Sonntag, 20. April 2014

Christus resurrexit!

Christus resurrexit!
 Resurrexit vere!



Tulpen -
in temporibus tenebricosis
Christus resurrexit!


"Aber auch die weibliche Gestalt, die ich früher vor dem Altare (...) erblickt hatte, wurde mir wieder gezeigt. (...) Von der Mitte des Leibes an abwärts bis zur Stelle des weiblichen Erkennens, hatte sie mannigfaltige schuppenähnliche Flecken. Ein unförmliches, ganz schwarzes Haupt erschien dort.
Seine Augen glühten wie Feuer. Es hatte Ohren wie ein Esel, Nase und Maul wie ein Löwe. (...)
Von seinem Haupt an bis zu den Knien war die Gestalt weiß und rot und erschien wie von heftigem Stoßen verletzt. (...)
Und siehe, nun löste sich das unförmliche Haupt mit lautem Krachen von seiner Stelle, so dass dadurch die ganze Gestalt der Jungfrau in all ihren Gliedern erschüttert wurde. Und eine gewaltige Masse von Kot sammelte sich um das Haupt, so dass es sich wie auf einem Berg emporhob und zur Höhe des Himmels aufzusteigen versuchte. Aber da traf plötzlich ein Donnerschlag das Haupt mit solcher Wucht, dass es vom Berge herabstürzte und seinen Geist im Tode aushauchte. Alsbald umwehte ein übelriechender Nebel den ganzen Berg und darin das Haupt, von solchem Schlamm umhüllt, daß die umstehenden Scharen in größten Schrecken versetzt wurden. Der Nebel verweilte (...)
Als die anwesenden Leute dies sahen, sprachen sie (...): " Wehe! Wehe! Was ist das? (...) Lasst uns umkehren! Kehren wir eiligst zurück zum Zeugnisse des Evangeliums Christi. Denn ach! ach! Bitter sind wir getäuscht worden."
Und sieh, da erschienen die Füße der Jungfrau blendend weiß und gaben einen Glanz, der strahlender leuchtete als der Glanz der Sonne."

(Hildegard von Bingen: Scivias. III,11)

Kommentare:

  1. Frohe Ostern und ein gesegnetes Fest des Auferstandenen?

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    1. Es ist und bleibt das Fest des Auferstandenen...in einer bösen Zeit.

      "Aber auch die weibliche Gestalt, die ich früher vor dem Altare (...) erblickt hatte, wurde mir wieder gezeigt. (...) Von der Mitte des Leibes an abwärts bis zur Stelle des weiblichen Erkennens, hatte sie mannigfaltige schuppenähnliche Flecken. Ein unförmliches, ganz schwarzes Haupt erschien dort.
      Seine Augen glühten wie Feuer. Es hatte Ohren wie ein Esel, Nase und Maul wie ein Löwe. (...)
      Von seinem Haupt an bis zu den Knien war die Gestalt weiß und rot und erschien wie von heftigem Stoßen verletzt. (...)
      Und siehe, nun löste sich das unförmliche Haupt mit lautem Krachen von seiner Stelle, so dass dadurch die ganze Gestalt der Jungfrau in all ihren Gliedern erschüttert wurde. Und eine gewaltige Masse von Kot sammelte sich um das Haupt, so dass es sich wie auf einem berg emporhob und zur Höhe des Himmels aufzusteigen versuchte. Aber da traf plötzlich ein Donnerschlag das Haupt mit solcher Wucht, dass es vom Berge herabstürzte und seinen Geist im Tode aushauchte. Alsbald umwehte ein übelriechender Nebel den ganzen Berg und darin das Haupt, von solchem Schlamm umhüllt, daß die umstehenden Scharen in größten Schrecken versetzt wurden. Der Nebel verweilte (...)
      Als die anwesenden Leute dies sahen, sprachen sie (...): " Wehe! Wehe! Was ist das? (...) Lasst uns umkehren! Kehren wir eiligst zurück zum Zeugnisse des Evangeliums Christi. Denn ach! ach! Bitter sind wir getäuscht worden."
      Und sieh, da erschienen die Füße der Jungfrau blendend weiß und gaben einen Glanz, der strahlender leuchtete als der Glanz der Sonne."

      (Hildegard von Bingen: Scivias. III,11)

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