Samstag, 24. Dezember 2016

Das Weihnachtslicht und die Nacht des einsamen Ein-Gott-Glaubens



Das Weihnachtslicht und die Nacht des einsamen Ein-Gott-Glaubens

Das Christentum, jedenfalls das römisch-katholische und das byzantinische, ist keine monotheistische Religion.

Man hat uns diese Idee vom Monotheismus, gepaart mit einem aufsteigenden religionsgeschichtlichen Entwicklungsmodell, eingetrichtert von Kindheit an: erst habe man „animistisch“ geglaubt, dann „polytheistisch“ und schließlich, zur Krönung des menschlichen Geistes, „monotheistisch“. Und es mag sein, dass der Protestantismus den christlichen Glauben durch seine Verleugnung der Eucharistie und die Verbannung Christi in eine theologische Abstraktion, hier im Westen stärker in die Nähe des rigorosen Monotheismus gerückt hat.

Der Islam aber sieht seine ganze Sendung darin, den „verratenen“ Monotheismus der Kirche zu korrigieren, notfalls mit Gewalt. Sein Bekenntnis lautet: Es gibt keine drei, sondern nur einen, die Trinität ist blasphemisch, und ihr Gottesheld ist „der größte“. Als ob Gott es nötig hätte, der "größte" zu sein, er, ohne den doch nichts ist...
Ohne diese Sendung hat er keinerlei Sinn als späteste der großen Religionen. Er ist ohne originären Inhalt, abgesehen von dieser Sendung. Aber er ist es auch, der mit seinem Konstrukt von den drei „Buchreligionen“ diese Idee in die Welt gesetzt hat, es handle sich beim Glauben der Kirche um einen „eigentlichen“, nur verderbten Monotheismus. Insbesondere Protestanten und einige Juden, allen voran Lessing und Mendelssohn, haben diese Idee aufgegriffen und für bare Münze bzw. bare „Ringe“ genommen und seither in die Köpfe der Europäer, besonders der Deutschen, gepflanzt. Und niemand hat dieser Behauptung energisch widersprochen, auch nicht die katholische Kirche, in der die Auseinandersetzung um den Trinitätsglauben zu früheren Zeiten, vor der Reformation, heftig, sogar mit der Inkaufnahme des Schismas der Ostkirche, geführt wurde, seither aber merkwürdigerweise nicht mehr.

Und nun feiern wir Weihnachten, das anstößigste Fest für den Islam, denn heute feiern wir die Geburt des Sohnes Gottes, der nicht nur metaphorisch, sondern wirklich Gott ist und in Maria das Fleisch des Menschen annahm, um die verdorbene, friedlose Welt von ihrer Verfangenheit in der Sünde zu retten. Dass Gott einen Sohn haben könne, leugnet das islamische Glaubensbekenntnis ausdrücklich (Sure 112). Und dies nicht nur auf Erden, sondern auch im Himmel.

Es ist also Zeit, noch einmal darüber nachzudenken, was dieses Weihnachtsfest jenseits sentimentaler Bräuche uns eigentlich sagt. Es ist ein Fest der Trinität, denn Maria empfing Gottes Sohn durch den Heiligen Geist, der sie „überschattete“, wie es der Engel Gabriel sagte. Diese unendliche Sanftmut der Szene „Mariae Verkündigung“! Der Engel tritt zu ihr, als sie alleine ist und seine erste Ansprache an sie lautet „Fürchte dich nicht!“ Diesen Satz sagt er später auch den vor Gott zitternden Hirten. Und dann sagt er ihr, wer sie ist, nämlich die Frau, die „gratia plena“ ist, die vollkommen Begnadete. Ein ruhiger und würdevoller Wortwechsel folgt, und Maria gibt in großer Vernunft und Hingabe ihr Einverständnis kund – als Jungfrau, d.h. an der kein Mann irgendein Anrecht hätte!
Alleine hier schon berührt es seltsam, dass die erste Begegnung des islamischen Propheten mit dem vom Namen her scheinbar selben Engel brutal und beängstigend ist. Nach der Sammlung Ibn Ishaqs über das Leben des Propheten wird Mohamed von diesem Engel angefallen und dreimal gewürgt, so sehr, dass er glaubt, sterben zu müssen und verständlicherweise in Todesängste geriet. Er sollte eine Aufschrift auf einem Tuch lesen, obwohl er gar nicht lesen konnte. Die Aufschrift erklärt, Gott habe den Menschen aus geronnenem Blut geschaffen (Sure 96). Der Tod bereits gewesener menschlicher (?) Wesen scheint also vorausgegangen sein. Der Mensch eine Rekonstruktion aus getöteten, ermordeten und geopferten Menschen? Im Alten Testament wird uns überliefert, der Mensch sei aus Erde geschaffen und kehre aufgrund der Sünde dahin wieder zurück.
Diese Engelsvision trägt jedenfalls objektiv erheblich andere Züge als die im Neuen Testament… Im Zusammenhang mit der Geburt Jesu gibt es zahlreiche Engelserscheinungen und Eingebungen, aber alle sind sanft und von großer Schönheit. Niemand wird mit dem Tod bedroht, niemand wird gewürgt, niemandem wird etwas abverlangt, was er nicht kann. Unendlich liebevoll und mit großem Respekt vor dem Menschen als Geschöpf tritt der Allmächtige in unsere Welt. Und die Tatsache, dass er sich das Fleisch einer Frau geben lässt, um Mensch zu werden, übersteigt jede Vorstellung, gibt insbesondere der Frau eine geradezu atemberaubende und bräutliche Würde, aber auch dem Mann, in dessen Geschlecht der Sohn Gottes dann erscheint, freilich ohne jedes Zutun eines „Nur“-Mannes. Durch die Inkarnation Jesu Christi wird der Mensch vergöttlicht und geadelt. Wenn Gott die Menschheit sich zu eigen macht und wahrer Mensch wird, dann ist dies ein unauslöschlicher Adel, ein Siegel für jeden Menschen „guten Willens“, wie die Engelschöre am Weihnachtsabend den Hirten vorsangen. Er ist der verborgene König der Welt, aber in dieser Welt stehen ihm die irdischen Könige und Machthaber entgegen, die Vasallen des „Fürsten dieser Welt“, des Satans, sind, obwohl sie ihre eigentliche Aufgabe und „Autorität“ von Gott empfangen hätten, um gerecht zu regieren.
Auf eine Unterwerfung dieser Könige hat Jesus in der Wüste merkwürdigerweise ausdrücklich verzichtet. Im Reich dieses Königs gibt es keine „Unterwerfung“, sondern echte „Autorität“, der man sich anvertraut oder nicht. Gott unterwirft niemanden – er ist doch Gott und nicht der Böse oder ein machtgeiler Mensch! Und, wie Thomas von Aquin einmal sagte, sei Gott so frei, dass er nur Freie um sich herum ertrage.
„Autorität“ kommt von „auctor“. Ein „auctor“ ist ein Förderer, Stifter, Erbauer, Schöpfer, ein „Vermehrer“, denn das Wort „auctor“ stammt vom Verb "augere"/„augmentare“ = vermehren, wachsen lassen, überhäufen (mit Gutem). Gott ist „auctor“, Vermehrer, er ist Überfülle, „Herr der Heerscharen“, in seinem Reich gibt es unerschöpfliche Stiftung in alle Ewigkeit. Seine Kinder haben Talente mitbekommen und die Aufgabe, dieselben, soweit sie können, eigenständig zu vermehren, wie uns das Gleichnis von den drei Knechten mit den unterschiedlichen Talenten erzählt. In diesem Reich sind nicht alle gleich, aber selbst der Kleine kann aus seinen Talenten soviel vermehren, dass er dem Großen in nichts nachsteht oder ihn sogar überrundet – auf seine je eigene und gottgewollte, gottgewünschte Weise. Der "auctor", der mit seiner "auctoritas" dieses Wachsen und Gedeihen dem anderen in die Hand gibt, bürgt aber auch nach der römischen Rechtsvorstellung für den, der unter seiner Autorität eigenständig wirkt. Der "auctor" ist der Gutheißende, aber auch der, in dessen Rat einer handelt und wirkt. Echte Autorität kennt keinerlei Zwang oder Unterwerfung. Nicht umsonst wird der kommende Heiland in der alttestamentlichen Prophetie folgendermaßen mit wahrer Autorität und eindeutiger Göttlichkeit ausgestattet beschrieben:

