaft handeln sollte, können im besten Fall tönerne Füße konstatiert werden.

Wann kam eigentlich die Obsession auf, wir müssten den Himmel, den Kosmos iS einer mechanischen Uhr, eines Apparates, einer Maschine verstehen, deren entfernte Eingeweide wir mithilfe von Fernrohren voyeuristisch beobachten und in die wir sogar hineinsteigen können, indem wir merkwürdige Fahrzeuge konstruieren, die den Wegen des Fernrohrs folgen? Und dies alles ohne zu bedenken, dass wir nicht außen, sondern innen stehen, eine distanzierte Außenschau prinzipiell verwehrt bleibt, und wir alleine schon deswegen unfähig zu objektiver Schau sind? Sicherlich war das bis 15. Jh vorherrschende „geozentrische Weltbild“ ebenfalls extrem mechanistisch, aber auch begrenzt erdacht. Der jesuitische Universalgelehrte und Anhänger der (geozentrischen) Kosmologie Tycho Brahes Athanasius Kircher prägte im 17. Jh den Satz "Numerus est regula et norma omnium" (in:  "Musurgia universalis" von 1650). Es ist auch Kircher, der sich in "Iter exstaticum coeleste" 1656 eine begleitete Raumfahrt ausdenkt, bei der er den Mond, die Sonne und Wandelsterne besucht und sich das Firmament erklären lässt.
Mir entsteht dabei der Eindruck, dass durch dieses geozentrische, ptolemäische Vorgängermodell überhaupt erst das mechanistische Denken aufkam, sich immer mehr im Sinne einer "prästabilierten Harmonie" verdichtete, und die „kopernikanische Wende“ weniger „Wende“ als radikale, aber in einem hochfahrenden Gestus die ins Unendliche verlängerte Fortsetzung dieses falschen, mechanistischen Ansatzes war und ist. Es ging gar nicht zentral um die Position der Erde im Kosmos, sondern darum, diesen Kosmos unendlich zu denken, wie dies konsequent und ebenfalls radikal Giordano Bruno tat. Dass innerhalb der „ptolemäischen“ Himmelsmechanik Unstimmigkeiten auftraten, führte weder Kopernikus noch sonst einen Heliozentriker zu einem Zweifel an dieser mechanistischen Auffassung, sondern wollte das unstimmige Konzept durch ein stimmigeres ersetzen, was allerdings nicht gelungen ist. Man kann in beiden Modellen relativ gut rechnen, im älteren in manchen Punkten sogar präziser. Daher wird heute nach wie in vielen Berechnungen der geozentrische Standpunkt eingenommen.[3]

Die absurde Szene in einem Film von Charlie Chaplin, in der er als Arbeiter im Getriebe einer Maschine verschwindet, durch deren Zahnrad-Windungen hindurchmanövriert wird und am Ende — rückwärts — wieder herauskommt, längst selbst in ein maschinell-mechanisches Bewegungsmuster gebannt, ist verwandt mit der Vorstellung, es könne eine „Raumfahrt“ geben.[4] Raumfahrt bedeutet, dass man in dieser riesigen All-Uhr herumfahren kann. Anders als in Chaplins Maschine sind die Zwischenräume des All-Getriebes größer, viel größer und nicht durch Zahnräder, sondern durch die mysteriöse Kraft der „Gravitation“ aneinander gebunden.[5] Diese gedachte Riesenhaftigkeit gibt uns die Suggestion ein, es gehe gar nicht um eine Mechanik, sondern unendliche, „kosmische“, oder gar „sphärische“ Freiheit und Formlosigkeit, trotz einer zugrunde liegenden, starren, in „Arbeit“ befindlichen Form. Die Vorstellung, dass ein paar Menschen in einer „Raumkapsel“ sitzen und in den unüberschaubaren Wüsteneien des kosmischen Vakuums und in vollkommener Finsternis dieses Fahrzeug navigieren, als befänden sie sich auf oder sogar in einem Ozean, wirkt bei genauerem Hinsehen schief: der Nautiker benötigt den Himmel über sich, feste Punkte, wie den Nordstern, die Venus, den Sirius oder den Leitstern der Plejaden als „stella maris“, als Orientierung, um nicht völlig in der Irre zu landen. Woran orientiert sich ein Astro-Nautiker? Hat er eine „stella coeli“? Oder stehen in diesem All Wegweiser, gibt es ein „Navi“ von der Erde aus gefunkt, nur: wie funktioniert das Funken bei solchen Entfernungen, wo doch Funkwellen nur eine sehr begrenzte Reichweite haben?! Selbst Wikipedia muss unumwunden zugeben, dass solche Reichweiten von Funksignalen äußerst klein sind und selbst auf der Erdoberfläche kaum störungsfrei im freien Raum funktionieren, geschweige denn in höheren Atmosphäreschichten, die sie irgendwann absorbieren, dämpfen, verzerren und depolarisieren. Wie bitteschön will man Hunderttausende von Kilometern draußen im All, zB vom Mond oder Mars aus, gestochen scharfe Bilder von diesem oder jenem zur Erde „senden“?! Und wenn das All so wäre, wie man es behauptet, wie schafft man es überhaupt, dort irgendwo sicher zu „landen“ und vor allem wieder zielsicher zurückzukommen auf die Erde? Und wie man mit hochsensiblen fotografischen Apparaten im „All“ oder auf dem Mond oder Mars mit seinen belastenden Umgebungsbedingungen, angefangen beim Hochvakuum und aufgehört bei irrsinnig niedrigen oder aber auch hohen Atmosphären-Temperaturen überhaupt noch fotografieren können will, hat mir bislang auch niemand plausibel und ohne blumig-dreiste Lügen erklären können.

In schauderhaften Weiten eines unendlichen Maschineninneren fühlen wir uns verloren, klein und gestaltlos, erleben uns aber andererseits als Götter, weil wir diese unendliche Weite ausgedacht haben, dabei mathematisch tatsächlich ins Paradoxe und damit Transzendente vorstoßen. Der dem Anschein nach auf mathematischem Formalismus beruhende Himmel führt in seiner unendlichen „Ausdehnung“ am Ende in dieselben Paradoxien („Paralleluniversen“), in die die Mathematik des Unendlichen den Mathematiker Georg Cantor schließlich ins Über-Unendliche geführt hat.
Im Paradox scheint die Grenze des Denkbaren auf, aber wir erkennen gerade sie — wie der Narr im Sprichwort „Dummheit und Stolz: auf einem Holz“ — in der Kosmologie nicht an. In der unendlich gedachten kosmischen Welt mit ihrer Mechanik haben wir die Entgrenzung unseres eigenen Denkens proklamiert, ohne zu begreifen, dass alles Mechanische oder mechanisch Gedachte ein förmlicher Gegenbegriff zu jeder Über-Unendlichkeit ist. Über-Unendliches oder gar Ewiges entzieht sich trotz formellen und mechanischen Denkbeginns jeder Mechanik und beginnt erst jenseits des Mechanischen und Formalisierten. Genau dorthin aber können wir mit diesen formellen Mitteln nicht mehr hindenken.

Spätestens bei diesen Gedanken dämmert auf, dass das neuzeitliche Weltbild so abstrus wie größenwahnsinnig, so idiotisch und kindisch wie deprimierend und engstirnig ist. Die menschliche Intelligenz ermöglicht einen distanzierten Blick auf jegliche Hypothese oder Meinung, verweigert sich der Totalvereinnahmung durch eine vom menschlichen Geist behauptete Realität. Der vernünftige Geist hört niemals auf zu prüfen, bezweifelt dem Prinzip nach alles, was Menschen je gedacht haben, stellt unentwegt die Frage: „Ist es wirklich so, wie wir dachten, wie wir es gesagt bekommen haben?“ oder: „Was nehmen wir denn wirklich wahr?“
Vor nichts hat dieses Fragen Halt gemacht.
Nur eine Sache wurde immer mehr verhärtet und in den Bereich des Unbezweifelbaren gerückt: die Annahme, das kopernikanische System sei die einzig wahre und wirkliche Basis für jedes weitere kosmologische oder astronomische Nachdenken.
So stolz wir waren, das angeblich so verkehrte und irrige Weltbild der Alten überwunden zu haben, weil die permanente Modernisierung und Überholung der Paradigmen einen evolutionären Prozess der Erkenntnis, Wissenschaft und Höherentwicklung der Menschheit garantiere, so sehr lügen wir uns über unseren Zustand etwas in die Tasche:

Wir entwickeln iS echter Paradigmenwechsel tatsächlich seit 500 Jahren fast gar nichts mehr weiter. Wir sind erstarrt in einem mechanistischen Denken. Und wir haben innerhalb dieser mechanistischen Weltauffassung alle darin möglichen „Revolutionen“, alle „Umschwünge“ vollzogen. Wir sind am Ende. Es geht nicht mehr weiter. Wir haben unsere Möglichkeiten im Bereich des Mechanistischen ausgeschöpft, wie es aussieht.
Das Ende der Wissenschaft wurde seit ca. 100 Jahren durch einen sanften und unmerklichen Übergang in die Wissenschaftsfiktion, die „Science-fiction“ übertüncht.
Faktisch leben wir nach wie vor inmitten der Maschinen, die schon seit Jahrhunderten existieren und haben deren dominante Realität zwar verfeinert, aber niemals überschritten, vor allem aber verlängert ins Phantastische.
In unseren zeitgenössischen Märchen, Mythen und Fiktionen ist und bleibt alles maschinell aufgefasst, selbst das Magische und Geistige, und die Vorstellung, dass der Kosmos völlig anders ist, als man es uns von Kindheit an eintrichtert, treibt uns zu heftiger, fanatischer Abwehr, die sich psychologisch schwer spontan verstehen lässt:

Warum löst es solche Aggressionen aus, wenn Menschen bezweifeln, dass die Erde eine Kugel ist und es ein unendlich großes „All“ gibt, in dem weitere Kugeln in einem Vakuum wie auf einem Kinderkarusell oder Murmelbahnen umeinandersausen, und dies alles selbstverständlich in einem irrsinnigen Tempo? Warum erträgt der postmoderne Mensch den Gedanken nicht, dass es weder diese Erdkugel noch dieses mechanistisch verstandene All geben könnte und manche Vorstellung der ganz Alten vor und jenseits des Hellenismus vielleicht doch näher an der Wirklichkeit ist?