"Parvulus enim natus est nobis, et filius datus est nobis, et factus est principatus super humerum ejus : et vocabitur nomen ejus, Admirabilis, Consiliarius, Deus, Fortis, Pater futuri sæculi, Princeps pacis." (Is 9, 6)

"Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens." (Jes 9, 5)

„Unterwerfung“ gibt es bei Gott also nicht. Der Prototyp eines Gläubigen, der „sich unterwirft“ ist der böse Knecht in diesem Gleichnis, der sein Talent in der Erde vergräbt. Er nimmt an, Gott „unterwerfe“ den Menschen, und daher ist er wie gelähmt und bitter und macht nichts Gutes aus seinen Gaben, im Wahn, er sei zu kurz gekommen. Das Selbstmitleid dessen, der zerfressen ist von Neid, Missgunst und ewiger Verneinung, die er auf Gott projiziert.

Und während die Einheitsübersetzung ungenau die Jesajastelle weiter übersetzt mit "Seine Herrschaft ist groß...", hieß es noch in der Vulgata ganz anders und viel klarer im Sinne echter "auctoritas": "Multiplicabitur ejus imperium" ("Sein Reich wird sich vervielfältigen...")
Die Idee also, die Welt ihm, dem Sohn Gottes zu unterwerfen, ist im Neuen Testament eine satanische Idee, die trotz dieser fundamentalen Warnung und Absage Jesu, bevor er öffentlich wirkte, von vielen in der Kirche missachtet wurde. Die Bedingung des Satans, seine "Reiche der Welt" ihm, dem Gottessohn, zu überlassen, bestand in der Erzählung darin, dass der Gottessohn vor ihm niederfiele, ihm, dem Gewalttäter und Unterwerfer. Man muss diese Bedingung so buchstäblich wie möglich auffassen: Unterwerfung ist nicht nur satanisch, sondern sie bedeutet den Ausschluss, sogar die Unterdrückung und antichristliche Bekämpfung des sich mit "auctoritas" vermehrenden Reiches des wahren Vaters. In der Kirche wuchs daher wirklich Unkraut neben Weizen auf, und schwer war es, das eine vom andern zu unterscheiden, denn wer von uns Verdorbenen wusste immer so genau, was das Wesen der Unterwerfung und was das der "auctoritas" in sich trug. Die Kirchengeschichte ist auch eine Geschichte tragischster Verkennung.
Schon früh fing diese Missachtung an, schon bei einigen Kirchenvätern, deren Denken sich aus dem Wahn, man müsse für Gott bestimmte Menschen oder Menschengruppen unterwerfen, speiste. Dieser Wahn stammte aus dem philosophischen Denken der Spätantike. Man betete wie einen Fetisch „himmlische Hierarchien“ an. Nun stellte sich aber schon bald die Frage, wie Hierarchie denkbar sein soll ohne ontologische Zurücksetzung des Zweiten nach dem Ersten. Neuplatonische Emanationsmodelle kamen auf und proklamierten ein ontologisches Verblassen des jeweils „Unteren“ oder „Nächsten“. Man debattierte das Gottesbild dementsprechend und die strenge Hierarchisierung der Kirche vollzog sich parallel zu diesen Debatten, auch die erneute Zurücksetzung der Frau, als hätte es keine Maria gegeben und als wäre die Menschheit Christi nicht ganz und gar, da Maria Jungfrau war, substanziell „weiblich“… Ausdrücklich war der Mann aus dieser Zeugung ausgeschlossen! Heute aber entblöden sich Frauen nicht, diese Jungfräulichkeit Mariens als Schande zu empfinden. Verblendet wie sie sind erkennen sie nicht, dass nur die Jungfrau zur Zeitenwende vor Gott wirklich frei war und sich eben nicht bloß als Abklatsch des Mannes, der sie beschlafen durfte, verstehen durfte. Mit der Jungfräulichkeit als Recht und der marianisch konzipierten direkten Vermählung mit Christus erhielt die Frau in der Kirche den ihr gebührenden eigenständigen Rang – trotz aller Widerstände der Hierarchie.
Obwohl die Kirche in zentralen christologischen und marianischen Dogmen klarstellte, dass in Gott keine Hierarchie sein könne, sondern Wesensgleichheit, Jesus aber wahrer Mensch und wahrer Gott und Maria daher zwingend nicht nur Gebärerin des Menschen Christus (wie Nestorius behauptete), sondern auch des Gottes Jesus (wie die Kirche im Dogma von der Gottesgebärerin bekennt), zerbrach an diesen Fragen schon früh die Einheit der Kirche. Der gesamte orientalische Osten verweigerte sich dem ontologisch anti-hierarchischen und frauen-würdigenden Denken. Man muss sich die Tragweite dieses Ausschlagens des göttlichen Friedensangebotes an den Menschen selbst unter Christen einmal vor Augen halten!
Nestorianer beherrschten das ganze Feld bis weit nach Asien und Fernost hinein. Arianer, die annahmen, dass Christus nicht wesensgleich sein könne mit Gottvater, beherrschten bald die gesamte Kirche. Bis ins 7. Jh hinein zogen sich die Kämpfe zwischen Arianern und Athanasiern (Trinitariern für die Wesensgleichheit Gottes), und die Haltung der Kaiser war durchaus dazu nicht klar oder stets dieselbe. Nicht einmal Päpste hielten immer deutlich an der athanasischen Lehre fest. Mit der Zeit gewannen aber die Athanasier in Europa die Oberhand, und viele Arianer zogen sich anschließend nach Arabien zurück, dessen Halbinsel voller Zeugnisse anti-trinitarisch-christlicher Sakralbauten sein soll.

Die Kirche hat daher die „Häresie der Sarazenen“ (Islam) stets als eine anti-trinitarische Variante des Arianismus aufgefasst. Arabien war religionshistorisch gesehen das Rückzugsgebiet der Arianer und Nestorianer. Der Islam bestreitet die Größe Jesu als Mensch und Prophet nicht, aber er verleugnet mit Macht die Gottheit und Wesensgleichheit Christi mit Gottvater. Forscher, die sich eingehend mit der Frage auseinandersetzen, warum es aus den ersten zwei islamischen Jahrhunderten keinerlei Quelle gibt, die auch nur entfernt von einer neuen Religion sprechen würde, und auch die islamischen Quellen selbst erst ab dem 9. Jh rückwirkend berichten, ziehen heute den Schluss, dass es sich bei dieser Religion der Araber schlicht um eine anti-trinitarische Variation des Christentums handelte, die sich dann verselbständigte und im 10. Jh zu dem Gebilde erstarrte, das seither die ganze Welt in Krieg und Verzweiflung stürzt. Europa müsste sich daran eigentlich erinnern, griffen doch die Türken jahrhundertelang und unzählige Male das Abendland in aggressiver Weise an, um am Ende total vernichtet zu werden. Eine narzisstische Kränkung für diese Religion, die nicht geheilt ist, wie wir sehen. Mit dem Untergang des letzten islamischen Großreiches nach dem 1. Weltkrieg entstand der sogenannte Islamismus, der diesen Zustand wieder beenden will. Man möge mir nun bitte nicht erklären, gebetsmühlenhaft, dass wir schließlich auch und so weiter und so fort. Das bestreite ich nicht, aber darum geht es nicht. das Argument ist so teuflisch wie der Verweis auf die Opfer Stalins, wenn man sich der Opfer Hitlers erinnert. Unser Problem ist heute weltweit tatsächlich und vordringlich die islamische Eskalation, dieser goethesche „Geist, der stets verneint“:

Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

Neuere Theorien wie die von Jan Assmann, dass der Monotheismus aufgrund seiner Entweder-Oder-Konstruktion per se gewalttätig sei, müssen erneut, etwas anders gelagert durchdacht werden. Allerdings muss die Kirche bekennen, dass der Glaube der Kirche nicht primär monotheistisch ist, sondern trinitarisch. Wir glauben nach unseren Glaubensbekenntnissen nicht, dass „nur“ eine göttliche Person „herrscht“, sondern wir glauben, wie es in der Präfation der Allerheiligsten Dreifaltigkeit so wunderbar und geheimnisvoll heißt, dass unser Gott in drei Personen eins ist:

„Qui cum unigenito Filio tuo et Spiritu Sancto unus es Deus, unus es Dominus: non in unius singularitate personae, sed in unius Trinitate substantiae.“

(Deutsch: „Mit Deinem eingeborenen Sohne und dem Hl. Geiste bist Du ein Gott, ein Herr: nicht als wärst Du nur eine Person, Du bist vielmehr in drei Personen ein Einziger.“)

Man würde das Wesen der polytheistischen Religionen, etwa der heute noch lebendigen Hindu-Religionen vollkommen verkennen, wenn man nicht annähme, dass auch sie von einer Einheit des Göttlichen ausgingen, das sich uns in vielen Gestalten zeige, die uns in unserer Menschlichkeit „entgegenkommen“ und „ähneln“.
Ebenso ist das Judentum kein rigoroser Monotheismus. Gott als Schöpfer spricht von einem „Wir“ in der Genesis, wobei das Hebräische keinen Majestätsplural kennt. Ebenso spricht das Pluralwort „Elohim“ („Götter“) für den einen Gott dafür, dass die Gottesvorstellung der Juden nicht streng monotheistisch gedacht ist, sondern einfach nur die Einheit in Gott betont ohne auszuschließen, dass der „Herr der Heerscharen“ in sich Überraschungen bergen könnte. Die alttestamentliche Prophetie ist voller Hinweise auf einen Plural, eine Überfülle, eine unvorstellbare Endlosigkeit und Unbegrenztheit Gottes, so sehr, dass ein frommer Jude nicht wagt, diesen heiligen Namen überhaupt auszusprechen, denn der Mensch im Bann des Bösen macht aus dem großen Gott etwas Einsames, weil er selbst einsam ist in der Sünde. Unglaublich die Vision des Johannes in der Apokalypse, der die Stimme am Thron Gottes hört „wie eine Stimme einer großen Volksmenge“ (Apk 19, 6).

Es ist logisch, dass Jesus sagt, man käme nur durch Ihn zum Vater: Weil er erlöst von der Einsamkeit und Fruchtlosigkeit der Sünde, er, der selbst ewige Frucht des ewigen Gottes ist, kann man durch die Nennung seines Namens, durch das Essen seines Fleisches in den gewandelten Opfergaben den Vater der Überfülle ansprechen und erreichen.
Eine Religion, die demgegenüber die Fruchtlosigkeit, die Unfruchtbarkeit Gottes bekennt, teils weil sie dessen geistiges Wesen erst gar nicht versteht und einem vulgären sexistischen Missverständnis erliegt, teils, weil sie die Einsamkeit des fruchtlosen Menschen in der Sünde als Grundmodell des Göttlichen annimmt, ist alleine deshalb sehr leicht als allzu menschliche Idee zu entlarven.
Und weil Gott es so wollte, beseelt er uns auch mit dem Hl. Geist, der dritten göttlichen Person. Aber bereits hier zeigt sich, dass man vom Zweiten auf den Ersten über den Dritten kommt und eine einsame, monotheistische Gottesverehrung für wahre Christen nicht möglich ist. Es ist der Satan, der darauf besteht, dass es nur „Eines“ gibt, und dass dieses „Eine“ sich gnadenlos abschließt und niemanden in sich einlässt, weil er herrschen will mit Macht und Gewalt, aber ohne irgendeine Autorität, denn sie ist fruchtlos per definitionem. Nur der Satan ist unfruchtbar und macht unfruchtbar. Er lädt nicht ein, sondern würgt den Menschen, erpresst ihn und macht ihn zu einem Gewalttäter, wie er selber einer ist. Es ist wahr: der rigorose Monotheismus ist der Ursprung aller strukturellen und unerbittlichen Gewalttätigkeit. Der rigorose Monotheismus ist der „Geist, der stets verneint“, wie Goethe den Satan so hellsichtig schrieb. Und ein Christentum, das kein klares Bekenntnis zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit findet, sondern sie sogar verneint um des „Friedens“ mit der verneinenden Religion willen, ist im Kern islamisch und wird dem Islam zufallen wie ein verlorenes Blatt im Wind. Und was sehen wir: eine Religion, die weltweit unzählige Gewalttäter hervorbringt, aber keinen Frieden. Wie gelähmt sind die Menschen, die diese Religion von Geburt an haben. Auch sie stecken voller Sehnsucht nach Frieden und Vielfalt in Gott. Wer hört ihre stummen Schreie?
Sie schaffen es nicht, sich lautstark von dieser Gewalt zu distanzieren, sie sind nicht in der Lage, eine neue, lebensfähige Version ihres Glaubens zu entwickeln, und man darf fragen, ob das vielleicht nicht doch systematische Gründe in diesem rabiaten Monotheismus hat. Sie schweigen, zusammengedrängt wie eine bedrohte Herde, weil sie Angst um ihr Leben haben müssen, wenn sie den Mund aufmachen. Und Angst vor der Hölle, in die sie geraten werden, wenn sie sich nicht unterwerfen, vor allem der Frau ist die Hölle massiv angedroht, wenn sie nicht klein bei gibt und sich unterwirft. Umso größer meine Achtung vor all jenen, die es dennoch wagen.
Wir hatten heuer in Deutschland und Frankreich so viele Flüchtlingsopfer zu verzeichnen, dass es eine Schande ist, eine Schande für diese Religion und eine Schande für unsere verblendeten Eliten, die nicht mehr die einfachsten Kausalzusammenhänge erkennen und bereit sind, für eine surreale Einheitsbrei- und Multikulti-Ideologie im eigenen Land Menschen in großer Zahl zu opfern. Multikulti ist genauso größenwahnsinnig wie das vormalige Herrenmenschentum und eine genuin monotheistisch inspirierte Irrlehre.
Es gibt in de empirischen Realität nur folgendes Phänomen: viele Nationen auf Gottes weiter Erde, große und berechtigte Unterschiede und die Notwendigkeit, das gerecht im Sinne einer echten „Autorität“ und nicht im Sinne einer „Unterwerfung“ zu befrieden. Alleine das links-grüne, zurechtgemerkelte Ansinnen fanatischer „Globalisierer“, deren Motive alles, nur nicht vernünftig sind, alles unter einen ideologischen Hut pressen zu wollen, ist gewalttätig und religiös gesprochen anti-trinitarisch. Die, die propagieren, es müsse alles „bunt“ sein, bereiten derzeit die Einschränkung der Meinungsfreiheit vor. „Bunt“ heißt am Ende immer: „braun“ zusammengerührt. Das spricht für sich. Es ist im Grunde eine transformierte braune Ideologie, die unsere Regierung uns zumutet, und es ist eine Tatsache, dass der Islamismus und auch der Panarabismus beste Beziehung zur braunen Ideologie Europas hatte im 20. Jh.
Doch was nicht sein kann, das nicht sein darf. Obwohl wir inzwischen so viele Tote und Vergewaltigte und Verletzte, sogar einen am Altar zelebrierenden, ermordeten Priester haben, wird bei jedem erneuten Fall islamischer Bluttaten so getan, als seien das Einzelfälle krimineller Geister, und diese hätten mit dieser Religion nichts zu tun. Nun brüllen die Täter aber stets ihr Glaubensbekenntnis und können sich auf Koransuren berufen, die zu genau solchen Bluttaten anstiften. Noch viel schlimmer wüten sie in ihren Herkunftsländern. Auf strenge und eindeutige Abweisungen dieses Anspruchs durch führende Islamgelehrte wartet die Welt seit Jahrzehnten vergebens. Auch das ist eine Schande – nicht für die Muslime, aber für deren Gelehrte. Und wenn einer unter ihnen eine gute Stimme erhebt, wird er mit dem Tod bedroht.
Richtig ist, dass die meisten Muslime mit diesen Bluttaten persönlich nichts zu tun haben. Eine Schlussfolgerung auf die Religion aber ist dennoch notwendig: denn diese Gewalttaten sind einzig und alleine durch diese Religion motiviert. Die Täter sagen es uns doch eindeutig, und mit welchen Recht glauben wir, das nicht ernst nehmen zu müssen?