Warum hat er keinerlei Hemmungen, die Existenz Gottes zu bezweifeln, beißt sich aber mit Zähnen und Klauen am kopernikanisch-heliozentrischen Weltsystem fest?!
Und warum hat auch Youtube im Rahmen seiner neuesten Zensurmethoden und Index-Attitüden neben politisch nicht korrekten oder besser gesagt kritischen und vermutlich tatsächlich wahrheitsnahen Kanälen auch solche ins Visier genommen, die etwa für ein Flatearth-Modell argumentieren?[6] Wer hat eigentlich etwas zu verlieren, wenn Menschen nicht mehr an das kopernikanische System glauben? Warum schießt man mit Kanonen auf vermeintliche Spatzen?
Und warum sind viele in der Trutherszene so verblendet, dass sie sich ungeprüft einreden lassen und unhinterfragt nachplappern, die Flatearth-Bewegung sei absichtlich zur Lächerlichmachung der gesamten Wahrheitsbewegung implementiert worden und helfen mit, den Kosmoswahn zum unhinterfragbaren Dogma zu betonieren?
Befürchtet der postmoderne Mensch, nachdem er nun jahrhundertelang alle anderen Paradigmen abgestoßen hat wie Ballast und aufgestiegen ist in seine enge, totalitäre Fiktion von „Wissenschaft“, eine reine Tautologie, im kosmo-gigantischen Maßstab freilich, er könnte sich nicht nur auf dem Scherbenhaufen seiner Irrtümer befinden, sondern dabei auch noch nackter und ärmer, leerer und entmenschter sein als jede Generation vor ihm?
Warum dieser Hass, diese Abwehr gegen all jene, die bezweifeln, dass der Kosmos so ist, wie man ihn uns vor Augen stellt?

Auf die zahlreichen, selbst innerhalb des mechanistisch-physikalischen Denkens vorliegenden Widersprüche und Absurditäten der dogmatischen Kosmologie habe ich teilweise in den vorigen Aufsätzen hingewiesen, teils tun dies kompetent andere Zweifler. Angefangen bei der angeblichen Erdkrümmung, die rechnerisch nicht übereinstimmt mit der Wirklichkeitserfahrung, die jeder einfache Mensch selbst prüfen könnte, wenn er den Mut dazu hätte, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, und aufgehört bei Fragen, die niemand beantworten kann, etwa die, wie eigentlich die angebliche „Gravitation“ bzw „Anziehung von Massen“, eine Kraft, die die Züge der Zentripetalkraft einerseits und des Magnetismus andererseits zu vereinen scheint, sich bei dem behaupteten irrsinnigen Tempo der Himmelskörperbewegungen vollziehen können soll, ohne dass die Fliehkräfte aufgrund der mechanisch unverbundenen Beziehung der Körper (es existieren keine Ketten oder Seile, die sie materiell verbinden) immer überlegen blieben? Jedes in Drehung befindliche Kinderkettenkarussell überwindet sichtbar die Kraft dieser angeblichen „Gravitation“. Im ptolemäischen Modell glaubte man, die rotierenden Körper befänden sich auf durchsichtigen Kugelschalen und blieben deshalb auf ihrer „Bahn“. Die kopernikanische Wende musste nun ohne Kugelschalen begründen, warum diese Rotationen stabil stattfinden.
Die Gondeln bleiben im Karussell nicht wegen einer „Gravitation“, die es auf sie ausübt, zentripetal um den Mittelpunkt geordnet, sondern wegen der Ketten. Löste man die Ketten, flögen die Gondeln linear und tangential zum Flugkreis davon. Dass sie irgendwann wieder zu Boden fallen würden, liegt wiederum nicht an der „Gravitation“ vom Erdmittelpunkt aus, sondern schlicht daran, dass sie schwerer als Luft sind. Wären sie leichter als die Luft, flögen sie in den Himmel davon, solange, bis sie in dünnere Luftschichten kämen, in denen sich wieder die Schwere der Gondel bemerkbar machen würde, „Gravitation“ hin oder her! Wir erleben ebenso, dass Dinge, die leichter als Wasser sind, niemals ohne Deformation oder Beschwerung absinken, sondern auf der Wasseroberfläche schwimmen — keine „Gravitation“ der Welt hätte je die Kraft sie weiter an den Boden des Gewässers zu ziehen. Die Idee einer „Gravitation“ ergibt im empirischen Erfahrungsbereich keinerlei Sinn, weil sie permanent in willkürlich-unberechenbarer Stärke auftreten müsste, was nicht nur das mechanistische Denken, sondern auch den gesunden Hausverstand sprengt: „Gravitation“ als hin und her leckende, züngelnde Kraft, die mal mehr mal weniger Druck ausübt auf die Körper, die sie an sich ziehen will…

In diesem Erfahrungsbereich genügte der Begriff der Schwere, der nicht mit einer behaupteten „Anziehung“ vonseiten anderer Körper her vermengt wird.
Dass die „Schwere“ dabei tatsächlich nach wie vor ein Mysterium ist und bleibt, nicht anders als das Licht, steht mir vor Augen.
Im All, als Hochvakuum konzipiert, würden unsere von den Ketten gelösten Karussellgondeln einfach davontaumeln. Im künstlich auf der Erde erzeugten Vakuum würden sie so schnell abwärts sinken müssen wie jeder andere, — auch erheblich leichtere — Gegenstand. Im All behauptet man Schwerelosigkeit, aber wissen wir das wirklich? Nur weil der nächste attraktive Körper zu weit weg ist, bleibt unsere Gondel „schwerelos“? Das glaube ich erst, wenn man es mir eindeutig und unzweifelhaft im Experiment „vor Ort“ zeigen kann. Aber wir wissen, dass genau dies unmöglich ist und bleibt!
Wo ist im All Oben und Unten? Es gäbe für die Gondel jedenfalls keinerlei Grund, zurückzukommen zu ihrem Karussell, da die Verbindung zwischen Karussell und Gondel alleine aufgrund der Kette bestand.
Die Frage nach der Schwere der Dinge bzw der Erfahrung, dass sie nach unten fallen, könnte auch mit anderen Erklärungsansätzen beantwortet werden, etwa den inzwischen ebenfalls verdrängten und lächerlich gemachten Äthertheorien, die noch bis ins 20. Jh immer wieder neu durchdacht wurden.[7] Unterscheidungen zwischen „Masse“ (Trägheit eines Körpers) und „Gewicht“ (Anziehungsstärke eins Körpers durch die behauptete Gravitation) wurden erst dann notwendig, als man sich das Kosmosmodell ausgedacht hatte, von dem wir gelehrt bekommen, dass es infallibel und niemals mehr falsifizierbar sei. Schaut man einmal nicht durch diese Brille, sehen wir nur, dass Körper unter bestimmten umgebenden Bedingungen „Schwere“ aufweisen. Alle komplizierten Überlegungen, die folgten, bauen bereits auf den Prämissen der modernen Kosmologie auf, bewegen sich im Rahmen des vorgegebenen Modells, folgen also nicht empirischen Phänomenen, sondern Theorien.

Die Frage, warum eigentlich das Karussellzentrum sich dreht, wäre damit ebenfalls nicht beantwortet, und ein Jesuitenpater namens Georges Lemaître hat der Welt zu Beginn des 20. Jh erklärt, dass dieses In-Bewegung-gesetzt-Sein der Kugeln im Kosmos Folge eines angeblichen „Urknalls“ sei. Mit einem gewaltigen Stoß wurde ein Anfangsetwas von einem gigantischen Queue angestoßen, und seither driften die Teilchen auseinander. Die rein philosophische Behauptung, es handle sich dabei über kurz oder lang immer um Kugeln, wusste man wiederum mit der „Gravitation“ zu erklären. Kopernikus gab — selbstentlarvend — kund:

„… Ich bin wenigstens der Ansicht, dass die Schwere nichts Anderes ist, als ein von der göttlichen Vorsehung des Weltenmeisters den Theilen eingepflanztes, natürliches Streben, vermöge dessen sie dadurch, dass sie sich zur Form einer Kugel zusammenschließen, ihre Einheit und Ganzheit bilden. Und es ist anzunehmen, dass diese Neigung auch der Sonne, dem Monde und den übrigen Planeten innewohnt …“[8]

Es ist allzu leicht erkennbar, dass hier einer eine reine Hypothese ohne jeden weiteren Beweis aufstellt und für bare Münze nimmt: sein Gott soll es angeblich so den Dingen „eingepflanzt“ haben. In Wahrheit hat Kopernikus es samt einigen antiken Philosophen den Dingen so eingepflanzt, ob sie wollen oder nicht.
Die Forscher, auf die man meint, sich heute alleine beziehen zu sollen, haben allesamt auf diesen Hypothesen aufgebaut, ohne je einen Beweis dafür zu liefern, dass ihre Prämissen überhaupt zutreffen. Empirische Anschauung gibt es dazu aufgrund der überdimensionalen Maße, in denen hier gedacht wird, nicht.

Wir wissen, dass es noch niemals gelungen ist, ein echtes Perpetuum mobile zu bauen, und die Frage, warum diese angeblichen, „eingepflanzten“ Bewegungen der Dinge sich nicht irgendwann wieder erledigen, in einen Ruhezustand münden, wird nicht beantwortet, sondern unter Verweis auf gigantische und unüberblickbare Zeiträume schlicht umgangen. Die Urknalltheorie ist nichts weiter als eine faule, aber dreist-elefantöse Ausrede. Man erzählt uns etwas von Jahrmillionen, in denen sich das Universum angeblich ausdehnt und irgendwann wieder zusammenzieht oder auch nicht. Der menschlichen Phantasie ist gewiss keine Grenze gesetzt.