„Euch ist heute der Heiland geboren!“ sangen die Engel. Wir alle kennen die Worte. Vom Frieden auf Erden, der doch nicht ist, sagen manche trauernd und verbittert.
Nun heißt es aber im Gesang der Engelsscharen nicht, ab heute trete nun automatisch Friede in Kraft. Gerade das nicht!
Gott ist doch auctor und nicht Unterwerfer!
Darum heißt es, ab heute sei Friede bei denjenigen, die bonae voluntatis sind die guten Willens sind. Wer diese Freiheit ausschlägt, bereitet sich selbst die Hölle, und genau das sehen wir in Europa nun.
Wir verlieren deswegen den Frieden, weil uns dieser gute Wille immer mehr fehlt.
Das „Zeichen“ des Friedens ist das neugeborene Kind in einer Krippe – das sagen die Engel.
Auch darüber sollten wir heute einmal nachdenken, wir einheimischen Deutschen und Franzosen, die wir uns den Kindern, die uns geschenkt wurden, gegenüber so sehr verweigern, dass ein beträchtlicher Anteil derer, die uns regieren, nicht mehr wissen, was es heißt, Vater oder Mutter zu sein. Wie viele von uns haben ihre Kinder abgetrieben oder vernachlässig, unseren Selbstverwirklichungwahnvorstellungen unterworfen?
Der Ausgangspunkt für eine echte auctoritas wäre die Vater- und Mutterschaft, die für sich nichts und für ihre Kinder alles will. Unsere Regierungschefin aber ist (wie so viele Politikerinnen und auch viele Politiker) eine Frau, die zu nichts und niemandem eine tiefere Beziehung hat. Keine eigenen Kinder, ohne Beziehung zu ihrer Heimat, zu ihrem Vaterland, zu ihrer Muttersprache, geschweige denn Europa, das sie doch in Wahrheit dominieren, unterwerfen will und gerade nicht mit auctoritas regiert. Mit echten Herausforderungen weiß sie nichts anzufangen und verspielt Chance um Chance, ohne Vernunft und Konsistenz, aber auch ohne Ehre, denn die vielen Toten und Verletzten ihrer unverantwortlichen und chaotischen Migrationspolitik wären und waren immer ein unbedingter Rücktrittsgrund, dem gegenüber sie sich immer mehr verhärtet.
Es graut mir bei der Vorstellung der „Ansprache“, die diese Frau heute zu Weihnachten oder zum Neuen Jahr von sich geben wird. Ich will es nicht hören, es ist – es sei denn, sie erklärt ihren Rücktritt - ein Hohn der Opfer. Ein Hohn auf jeden Menschen auf dieser Welt, der wirklich unsere Hilfe bräuchte. Wir helfen jedoch nicht den Opfern, sondern den Tätern. In unseren Asylantenheimen werden Schutzsuchende gequält und vergewaltigt, und wir schweigen dazu, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Deutschland mit seiner braunen Pathologie wie es leibt und lebt, und mich beschämt besonders, dass so viele Frauen wie in einer geistigen Umnachtung, wie die berühmten Kälber, die ihre Schlächter selber wählen, in voller Verblendung leugnen, was sich abspielt. Sie verkennen das Wesen dieses „Geistes, der stets verneint“, der gerade ihre Würde als Frau verleugnet und sie zu einem Objekt degadiert und treten gegen die aus, die sie an ihre marianische Würde erinnern wollen. Sie wählen wie einst die Juden den Massenmörder Barabbas und wollen den, der ihnen zur Freiheit geboren wurde, am Kreuz sehen. Deutschland wählt den Barabbas und fühlt sich gut dabei, pharisäisch und hochmütig.
Ich sage es heute wieder: Der Retter ist geboren aus einer Frau ohne jegliches Zutun eines Mannes. Das ist unsere Würde als Frauen, und ich rufe jede Frau, die sich selbst achtet, auf, sich an Maria zu orientieren, die nicht irgendeinen Menschen geboren hat, sondern Gott, Gott. GOTT hat sie geboren! Nicht zuletzt diese Bevorzugung hat der Satan bis heute nicht verkraftet und wo er herrscht, herrscht auch die Zurücksetzung der Frau. Je satanischer eine religiöse Ausrichtung, desto mehr hasst und beleidigt sie die Frau. Leider ein Phänomen, das in der Kirche großen Raum gewinnen konnte bis heute. Das Kopftuch ist Symbol der Verneinung des weiblichen Kopfes und der weiblichen Ansprache durch den Herrn. Niemand mache sich darüber etwas vor!