Warum also sollten in rasendem Flug und gleichzeitigen Mehrfachrotationen Himmelskugeln überhaupt beieinander bleiben und nicht weggeschossen werden durch die gewaltigen Kräfte, die sich aus ihrem Tempo und ihren Rotationen ergeben?
Wir glauben im Ernst, wir könnten mit einer lächerlichen Rakete oder einem „Raumschiff“ aus dem „Anziehungsbereich“ der Erde hinausgelangen, glauben aber zugleich, die ungleich viel größeren mechanischen Kräfte der behaupteten Rotationen könnten trotzdem die Planeten und ihre Trabanten, die Sonnen und ihre Systeme nicht auseinandertreiben. Bis heute kann niemand erklären, warum die angebliche „Anziehungskraft“ der Sonne auf die Erde letztere zwar mit einer gewaltigen Macht auf einer Umlaufbahn halten kann, zugleich aber zu schwach ist, die gasförmigen und flüssigen Dinge auf der und um die Erde herum „abzusaugen“. Diese Anziehungskraft müsste die Erde langsam, aber sicher, „auseinandernehmen“, erst die leichten, dann die schwereren, schließlich die schweren und miteinander verbundenen Dinge abteilen und zu sich ziehen. Da die Erde nicht aus einem Guss ist und viele ihrer Elemente und materiellen Dinge nur locker aufeinandergesetzt sind, wäre dies die unweigerliche Folge der behaupteten Anziehungskraft der Sonne, gegen die die Erdanziehung selbst nicht ankommen könnte. Man will uns freilich weismachen, die Anziehungskraft der Sonne und die der Erde wögen sich gewissermaßen, was die flüchtige, gasförmige und sich frei ins All ausdünnenden Atmosphärenschichten und freistehende Gegenstände auf der Erde betrifft, auf. Man präsentiert uns mystische Gleichungen mit griechischen Zeichen und schüchtert den gesunden Hausverstand ein, den man zugleich vom täglichen Blick in den Nachthimmel so sehr entwöhnt, dass die meisten Menschen der westlichen Welt keinerlei sinnliche Beziehung zum bestirnten Himmel mehr haben und ihn vollkommen ausgetauscht haben durch künstliche Beleuchtung einerseits und NASA-Simulationen andererseits. Nur noch in fernab liegenden ländlichen Gegenden kann man einen echten Nachthimmel bestaunen. Der postmoderne Mensch ist außerstande, das, was man ihm über den Kosmos daherfabuliert noch mit einer eigenen Wahrnehmung abzugleichen.
Die Tatsache einer Sicht auf die nächtliche Welt und ihren Himmel durch künstliche Beleuchtung, scheint dagegen fast wie ein Sinnbild der Überblendung der Natur durch ein mechanistisches Konstrukt von Natur zu sein.
Und überhaupt: warum führt die „Anziehungskraft“ von Himmelskörpern nicht dazu, dass Gegenstände immer näher zu ihnen gezogen werden, bis sie auf ihnen „landen“? Warum gibt es einen Annäherungsgrad, der die Anziehung beendet und den kleineren Gegenstand dazu zwingt, ab sofort, aus der linearen Annäherung in eine stabile „Umlaufbahn“ einzumünden? Man kann diese Behauptungen, die mit blumigen Erklärungen gerne reich aufgeschäumt werden, nicht in einem einzigen physikalischen Experiment darstellen!

Die hartnäckig vertretenen, angeblich wissenschaftlichen und unbezweifelbaren Legenden über den Kosmos sprengen jedoch alltägliche Erfahrung und Rechnung, sobald einer sich die Mühe eigenständiger Blicke in die Höhe und unabhängiger Gedanken dazu erlaubt.
Diese Tatsache ist so einfach, wie sie erbittert ausgeblendet und lächerlich gemacht wird, sobald einer sie benennt. Die mehr manipulative und rhetorische als vernünftige Strategie, das kopernikanische und heliozentrische Kosmosmodell durchzusetzen, begann schon mit der arroganten Art und Weise, mit der Kopernikus jeden, der ihm widersprach, ad personam niedermachte. Diese unzivilisierte Art und Weise beschrieb ohne weiteren Kommentar, aber entlarvend auch Alexander von Humboldt, den ich hier etwas länger zitieren will:

„Es ist eine irrige und leider! noch in neuerer Zeit sehr verbreitete Meinung, daß Copernicus aus Furchtsamkeit und in der Besorgniß priesterlicher Verfolgung die planetarische Bewegung der Erde und die Stellung der Sonne im Centrum des ganzen Planetensystems als eine bloße Hypothese vorgetragen habe: welche den astronomischen Zweck erfülle die Bahn der Himmelskörper bequem der Rechnung zu unterwerfen, »aber weder wahr noch auch nur wahrscheinlich zu sein brauche«. Allerdings liest man diese seltsamen Worte in dem anonymen Vorbericht, mit dem des Copernicus Werk anhebt und der de Hypothesibus hujus operis überschrieben ist; sie enthalten aber Aeußerungen, welche, dem Copernicus ganz fremd, in geradem Widerspruch mit seiner Zueignung an den Pabst Paul III stehen. Der Verfasser des Vorberichts ist, wie Gassendi in seinem Leben des großen Mannes auf das bestimmteste sagt, ein damals in Nürnberg lebender Mathematiker, Andreas Osiander: der mit Schoner den Druck des Buches de Revolutionibus besorgte und, ob er gleich keines biblischen Scrupels ausdrücklich Erwähnung thut, es doch für rathsam hielt die neuen Ansichten eine Hypothese und nicht, wie Copernicus, eine erwiesene Wahrheit zu nennen.
Der Gründer unseres jetzigen Weltsystems (…) war durch seinen Muth und die Zuversicht, mit welcher er auftrat, fast noch ausgezeichneter als durch sein Wissen. Er verdiente in hohem Grade das schöne Lob, das ihm Kepler giebt, wenn er ihn in der Einleitung zu den Rudolphinischen Tafeln »den Mann freien Geistes« nennt; » vir fuit maximo ingeno et, quod in hoc exercitio (in der Bekämpfung der Vorurtheile) magni momenti est, animo liber.« Da, wo Copernicus in der Zueignung an den Pabst die Entstehung seines Werkes schildert, steht er nicht an, die auch unter den Theologen allgemein verbreitete Meinung von der Unbeweglichkeit und der Centralstellung der Erde ein »absurdes acroama« zu nennen und die Stupidität derer anzugreifen, welche einem so irrigen Glauben anhingen. »Wenn etwa leere Schwätzer (ματαιολόγοι), alles mathematischen Wissens unkundig, sich doch ein Urtheil über sein Werk anmaßen wollten durch absichtliche Verdrehung irgend einer Stelle der heiligen Schrift ( propter aliquem locum scripturae male ad suum propositum detortum), so werde er einen solchen verwegenen Angriff verachten! Es sei ja weltbekannt, daß der berühmte Lactantius, den man freilich nicht zu den Mathematikern zählen könne, recht kindisch ( pueriliter) von der Gestalt der Erde gesprochen und diejenigen verhöhnt habe, welche sie für kugelförmig halten. Ueber mathematische Gegenstände dürfe man nur für Mathematiker schreiben. Um zu beweisen, daß er, von der Richtigkeit seiner Resultate tief durchdrungen, kein Urtheil zu scheuen habe, wende er sich aus einem fernen Erdwinkel an das Oberhaupt der Kirche: auf daß es ihn vor dem Biß der Verläumder schütze, da die Kirche selbst von seinen Untersuchungen über die Jahreslänge und Mondbewegungen Vortheil ziehen werde.« Astrologie und Calender-Verbesserung verschafften der Sternkunde lange allein Schutz bei der weltlichen und geistlichen Macht, wie Chemie und Botanik zuerst nur der Arzneimittellehre dienten.
Die kräftige, aus der innersten Ueberzeugung hervorbrechende, freie Sprache des Copernicus widerlegt hinlänglich die alte Behauptung: er habe das System, das seinen unsterblichen Namen führt, als eine dem rechnenden Astronomen bequeme Hypothese; als eine solche, die wohl auch unbegründet sein könne, vorgetragen. »Durch keine andere Anordnung«, sagt er begeistert, »habe ich eine so bewundernswürdige Symmetrie des Universums, eine so harmonische Verbindung der Bahnen finden können, als da ich die Weltleuchte ( lucernam mundi), die Sonne, die ganze Familie kreisender Gestirne lenkend ( circumagentem gubernans astrorum familiam), wie in die Mitte des schönen Naturtempels auf einen königlichen Thron gesetzt.  Auch die Idee von der allgemeinen Schwere oder Anziehung (appetentia quaedam naturalis partibus indita) gegen den Welt-Mittelpunkt ( centrum mundi), die Sonne, aus der Schwerkraft in kugelförmigen Körpern geschlossen, scheint dem großen Manne vorgeschwebt zu haben: wie eine denkwürdige Stelle des 9ten Capitels im ersten Buche der Revolutionen beweist.“[9]

Humboldt drückt sich fein aus, aber es kommt deutlich ein Zweifel zum Ausdruck über den Mann, der „mehr Mut und Zuversicht als Wissen“ gehabt habe… Dies ist umso bedeutsamer, als uns eine Aussage Humboldts überliefert ist, die vollends den tiefen Zweifel des Naturforschers über das neuere astronomische Weltbild beweist, den er aber im fanatischen Klima bezüglich der Kosmologie nicht wagte, öffentlich auszusprechen:

„Das habe ich auch längst gewußt, daß wir noch keinen Beweis für das copernikanische System haben, aber es als Erster anzugreifen, würde ich nie wagen. Stoßen Sie nicht in dieses Wespennest; Sie werden sich nur den Hohn der urtheilslosen Masse zuziehen. Erhebt sich einmal ein Astronom von Namen gegen die heutige Anschauung, so werde auch ich meine Beobachtungen mittheilen, aber als Erster gegen Ansichten aufzutreten, die der Welt lieb geworden sind, verspüre ich nicht den Muth.“[10]

Die Zweifler verstummten allerdings niemals vollkommen. Bis weit ins 19. und 20. Jh hinein meldeten sie sich zu Wort und erhielten Zuspruch von vielen Geistesgrößen ihrer Zeit.
Die objektive Fragwürdigkeit des modernen Modells wurde aufgrund ihrer rechnerischen und physikalischen Unstimmigkeiten im 19. Jh von Dr. Carl Schöpff in Vorlesungen benannt.[11] Heute stellt man den Autor als Autor obskurer Horrorgeschichten dar, der in jedem Fall keine Kompetenz gehabt haben kann, sich zu den Thematik sachlich vernünftig zu äußern.[12] Es lohnt sich jedoch, seine Schriften zum Thema zu lesen.
Unser Eingangszitat von Ricarda Huch aus dem Jahr 1922 hält uns vor Augen, dass noch vor weniger als 100 Jahren die größten Köpfe ihrer Zeit sehr wohl erfassten, dass die „wissenschaftliche“ Astronomie tautologisch in der Natur nur das durch „Berechnungen“ das wiederentdeckt, was sie zuvor in sie hineinprojiziert hat.
Es müsste einleuchten, dass der Himmel über uns überhaupt nicht wissenschaftlich erkennbar ist, sondern ungestraft und leicht zu missbrauchende Projektionsfläche von Spekulationen, tautologischen Berechnungen und Phantastereien ist.
Faktum ist und bleibt:
Ob mit oder ohne Teleskope welcher Stärke auch immer, wir sehen nichts außer Lichtphänomenen, die sich über unserer Standfläche mit einem räumlichen Anschein drehen. Weder wissen wir, was das für Lichter sind, woher genau sie stammen, warum sie leuchten, warum sie ihre Bahnen ziehen und in welche Tiefen hinein sie gruppiert sind und ob sich das, was wir sehen, überhaupt so verstehen lässt und nicht auf Gründen beruht, von denen wir nichts wissen. Es gäbe dafür tausend andere Erklärungsideen, aber man hat sich auf eine, die noch dazu so sehr hinkt, versteift, verweigert ein Vorwärtskommen in der Frage und versteigt sich in immer fantastischere Behauptungen, tritt aber tatsächlich seit Jahrzehnten auf der Stelle, nachdem die in den späten Sechzigern des 20. Jh inszenierte Mondlandung der USA bereits bis in Einzelheiten hinein ziemlich genau in den Jahren 1953 („Objectif lune“) und 1954 („On a marché sur la lune“) bei Hergés „Tim und Struppi“ („Tintin“) als Comic beschrieben worden war. Trotz großartiger Ankündigungen und gigantischer Haushalte für die NASA scheint es bei der Mondmission geblieben zu sein, und dies immer unglaubwürdiger. Die „Raumsonden“ und „Raumstationen“ können schlichte stationäre, zB an Ballons aufgehängte Satellitensyteme in hoher Höhe sein — niemand von uns kann es prüfen, aber es ist in jedem Fall möglich und nicht ausgeschlossen. Die immer wieder selben, „spacigen“ Fotomontagen von Satelliten mit ausladenden Sonnenkollektoren sind keine echten Fotos oder Filme, sondern Animationen, und jeder müsste das auch sofort erkennen können, so schlecht und fantasielos sind sie zusammengestoppelt. Es ist heute kein Problem mehr, solche Montagen in gängigen Bildbearbeitungsprogrammen zu entlarven.[13]

Warum wird die Frage, wieso dieses Thema eigentlich dermaßen wichtig ist, dass es solche Abwehrreaktionen auslöst, mit einem so erbitterten Tabu belegt?
Warum sollte dieses kopernikanische System niemals falsifizierbar sein, wo doch sonst alles als falsifizierbar gilt?
Warum wird es so angesehen, als habe Gott es vor 500 Jahren ein paar Propheten eingegeben und befohlen, man dürfe es niemals mehr und um keinen Preis je prüfen oder gar ablehnen? Und warum krallt sich das Volk daran fest wie an einer Droge?
Was hängt an diesem Modell?
Cui bono?
Ganz offenkundig meinen die, die der ganzen Menschheit dieses Modell aufzwingen, dass es grundlegend für die kollektive Bewusstseinsbildung sei und ein System des Fühlens und Denkens stabil halten soll, das denjenigen, die es so vehement und diktatorisch vertreten, es als dringende Grundlage für ihre herrschsüchtigen Pläne benötigen.
Das sollte einen erst recht störrisch machen und in Distanz halten zu all dem NASA-Hokuspokus, der im Chor der weltweiten „Weltraumbehörden“ den Ton angibt, dabei aber seit Jahrzehnten nur große Töne spuckt und keinerlei handfeste Ergebnisse vorzuweisen vermag. Nach der medial groß angelegten Inszenierung angeblicher Mondlandungen ist praktisch nichts mehr passiert. Das großmäulige Geschwätz damaliger Machtträger wirkt nach einem halben Jahrhundert Stillstand abgestanden, größenwahnsinnig und lächerlich, und es wird immer wieder erkennbar, dass es offenbar schon damals peinlich wirken konnte:

„Der Mensch, dieses Geschöpf Gottes, offenbart sich uns – noch mehr als der geheimnisvolle Mond, im Mittelpunkt dieses Unternehmens. Er offenbart sich uns als Riese. Er offenbart sich uns als göttlich, nicht an sich, sondern in seinem Anfang und in seiner Bestimmung. Ehre dem Menschen, Ehre seiner Würde, seinem Geist, seinem Leben!“ (Paul VI., Angelus am 13. Juli 1969)

Ein einfacher Gärtner hatte am Tag der Landung am 21. Juli 1969 zum späteren Kardinal Schönborn lachend gesagt:

„Glaubt doch nicht den Medien!"

Um die Stimmung anzuheizen und die Menschen moralisch dazu zu bewegen, an die künftige Mondlandung zu glauben, hatte Paul VI. beim selben Angelus gesagt:

„Wissenschaft und Technik manifestieren sich hier auf eine so unvergleichliche, komplexe und mutige Weise, dass sie einen Höhepunkt ihrer Eroberungen erreichen und andere ahnen lassen, von denen heute selbst die Phantasie noch nicht träumen kann. Und was am überraschendsten ist, ist zu sehen, dass dies keine Träume sind. Science Fiction wird Realität!“[14]

Warum wird es als bewusstseins- und systemstabilisierend angenommen?
Eines ist klar: Wenn dieses System eines Tages nicht mehr die Basis unseres Selbstverständnisses wäre, müssten viele andere Meinungen und postmoderne Dogmen ebenfalls fallen, v.a. das einer mechanistischen Auffassung der gesamten Welt und des Lebens. Nicht zuletzt ist diese Kosmologie die Basis der Evolutionstheorie und all ihrer Deviationen im Bereich der Geisteswissenschaften.

Mit vollem Recht schrieb der Herausgeber in seinem Vorwort zu „Die Widersprüche in der Astronomie“ 1869:

„Man hat aus Beobachtungen Theorien abstrahirt, welche die Beobachtung erklären sollen, aber in der That gar nichts erklären, weil die Beobachtung die Theorie bestätigen soll, und mithin gedeutet und präparirt wird, wie sie für die Theorie brauchbar ist. Man hat die Mechanik als eine abstrakte Wissenschaft in die Astronomie eingeführt, ohne im mindesten zu prüfen, ob man denn wirklich am Himmel mit Mechanik und mechanischen Gesetzen zu thun hat.[15]

Gewiss erinnert die Drehung des gesamten Sternehimmels an das Spiel eines Horologiums, an ein Wetterhäuschen, an das Ineinander von Kugelschalen, wie auch immer. Und als Sinnbild mag man solche „Systeme“ spielerisch nachbilden. Ob es sich aber überhaupt um uns bekannte materielle Vorgänge handelt und ob wir sie überhaupt zur Gänze wahrnehmen können, wissen wir nicht und können wir nicht wissen.
Wir sind angewiesen auf den sich drehenden Sternenhimmel, um Zeit und Orientierung im Raum zu gewährleisten, und nicht anders wurde der Himmel von alters her natürlicherweise aufgefasst, „genutzt“ und respektiert in seinem Geheimnis.
In der alten Überzeugung, es gebe das „Oben“ (Himmel) als Sitz der Götter, die Erde als Sitz des Menschen und das „Unten“ als Ort des Todes, spiegelte sich das Wissen um das Mysterium da oben über unseren Köpfen, das eine Zwischenzone bildet zwischen der Physis und einer geistigen und lichtvollen Welt, in der die mechanisch aufgefassten „Naturgesetze“ weder gelten noch überhaupt irgendeine Bedeutung haben können. Überirdische Ordnung kann per definitionem keinen irdischen Gesetzen folgen, und letztere gehören eher der Unterwelt an als der Erde selbst. Echte und makellose Vitalität ist so sehr real, dass jede Rede von mechanischen „Gesetzen“ den, der sie so herabwürdigt, zu Fall bringt und in die Unterwelt treibt, eine Welt, die er sich selbst mechanistisch als „Himmel“ kreiert hat.
Die kindische Welt des kopernikanischen „Weltraumes“ ähnelt jedenfalls mehr eine Hölle als einem Himmel, ist finster, leer und kalt und beschäftigt nun seit einem halben Jahrtausend Heerscharen von „Wissenschaftlern“, die man so abgerichtet hat, dass sie ihr ganzes Leben lang nur tautologische Berechungen anstellen und sich in den Gespinsten ihrer eigenen, niemals realisierten Erfindungen verstrickt haben und geistig so geschwächt werden, dass sie diesen einfachen Umstand nicht mehr erkennen.

Jeder muss selbst wissen und hat die Wahl, wo er sich da verortet.





[1] Bertolt Brecht: Leben des Galilei. Frankfurt 1982, 27. Auflage: edition suhrkamp. S. 49
[2] Georg Büchner: Lenz (1839). Online https://gutenberg.spiegel.de/buch/lenz-422/1
[3] Dies beschreibt selbst der entsprechende Wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Geozentrisches_Weltbild
[4] Charlie Chaplin „Modern Times“ von 1936. Der Film nimmt die mechanistische Auffassung des Lebens aufs Korn und zeigt mehrfach ironisch gebrochen dessen Verbindung mit einer ebenso mechanistisch verstandenen Wirtschaft auf.
[5] Über die Riesenhaftigkeit der gedachten Zwischenräume schrieb Alexander von Humboldt in seiner Darlegung der Wissenschaftsgeschichte, die sich revolutionär gab, mit einer gewissen Distanziertheit in „Der Kosmos. Band II“ (1847). Er nennt diese Zwischenräume „Himmelsräume“.
[7] Zuletzt die Lorentzsche Äthertheorie (entwickelt von Hendrik Antoon Lorentz und Henri Poincaré)
[9] Alexander von Humboldt: Der Kosmos. Band II (1847). Kapitel 16
[10] Zitiert nach Carl Schöpff: Die Widersprüche in der Astronomie wie sie bei der Annahme des Copernikanischen System entstehen, bei der entgegengesetzten aber verschwinden. Berlin 1869: Verlag von Eduard Beck. S. 3
[11] Carl Schöpff: Die Erde steht fest. Beweise, daß die Erde sich weder um ihre Achse noch um die Sonne dreht. Vorlesung gehalten in Berlin. Zweite Auflage. Berlin 1853 (Erstauflage): Albert Sacco
[13] Sehr genaue Angaben macht dazu bezüglich der Mondlandung folgende Website: https://www.hist-chron.com/atmosphaerenfahrt/22_mondfotos-ohne-mondfotograf-fotomontagen.htm Der Autor antwortet damit auf den dümmlichen Wikipedia-Artikel über „Verschwörungstheorien zur Mondlandung“ https://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorien_zur_Mondlandung , der von vielen einfach nachgeplappert wird, ohne sich mit den Fakten zu konfrontieren, die die Fragwürdigkeit der Mondmissionen inzwischen längst entlarvt haben.
[15] A.a.O, S. XV

Kommentare:

  1. Ein paar Anmerkungen zu Ihren Ausführungen zur Gravitation

    "Die Gondeln bleiben im Karussell nicht wegen einer „Gravitation“, die es auf sie ausübt, zentripetal um den Mittelpunkt geordnet, sondern wegen der Ketten."