Der verblendete Mann aber, der in dem Priester Zacharias ein Denkmal erhielt, sang, als er zurechtgekommen war, der Gottesmutter nach:

„Visitavit nos, oriens ex alto: illuminare his qui in tenebris, et in umbra mortis sedent: ad dirigendam pedes nostros in viam pacis.“ (Canticum Zachariae: Benedictus)

Das ist Weihnachten:

„Es hat uns besucht der Morgenstern aus der Höhe, um die zu erleuchten, die in der Finsternis und in Schatten des Todes sitzen, um unsere Füße auf den Weg den Friedens zu weisen.“

Das ist Weihnachten heute im Jahr 2o16, einem Jahr, in dem die Schatten des Todes uns bereits tief berührt haben.

Kommentare:

  1. Vieles wäre dazu zu schreiben, eine Sache finde ich sehr interessant, man tut wirklich katholischerseits so, als gäbe es eine Art Entwicklung in den Religionen, so wie die Menschen von Jägern und Sammlern über Ackerbauern hin zu Großstadtmenschen werden, so entwickelt sich auch die Religion, von animistisch über polytheistisch hin zum Monotheismus, ganz klar, einfache Entwicklung.
    Damit wird aber jedes Verkündigung eigentlich überflüssig und Gott hätte sich die ganze Geschichte von Abraham über Mose und die Richter hin zu den Propheten eigentlich sparen können, es hätte sich ja eh von selber entwickelt. Und Christus ist in diesem Bild einfach ein Skandal, weswegen ja auch der Arianismus wieder fröhliche Urständ feiert, Christus der religiös hochsensible Mensch, der eben so nahe zu Gott kommt, dass er mit dem Titel Gottes Sohn benannt werden kann, vergleichbar, einem hochbegabten Schüler eines Meisters, den man dann eben so tituliert.
    Dann stimmt es ja einfach nicht, dass jede Hochkultur sozusagen von sich aus zum Monotheismus gelangt, das war wohl nur bei den Griechen so, und auch dann nur, wenn man die Ideen der griechischen Philosophen, vom unbewegten Beweger mit der Idee eines Gottes gleichsetzt.
    Wenn man sich die Sache recht überlegt, so ist es ja das Wesen unseres Gottes, dass wir ihm nicht egal sind, er ist nicht eine Erstursache, der Herrscher über ein Lichtreich, der sozusagen da sitzt und warten, dass die entsprechend disponierten endlich ankommen, wie gnostische Ideen es suggerieren und er ist nicht der islamische Gott, der einfach ist und in sich eben keine Beziehung hat, der ein unzulängliches Sein ist, absolute Majestät, nicht zu verstehen, nicht zu begreifen und wo der Versuch in begreifen, beschreiben, verstehen, ja gar lieben zu wollen, reine Blasphemie ist.
    So bliebt uns aber, zu vertrauen, dass unser Gott der wahre ist, und dass er ist, wie er ist, was heißt er hat einen Weg.
    So geht uns, gerade in den Bedrohungen, die man als denkender Mensch, nicht negieren kann, doch erneut auf, was es bedeutet, dass denen, die im Schattenreich des Todes sitzen, ein helles LIcht aufgegangen ist.
    Nur, wie heißt es im Prolog des Johannes Evangeliums, die Menschen die wollen da gar nicht hin zu dem Licht!

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  2. Einsamer Gott in der Zerstörung.
    Zweisame Göttin im Wiederaufbau.
    Das ist feministische Theologie.
    Kein Gerechter vermag zu widersprechen.
    Weil er ermordet wurde.
    Und doch hat Sie Recht.
    Die Muttergottes.

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  3. Es geht nicht um eine zweisame Göttin, sondern die Heilige Dreifaltigkeit. Das ist nicht feministische Theologie, sondern der rechte Glaube der Kirche. Der Gerechte wurde zwar ermordet, ist aber auferstanden und lebt - und wer lebt, kann widersprechen. Auch das ist Glaube der Kirche.
    Das ist das Problem vieler Katholiken, dass sie im Grunde Arianer sind und damit dem Islam nahestehen.
    Dieses Faktum, dass viele Christen eigentlich Anti-Trinitarierer sind, weil sie einem unbiblischen Maskulinismus anhängen (eben wie der Islam!), hat die Kirche immer schon geschwächt gegenüber dem Islam und die entsprechenden Länder auch irgendwann islamisiert.
    Sie werden dem vermeintlichen "Feminismus" eines Tages noch bitter nachtrauern.
    Und zum Schluss: Jesus ist nicht einfach nur ein "Gerechter", sondern der Sohn Gottes.

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  4. mit scheint es eher so zu sein, dass der Koran sich selber nicht einig ist, wer Jesus Christus ist.
    Einerseits sehen sie ihn ihm einen Propheten, also einen reinen Menschen.
    Dann erkennen sie aber die Jungfrauengeburt und damit erkennen sie, dass Christus eben nicht einfach Mensch ist, wie ihr eigener Prophet, der ja ganz normal gezeugt und geboren wurde.
    Betreffs der Kreuzigung behaupten sie (Sure 4) am Kreuz habe nur ein Scheinleib gehangen ( Sie haben ihn aber nicht getötet, und sie haben ihn nicht gekreuzigt, sondern er erschien ihnen nur so. … Und sie haben ihn nicht mit Gewissheit getötet, 158 sondern Gott hat ihn zu sich erhoben. Gott ist mächtig und weise.)
    Es scheint als fänden sich im Koran alle damals diskutierten Ideen versammelt und als sei es dem Islam egal was wirklich ist.

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  5. Liebe Zeitschnur,

    vor einiger Zeit bin ich zufällig auf Ihren Blog gestoßen, seither freue ich mich über jeden neuen Artikel, den Sie veröffentlichen.

    Ich wurde (in Bayern in den 80er Jahren) katholisch erzogen, bin als Kind gerne in die Kirche gegangen, habe nie negative Erfahrungen gemacht. Gäbe es in der Katholischen Kirche die Möglichkeit als Frau Pfarrerin zu werden, hätte ich als Teenager wahrscheinlich diesen Weg eingeschlagen. Jetzt bin ich seit 20 Jahren verheiratet, habe zwei Kinder, habe in meinem Leben und in meinem Glauben Höhen und Tiefen erlebt (wobei ein Austritt für mich nie in Frage gekommen wäre).
    Seit einem Jahr besuche ich wieder sehr regelmäßig den Gottesdienst, weil ich mich in meiner Gemeinde sehr wohl fühle. Wir sind vor einigen Jahren von München auf das Land gezogen und es hat doch einige Zeit gedauert, bis ich mich hier zuhause gefühlt habe.
    Ihre "feminine" Sicht auf den Katholizismus und das Christentum berührt mich sehr. Denn wenn man ganz ehrlich ist, wer hält denn den kirchlichen Alltag am Laufen? Es sind die Frauen, die Mütter, die Großmütter, die Mädchen: Kommunionsunterricht, Betreuung der Firmlinge, Kinderkreuzweg, Krippenspiel, Ministrantinnen, Blumenschmuck, Putzen der Kirche, ... hauptsächlich Frauen, wenigstens in unserer Gemeinde. Frauen haben das leere Grab Christi entdeckt und haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Frohe Botschaft in ganz Europa verbreitet hat.

    Ihr letzter Blogeintrag hat mich lange zum Nachdenken angeregt und mich dazu gebracht, Ihnen für Ihre Worte zu danken. Vielen Dank dafür und machen Sie weiter so!

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    1. alles richtig nur sagen wir mal so, die Sache ist doch die, dass die Herren der Schöpfung sehr zur Faulheit neigen, wie man ganz gut in der dritten Welt sehen kann, wo die Frauen alles schultern, und die Herren es sich gerne gemütlich machen.
      Genau das ist doch das fatale an dem ganzen Frauen sind so toll und können alles besser innerkirchlichen Feminismus, dass er zur Folge hat, dass sie dann auch alles machen müssen, siehe die von Ihnen erwähnten Ministrantinnen, seitdem es sie gibt, ist das Mädchensache.
      Oder noch mal anders ausgedrückt, seitdem die Frauen innerkirchlich auch ins Orgateam usw drängen läuft der Rest überhaupt nicht mehr, weil die Männer nämlich nicht putzen, schmücken, betreuen, sondern eben gar nichts machen. Das ist doch das fatale an der Sache, dass die Frauen selber ihr eigentliches so sehr verachten, dass sie es selber nicht mehr machen. Und warum sollten es dann die Männer tun?
      Soweit ich Frau Zeitschnur verstanden habe, geht es ihr genau nicht um einen billigen me too Feminismus, sondern um die Besinnung auf das eigentliche der Frau, das nicht dadurch geehrt wird, indem man sie und sie sich selber mit männlichen Augen sieht.
      Übrigens seitdem die evangelische Kirche Pfarrerinnen hat, geht es ihn noch schlechter als uns, was Nachwuchs angeht.

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    2. Vielen Dank, @ Ester und @ mohabay... ich weiß nicht recht. Ester hat schon recht, mir ist vor alem an einer femininen Sicht gelegen, die den eigenständigen Raum und das eigenständige Apostolat der Frau benennt. Ich glaube, dass die Frau "apostola abscondita" (verborgene A.) ist, in demselben Sinn, in dem das Königtum Christi "nicht von dieser Welt" ist und als "verborgen" gesehen werden muss.
      Die Frau war von Anfang an auf die "zweite Ordnung" hin ausgerichtet, die nach der ersten Ordnung dieses Äons kommen wird.
      Ihre "Funktion" lässt sich darum in den Kategorien dieses Äons nur bedingt benennen.

      Ich halte alle Versuche, die Geschlechter zu klassifizieren, ihnen spezifische Eigenschaften und "Gaben" zuzuweisen, für falsch. Sobald man das mal genauer untersucht, merkt man, dass das nicht haltbar ist. Damit will ich mich deswegen erst gar nicht beschäftigen.

      Es ist wahr, @ mohabay, dass die Kirche von Anfang an maßgeblich von Frauen aufgesucht und getragen wurde. Es waren geradezu sprengstoffartig viele Frauen, die zu ihr fanden. Darüber spottete schon die Antike ("Kirche = verweibischt"), das ging aber auch im Hochmittelalter so weiter, und heute lamentieren Kardinale wie K. Burke über die "Verweibischung" der Kirche, anstatt darüber nachzudenken, warum der Mann sich so feige vor Verantwortung drückt und nur dann in Gang kommt, wenn er zuvor die Frau weggestoßen hat. Ja - das sind Fragen, die nicht an der Frau abgearbeitet werden dürfen!
      Ihr Protestantenargument, @ Ester, gilt nicht generell. Jetzt im Moment hat die Ev. Kirche Nachwuchs-Probleme. Das dürfte aber nicht mit den Frauen zusammenhängen. Denn es gab Generationen an Pfarrerinnen in Zeiten, in denen es mehr Theologiestudenten beiderlei geschlechtsgab, als die Kirche sie je hätte übernehmen können. Ich kenne persönlich ev. Theologen, die deshalb nie ordniniert wurden. es hängt eher mit dem allg. Glaubensverlust zusammen.
      Ich habe neulich von jemandem aus Thailand gehört, dass selbst dort Leute zu bestimmten "ernsthaften" Mönchen gehen, weil die meisten keine Disziplin mehr haben und den Buddhismus nicht emhr ernsthaft leben... das ist also ein weltweiter Verlust an Religiosität. Außer im islam, aber der ist auch keine richtige Religion, sondenr eher eine politische Ideologie mit religiösen Elementen...

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    3. Gebe zu ich habe zu schnell geschossen und ja es stimmt mit den Eigenschaften, von daher ist die von mir, den Männern attestierte Faulheit wohl auch so eine prinzipiell nicht haltbare Zuordnung.
      Nur ist es ein Effekt der eben gerne auftritt.
      Wir können aber konstatieren, dass alle Kulturen irgendwie zwischen Männern und Frauen unterscheiden, wenn auch auf verschiedene Arten.
      So gibt es Kulturen da ist die Feldarbeit definitiv Männerdomäne und es gibt Kulturen da ist die gleiche Feldarbeit definitiv Frauendomäne usw.
      Ich habe schon immer den Eindruck man versucht etwas, was so nicht zu fassen ist, abzubilden, eben in den Zuordnungen, die aber eben es nicht wirklich treffen, vielleicht ein Versuch sind, mit Bleistift ein buntes Traumbild zu fixieren.
      Dennoch bleibt Männer sind Männer und Frauen Frauen, und beide sind aufeinander verwiesen.
      Es sind auch nicht die einen Schuld, die anderen unschuldig, sondern beide sind miteinander verbunden wie innen und außen von etwas. Vielleicht ist so eine Möbiusschleife ein ganz gutes Bild, man sieht da innen und außen und wenn man versucht es zuzuordnen, dann funktioniert das nicht wirklich. Dennoch gibt es den Raum im inneren der Schleife und den Raum außerhalb der Schleife