    Das behauptet auch kein Wissenschaftler

    "Löste man die Ketten, flögen die Gondeln linear und tangential zum Flugkreis davon. Dass sie irgendwann wieder zu Boden fallen würden, liegt wiederum nicht an der „Gravitation“ vom Erdmittelpunkt aus, sondern schlicht daran, dass sie schwerer als Luft sind."

    Dass die Gondeln immer genau Richtung Boden beschleunigt(!) fallen ist doch genau das Problem, das mit dem Hinweis sie wären schwerer als Luft nicht erklärt wird. Mit diesem Argument könnten sie auch in jede andere Richtung fliegen, weil die Luft um die Gondel in jeder Richtung leichter als die Gondeln ist. Sie fallen aber immer zu Boden.

    "Wir erleben ebenso, dass Dinge, die leichter als Wasser sind, niemals ohne Deformation oder Beschwerung absinken, sondern auf der Wasseroberfläche schwimmen — keine „Gravitation“ der Welt hätte je die Kraft sie weiter an den Boden des Gewässers zu ziehen."

    Die Gravitationskraft zwischen den Körpern ergibt sich aus deren Massen und Abstand zwischen ihnen. Körper mit geringerer Masse werden deshalb nicht so stark von der Erde angezogen, wie Körper mit großen Masse. Daher schwimmen Körper mit geringerer Dichte auch auf der Wasseroberfläche. Was an dieser Stelle nur mit der Gravitation erklärt werden kann (die dichtere Flüssigkeit wird stärker angezogen und ordnet sich daher unter dem Körper mit geringerer Dichte). In Zero-G Flügen wirkt während der Parabelflugphase im Flugzeug die Gravitation nicht mehr und sofort sieht man wie Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte die zuvor geschichtet waren, sich vermengen, oder Körper, die zuvor auf der Oberfläche schwammen, untergehen.

    "Die Idee einer „Gravitation“ ergibt im empirischen Erfahrungsbereich keinerlei Sinn, weil sie permanent in willkürlich-unberechenbarer Stärke auftreten müsste, was nicht nur das mechanistische Denken, sondern auch den gesunden Hausverstand sprengt: „Gravitation“ als hin und her leckende, züngelnde Kraft, die mal mehr mal weniger Druck ausübt auf die Körper, die sie an sich ziehen will…"

    Das ist falsch, nur sie ergibt im empirischen Erfahrungsbereich Sinn, ohne sie bleiben obige Beobachtungen komplett rätselhaft.

    „In diesem Erfahrungsbereich genügte der Begriff der Schwere, der nicht mit einer behaupteten „Anziehung“ vonseiten anderer Körper her vermengt wird“

    Das ist doch der Punkt, woher kommt die Schwere der Körper? Warum kann man einen 100 kg Körper relativ einfach mit Muskelkraft während eines Parabelfluges bewegen, aber kaum mehr wenn die Gravitation wieder voll wirkt?

    "Im All, als Hochvakuum konzipiert, würden unsere von den Ketten gelösten Karussellgondeln einfach davontaumeln. Im künstlich auf der Erde erzeugten Vakuum würden sie so schnell abwärts sinken müssen wie jeder andere, — auch erheblich leichtere — Gegenstand.“

    Deswegen funktioniert auch die Begründung "etwas fällt in eine bestimmte Richtung weil es leichter sei" nicht.

    "Im All behauptet man Schwerelosigkeit, aber wissen wir das wirklich? Nur weil der nächste attraktive Körper zu weit weg ist, bleibt unsere Gondel „schwerelos“? Das glaube ich erst, wenn man es mir eindeutig und unzweifelhaft im Experiment „vor Ort“ zeigen kann. Aber wir wissen, dass genau dies unmöglich ist und bleibt!"

    Was wäre denn ein eindeutiges und unzweifelhaftes Experiment das man vor Ort durchführen kann?

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    1. ad 1.
      Ich sagte auch nicht, dass DAS ein Wissenschaftler behauptet. Es geht hier darum, dass man das Karussell als ein Bild für die Umlaufbahnen der Planeten oder der Monde nimmt - nur gibt es in diesen Theorien keine "Ketten", sondern man behauptet, es müsse da eine unsichtbare Kette namens Gravitation geben.

      ad 2.
      "Dass die Gondeln immer genau Richtung Boden beschleunigt(!) fallen ist doch genau das Problem, das mit dem Hinweis sie wären schwerer als Luft nicht erklärt wird. Mit diesem Argument könnten sie auch in jede andere Richtung fliegen, weil die Luft um die Gondel in jeder Richtung leichter als die Gondeln ist. Sie fallen aber immer zu Boden."

      Hä?

      Klar fallen sie immer zu Boden, eben weil sie schwerer sind als die umgebende Luft. Außerdem gälte das auch wenn sie erst mal etwas aufwärts flögen - wenn Sie einen Pfeil in die Luft schießen steigt er auch und fällt wieder... der Heliumballon dagegen tut das nicht. Er steigt und steigt. Fallen kann er erst dann, wenn er platzt/das Helium verliert oder in Luftschichten gelangt, die weniger dicht sind.

      ad 3.
      Ist eine der typischen Tautologien, die mit dem, was erst zu beweisen wäre, bereits argumentiert...

      ad 4.
      Dass die "Schwere" ein Mysterium ist, wie das Licht habe ich geschrieben. Aber deswegen muss es nicht ein noch viel ungreifbareres Mysterium namens Gravitation geben, das niemals auch nur entfernt nachgewiesen werden konnte. Wie ich es sagte, gab es von alters her dazu andere Theorien, die ebenso plausibel wären.

      ad 5.
      "Parabelflug" - jeder Pfeil macht einen Parabelflug, alles, was man nach oben katapultiert tut das. Auch diese Argumentation ist wieder tautologisch und erklärt das, was es beweisen soll, mit der zugrundeliegenden Hypothese. Selbst beim Überfahren einer Bodenwelle mit einer gewissen Geschwindigkeit entsteht dieses Gefühl, kurz zu "schweben". Ob das aber "Schwerelosigkeit" ist, kann man auch bezweifeln. Es muss allerdings Kraft aufgewendet werden, um den Gegenstand in die Höhe zu treiben, der eine größere Schwere hat als die Luft. Die "Parabel" wäre ohne diese Kraft, die die Schwere des Gegenstandes kurzfristig überwindet, nicht denkbar. Einfach die fiktive "Gravitation" mit der Masse des Gegenstandes zusammenzurechnen ist kein Argument, solange diese Kraft und der Weg, den der Gegenstand in einer bestimmten Zeit nach oben zurücklegen soll, nicht mit berechnet wird.
      Beim Beispiel mit der Bodenwelle funktioniert das "Schweben" auch nur, wenn man sehr schnell drüberfährt, Eine Schnecke wird gewiss nicht schwerelos dabei!

      ad 6.
      "Vor Ort" heißt: Man müsste ins All und dort den Versuch als Experiment machen können. Es geht dabei um das Verhalten von Gegenständen in einem Hochvakuum. Auf der Erde jedenfalls fallen sie trotzdem nach unten, wenn auch in größerer Geschwindigkeit. Was im theoretischen All wäre, können wir nicht prüfen.

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    2. Zu der Parabelflugsache habe ich noch ein paar Bemerkungen:

      Es wird wie gesagt einfach behauptet, das habe etwas mit "Gravitation" zu tun. Ich behaupte dagegen, es hat mit der Schwere, der Bewegungsrichtung und der Kraft zu tun, die auf den Gegenstand ausgeübt wurde, auch mit einem abrupten Richtungswechsel des Gegenstandes.

      Wenn man in einem Gefährt sitzt, das geschlossen ist und auf ebener Strecke langsam fährt, plötzlich und abrupt aber viel schneller fährt, schaffen wir es nicht, diese Temposteigerung, wenn wir frei in dem Gefährt stehen, passgenau mit dem Gefährt mitzuvollziehen. Wir werden geschleudert und "bleiben" im geschlossenen Gefährt "zurück". Es ist Zeit nötig, um die Anpassungsleistung zu schaffen. Ähnliches erleben wir in Kurven und bei plötzlichem Abbremsen: da fallen wir weiter nach vorne als der bremsende Gegenstand, in dem wir sind - eben weil wir leichter sind als er.
      Die unterschiedliche Schwere der Gegenstände im geschlossenen System und dem System selbst ist also relevant und schafft Momente der Unangepasstheit, die man als "Schwerelosigkeit" bezeichnen könnte, wenn man erst aufwärts katapultiert wird und dann die Kurve nach unten nicht so schnell mitvollziehen kann, die geschieht. Man fliegt gewissermaßen noch einen Moment nach oben oder wenigstens linear in der Richtung weiter, die man bis zum Break hatte, während das System bereits nach unten fällt. man passt sich erst an das geschlossene System bei Start an und braucht wieder Anpassungszeit beim Umschwung der Richtung. Die beiden Richtungen heben sich für Momente auf und erzeugen so die "Schwerelosigkeit".
      Die "doppelte Schwere" beim Aufwärts setzt sich dagegen aus der Schwere des Gegenstandes und der Kraft zusammen, die auf den Gegenstand ausgeübt wird.

      Im übrigen gibt es über die Parabelflüge und ihre Aussagekraft eine heftige Debatte.