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  6. Nun werte Zeitschnur. Mit starkem Interesse habe ich sowohl diesen Blogbeitrag wie auch viele ihrer damaligen Kommentare auf "katholisches.info" gelesen (wobei ich zu letzterem gesperrt wurde).
    Ihren Ausführungen und Folgerungen zum Thema Islam und damit Unterwerfung stimme ich ebenso vorbehaltlos zu wie Ihren Bemerkungen bzgl. des unheilbringenden Merkel-Tilismus.
    Auch ich bin als Säugling katholisch getauft worden, war später Ministrant und habe mich dann zunehmend mehr von der katholischen Kirche entfernt, ohne jedoch meinen Glauben zu verlieren. So erkenne ich die katholische Lehre als mein Glaubenscredo an, "versage" aber an dem Pabsttum, von dem ich überzeugt bin, dass etliche Päbste bedauerlicherweise vom einzig wahren Glauben weg führten und verwirrten. Trauriger Höhepunkt hierbei ist BerGOGlio, welcher in meinen Augen Häretiker und Zerstörer ist. Im NT ist wiederholt die Rede von Jüngerinnen, welche Jesus um sich hatte, ebenso berichtete Paulus von der Apostellin Junia, welche erst im 13? Jahrhundert "vermännlicht" wurde, da auch damals nicht sein konnte, was nicht sein durfte. So gesehen wurde und wird auch heute noch innerhalb der katholischen Kirche die Rolle der Frau "unterworfen", wenn auch nicht so krass wie in der satanischen Islam"religion".
    Maria war voll der Gnade, dass sie als Jungfrau unseren Erlöser gebar. Dies kann kaum wertvoll genug eingeschätzt werden,... dennoch finde ich aktuelle Bestrebungen, Maria per Dogma als Miterlöserin benennen zu wollen, destruktiv. Erlöser ist aber G'tt Vater durch G'Tt Sohn Jeshua unseren Herrn. Dieses angestrebte Dogma (dem Franziskus womòglich zur weiteren Verwirrung zustimmen könnte) würde m.E. Marias Rolle nicht gerecht sondern sie statt dessen zur nachgerügten Miterlöserin fixieren. "Negierung durch Beförderung", drängt sich mir hierbei auf.
    Marias unglaubliches Geschenk an die Menschheit, in einer Zeit wo Ehebruch mt dem Tode gesühnt wurde, sich durch den heiligen Geist beschatten zu lassen (Vertrauen in G'ttes Führung somit gebenedeit unter den Frauen zu sein) kann nicht wertvoll genug gewogen werden. Insbesondere in heutigen Zeiten, wo die Apostasie (leider auch unter den Frauen) allein um Bereich der Abtreibung schon apokalyptische Züge angenommen hat. (Bislang allein in den USA seit Mitte der 70 er bereits 57.000.000 Morde an Menschen). Keiner dieser Mütter war gebenedeit und fast alle zugehörigen Erzeuger waren ebenso Einfallstore Satans.
    Auch ich habe einige Hoch und Tiefs in meinem Leben bislang durchlebt. Sicher war ich hierbei nicht ohne Sünde und habe gegen manche Gebote verstossen. Dies reute mich und seit einigen Jahren versuche ich Busse zu tun wie auch nach G'ttes Plan zu leben und wirken. Eine Abtreibung wäre allerdings niemals für mich in Betracht gekommen. Statt dessen lieferte ich mir manchen Figth mit sogenannten Ärzten (bzw fast alles Ärztinnen) zu dieser Thematik.

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  7. ...
    Aus Liebe zu G'tt verliess ich schliesslich die katholische Kirche, da ich Rom als Hure Babylon betrachte und gemäss dem Buch der Off. handeln wollte,... diese zu verlassen um nicht Mit Anteil am Frevel zu haben. Dies hat für mich seit Jahren den entscheidenen Nachteil, dass ich kein gültiges Messopfer mitfeiern kann. Ratlos wüsste ich allerdings auch nicht, wo dieses heute (beginnend seit dem II. vat Konzil) noch voller Ehre zu G'tt zelebriert würde. Ein echtes Dilemma, auch wenn ich meinen Austritt nicht bedauere. Seit BerGOGlio schon dreimal nicht.
    Da ich der päpstlichen Historie nun misstraue, prüfe ich immer wieder zwischen den Texten der mir vorliegenden Bibeln wie auch zu den Originaltexten. Dabei arbeite ich eng mit Schriftwissenschaftlern in Israel zusammen.

    Persönlich würde es mich freuen,wenn Sie mir ihre persönliche Ansicht noch zu den beiden folgenden Begebenheiten in der heiligen Schrift Kund tun würden. Womöglich bringt mir dies neue Erkenntnisse.
    Zu einen der Satz :"Mein Gott, warum hast du mich verlassen", den Jesus am Kreuz sprach.
    Zum Anderen Apostrlgeschichte 5,1-11.
    Ich persönlich glaube nicht, dass G'tt, der hl.Geist oder Jesus Christus diese Morde verübte. Sie widersprechen sich schliesslich nicht und das Geben der Hälfte (eines Teils) zur Gütergemeinschaft der jungen Kirche kann m.E. keine Todsühnde gewesen sein. Würde meiner Meinung nach eher zu einem zur "Spontanität" neigenden Zeloten passen.
    Warum sollte unser liebender Vater alle in Furcht versetzen, die davon hörten?

    Sicherlich dürfte meine Ortgographie hier zu Wünschen sein. Da ich über ein altes Handy mit merkwürdiger Autokorrekrur aus dem Wald funke und hier immer nur 2 Zeilen auf dem Display angezeigt bekomme, bitte ich dem nachzusehen.
    Marána tha.
    Josef W.

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    1. Vielen Dank für Ihre ausführlichen Kommentare.
      Zunächst möchte ich auf Ihre Frage bzgl. der Erzählung aus der Apostelgeschichte eingehen.

      Es handelt sich nicht um "Morde", sondern um das plötzliche Versterben zweier Menschen. Es geht dabei um das Sterbenmüssen, wenn man Gott betrügen will (Apg 5, 4b).

      Es geht NICHT darum, ob überhaupt und wieviel das Ehepaar gespendet hat. Das sagt Petrus doch ausdrücklich (V 4a). Es geht darum, dass Mneschen sagen: Herr, wir geben Dir alles, obwohl sie die Hälfte zurückbehalten.

      Ja, das ist eine bestürzende Geschichte. Das wird auch am Ende gesagt: "Da kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die davon hörten." (V 11)

      Zu den letzteren gehören auch wir und erschrecken.

      Es ist ein merkwürdiges Oszillieren zwischen der Liebe Gottes und seiner wahren Heiligkeit. Gott hätte es niemals erwartet, dass das Ehepaar überhaupt etwas spendet - wie gesagt geht das aus V 4 klar hervor. Aber das Aufrechnen von angeblichen Spenden, das gibt es im Reich Gottes nicht mehr.

      Man kann vielleicht im Hintergrund das pharisäische Gesetzehalten und den Stolz auf das "Gutestun" sehen.

      Die Geschichte bestürzt, weil sie mit der Tradition bricht, die das Gutestun aufrechnet. Gut, so sagte es auch Kant, ist alleine der gute Wille. Der gute Wille ist aber bei den beiden verfinstert, bzw. nicht in der Weise vorhanden, wie sie es behaupten.

      Ja, ich erschrecke auch angesichts dieser harten Geschichte, aber ich denke, sie soll uns drastisch vor Augen führen, dass Gott heilig ist und Halbheiten, Verlogenheit, noch dazu die verlogene Demut in seiner heiligen Nähe unerträglich ist.

      Das Ehepaar, das muss dabei betont werden, log bewusst. Die beiden hatten sich abgesprochen, erzählt uns Vers 2. Sie erlagen daher auch nicht einer Verblendung oder Verkennung.

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  8. Vielen Dank für Ihre persönliche Einschätzung zu einer meiner beiden aufgeworfenen Fragen.

    Ja, auch ich finde besagte Stelle in der Apostelgeschichte erschreckend.

    Und ich stimme Ihnen vollumfänglich zu, dass Lüge nebst einigen anderen Dingen den Herrn ein G r ä u e l sind.

    "... dass Gott heilig ist und Halbheiten, Verlogenheit, noch dazu die verlogene Demut in seiner heiligen Nähe unerträglich ist.

    Das Ehepaar, das muss dabei betont werden, log bewusst. Die beiden hatten sich abgesprochen, erzählt uns Vers 2. Sie erlagen daher auch nicht einer Verblendung oder Verkennung...."

    Anderseits hat uns unser Herr Jesus gelehrt, Nächaten- wie auch Feindesliebe zu beherzigen und wies an anderer Stelle darauf hin, dass nicht nur 7 sondern 77 x vergeben werden sollte, wenn unser Nächster f a l s c h handelt.