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    3. ad 2.
      Nochmal, es geht darum warum fällt etwas auf der Erde immer genau Richtung Boden? Wenn man einen Stein in einem Meter Höhe loslässt, dann fällt immer er zu Boden OBWOHL die ihn umgebende Luft in allen Richtungen leichter ist. Warum also fällt der der Stein ausgerechnet immer nur Richtung Boden? Genauso im Vakuum hier auf der Erde, warum fallen dort die Dinge immer nur in Richtung Erdoberfläche und nicht in irgendeine Richtung?

      ad 3.
      Es geht nicht um einen Beweis, sondern um eine Erklärung (sonst wäre jede Erklärung eine Tautologie).

      ad 4.
      Die Gravitation ist bezüglich ihrer Wirkung nicht mehr ein Mysterium als z.B. die elektrostatische oder magnetische Kraft. Ich kenne keine plausible alternative Theorie. Eine Theorie muss falsifizierbar und prüfbar sein. Wüsste nicht das, das alternative Modelle anböten.

      ad 5.
      Und wieder ist dieses Argument nicht tautologisch, da es wieder nicht um einen Beweis geht, sondern nur ein Hinweis ist, dass die Gravitations-Theorie zur Beobachtung passt. Es widerlegt aber immerhin das Argument mit der Dichte, weil sich die Dichteverhältnisse im Flugzeug wärend des Parabefluges nicht ändern, aber die Dinge dort auf einmal schwerelos sind, also sich nicht mehr bzgl. ihrer Dichte orientieren.
      Deshalb verstehe ich Ihren Einwand nicht. Das innerhalb des Bezugsystems Flugzeug während eines Parabelfluges Schwerelosigkeit herrscht, lässt sich einfach prüfen indem man sich in dieser Zeit auf die Waage stellt und versucht seine „Schwere“ zu messen. Oder was ist nach ihrer Meinung Schwerelosigkeit?

      ad 6.
      Es geht nicht um das Verhalten von Gegenständen in einem Hochvakuum, sondern das Verhalten mit oder ohne Gravitationswirkung. Ob ein Vakuum herrscht oder nicht, hat keinen Einfluss auf die Gravitation, (wenn man den winzigen Effekt das Luft auch eine Masse hat vernachlässigt), ist auch nicht Teil der Theorie dazu.

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    4. Prof. Bernd Senf aus Berlin als Volkswirt im Ruhestand zu VWL und psychosozialen Hintergründen - siehe auch "Lebensenergieforschung" und alternative Physik zu einer reformierten neuen Äther-Theorie über einen dynamischen rotierenden sich um sich selbst bewegenden und kreisenden bzw. kreiselnden dynamischen rotierenden Äther - siehe auch Nicola Tesla und Viktor Schauberge rund Wilhelm Reich und James DeMeo usw. http://www.berndsenf.de siehe auch das internationale Nexus-Magazin und die Zeitschrift Raum&Zeit und die Kopp News des Kopp Verlages Online und die "Epoch Times Zeitung" Deutschland und auch das Grenzwissen.de Internetportal und Pravda.TV Online und so weiter usw.

      Die 4 bzw. 5 Elemente-Lehre in der Bibel („Principiis“ als Elemente-Prinzipien), siehe auch Elias Erdmanns Aufsatz und seinen Aufsatz zu Philo(n) von Alexandrien als jüdischen Mystiker und Theologen und hermetischen Philosophen und seine anderen freien Online Texte dazu und zur biblischen und hermetischen mystischen Symbolik.

      Vier-Elementen-Lehre

      Die Vier-Elementen-Lehre bedeutet, dass alles Sein aus den vier Grundelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde besteht. Sie findet sich vor allem in der griechischen Philosophie[1] einige Jahrhunderte vor Christi Geburt, aber auch im biblischen Weltbild des Alten (vgl. Weish 7,17 EU; Weish 19,18 EU) und Neuen Testamentes (vgl. 2 Petr 3,10-13 EU) wieder. Sie wird in den visionären Schauungen Hildegards von Bingen[2] gleichsam präzisiert bzw. zurechtgerückt. Es sind hier nicht die Chemischen Elemente des „Periodensystems der Elemente“[3] gemeint, sondern die damalige Sichtweise allen Seins, welche Religion, Medizin und Naturwissenschaft nicht voneinander trennte. Heute sind ohne diese Sichtweise weder die genannten Stellen der Heiligen Schrift, noch die aufgekommene Hildegard-Heilkunde verstehbar, können jedoch nicht als verbindliche katholische Lehre gelten.

      Ursprung der Elemente

      Gott erschuf das Universum (den Makrokosmos)[4] und festigte sie durch die vier Elemente. Diese sind so eng miteinander verbunden, dass kein Element von einem anderen getrennt existieren kann. Sie halten sich so fest zusammen, dass man sie das Firmament nennt. „Die Elemente verändern sich untereinander, wie auf einer Harfe die Töne den Rhythmus ändern und doch den gleichen Klang behalten. Dies lässt sich aus der Betrachtung der Geschehnisse deutlich er

      http://www.kathpedia.com/index.php?title=Vier-Elementen-Lehre

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  2. @ Anonym

    Das Schwerere fällt doch nicht "OBWOHL ES SCHWERER IST" nach unten, sondern "WEIL ES SCHWERER IST". Ist das denn wirklich nicht zu verstehen? Leben Sie auf einem anderen Boden als ich?!
    Das gilt im Vakuum natürlich erst recht, weil es leer oder annähernd leer ist und keinerlei Widerstand bietet. Es ist aber festzuhalten, dass im Bereich der Luftschichten sehr weit nach oben hin kein Vakuum existiert und alles Nachdenken darüber künstlich und nicht empirisch prüfbar ist. Wir erleben allerdings eine weniger dichte Luftmischung je höher es geht. Das wiederum bedeutet nicht, dass irgendwann das Hochvakuum fließend kommt, denn das würde sich nicht irgendwann ergeben, sondern im Experiment sehen wir, dass das Vakuum alle Dichte in sich selbst hinein auflöst. Eine nach oben offene Atmosphäre ist alleine von daher unsinnig. Es kann sie so nicht geben. Die Verdichtung der Luft nach unten hin hängt wiederum mit der Schwere der Moleküle zusammen, die nach unten sinken. Hier wiederum finden wir zB das CO2 tiefer als die Luft sonst, weil dessen Teile schwerer sind als die Luftteile.

    Ein so schlicht formuliertes Fall"gesetz" (ich würde es nicht Gesetz nennen, denn wir wissen nicht, ob es immer gilt oder nur meistens!) kann mit dem alten Oben-Unten-Modell erklärt werden und bedarf keiner weiteren Mystifizierung. Mysterium ist dabei das Oben-Unten, nicht das Fallen. Theoretisch könnte man genauso gut darüber spekulieren, ob von oben her etwas nach unten drückt...

    Traditionell aber wurde dies eher mit Emanationsmodellen erklärt, die ich trotz aller Vorbehalte dagegen immer noch plausibler finde als dieses Geschwafel von einer ominösen "Gravitation": je weiter nach unten desto schwerer und dichter bis hin zur chaotischen Verdichtung der bloßen "hyle". Je weiter oben, desto feinstofflicher, der Mensch steht dazwischen. Und diese Erklärung ist wesentlich weniger mechanistisch und wesentlich mehr geistvoll als die moderne. Obwohl ich auch sie nicht wirklich teile, aber sie ist annäherungsweise eher lebendig als dieses mechanistische Newtonsche Denken.

    Es ist übrigens auch erst Newton, mit dem die - unbewiesene - Meinung sich festgesetzt hat, die "Gesetze", die er definiert, mussten überall im "Universum" gelten. Eben genau das wissen wir nun mal nicht!
    Es ist auch modallogisch sehr gut denkbar, dass sich das, was wir in unserem Umfeld als "Gesetze" erleben, verschieben könnte, sobald sich bestimmte Bedingungen verändern. Dabei genügen minimale Veränderungen.
    Interessant in dem Zusammenhang, dass der auferweckte Jesus berührbar ist, isst und trinkt, aber durch Türen gehen kann, ohne dass er anstößt oder irgendetwas zerstört wird. Der moderne Mensch kann das natürlich aufgrund seines selbstgewählten Natur-Gesetze-Gefängnisses nicht glauben, aber es wurde von Zeugen eben genau so berichtet. Ebenso wie Philippus im Geist an einen anderen Ort versetzt wurde, ohne den Weg auf herkömmliche Weise zurückzulegen. Oder Petrus mit Jesus auf dem Wasser ging, ohne einzusinken.
    Wir können unmöglich Naturgesetze aufstellen, ohne uns selbst ein Bein zu stellen - es kann immer den Fall geben, bei dem das Gesetz außer Kraft ist, und genau das wollen diese Erzählungen uns auch sagen.
    Im Altertum wusste man das noch, mit zunehmender moderner Verdummung friert man fest in der eigenen mechanistischen Daseinsverstümmelung. Das ist es letztendlich auch, was Huch sagen will.

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  3. Ist die Erde nach der Heiligen Schrift eine Kugel?
    Vertritt die Bibel wirklich das dreistöckige Weltbild, wie B. behauptet? Nein. Die Behauptung eines dreistöckigen Weltbildes in der Bibel beruht auf einem Missverständnis gegenüber der Heiligen Schrift, etwa Übersetzungsfehlern. Um nur ein Beispiel zu nennen: In Spr 8,27; Jes 40,22; Hi 22,14; 26,10 u.a. begegnet der Begriff "chug" als Substantiv oder Verbum, welcher eine Kugelschale bzw. die Umgürtung einer Kugel (keiner Scheibe) bezeichnet. Auf solche und ähnliche Beobachtungen hat etwa Karel Claeys in seinem Buch "Die Bibel bestätigt das Weltbild der Naturwissenschaft" hingewiesen. Claeys resümiert das biblische Weltbild wie folgt: "Die Bibel lehrt, daß die Erde ein kugelschalenförmig aufgebauter Globus ist, der im leeren Raum schwebt. Um diese Kugel lagern sich die ebenfalls konzentrischen Schichten der Lufthimmel, deren äußerste Schale die kraftgeladenen Abgetrennten (schechaqim) enthält. Die Erde selbst besteht aus einer reliefreichen, vielgeschichteten Erdkruste, unter der sich die plastisch fließenden Massen der ´tehom` befinden" (S. 30). Die Bibel hat nichts gemeinsam mit außerjüdischen Mythologien. Schauen wir nur einmal, wie nüchtern die Erschaffung der Gestirne beschrieben wird in Genesis 1, nämlich als "Lampen", "Leuchtkörper", aber nicht als "Gottheiten" wie etwa in babylonischen Mythen.
    Quelle: HIER
    (Eine Auseinandersetzung mit Bultmann)

    http://www.bible-only.org/german/handbuch/Bultmann_Rudolf.html

    https://gloria.tv/article/Yt2yUBHdWSsK1ePP9Yer1FHkr

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    1. Ich weiß nicht, wie oft ich nun diesen Unsinn schon irgendwo gelesen habe - es ist das alte "Reim dich oder ich fress dich". man will nun auf Teufel komm raus beweisen, dass die Bibel es sowieos ja schon immer wusste, und zwar so wie Kopernikus...
      Ich finde diese Art extrem unredlich, denn das Wort "chug" hat noch nie "Kugel" geheißen. Man hat das nachträglich in die Wörterbücher gesetzt.
      In sämtlichen älteren Hebräischwörterbüchern steht das nicht, sondern die wirkliche Bedeutung von "chug": "Scheibe, Ring, Gyrus, Kreis"
      "Kugel" ist im Hebräischen ein eigenes Wort und heißt "kaddur".
      Es ist daher auch vor dem Jahr 19oo oder so keiner auf die Idee gekommen, diese Stellen nun mit "Erdkugel" zu übertragen. Luther samt allen andern deutschen Übersetzern, ebenso wie Hieronymus etc. pp. übersetzten korrekt mit "Erdkreis".
      Und doch: die Gen 1 beschreibt uns ein dreistöckiges Weltbild, ebenso später Propheten. "Sheol" ist nun mal nicht ein geistiger Ort, sondern die Unterwelt, der Hades, von dem auch Römer und Griechen sprachen.

      Das biblische Weltbild ist klar und eindeutig und in Gen 1 beschrieben und wird immer wieder einmal in Psalmen und Prophetenbüchern aufgegriffen. Es steht auch nirgends, dass die Erde im "leeren Raum" "schwebt". Bitte Stellennachweise für solche gravierenden Umdeutungen des biblischen Textes! Es heißt, sie sei "fest gegründet" und im "Bli-ma" (im Nichtetwas - das ist aber nicht ein leerer Raum, sondern das, was es heißt: Nicht-etwas, also auch kein Raum!

      Das "tehom" befindet sich nicht "unter der Erdkruste", sondern das "tehom" als "Urflut" oder Chaoswasser ist das, woraus Gott die Erde schuf. Es umlagert die gesamte Erde: über der Himmelsfeste und unter ihr. Daher heißt es über den Ausbruch der Sintflut auch, dass Gott die "Fenster des Himmels" geöffnet habe und das Wasser stürzte herab, ebenso wie er die "Brunnen der Tiefe" öffnete und das Wasser aufspritzen ließ.

      Dass die Gestirne dagegen gelegentlich mit den "Gottessöhnen" identifiziert werden, ist nun mal eben doch eine alttestamentliche Tatsache.

      Ich möchte Sie warnen: man wird eines Tages dafür Rechenschaft ablegen, wenn man Texte dermaßen verdreht hat!

      Und v.a. sei uns allen vor Augen gehalten, dass wir nicht der Weisheit letzter Schluss sind mit unseren modernen Mythen und Vorurteilen, um nicht zu sagen Märchen.

      Auch Sie werden anerkennen müssen, dass man nicht "Übersetzungsfehler" behaupten kann, wo eindeutig Worte stehen und nie anders als richtig verstanden wurden!

      und überhaupt - Sie sind doch so ein Freak und zitieren ständig das Henochbuch etc. - lesen Sie es mal selbst, und Sie werden staunen: es enthält nämlich ebenfalls eine Kosmologie, die keinem Heliozentriker und Kugelmenschen gefallen dürfte...

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  4. Ich sehe in Ihrem Artikel folgende Probleme:

    1. Sie postulieren, dass die Position des Menschen im Kosmos vom Menschen sinnlich wahrnehmbar sein müsse. Diese Prämisse begründen Sie jedoch nicht.

    2. Sie befassen sich nicht mit den subjektiven Grenzen der sinnlichen Wahrnehmbarkeit. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich einmal in einem Zug saß, der noch an einem Bahnhof stand. Daneben stand ein anderer Zug. Dieser Zug fuhr dann an. Meine Wahrnehmung war aber, dass dieser andere Zug stand und mein Zug fuhr und zwar in die falsche Richtung, was mich mit einem großen Schrecken erfüllte, weil ich glaubte, den falschen Zug bestiegen zu haben, da er ja in die falsche Richtung fuhr. Erst als ich den Schreck überwand und aus einem Zugfenster auf der anderen Seite auf den Bahnsteig schaute, realisierte ich, dass mein Zug immer noch stand.

    Man weiß zum Beispiel in der Gerichtsbarkeit wie fragil Zeugenaussagen sind. Es gibt zum gleichen Vorfall Zeugen, die sich völlig widersprechen bezüglich dessen, was sie glauben beobachtet zu haben und dennoch subjektiv völlig überzeugt davon sind, eine akkurate sinnliche Wahrnehmung eines realen Geschehens zu haben und diese auch korrekt wider zugeben.

    Im religiösen Kontext ist anzumerken, dass der Fall des Menschen seine gesamten Fähigkeiten, die Realität zutreffend wahrzunehmen, korrumpiert haben.

    3. Sie befassen sich nicht mit dem Problem der objektiven Grenzen der sinnlichen Wahrnehmbarkeit. Wenn Sie anführen, dass ein Teleskop lediglich eine optische Hilfe für die sinnliche Wahrnehmbarkeit ist und mathematische Methoden ablehnen, dann scheint mir, dass Sie die Vorgehensweise der modernen Astronomie nicht verstehen. Man kann bestimmte Himmelskörper natürlich nicht mehr optisch direkt wahrnehmen, auch nicht durch Teleskope. Man hat aber andere Möglichkeiten auf sie zu "stossen" und auf einige ihrer Eigenschaften zu schließen. Was man aber sicher nicht kann, ist etwas als nicht existent zu betrachten nur weil man es sinnlich nicht wahrnehmen kann.

    Dazu kommt, dass es davon abhängt, wo der "sinnliche Beobachter" positioniert ist. Die Astronauten der Mondlandungen konnten selbstverständlich vieles sinnlich wahrnehmen, was Sie in Zweifel ziehen. Wie die Kugelgestalt von Erde und Mond, die Schwerelosigkeit im All usw. usf. Und die haben das ja auch dokumentiert. Es gibt aus wissenschaftlicher Sicht keinen Grund, diese Wahrnehmungen anzuzweifeln.

    4. Das größte Problem besteht aus meiner Sicht darin, dass Sie nicht zwischen Wahrnehmung und Interpretation der Wahrnehmung unterscheiden. In meinem realen Zugbeispiel hatte ich korrekt wahrgenommen, dass mein Zug und der andere Zug sich voneinander wegbewegten. Ich hatte jedoch irrig die Bewegung des anderen Zugs als die Bewegung meines Zugs interpretiert.

    Gleiches lässt sich ja geschichtlich in vielen anderen Punkten erkennen: Wir erkennen Blitze als Wetterphänomene, deren Entstehung und Ablauf rational beschreibbar ist. Früher haben Menschen die gleichen Blitze sinnlich gleich wahrgenommen, jedoch als Handlung eines zornigen Gottes interpretiert, die sie dann entsprechend durch Opfer u.a. zu beeinflussen suchten.

    Tatsächlich ist es so, dass wir fast alle Sinneswahrnehmungen interpretieren, um sie für uns begreifbar und sinnhaftig zu machen. Dass die Erde eine annähernde Kugelgestalt hat (mit abgeplatteten Polen und "rauher Oberfläche" und nicht wie eine ideal gedachte Billardkugel) und sich um die Sonne dreht, kann wissenschaftlich gesehen nicht hinreichend in Zweifel gezogen werden, sondern ist eine erwiesene Tatsache. Mit der religiösen Interpretation, welche Stellung die Erde, der Mensch und der Kosmos in Gottes Sicht hat, hat das aber erst mal gar nichts zu tun. Wer diese Ebenen vermengt, verheddert sich unweigerlich. Gleiches gilt für den, der Genesis 1 für eine naturwissenschaftlich relevante Schilderung des Schöpfungsvorgangs hält.

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    1. ad 1.
      Ich habe gemeint: Wenn ich Aussagen machen will über meine sichere Position in einem Feld, muss das sinnlich wahrnehmbar sein. Wenn es sinnlich nicht wahrnehmbar ist, habe ich auch keine sicheren Anhaltspunkte für eine Messung (Dreikörperproblem).

      ad 2.
      Mit Verlaub: da legen Sie mir etwas zur Last, was auf Sie selbst viel eher zutrifft. Es geht mir doch zentral darum, dass ich über etwas, das ich sinnlich nicht wahrnehmen, also empirisch nicht prüfen kann, worüber ich keine experimentellen Versuche machen kann, auch keine Aussagen machen kann. Es handelt sich dann um Theorien - THEORIEN, verstehen Sie das? Das ist nicht "Wirklichkeit", sondern eine Theorie über die Wirklichkeit. Wenn man sie aber mit sinnlicher Wahrnehmung nicht prüfen kann, bleibt sie eine Theorie. Punkt.

      Wenn der gefallene Mensch vieles weniger gut erkennt (und da stimme ich zu), dann erkennt er es eben nicht - warum sollten die Herren Kopernikus& Co da ausgenommen sein?! Aber vielleicht beachten Sie, dass sie alle sich mit hermetischer Literatur, Alchemie und Magie befassten. Kepler und Newton waren Okkultisten. das wirft eine Beleuchtung auf das Thema: sie wollten mithilfe von Magie etwas erkennen, das wir nun mal nicht erkennen können!

      ad 3.
      "Man hat aber andere Möglichkeiten auf sie zu "stossen" und auf einige ihrer Eigenschaften zu schließen. Was man aber sicher nicht kann, ist etwas als nicht existent zu betrachten nur weil man es sinnlich nicht wahrnehmen kann."

      Ich habe auch nicht gesagt, dass es die Sterne nicht gibt!