    Das Ehepaar handelte def.! falsch und sprach sich zudem ab.
    Sicher wäre dies beim jüngsten Gericht aufgedeckt worden durch G'tt unseren Herrn.

    Warum also die "Eile", bereits zu Lebzeiten des Paares, welches sich durch scheinheilige Frömmigkeit exponieren wollte?

    Hat Jesus unser Herr oder sein Vater G'tt denn schon vorher bei vielen anderen ähnlichen Gegebenheiten (Vgl Gleichnis der armen Witwe) vorab im christlichen (neuer Bund) diesseits gehandelt?, statt dies ins jüngste Gericht zu verschieben?
    M.E. und Wissens nicht.

    Umso erschreckender empfinde ich also diesen Teil der Apostelgeschichte und befürchte, dass der von mir nachfolgende Gedanke Ihre Zensur vermutlich nicht passieren wird. :-(

    Ich persönlich halte diese Stelle als Einschiebung der noch jungen katholischen Kirche des 2. Jahrhunderts ohne auf das Wort G'ttes zurückgreifen zu können; allein deren Machtanspruch geschuldet.

    Die Stelle ist wie angemessen, den Autoritätsanspruch eines Petriamtes zu fundamentieren, welchem in Folge viele Christen, Heiden und so genannte Hexen zum Opfer fielen.

    Das hernach erstarkte Pabstamt, welches sich zwar meist auf die abgeleitete Schlüsselrolle im NT beruft, hat m.E. macht- und finanzpolitisch in diesem "Einschub?" aber ihre Berechtigung gefunden. Und bis auf wenige Päbste ausgenommen, haben die meisten Päbste konträr zu Jeshuas heiligen Worten lieber den Reichtum der Kirche vermehrt statt den Willen G'ttes auf Erden nachzueifern.

    Selbst die Fast-Zerschlagung des Malteserordens anno aktuell ist m.M. nach eher dem Mammon geschuldet (über 120 Mil Euro Vermächtnis) wie auch machtpolitischen "Spielchen" und "Geburtenkontrollen" statt der Berücksichtigung der heiligen Tradition der Ordensritter.

    Der auf Grund listiger Züge seitens BerGOGlio zurückgetrende Ordensobere mag hierbei Augenscheinlich "schwach" gehandelt haben, hat jedoch m.E. absolute Stärke in der Lehre Jesus bewiesen. Meine Hochachtung vor ihm. Boeslager und BerGOGlio haben zwar in diesem Reich gepunktet und die "Afterkirche" weiter voran getrieben,..... im eigentlichen Leben im jenseitigem Reich wird dies m.E. vor unserem G'tt keinen Bestand haben, bzw gerichtet werden.

    Franzisko ist meiner Überzeugung nach kein rechtmässiger Pabst sondern erheblich Schlimmeres. Ich bete für unsere Schwestern und Brüder im Herrn, dass sie sich nicht durch eine falsche Barmerzigkeit seitens dieses Hirten zur Häresie verführen lassen mögen.

    Dem Pabsttum an sich bescheide ich keine 18 Monate mehr.

    In Ihrem Blogbeitrag schrieben Sie u.a. von der Rolle der Frau, welche sich erst im 2. Äon verdeutlichen würde. Werden Sie dies in einem folgenden Beitrag noch näher thematisieren?

    Als emanzipierter Mann interessiert mich dies sehr. Insbesondere, da ich mein mänlichsein absolut bejahe, gleichzeitig aber anderer fraulichsein vollkommen auf Augenhöhe betrachte. Den Geschlechterkampf wie auch dem Lauf der Jahrhunderte jeweils geschuldeten Rollenverteilungen vermag und w i l l ich nicht folgen.
    Friede mit Ihnen.
    Herzlichst
    Josef W.

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    1. Was ich zum Thema Frau von meiner Seite aus gedacht wird, ist ab heute im Buchhandel erschienen:

      http://zeitschnur.blogspot.de/2017/02/neuerscheinung-zum-thema-theologie-der.html

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  9. Vielleicht noch als Anmerkung.
    Die sehr schnell! erfolgte Beerdigung beider Handelnden innerhalb weniger Stunden widerspricht den damaligen und auch heutigen Beerdigungsriten.
    Diese schreiben zwar eine zügige und zeitnahe Beisetzung vor, jedoch keinesfalls eine Überhastete.

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  10. werter Josef, wissen sie, das ist ja alles wunderbar, was sie da so schreiben, über das Gericht, dass man doch dem lieben Gott überlassen sollte, aber wer von uns lebt das denn im Alltag?
    Ich denke erst wenn wir es selber versucht haben, die Rache dem Herrn zu überlassen, erst dann können wir anfangen die zu kritisieren, die genau das nicht gemacht haben.
    Wobei ich vermute, dass die, die dahin gekommen sind, alles Gutes und Böses aus den Händen des Herrn anzunehmen, genau nicht mehr kritisieren, siehe Dietrich Bonhoeffer.

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  11. Lieber Josef W., die Eile der Bestattung würde ich nicht überbewerten. Sie erfolgte im Orient generell bei Körperbestattungen am selben Tag. http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/bestattung-at/ch/9fd0cf19cf975f0e09a33d322fc52b71/#h1

    Ich habe in den mir zugänglichen Bibelkommentaren mal nach dieser Stelle gesucht, musste aber feststellen, dass sie auch nicht mehr hergeben als das, worauf ich schon selber gekommen bin.

    Die Zeit der jungen Kirche war in vielem "zugespitzter" als unsere heutige Zeit. Sie finden auch noch viele andere Dinge in den NT-Büchern, so gedrängt außergewöhnlich, wie das danach 2000 Jahre nicht mehr vorkam.

    Für mich ist diese Erzählung einfach nur ein Zeichen für den großen Ernst, der uns abverlangt wird.
    Wir sollen uns nicht täuschen: auch wenn uns das nicht so stante pede trifft, ist doch die Heiligkeit Gottes auch heute keine andere und wir werden erinnert, dass es ein Endgericht gibt, bei dem spätestens solche Urteile und Vollzüge kommen.

    Lassen wir uns also wachrütteln - ich auch, ich besonders, denn wir verschlafen diesen Ernst doch so gerne und gaukeln uns vor, Gott würde über alles hinwegsegeln.

    Ich denke, je älter ich werde: weil er heilig ist und uns bereits erkauft hat, kann unsere Antwort darauf nur mit äußerstem Ernst ausfallen. Dass dabei immer berücksichtigt werden wird, wieviel wir überhaupt erfasst, verstanden, erkannt haben, ist zwar gewiss wahr, aber darauf sollten wir uns nicht herausreden und alles, was uns plagt und mahnt, genau prüfen. Wenn wir unsicher bleiben, müssen wir Jesus bitten, uns zu zeigen, wie wir die Sache sehen sollen.

    Weisen wir den großen Ernst unter Brufung auf eine falsch verstandene Barmherzigkeit Gottes ab, weisen wir ab, dass Gott einen unmündigen, schwachen, zaudernden und infantilen Geist in seiner Nähe nicht ertragen kann, eben weil er heilig ist. Aber er gibt uns jede erdenkliche Hilfe, zu ihm zu passen.

    Deshalb bittet die Kirche auch:

    "Sancta Dei Genetrix - ora pro nobis ut digni efficiamur promissionibus Christi!"

    "Heilige Gottesmutter - bitte für uns, auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi."

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