      "Die Astronauten der Mondlandungen konnten selbstverständlich vieles sinnlich wahrnehmen, was Sie in Zweifel ziehen. Wie die Kugelgestalt von Erde und Mond, die Schwerelosigkeit im All usw. usf. Und die haben das ja auch dokumentiert. Es gibt aus wissenschaftlicher Sicht keinen Grund, diese Wahrnehmungen anzuzweifeln."

      haben sich die triftigen Zweifel an der angeblichen Mondlandung noch nicht zu Ihnen durchgetrommelt - und bitte nicht gleich im Reflex abwehren, sondern befassen Sie sich sachlich erst einmal damit. Darüber gibt es zahlreiche Bücher und Filme, bitte selbst recherchieren...

      Peterchen konnte nach seiner Mondfahrt auch vieles berichten... die Fantasie ist ein köstlich Ding. "Was wären wir, wenn wir nicht räumten."

      ad 4.
      Falsch - das Zugbeispiel macht, dass ich nicht weiß, wer sich nun bewegt! genau das Problem haben Sie erst recht im "All" - bei soviel rasender Bewegung: wie wollen Sie da berechnen oder gar wissen, wer sich wie bewegt? Ohne ruhenden sinnlich wahrnehmbaren Anhaltspunkt, ist das unmöglich (s.ad1.)!

      Auch Ihr Blitzbeispiel ist abwegig: es ist doch völlig egal, ob einer glaubt, dass Thor seinen Hammer wirft oder ob sich irgendwelchen elektrischen Spannungen entladen: wir nehmen als alter Germane ebenso wie als postmoderner Mensch den Blitz sinnlich gleich wahr.

      hanebüchen würde es dann, wenn einer behauptete: Was Du da als Blitz von oben nach unten siehst ist in Wahrheit eine FeuerFontäne aus der Erde von unten nach oben - das wäre das adäquate Beispiel.

      ich habe Gen 1 nicht als "naturwissenschaftlich relevante Schilderung" behauptet. Aber Ihnen ist offenbar nicht klar, dass auch Darwin oder Kopernikus nicht auf naturwissenschaftlich relevanten Prämissen stehen. Nicht anders als die biblischen Autoren haben sie erst mal narrative entwickelt und darauf dann ihre "Wissenschaft" gegründet. Es täte Ihnen und den meisten gut, sich einmal mit der Wissenschaftsgeschichte zu befassen: am Anfang stehe notorisch "Erzählungen".

      Es ist die Tragik des postmodernen Menschen, dass er so verblendet wurde, dass er genau das nicht mehr erkennt.

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    2. "haben sich die triftigen Zweifel an der angeblichen Mondlandung noch nicht zu Ihnen durchgetrommelt - und bitte nicht gleich im Reflex abwehren, sondern befassen Sie sich sachlich erst einmal damit. Darüber gibt es zahlreiche Bücher und Filme, bitte selbst recherchieren...
      Peterchen konnte nach seiner Mondfahrt auch vieles berichten... die Fantasie ist ein köstlich Ding. "Was wären wir, wenn wir nicht räumten."

      Seltsam, Sie fordern sachliche Recherche ein, kommen aber polemisch mit Peterchens Mondfahrt. Haben Sie sich schon mal sachlich mit den Erwiderungen auf die sogenannten Argumente gegen die Mondlandung befasst? Und bitte nicht gleich mit einem Reflex abwehren.

      So etwas wie die flache Erde verteidigen aber von anderen ernsthaft sachliche Recherche fordern … das nenne ich mal gelebte Eristik!

      Aus Ihnen scheint ein zutiefst verbitterter und enttäuschter Mensch zu sprechen, der nicht akzeptieren kann, dass sein dysphorisches Weltbild anderen gleichgültig ist.

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    3. Aber, aber, wer wird denn gleich persönlich werden und zur Küchenpsychologie überwechseln... Reißen Sie sich bitte zusammen, sonst schalte ich dieses Gebräu nicht ehr frei.
      Sagen wir es also im Klartext: Sie haben keine Argumente.

      Mit "Peterchens Mondfahrt" meinte ich - ironisch verfremdet - dass die Phantasie schon seit Jahrhunderten davon träumt, auf den Mond zu fahren. Selbst Kant erwähnt diesen Traum in der KdrV... Ich werde darüber demnächst auch einen Artikel schreiben. Sehr interessantes Thema. Wirklich. Sie werden staunen.
      Und Hollywood macht nahezu jede Illusion möglich, wie wir (fast) alle wissen. manche wollen es allerdings nicht wissen, da hilft keine Arznei mehr.

      Doch genug davon - die triftigen Unstimmigkeiten an der angeblichen Mondlandung sind so sehr "Legion", dass selbst im Mainstream viele an ihr offen Zweifel äußern. "Widerlegungen" von unserem Haus- und Hofapologeten Lesch sind leider kaum geeignet, sie zu entkräften. Das ist eher wie eine Satire auf "Wissenschaft".

      Ich frage mich allerdings schon lange, warum die kopernikanischen Nasagläubigen derart tarantellös auf Zweifel an ihren Sektenmärchenn reagieren - wenn es wirklich im Wissenschaft ginge. Geht es aber nicht: Es ist eben doch eine Religion. Auch die postmoderne Klimareligion basiert auf der kopernikanischen Nasa-Religion.

      Ich denke, dass das Zeitalter des angeblichen wissenschaftlichen Fortschritts schlicht vorbei ist, und immer mehr dieser doch sehr großmäulig vorgetragenen, neuzeitlichen "Gewissheiten" zerbröseln - so wie einst die Dogmen der Kirche.

      Ich finde das im Gegenteil sehr spannend und es ist schade, dass nur wenige den Mut haben, aus dem erstickenden Käfig der verzopften "neuzeitlichen" Sekte herauszudenken, aber es werden ja täglich mehr, immer mehr. Dieser alte, verstaubt-okkulte Kram hat längst abgewirtschaftet, und daher auch diese notorische "Tarantella", wenn man Zweifel am "modernen" Dogma äußert.

      Es ist spannend, die Dinge noch einmal neu zu denken!
      Aber Sie müssen das ja nicht - warum lesen Sie auch meine Artikel bzw warum meinen Sie, Sie müssten sich hier mit sachlich leeren Postings im Kommentarbereich aufhalten?

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  5. Das Problem ist weiterhin Ihre Prämisse, etwas könne nur durch sinnliche Wahrnehmung verifiziert werden. Damit subjektivieren und beschränken Sie unnötig den Vorgang von Erkenntnis. Tatsächlich ist das aber gerade nicht so. Sinnliche Wahrnehmung ist nur eine mögliche Reaktion auf Tatsachen und daher nicht zum Beweis geeignet. Wenn Jesus zu Thomas sagt, er glaube, weil er gesehen habe, selig seien aber die, die glauben ohne zu sehen, dann drückt das genau aus, was ich meine.

    Etwas ist nicht deswegen inexistent oder anzuzweifeln, weil es nicht von einem Menschen sinnlich erfahren wird. Die Realität nimmt keine Rücksicht darauf, ob wir sie sinnlich wahrnehmen.

    Tatsächlich wäre eine Wissenschaft nicht möglich, die auf sinnlicher Wahrnehmung basiert. Schon gar keine Geisteswissenschaft. Die müssten Sie dann komplett streichen. Ebenso wie Wissenschaft, die auf die Deutung historischer Vorgänge angewiesen ist. Denn was irgendwann irgendwo geschehen ist, ist keiner sinnlichen Wahrnehmung und keiner experimentellen Prüfung mehr zugänglich. Dieses Problem haben wir z.B. bei der Evolutionstheorie. Wir haben Fossilien und Erdschichten usw. usf., die uns per se "sinnlich erfahrbar" keine Auskunft geben können, sondern die der Interpretation bedürfen. Wie übrigens auch die biblischen Texte.

    Es ist richtig, dass diese Interpretationen zunächst den Rang einer "Theorie" haben, wobei allerdings auch hier zu beachten ist, was in der Wissenschaft unter "Theorie" verstanden wird. Eine "Theorie" ist in der Wissenschaft kein Märchen oder dergleichen, das einfach mal willkürlich ins Blaue hinein gesetzt wird. Sie ist der Versuch, die zutreffend logisch stringente Realität hinter den zu beobachtenden Relikten zu finden. Und sie kann dann auch getestet und ggf. verworfen werden.

    Die Kugelgestalt der Erde usw. usf. ist aber keine Theorie mehr. Sie ist empirisch bewiesen. Ebenso wie die Mondlandung übrigens. Ich weiß nicht, weshalb Sie annehmen, mir sei die Leugnung oder Anzweiflung der Mondlandungen nicht bekannt. Es ist aber auch unerheblich. Denn diese "Zweifel" sind nicht geeignet, die Realität der Mondlandungen ernsthaft in Frage zu stellen. Eine Zusammenfassung des Sachstands findet man hier bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorien_zur_Mondlandung

    Die dortigen Ausführungen eignen sich gut als Startpunkt für eine konkrete Befassung mit den einzelnen Aspekten anhand der angegebenen Quellen.

    Und zu Ihrem Schlußsatz:

    "Am Anfang stehen notorisch "Erzählungen"."

    Das gilt insbesondere für die Bibel. Für die Wissenschaft jedoch nicht. Dort stehen am Anfang Beobachtungen, die dann einer wissenschaftlichen Theorie zugrunde gelegt werden. Es ist jedoch auch unwesentlich, ob etwa Kopernikus seiner Forschung "Erzählungen" zugrunde legte. Entscheidend ist das, was wir JETZT wissen. Und da sind wir schon etwas weiter als Darwin oder Kopernikus usw. usf.

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    1. Ihre Logik lässt zu wünschen übrige: Sie beginnen Ihr Posting mit folgendem Satz

      "Das Problem ist weiterhin Ihre Prämisse, etwas könne nur durch sinnliche Wahrnehmung verifiziert werden..."

      Und enden mit

      "Dort (in der Wissenschaft) stehen am Anfang Beobachtungen, die dann einer wissenschaftlichen Theorie zugrunde gelegt werden."

      Vielleicht entscheiden Sie sich mal... oder machen Sie Beobachtungen außerhalb der sinnlichen Wahrnehmung?!

      Der Rest erübrigt sich daher, denn Ihre Ausführung ist in sich ein Widerspruch.

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